Feuerkind (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

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Erfahrungsbericht von Casyriade

Feuerkind? Spart auf jedenfall den Kauf von Streichhölzern...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hi an alle Leser ;-) *lol*

Da ich gerade vor einer guten Stunde Feuerkind zu ende gelesen habe, verfasse ich mit meinen Wissen *lach* gleich einen Beitrag dazu. Schließlich ist dieser Bereich noch ziemlich mager, da muss man ja mal ein wenig nachhelfen.



Story:

Andy McGee und Vicky Tomlinson nehmen an einem fragwürdigen Universitätsexperiment teil, weil beide die dafür herausspringenden 200 Dollar gut gebrauchen können. Dieses Experiment wird Lot Sechs genannt, was genau sich dahinter verbirgt, wird erst viel später klar. Das noch in der Erprobungsphase stehenden Medikament, wird allen verabreicht, obwohl es hieß, das einige auch nur destilliertes Wasser gespritzt werden sollte. Die Injektion zur Folge, dass die insgesamt Zwölf Probanten plötzlich über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Ein Mann der neben Andy liegt, Kratzt sich die Augen aus, weitere verlieren den Verstand oder drehen durch. Doch all diese Geschehnisse nimmt Andy wie unter Drogen war, weshalb er nicht weiß, ob er es vielleicht auch nur geträumt hat. Zunächst zeigt sich nach dem kurzfristigen Horrortrip keine weitere Auswirkung des Mittels.
Da sich die beiden bei dem Experiment näher gekommen sind, Heiraten Andy und Vicky zu einem späteren Zeitpunkt. Während Vicky sich ihrer eher unterentwickelten Fähigkeit nicht bewusst ist, ist das bei Andy schon ein wenig anders, bei dem sie stärker ausgeprägt sind. Vicky kann eine Tür vom anderen ende des Raumes zu machen, wenn sie nur daran denkt. Allerdings geht das nicht immer und sie ist sich dessen auch nicht Bewusst. Andy kann Leute gedanklich beeinflussen, aber je nach Kraft Aufwendung bekomm er Kopfschmerzen. Zusammen bekommen sie ein Tochter. Charlene McGee, die nur Charlie genannt wird.
Bald merken ihre Eltern, dass ihre Tochter nicht wie andere Kinder ist. Das kleine Mädchen kann nämlich allein durch ihren Gedanken, Feuerentzünden (Pyokinese). Nun holt ihre Vergangenheit sie wieder ein, und sie sind sich der Gefahr bewusst in der sie und Charlie schweben. Andy bekommt heraus, das bei dem damaligen Experiment eine Organisation die sich „die Firma“ nennt, dahinter steckte. Sie versuchen Charlie klar zu machen, das Feuer anzünden Böse ist und glauben, das sich so alles regeln lässt.
Allerdings wird Andy klar, das ihnen das geheim halten nicht gelungen ist, als er seine Frau Vicky tot auffindet. Nun ist Andy gezwungen mit seiner Tochter zu fliehen, um sie vor den Bösen Machenschaften der Firma zu Schützen. Charlie und ihr Vater geraten plötzlich in einen Teufelskreis der Verfolgung, der Flucht und der Flammenhöllen, die das kleine Mädchen aus Not entstehen lässt…



Fazit & Beurteilung:

Um nicht die Spannung vorweg zu nehmen, lasse ich den Rest offen. Denn schließlich soll dieser Beitrag einen Anreiz darauf geben, das Buch zu Lesen.

Spannend und fesselnd beschreibt Stephen King die Flucht der kleinen Charlie und ihres Vaters. Der Roman beginnt mitten in ihrer Flucht, und Andy schwankt immer wieder zwischen Erinnerungen und dem jetzt geschehenen. Dies finde ich besonders gelungen, da man nie den Faden verliert, weil alles gut ineinander greift und dadurch glaubwürdiger erscheint, als wenn es in einer Linie herunter geschrieben wäre.

Charlie, wirkt zu beginn wie ein kleines Mädchen, dass nicht einmal ahnt mit welch einer gefährlichen Waffe sie durch dieses unverantwortliche Experiment ausgestattet wurde, doch innerhalb der Geschichte entfaltet sich bei ihr eine Art Reifungsprozess, der nicht Ruck zuck von Statten geht, sondern langsam aufgebaut wird. King zeigt uns in seinen Buch wie verrückte und geldgierige Professoren, Geheimdienste, aber auch der Staat, über Leichen gehen, um ihre Ziele zu erreichen.

Deshalb ist dieses Buch nicht die typische Horror Geschichte, wo es um Hexen, Dämonen oder Vampire etc. geht, sondern um ein kleines Mädchen und ihren Vater, die auf der Flucht vor einer verbrecherischen Gruppe von Regierungsagenten sind. Ich gebe zu, diese Geschichte kann man auf keinen Fall mit der Wirklichkeit vergleichen, aber dazu sind Stephen Kings Bücher auch nicht da. Aber es ist Realitätsnah geschrieben, niemand hat unerschöpfliche Kräfte, alles hat seine Grenzen und es geht auch nicht immer alles gut aus.

Obwohl ich noch nicht allzu viele Bücher des Autoren gelesen habe, bin ich mir sicher, das Feuerkind für mich das Beste ist. Jeder fiktiven Person wird ein eigener Charakter zugewiesen, der sich deutlich heraus Kristallisiert beim Lesen. Man merkt, welche Person es ist, die dies gerade denkt, bzw. Erzählt und wobei ich besonders die Person der Charlie hierbei anspreche, passen die Gedanken auch zur Person. Ein kleines Mädchen denkt anders, als ein Agent oder ein Farmer. Von daher bekommt der Stil, in dem der Roman abgefasst wurde, eine glatte eins, meiner Ansicht nach.
Ich kann Feuerkind nur empfehlen, auch wenn ich es ausnahmsweise mal nicht in einem Zug durchgelesen habe ;-)


Stephen King

Feuerkind

479 Seiten

Bastei Lübbe
ISBN 3-404-13001-4

14,90 DM
7,62 €

Dabei handelt es sich um die Taschenbuch Ausgabe.

Weitere bekannte Bücher von Stephen King:

Shining
Cujo
Carrie
The Stand – das letzte Gefecht
The Green Mile