Stark. The Dark Half (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

Ullstein-taschenbuchvlg-stark-the-dark-half-taschenbuch
ab 5,16
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(4)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von indra

Kings böser Zwilling

Pro:

Spannung pur, ein typischer King

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein beträchtlicher Haufen meiner Büchersammlung sind Stephen King und Richard Bachmann Bücher. Für alle nicht-King-Fans: Stephen King und Richard Bachmann sind ein und die selbe Person!
Neulich Abend habe ich mir wieder einmal eines seiner Bücher greifen wollen. Wie mein Blick über mein Buchregal von links nach rechts schwankte, fiel mir ein Buch in die Augen, dass ich zwar schon kannte, mich aber damals regelrecht in seinen Bann gezogen hatte. In Erinnerungen schwelgend wollte ich nur mal ein paar Seiten lesen...pff, von wegen ein paar Seiten! Bis spät in die nacht saß ich vor meinem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen.
Grund, euch zu berichten worum es geht:

1988 wurde \"Stark: the dark half\" zum ersten mal in Deutschland veröffentlicht und landete damals auch direkt in meinem Buchregal. Mit etwa 26 Kapiteln und knapp 500 Seiten handelt es sich eigentlich um einen typischen King-Umfang.

***Die Handlung***
Hauptcharaktete in Stark ist der Schriftsteller Thad Beaumont. (Hm, Schriftsteller? Soll das etwa eine Art Autobiografie sein?) Seine veröffentlichten Bücher waren im Grund alles andere als erfolgreich. Erst, als er sich das Pseudonym George Stark zulegt und in seinem Namen ein Buch veröffentlichte, kam der grandiose Erfolg, der Thad sich erträumt hatte (extreme Parallele zu King und Bachmann würde ich sagen).
Vorerst beginnt der Roman allerdings mit einer Beschreibung aus Thads Kindheitstagen. Durch ständige Kopfschmerzen erleidet Thad große Qualen. Nachdem ein Gehirntumor angenommen wird, wird er operiert. Diese OP wird extrem detailliert dargestellt und bewirkt schon einen ersten, nicht zu unterschätzenden Gruselanfall beim Leser: Thad hat keinen Tumor, er bekommt Teilstücke eines menschlichen Körpers aus seinem Kopf herausoperiert. Ein Zwilling, den er im Mutterleib in sich aufgenommen hatte.
In Analogie dazu hat der erwachsene Schriftsteller Thad eine Frau und Zwillinge. Eines Tages kommt in der Öffentlichkeit heraus, dass Thad Beaumont auch der Schriftsteller Stark ist. Thad entschließt sich, sein Pseudonym aufzugeben. Die Ablegung seines Pseudonyms will er PR-trächtig vermarkten. Ein Zeitungsartikel soll erscheinen und er möchte symbolisch sein Pseudonym beerdigen.
Kurz nach der Beerdigung steigt Stark aus sienem symbolischen Grab. Er will Thad zwingen, weitere Bücher in seinem Namen zu veröffentlichen.
Blutig, spannen und grausam werden zahlreiche, nun folgende Morde dargestellt. Alle Morde werden an Personen begangen, die zur Veröffentlichung der Thad Beaumont-Lüge beigetragen haben. An allen Leichen kleben Thads Fingerabdrücke!
Thad glaubt, dass Stark diese Morde beging. So abwegig und irreal diese Behauptung jedoch ist, glaubt ihm keiner und Thad gerät in die Schusslinie der Verdächtigung.
Eine Hetzjagd beginnt, in der man im Grunde nie weiß, wer nun verfolgt wird (ob George oder Thad) geschweige denn, ob Stark existiert oder Thad eine gespaltene Persönlichkeit hat und möglicherweise alle Morde selber beging.
Thads letzte Hoffnung besteht in einer sagenhaften Legende von Sperlingen, die die lebenden Toten zurück in das Jenseits tragen können. Er hat aber keine Ahnung, wie er diese Sperlinge zu sich rufen soll...

***Mein Fazit***
Die etwas über 500 Seiten sind im normalen Fall oft eine kleine Herausforderung. Aber bei Stark vergingen sie wie im Flug. SCHWUPPS, waren sie durchgelesen. Man sitzt dann da und wünscht sich – im Gegensatz zu vielen anderen Büchern – noch ein paar hundert Seiten mehr.
Stark ist eine überaus spannende und durchweg rätselhafte Geschichte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Zusätzlich zu der ohnehin schon haarsträubenden Geschichte kommt die Frage erschwerend hinzu, ob Stephen King hier über sich selber schreibt. Es deuten doch einige Parallelen darauf hin. Auch wenn es nicht so ist, so wurde die möglicherweise absichtliche Parallele zu seinem Schriftsteller-Dasein absolut wirksam eingesetzt. Nach einigen Kapiteln, zweifelt man oft selber an seinem Verstand. Die Realität und Fiktion verschwimmt völlig.

Absolut empfehlenswert!!! Viel Blut, viel Rätselhaftes und vor allem eine enorm bedrückende Atmosphäre.

33 Bewertungen, 5 Kommentare

  • anonym

    12.04.2007, 21:15 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • Sommergirl

    20.02.2007, 16:29 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    danke für die Lesungen, werde mich bei Dir mal durcharbeiten

  • togri

    08.02.2007, 13:35 Uhr von togri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Inhaltlich echt spitze und weils dein erster Bericht ist ein sh, aber auch hier fehlen mir noch ein bisschen mehr eigene Meinung und allgemeine Infos. LG

  • anonym

    31.01.2007, 12:35 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • hjid55

    24.01.2007, 21:08 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah