Nachtschicht (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

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Erfahrungsbericht von Maggifu

King auf Raten

Pro:

Kurzgeschichten

Kontra:

Kurzgeschichten

Empfehlung:

Ja

Positiv und negativ: Kurzgeschichten? Ja, das meine ich ernst. Mehr dazu in meinem Bericht:

-- Optik innen und außen --

Ich bin im Besitz der Taschenbuchausgabe aus dem Bastei Lübbe Verlag. Das Paperback Buch enthält insgesamt 448 klein bedruckte Seiten.
Auf dem Umschlag befindet sich vor einem Hintergrund mit einem Zaun und Wolken ein Bild mit einem Leuchtturm. Der Name des Autors und der Buchtitel sind in silberner Schrift geprägt. Auf der Rückseite steht natürlich der Klappentext.


-- Allgemeines –

Dass das Buch aus Kurzgeschichten besteht hat Vor- und auch Nachteile. Zum einen kann man in kleinen Abschnitten lesen und auch mal eine längere Pause einlegen, ohne den Faden zu verlieren. Aber andererseits kann sich die Geschichte natürlich nicht so gut aufbauen. Die Personen können nicht so gut vorgestellt werden und man kann nicht so gut mit ihnen mitfühlen.
Ich lese lieber längere Geschichten, aber zwischendurch sind Kurzgeschichten mal eine Abwechslung.


-- Das Vorwort –

Im Vorwort (12 Seiten) philosophiert Stephen King über die Angst und den Horror, sowie über die verschiedenen Ansätze der Autoren dieses Genres. Er streift dabei auch das Fantasy-Genre und nimmt teilweise kurz Stellung zu diversen Werken.
Auch schreibt er über seine Motivation Horrorgeschichten zu schreiben und weshalb er denkt, dass die Leute diese Lesen.
Dieses Vorwort ist im Gegensatz zu vielen anderen nicht ein schleppend langweiliges Geschreibsel, nein, King schafft es sogar dies spannend zu schreiben.

-- Die Geschichten --

Nachtschicht enthält neben dem Vorwort noch 21 Kurzgeschichten von Stephen King, welche in den Jahren von 1970 bis 1978 erstmalig – meist in Magazinen – erschienen sind.


Briefe aus Jerusalem (Jerusalems Lot, 1978, 47 Seiten)

Dies ist die längste Geschichte im Buch. Sie hat einen ganz besonderen Erzählstil, denn die ganze Geschichte wird in Form von Briefen und Tagebucheinträgen erzählt.
In diesen Briefen wird das Grauen, welches Mr. Boone und sein Freund in seinem geerbten Haus und dem nahe gelegenen Ort Jerusalems Lot erleben, indirekt erzählt.
Diese Kurzgeschichte hat trotz der wenigen Seiten (auch wenn es die größte des Buches ist) viele verschiedene Elemente, welche parallel aufgebaut werden. So wird das Haus, mit seinen Geheimverstecken und vor allem dem Keller, erforscht, wie auch der verlassene Ort Jerusalems Lot (und hier vor allem die Kirche). Außerdem müssen sich die Freunde mit der Ablehnung der Einwohner des nahe gelegenen Ortes auseinandersetzen.
Es sind viele Horrorelemente vorhanden, wie zum Beispiel Untote, unheimliche Geräusche und auch ein Monster.
Aus diesem Stoff hätte King bestimmt einen buchfüllenden Roman machen können. Aber auch diese Kompaktheit hat seine Reize.
XXXXX


Spätschicht (Graveyard Shift, 1970, 21 Seiten)

Diese Kurzgeschichte bewerte ich mit zweifelhaften Gefühlen. Ich bin mir nicht sicher, ob man hier überhaupt von einer Horrorgeschichte sprechen kann.
In einer Spinnerei werden Mitarbeiter gesucht, welche in einer Woche, in der die Spinnerei geschlossen ist, das Untergeschoß ausräumen und reinigen. Hier haben sie – außer mit dem Schmutz und Gerümpel – vor allem mit Ratten zu kämpfen.
Wie gesagt, als eine Horrorgeschichte würde ich Spätschicht nicht bezeichnen, aber unterhaltsam ist sie doch. Und hier ist es gut, dass es sich nur um eine Kurzgeschichte handelt, denn für mehr würde der Stoff wohl nicht unbedingt reichen.
XXXXO


Nächtliche Brandung (Night Surf, 1974, 11 Seiten)

Dieser Story fehlt die Spannung. Hier werden ein paar Stunden im Leben einiger Überlebender einer Krankheitsepedemie beschrieben. Diese Überlebendes sind ziemlich verroht und warten auf den Tod.
Wenn diese Geschichte länger gewesen wäre, hätte ich das Lesen hier bestimmt unterbrochen und mit der nächsten weitergemacht. Normalerweise würde ich euch raten, Nächtliche Brandung auszulassen, aber das durchlesen dauert ja nur ein paar Minuten und vielleicht gefällt sie ja euch.
XOOOO


Ich bin das Tor (I Am the Doorway, 1971, 16 Seiten)

Ein ehemaliger Astronaut, welcher durch seine missglückte Landung im Rollstuhl sitzt, erzählt einem Freund von seiner Abnormität. Es begann irgendwann nach seiner Venusexpedition. Nun hat er gegen seinen Willen einen Jungen umgebracht. Ist er verrückt? Steht er unter der Kontrolle von irgendjemanden? Lasst euch von seinem Geheimnis überraschen.
Eine meiner Meinung nach eher langweilige Geschichte. Aber sie hat auch etwas besonderes, was ich nicht recht beschreiben kann.
XXOOO


Der Wäschemangler (The Mangler, 1972, 24 Seiten)

Diese Geschichte gefällt mir außerordentlich gut. Es geht um eine besessene Maschine, gegen die ein Polizist und ein Englischlehrer den Kampf antreten. Allerdings befasst sich die Story mehr damit, wie der Dämon in die Maschine kam als damit, wie die beiden versuchen ihn wieder auszutreiben.
Was mir allerdings fehlt ist der Nervenkitzel. Nur ein wenig ist davon zu spüren, wenn die beiden in die Lagerhalle gehen um den Dämon auszutreiben. Ansonsten ist die Spannungskurve ziemlich flach, aber interessant und unterhaltsam.
XXXXO


Das Schreckgespenst (The Boogeyman, 1973, 14 Seiten)

Billings ist beim Psychiater auf der Couch und will sich seinen Kummer und seine Schuld von der Seele reden. Er erzählt von den Todesfällen seiner drei Kinder.
Kein Nervenkitzel und keine überraschenden Höhepunkte, aber eine gut zu lesende Story über das berühmte Monster im Schrank.
XXXOO


Graue Masse (Gray Matter, 1973, 14 Seiten)

In dieser Geschichte kommt der Gruselfaktor etwas zum tragen. Ein Bewohner einer kleinen Stadt, der sonst oft in der Kneipe bei seinen Freunden war, wurde lange nicht mehr gesehen. Nur sein Sohn holt jeden Tag Bier für seinen Vater. Eines Tages kommt der Junge total verstört zu den Freunden seines Vaters und bittet diese, seinem Vater das Bier zu bringen. Denn er könne dort nicht mehr hin. So gehen drei ehemalige Freunde zu dem Vater, um ihm das Bier zu bringen.
Endlich ein klein wenig was zum gruseln. Aber wirklich nur wenig. Die Überraschung wird leider schon auf dem Weg zu dem Vater durch die Gespräche der drei ziemlich abgebaut.
XXXXO


Schlachtfeld (Battle Ground, 1972, 14 Seiten)

Ein Killer hat soeben einen Auftragsmord erledigt und ist in sein Penthouse zurückgekehrt. Er hatte einen Spielwarenfabrikanten umgebracht.
Nun bekam er ein Paket. In diesem Paket ist eine Vietnam-Kiste, ein Spielzeug der Firma des ermordeten. In dieser Kiste befinden sich Soldaten und Kriegsgerät in Spielzeuggröße. Doch das Spielzeug will sich rächen.
Genau die richtige Story für eine Kurzgeschichte. Diese ist recht unterhaltsam (wenn auch nur ein paar Minuten, da eben kurz) und gut geschrieben. Für diese Geschichte gebe ich mal wieder die volle Punktzahl, obwohl der Gruselfaktor gleich null ist.
XXXXX


Lastwagen (Trucks, 1973, 20 Seiten)

Die Lastwagen, Kleintransporter, Sattelschlepper, Abschleppwagen – kurz gesagt alle größeren Fahrzeuge – haben sich selbstständig gemacht. Und in einer Raststätte mit Tankstelle sind mehrere Menschen gefangen. Wer vor die Tür tritt wird überfahren oder zerquetscht. Wie lange können sie durchhalten?
Aus dieser Geschichte könnte man glaube ich einen längeren Roman machen, wie die Menschen sich gegen die Maschinen wehren. Aber nach 20 Seiten ist die Story hier zu Ende. Mir gefällt diese Geschichte sehr gut. Sie lässt die eigene Fantasie auf reisen gehen (wenn man es zulässt) und man überlegt sich, was dies für Auswirkungen haben könnte. Welche Maschinen sind noch betroffen?
XXXXX


Manchmal kommen sie wieder (Sometimes They Come Back, 1974, 35 Seiten)

Ein Lehrer für Englische Literatur kommt nach einem Nervenzusammenbruch und einer Therapie an eine neue Schule. Er ist durch ein traumatisches Ereignis in seiner Kindheit gezeichnet. Damals haben vier Jugendliche ihn und seinen Bruder überfallen und seinen Bruder erstochen. Sei dem leidet er an Alpträumen.
Nun kommen einer nach dem anderen neue Schüler in seine Klasse, die ihn sehr an die damaligen Jugendlichen erinnern, welche seinen Bruder ermordet hatten. Aber das kann nicht sein. Diese müssen inzwischen viel älter als er sein. Er wird von seiner Vergangenheit eingeholt und muss sich nun wehren.
Eine äußerst spannende Geschichte. Bei dieser Story konnte ich nicht mehr aufhören, bis ich durch war. Ist aber bei 35 Seiten ja auch kein Problem. Volle Punktzahl.
XXXXX


Erdbeerfrühling (Strawberry Spring, 1975, 12 Seiten)

Vor acht Jahren, es war Erdbeerfrühling (der alle 7-8 Jahre auftritt), sind in einer Schule brutale Morde begangen worden. Die Polizei hat mit großem Personalaufwand den Mörder gesucht. Aber vergebens. Nun ist wieder Erdbeerfrühling!
Diese Geschichte gefällt mir nur beschränkt. Es fehlt das spezielle etwas. Für mich ein Lückenfüller.
XXOOO


Der Mauervorsprung (The Ledge, 1976, 20 Seiten)

Ein reicher Mann wird von seiner Frau mit einem Tennisprofi betrogen. Nun sind die beiden im Penthouse des Betrogenen, der seine Spielchen mit dem Tennisspieler treibt. Dann bietet der dem eingeschüchterten Mann eine Wette an: Er bekommt die Frau, 20000 Dollar und seine Freiheit, wenn er den Mauervorsprung, der das Hochhaus knapp unter dem Balkon des Penthouses umgibt, einmal komplett umrundet. Ihr glaubt gar nicht, was auf diesen paar Metern alles für Schwierigkeiten auftauchen können...
Eine gute Story, eine gute Idee. Diese Geschichte bewegt sich nicht im Fantastischen Bereich, sie ist durchaus vorstellbar und könnte aus einem Actionfilm entsprungen sein. Von Horror keine Spur. Aber kurzweilig und unterhaltsam.
XXXXO


Der Rasenmähermann (The Lawnmower Man, 1975, 11 Seiten)

Hier haben wir doch wieder eine Horrorgeschichte. Harold Parkett sucht jemand, der seinen vernachlässigten Rasen mäht. Da ruft er eine Firma an, welche in der Zeitung annonciert hat. Daraufhin kommt ein fetter, schmutziger Mann zum Rasenmähen. Doch die Methoden, mit denen dieser den Rasen mäht sind nicht nur skurril und seltsam, sie sind auch gefährlich. Und die Messer des Rasenmähers sind scharf...
Wie die Geschichte ausgeht kann man schon nach ein paar Seiten erahnen. Spätestens nachdem die Rasenmähmethode und vor allem die Methode der Beseitigung des gemähten Grases beschrieben wurden. Die Story ist ab diesem Zeitpunkt durchschaubar, aber trotz dem gut geschrieben.
XXXOO


Quitters, Inc. (Quitters, Inc., 1978, 26 Seiten)

Morrison trifft am Flughafen einen alten Freund. Als er mit diesem ins Gespräch kommt, stellt sich heraus, dass er das Rauchen aufgegeben hat. Das hat er mit Hilfe eines Unternehmens geschafft, welches sich zum Ziel gesetzt hat jeden, der das Rauchen aufgeben will zu unterstützen. Doch der Freund will ihm nicht verraten, wie diese Unterstützung aussieht.
Morrison geht zu dieser Firma und will sich behandeln lassen. Die Methoden dieser Firma sind recht seltsam.
Hier handelt es sich eher um einen Kurzkrimi. Aber auch sehr gut zu lesen.
XXXXO


Ich weiß, was du brauchst (I Know What You Need, 1976, 30 Seiten)

An der Universität trifft Elizabeth Ed (oder besser: er trifft sie). Er hilft ihr bei einer wichtigen Klausur. Nach dem Tod ihres Freundes in den Semesterferien kommen die beiden näher zusammen. Doch wie kann der unscheinbare Junge das umworbene, hübsche Mädchen an sich binden. Die Zimmerkameradin von Elizabeth stellt einige Nachforschungen an. Und sie hat recht: mit Ed stimmt etwas nicht.
Eine Mischung aus Liebesgeschichte, Drama, Horror. Aber ohne irgendwelchen Unstimmigkeiten im Mix der Genres. Gut geschrieben und auch gut zu lesen. Das Geheimnisvolle, das Ed umgibt, zieht sich durch die ganze Geschichte.
XXXXO


Kinder des Mais (Children of the Corn, 1977, 35 Seiten)

Ein Ehepaar ist unterwegs um Verwandte zu besuchen und vor allem um ihre Ehe zu retten. Als sie durch riesige Maisfelder kommen überfahren sie einen Jungen, der aus den Maisfeldern hervorkommt. Bei näherer Betrachtung bemerken sie, dass dem Jungen die Kehle durchgeschnitten wurde.
Sie fahren in den nächsten Ort um die Polizei zu verständigen. Aber der Ort scheint ausgestorben zu sein, anscheinend bereits seit Jahren. Bis auf eine seltsame Kirche...
Eine sehr spannend erzählte Mischung aus Thriller und Horrorgeschichte, wobei die Horrorelemente erst gegen Ende ins Spiel kommen. Auch diese Geschichte ist absolut lesenswert. Ich ziehe allerdings einen Punkt ab, da die Story sehr komprimiert ist und sich auf ein paar Seiten mehr viel besser entfalten hätte können.
XXXXO


Die letzte Sprosse (The Last Rung on the Ladder, 1978, 15 Seiten)

Larry, ein erfolgreicher Anwalt, bekommt einen Brief von seiner Schwester. Dieser Brief enthält nur einen Satz. Einen Satz, der Larry bis ans Ende seines Lebens zeichnen wird. Er erzählt von seiner Kindheit und so erfährt man mehr über den Hintergrund dieses Satzes.
Eine Kurzgeschichte ohne übernatürliches oder unglaubliches. Ein kleines Wunder ist eingebaut, aber die gibt es ja immer wieder. Bei dieser Story ist die Länge von 15 Seiten genau richtig. Ausführlich genug und nicht zu langatmig. Vom Inhalt her eine durchschnittliche Erzählung.
XXXOO


Der Mann, der Blumen liebte (The Man Who Loved Flowers, 1977, 6 Seiten)

Es ist Frühling. Ein junger Mann ist auf dem Weg zu seiner Liebsten.
Diese wirklich sehr kurze Kurzgeschichte erzählt von den Freuden eines warmen Frühlingstages und von den Schrecken, die auch an einem solchen Tag auftreten können. Hier ist eine sehr abrupte Wende in der Geschichte eingebaut. Der Ausgang ist wirklich nicht vorhersehbar und ich will ihn euch natürlich auch nicht verraten. Die Bewertung dieser Geschichte fällt mir ziemlich schwer. Bei dieser kurzen Story ist natürlich der Spannungsverlauf recht einfach. Erst die Einleitung, dann ein schneller und heftiger Höhepunkt und ein sehr kurzer Schluß.
XXXOO


Einen auf den Weg (One for the Road, 1977, 19 Seiten)

In Tookey’s Bar in Maine sind Tookey und sein Freund Booth gerade dabei den letzten Schluck zu nehmen. Da platzt ein Reisender in teurer Kleidung herein. Er ist sechs Meilen entfernt auf der Straße nach Jerusalems Lot (das kommt uns doch bekannt vor?) mit seinem Wagen im Schneesturm stecken geblieben. Seine Frau und seine Tochter sind noch dort und bald wird das Benzin für die Heizung ausgehen. Das Telefon ist tot, weshalb die drei keine Hilfe rufen können. Aus diesem Grund machen sie sich auf den Weg, die Frau und das Kind zu retten. Wobei Tookey und Booth dies nur zögernd tun, denn sie kennen die Gerüchte über Jerusalems Lot. Auf dem Weg glaubt der Reisende rotglühende Augen am Straßenrand zu sehen. Als sie am stecken gebliebenen Wagen ankommen ist dieser leer. Widerwillig folgen sie den Spuren, welche von dem Auto weg führen.
Eine Geschichte zum verschlingen. Diese Story hätte meiner Meinung nach ruhig wieder etwas ausführlicher sein können. Man muss sich nur die beschriebene Umgebung (Schneesturm, Nacht, rote Augen, Wald) vorstellen und dann ist die richtige Stimmung für diese Geschichte da. Unbedingt lesenswert.
XXXXX


Die Frau im Zimmer (The Woman in the Room, 1978, 16 Seiten)

Johns Mutter liegt im sterben. Sie hat Krebs. John ist jeden Tag bei ihr im Krankenhaus – auch nach ihrer Operation, die ihr die Schmerzen nimmt, sie aber gelähmt hat. Er muss ihre Leiden mit ansehen und ist davon sehr mitgenommen. Er will ihr helfen.
In dieser Geschichte geht es um Sterbehilfe. Sie ist sehr traurig und regt zum nachdenken an. Irgendwie deprimierend.
XXXOO


-- Fazit --

Meine Meinung zu den einzelnen Geschichten könnt ihr bei der jeweiligen Beschreibung ersehen. Insgesamt gesehen finde ich die Zusammenstellung der Kurzgeschichten sehr gelungen. Es ist von allem etwas dabei und diese Mischung ist sehr abwechslungsreich und unterhaltend. Man kann mit diesem Buch einige kurzweilige Stunden verbringen. Der Erzählstil von King ist einfach gut. Die Betrachtungsweise der einzelnen Geschichten ist auch jedes Mal anders. So gibt es die Ich-Form, dann die Briefe in der ersten Geschichte, die Erzählung eines Unbeteiligten. Es kommen bei der Lektüre keine langweiligen Passagen auf, auch wenn die eine oder andere Geschichte nicht nach dem eigenen Geschmack sein sollte. Aber da diese Geschichten sehr kurz sind, ist dies nach ein paar Minuten überstanden. Und wer hindert einen daran, diese Geschichte dann einfach zu überspringen?
Es sind durchaus auch Geschichten dabei, die ich von King so nicht erwartet hätte. Einige Geschichten sind einfach Erzählungen ohne übersinnliches oder Horror oder Fantasie oder sonst was. Ich weis nicht, ob King seinem Stammgenre öfters untreu wurde, hier sind allerdings einige Beispiele dabei. Aber damit will ich nicht sagen, dass diese Geschichten deshalb schlecht wären. Aber eben anders als erwartet.
Ich empfehle dieses Buch allen, die eine kurzweilige und nicht zu schwere Unterhaltung suchen. Für King-Fans ist dies sowieso ein muss (ich zähle mich nur zum Teil zu seinen Fans).

Die Gesamtbewertung (4 von 5 Sternen) ist etwas höher, als die Summe der einzelnen Bewertungen. Denn bei den einzelnen Bewertungen kann ja nicht die Fülle an Abwechslung und die vielen verschiedenen Ansatzweisen berücksichtigt werden. Diese werten das Buch noch mal kräftig auf. Fast hätte ich sogar die volle Punktzahl gegeben.

Eingestellt in ciao und dooyoo am 2003-01-12, kurz nach Mitternacht
Eingestellt in Yopi am 2003-04-06

Maggifu

21 Bewertungen