Der Talisman (Taschenbuch) / Stephen King, Peter Straub Testbericht

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ab 6,66
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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

...Jeder hat ein zweites Ich...

Pro:

Story, Schreibweise, Charaktere

Kontra:

hätte fast noch länger sein können

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leute!

Nachdem einige von euch ja bereits wissen, dass ich ein großer Stephen King Fan bin und meine Sammlung seiner Werke mittlerweile bereits knapp 50 Bücher umfasst, möchte ich euch heute wieder über eines davon berichten. Es handelt sich um

>> Der Talisman <<

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Bezugsquelle & Preis & Kaufgrund
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Gekauft habe ich das Buch vor einiger Zeit bei ebay. Dort habe ich auch nur einen Bruchteil des momentan Kaufpreises bezahlt- nämlich 1,50 €. Ich habe mal bei amazon geguckt, dort kostet das Buch 9,90 €. Der Grund für meinen Kauf ist zum einen meine Faszination für Kings Bücher und zum anderen der, dass ich seit über einem Jahr „Das schwarze Haus“ im Regal zu stehen habe, dies aber nicht vor dem Talisman lesen möchte. Ein weiterer Grund für meinen Kauf war, dass ich endlich meine Sammlung voll machen möchte und da hatte dieses Meisterwerk noch gefehlt.

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Technische Daten
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Originaltitel: The Talisman
Autoren: Stephen King, Peter Straub
Erscheinungsjahr: 1984
ISBN: 3-453-02523-7
Seitenzahl: 714

Ich besitze übrigens die 17. Auflage aus dem Jahre 1995.

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Der Inhalt
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Jack Sawyer und seine Mutter, eine bekannte B- Movie Darstellerin ziehen an einen Badeort bei New Hampshire. Jack ahnt irgendwie, dass seine Mutter krank sein muss, denn ihn plagen verschiedene Träume. Irgendwann trifft er auf einen alten Mann namens Speedy Parker. Dieser nennt ihn immer „Travelling Jack“- genauso wie sein Vater, der verstorben ist, ihn auch genannt hat. Nach einiger Zeit kommen die beiden auf Jacks vermeintliche Tagträume zu sprechen. Dabei stellt sich heraus, dass es eine Art Parallelwelt gibt- die Region genannt. In dieser Welt hat fast jeder Mensch hier einen sogenannten Twinner. Nachdem Jack Speedy von seiner Vermutung erzählt, dass seine Mutter krank ist, erzählt Speedy ihm von einem Talisman, der er finden müsse, um seine Mutter zu retten. Dazu müsse er aber in die Region. Um dorthin überzuwechseln, gibt er ihm einen bitter schmeckenden Zaubersaft.

Nachdem Jack seiner Mutter sagt, dass er eine Weile fort muss, „flippt“ er in die Region über. Dort landet er beim Pavillon der Königin dieser Region- sie ist der Twinner von Jacks Mutter und ebenfalls sehr krank. Nachdem Jack einen Mann namens Hauptmann Farren gefunden und ihm glaubhaft gemacht hat, wieso er da ist, nimmt dieser ihn mit in die Gemächer der Königin Laura DeLoessian. Sie sieht tatsächlich aus wie seine Mutter.
Alles wäre gar nicht so schwer, gäbe es da nicht noch Morgan Sloat- der aus irgendwelchen Jack nicht erfindlichen Gründen ständig hinter ihm und seiner Mutter her ist. Auch er hat einen Twinner in der Region und alle haben fürchterliche Angst vor ihm.
Unterwegs begegnen Hauptmann Farren und Jack dem Lakaien von Morgan, der in der Region Morgan von Orris heißt. Diese Begegnung bleibt nicht ganz ohne Folgen...

Auf seiner weiteren Reise trifft Jack noch auf den Werwolf Wolf und freundet sich mit diesem an. Beide müssen einige Abenteuer bestehen. Für Wolf gilt es, sich in einer für ihn neuen Welt, nämlich der unseren, zurecht zu finden. Denn die beiden werden auch noch gefangen genommen und landen in einer Art christlichen Zuchthaus.
Doch Jack darf keine Zeit verlieren, denn die Krankheit seiner Mutter und die der Königin schreitet voran und Morgan Sloat/ Morgan von Orris ist ebenfalls hinter Jack her- doch aus ganz anderen Motiven...

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Die Region/ Die Twinner
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Für einige der Leser, mag das alles ein wenig verwirrend geklungen haben.
Daher möchte ich auf die Region noch ein wenig eingehen.
Wie oben schon beschrieben, handelt es sich bei der Region um eine Art Parallelwelt. Wenn unser Held Jack Sawyer dorthin überwechselt, beginnt die Veränderung schon bei seiner Kleidung. Aus seinem Hemd wird plötzlich ein Wams und aus seiner Jeans eine merkwürdige Filzhose. Auch sind Strecken, die man in der Region zurück legt, nicht die gleichen, wie in unserer Welt. Jack legt am Anfang des Buches, nachdem er das erste mal bewusst flippt, nur ein kleines Stück (etwa 800 m) zurück. Als er aber zurück in die „richtige“ Welt kehrt, ist er einige Kilometer weit entfernt von dem Ausgangspunkt.
Der aufmerksame King Leser wird auch bemerken, dass die Region die gleiche Umgebung ist, in der auch „Die Augen des Drachen“ spielt. Man stellt sich das Ganze am besten ein bisschen mittelalterlich vor. Ich denke, das trifft es am besten.
Nun gibt es in der Region auch die sogenannten Twinner. Twin bedeutet ja auf Deutsch Zwilling. So hat also auch Jacks Mutter einen „Zwilling“ in der Region- nämlich die Königin Laura DeLoessian. Das sollte man sich vielleicht so vorstellen, dass die Leute zwar annähernd gleich aussehen, aber eine völlig andere Rolle in der Region spielen. Am besten, man stellt sich das Ganze wirklich als eine Art Paralleluniversum zu unserem vor. Klingt vielleicht verrückt, ist im Zusammenhang aber vollkommen einleuchtend. ;)

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Die Autoren
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>> Stephen King <<

Er fürchtet die Dunkelheit. Er fürchtet den Tod. Er fürchtet Spinnen. Und doch ist er der Mann, der Generationen von Lesern das Gruseln gelehrt, der in den Abgründen menschlicher Ängste gewühlt, mit ihnen gespielt und sie uns vor Augen geführt hat. Ein Mann, der keinen Kult um seine Person wünscht. Ein Mann, der hinter sein Werk zurück tritt. Für seine Anhänger der „King of Horror“ – für seine Gegner König der Schundliteratur.
Am 21. September 1947 im Neu-England-Staat Maine geboren, wächst Stephen Edwin King in bescheidenen Verhältnissen auf. Der Vater verlässt die Familie, als Stephen zwei Jahre alt ist. Stephens Mutter zieht die beiden Jungen – Stephen hat einen älteren Adoptivbruder, David – allein auf. Die Familie fristet ein bescheidenes Dasein an der Armutsgrenze. Bereits früh interessiert sich der Junge für das Schreiben.
Stephen ist 19 Jahre alt, als seine Geschichte I was a Teenager Grave Robber im Magazin Comics Review veröffentlicht wird. Er nimmt das Studium der Englischen Literatur auf. Während seiner vier Jahre an der Lisbon Halls High School lernt er Tabitha Spruce kennen und heiratet sie kurz darauf. [...]
Quelle: www.gilthserano.de

>> Peter Straub <<

Peter Straub wuchs im US-Bundesstaat Wisconsin zusammen mit seinen beiden jüngeren Brüdern auf. Sein Vater war Verkäufer, seine Mutter arbeitete als Krankenschwester. Seine Mutter hätte es gerne gesehen, wenn aus ihm ein Arzt oder ein Pfarrer geworden wäre, während sein Vater eine Karriere als Profisportler für gut befand. Schon im Vorschulalter jedoch interessierte Straub vor allem das Lesen. So verbrachte er Stunden in öffentlichen Bibliotheken auf der Suche nach Geschichten über Piraten, Soldaten, Detektive, Verbrecher und andere schillernde Gestalten.
Ein einschneidendes Kindheitserlebnis als Erstklässler war ein schwerer Autounfall, der ihm neben einem Nah-Tod-Erlebnis zahlreiche Knochenbrüche, diverse Operationen und ein Jahr Schulpause bescherte. Außerdem war er für längere Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen und entwickelte einige Verhaltenseigenarten, wie ein schweres Stottern, das er bis in seine 20er Lebensjahre behielt.
Nach seinem Studium in New York und Dublin zog er nach England, wo er zu schreiben begann. Seinen ersten großen Erfolg feierte er 1977 mit dem Roman \"Wenn du wüßtest ...\".
Quelle: www.wikipedia.de

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Meinung
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Bevor ich das Buch begonnen habe zu lesen, war ich vorher schon sehr gespannt darauf. Ich hatte viel Positives gehört und außerdem versprach dieses Buch genauso klasse zu werden, wie die „Der dunkle Turm“ Saga- nur kürzer. Ich mag Bücher unheimlich gern, wo gewisse, wichtige Reisen angetreten werden bzw. wo die ganze Geschichte eigentlich eine Reise ist. Wenn das Ganze dann noch von Stephen King stammt, dann kann es nur perfekt sein.

Nachdem ich dann also endlich die ersten paar Seiten gelesen hatte, war ich sehr enttäuscht.
Alles begann so düster und trostlos. Außerdem fiel es mir am Anfang schwer, dem ganzen zu folgen, weil ich nicht wusste, wohin die Autoren mich führen wollten. Ich war also kurz davor, das Buch wieder in den Schrank zu stellen. Aber ich besann mich doch noch eines Besseren.

Nachdem man dann endlich mehr über die Protagonisten erfahren hat, ging die Geschichte eigentlich schon rasend schnell und super spannend los. Ich vermute auch fast, dass der Anfang von Peter Straub geschrieben wurde. Genau weiß ich es nicht- ich kann mich also auch voll in die Nesseln setzen. ;)

Auf jeden Fall kann ich zu diesem Buch sagen, dass es so spannend ist, dass man es gar nicht wieder weglegen möchte. Die Charaktere werden in gewohnter Manier eingeführt; und zwar so, dass man sofort denken könnte, dass man schon sehr viel von bzw. mit ihnen gelesen hat. Diese Art und Weise ist mir bei noch keinem anderen Buch untergekommen. Die Charaktere erscheinen einem sofort vertraut. Auch die Beziehungen unter den einzelnen Charakteren sind schön und ausschmückend erzählt worden. Dabei aber nie langweilig oder –atmig.
Ganz besonders hat mir die Beziehung zwischen Wolf und Jack gefallen. Wolf war die ganze Zeit immer so der kleine, zurück gebliebene Dorfdepp- könnte man meinen. Denn sobald der Mond voll war, wurde aus Wolf eine Bestie, der jedoch nie auf Menschen losgegangen ist. Auch, als es zum großen Showdown mit Jack und Wolf kommt, finde ich es beeindruckend, wie ergreifend erzählt wurde, wie viel Jack und Wolf sich eigentlich bedeuten.

Im Endeffekt kann ich leider nicht unterscheiden, wer welche Teile des Buches geschrieben hat. Lediglich Vermutungen anhand des Schreibstils kann ich anstellen. Aus diesem Grund möchte ich Stephen King hier auch nicht zu sehr in den Himmel heben, denn immerhin hatte er ja einen Coautor- Peter Straub.

Abschließend ist zu sagen, dass sich für jeden Fantasyfan dieses Buch lohnt. Man wird Zeuge einer fantastischen und spannenden Reise, die einen vollkommen in seinen Bann zieht und mitreißt. Jedem King Fan kann ich dieses Buch auch nur empfehlen.
Daher volle fünf Sterne und eine absolute Empfehlung.

Danke, für’s Lesen und Bewerten
-blessed be-

08.07.05 - DarkBeauty für Yopi

58 Bewertungen, 5 Kommentare

  • hjid55

    26.02.2007, 20:02 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • marti22

    08.07.2005, 14:50 Uhr von marti22
    Bewertung: sehr hilfreich

    klingt sehr gruselig, könnt ich mir mal anschauen.... LG Tina

  • Brause76

    08.07.2005, 11:44 Uhr von Brause76
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hört sich wirklich spannend an! Von S.King habe ich noch nicht viel gelesen - 1 oder 2 Bücher vielleicht. Werde das aber mal nachholen: VG, Birgit

  • plötzlichpapa

    08.07.2005, 11:25 Uhr von plötzlichpapa
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut. Wusstest Du, dass er Werke geschrieben hat, die nur als E-Book existieren? Damit wollte er seine Homepage ankurbeln.

  • BaBy1987

    08.07.2005, 11:25 Uhr von BaBy1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    les auch total gern Stephen King.. das Buch scheint auch mal dran kommen zu müssen! hört sich interessant an..schön beschrieben! lg baby