Todesmarsch (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2005
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Erfahrungsbericht von Saturn1985
Dagegen ist ein Marathon doch richtig angenehm!
Pro:
-sehr spannend, völlig ohne Längen -tolle Beschreibung der Charaktere -beängstigendes Szenario
Kontra:
-etwas enttäuschendes Ende
Empfehlung:
Ja
Todesmarsch
Autor: Richard Bachman/Stephen King
Preis: 6,50 Euro (circa :)
Erschienen : 1979
Daten über den Autor: Stephen King gelang sein Durchbruch mit dem Kultroman Carrie 1973. Seitdem hat er sehr viele, meist im Fantasy- und Horrorgenre angesiedelte Romane geschrieben, die ihn weltweit berühmt machten und sich mehrere hundert Millionen Male verkauften. Ende der 70'er begann er dann parallel auch Werke von sich selbst unter dem Pseudonym Richard Bachman zu schreiben, zum einen um zu sehen, ob seine Werke auch unter einem anderen Namen so erfolgreich und beliebt werden würden, was ja letztendlich auch der Fall war und zum anderen um auch mal einige Veränderungen in seinem Schreibstil zu versuchen.
Genre: Thriller
Handlung: In einer nicht näher definierten Zukunft veranstaltet in den USA der Staatschef Major einen Wettbewerb für junge Männer. An diesem Wettlauf nehmen immer genau hundert Männer teil und der Sieger bekommt für den Rest seines Lebens jeden Wunsch erfüllt, den er sich vorstellen kann. Die Regeln des Marschs sind eindeutig und streng. Jeder Teilnehmer muss ununterbrochen schneller als vier Meilen pro Stunde laufen, bei jedem Bruch mit dieser Vorschrift gibt es eine Verwarnung und nach der dritten Verwarnung wird gnadenlos geschossen. Pausen gibt es nicht und gewinnen kann tatsächlich nur derjenige, der die anderen ausnahmslos überlebt hat. Hauptcharakter in dem hier beschriebenen Marsch ist Garraty, ein völlig gewöhnlicher Junge, der trotz oder vielleicht gerade weil er in dieser scheinbar trostlosen Welt noch Freundin und Mutter hat, an diesem im Prinzip geplanten Suizid teilnimmt. Ob er am Ende gewinnen wird und ob man den "letzten Überlebenden" überhaupt als Sieger bezeichnen kann, will ich hier noch nicht verraten. Der Marsch wird als großes Massenereignis, vergleichbar mit einer Weltmeisterschaft, inszeniert und ist auch in den Medien sehr präsent.
Meine Meinung: Ich finde, dass Todesmarsch eindeutig eines der besten Werke von Stephen King ist, wobei es davon ja auch nicht wenige gibt. Vielleicht liegt es daran, dass er hier das Grauen nicht durch etwas Übernatürliches darstellt, sondern etwas, dass in der Zukunft genauso passieren könnte. Dieses Werk hat trotz seines Alters ehr noch an Aktualität noch gewonnen, da die Grenzen bei Fernsehsendungen immer weiter ausgedehnt werden, siehe "I bet you will" auf MTV oder auch Big Brother, von den ganzen japanischen Sendungen ganz zu schweigen. Somit ist es vielleicht wirklich nur noch eine Frage der Zeit, besonders wenn die Kluft zwischen Arm und Reich sich weiterhin vergrößert, bis ein solcher Wettbewerb auch auf dieser Welt Realität werden könnte. Das ist natürlich eine gewagte These und ich hoffe, dass es niemals so weit kommen wird, aber trotzdem ist dieses Werk gerade deshalb so spannend, weil man einen gewissen Bezug zur Realität einfach nicht leugnen kann.
Vergleichen würde ich "Todesmarsch" wohl am ehesten mit "1984", vielleicht auch noch mit "Herr der Fliegen". Die Thematik ist zwar sehr unterschiedlich, aber trotzdem zeichnen alle drei ein düsteres Bild von der Zukunft, ohne aus dem Vorstellbaren abzuweichen.
Eine weitere Stärke ist die detaillierte und glaubwürdige Beschreibung der Charaktere, man fühlt sich tatsächlich selber ein bisschen, als würde man diesen Marsch live miterleben, man hat Angst um die sympathischen Figuren und zeigt wenig Mitleid mit den nicht so positiv in Szene gesetzten Charakteren. Gerade diese emotionale Bindung an das Geschehen hat das Buch für mich so spannend und empfehlenswert gemacht. Das Ende wird wahrscheinlich fast jeden enttäuschen. Nicht, weil es langweilig oder unrealistisch geschrieben ist, sondern weil man im Prinzip während des gesamten Lesens nur darauf wartet, wer überlebt und zumindest ich am Ende gemerkt habe, dass das vielleicht sogar der unwichtigste Aspekt der ganzen Geschichte ist.
"Todesmarsch" ist nicht nur ein Muss für alle Stephen King-Fans, sondern auch für alle, die auf spannende und schnelle Thriller stehen und normal nicht soviel mit dem Autor Stephen King anfangen können.
MfG,habe ich geschrieben für ciao und yopi, über Kommentare würde ich mich sehr freuen.
Autor: Richard Bachman/Stephen King
Preis: 6,50 Euro (circa :)
Erschienen : 1979
Daten über den Autor: Stephen King gelang sein Durchbruch mit dem Kultroman Carrie 1973. Seitdem hat er sehr viele, meist im Fantasy- und Horrorgenre angesiedelte Romane geschrieben, die ihn weltweit berühmt machten und sich mehrere hundert Millionen Male verkauften. Ende der 70'er begann er dann parallel auch Werke von sich selbst unter dem Pseudonym Richard Bachman zu schreiben, zum einen um zu sehen, ob seine Werke auch unter einem anderen Namen so erfolgreich und beliebt werden würden, was ja letztendlich auch der Fall war und zum anderen um auch mal einige Veränderungen in seinem Schreibstil zu versuchen.
Genre: Thriller
Handlung: In einer nicht näher definierten Zukunft veranstaltet in den USA der Staatschef Major einen Wettbewerb für junge Männer. An diesem Wettlauf nehmen immer genau hundert Männer teil und der Sieger bekommt für den Rest seines Lebens jeden Wunsch erfüllt, den er sich vorstellen kann. Die Regeln des Marschs sind eindeutig und streng. Jeder Teilnehmer muss ununterbrochen schneller als vier Meilen pro Stunde laufen, bei jedem Bruch mit dieser Vorschrift gibt es eine Verwarnung und nach der dritten Verwarnung wird gnadenlos geschossen. Pausen gibt es nicht und gewinnen kann tatsächlich nur derjenige, der die anderen ausnahmslos überlebt hat. Hauptcharakter in dem hier beschriebenen Marsch ist Garraty, ein völlig gewöhnlicher Junge, der trotz oder vielleicht gerade weil er in dieser scheinbar trostlosen Welt noch Freundin und Mutter hat, an diesem im Prinzip geplanten Suizid teilnimmt. Ob er am Ende gewinnen wird und ob man den "letzten Überlebenden" überhaupt als Sieger bezeichnen kann, will ich hier noch nicht verraten. Der Marsch wird als großes Massenereignis, vergleichbar mit einer Weltmeisterschaft, inszeniert und ist auch in den Medien sehr präsent.
Meine Meinung: Ich finde, dass Todesmarsch eindeutig eines der besten Werke von Stephen King ist, wobei es davon ja auch nicht wenige gibt. Vielleicht liegt es daran, dass er hier das Grauen nicht durch etwas Übernatürliches darstellt, sondern etwas, dass in der Zukunft genauso passieren könnte. Dieses Werk hat trotz seines Alters ehr noch an Aktualität noch gewonnen, da die Grenzen bei Fernsehsendungen immer weiter ausgedehnt werden, siehe "I bet you will" auf MTV oder auch Big Brother, von den ganzen japanischen Sendungen ganz zu schweigen. Somit ist es vielleicht wirklich nur noch eine Frage der Zeit, besonders wenn die Kluft zwischen Arm und Reich sich weiterhin vergrößert, bis ein solcher Wettbewerb auch auf dieser Welt Realität werden könnte. Das ist natürlich eine gewagte These und ich hoffe, dass es niemals so weit kommen wird, aber trotzdem ist dieses Werk gerade deshalb so spannend, weil man einen gewissen Bezug zur Realität einfach nicht leugnen kann.
Vergleichen würde ich "Todesmarsch" wohl am ehesten mit "1984", vielleicht auch noch mit "Herr der Fliegen". Die Thematik ist zwar sehr unterschiedlich, aber trotzdem zeichnen alle drei ein düsteres Bild von der Zukunft, ohne aus dem Vorstellbaren abzuweichen.
Eine weitere Stärke ist die detaillierte und glaubwürdige Beschreibung der Charaktere, man fühlt sich tatsächlich selber ein bisschen, als würde man diesen Marsch live miterleben, man hat Angst um die sympathischen Figuren und zeigt wenig Mitleid mit den nicht so positiv in Szene gesetzten Charakteren. Gerade diese emotionale Bindung an das Geschehen hat das Buch für mich so spannend und empfehlenswert gemacht. Das Ende wird wahrscheinlich fast jeden enttäuschen. Nicht, weil es langweilig oder unrealistisch geschrieben ist, sondern weil man im Prinzip während des gesamten Lesens nur darauf wartet, wer überlebt und zumindest ich am Ende gemerkt habe, dass das vielleicht sogar der unwichtigste Aspekt der ganzen Geschichte ist.
"Todesmarsch" ist nicht nur ein Muss für alle Stephen King-Fans, sondern auch für alle, die auf spannende und schnelle Thriller stehen und normal nicht soviel mit dem Autor Stephen King anfangen können.
MfG,habe ich geschrieben für ciao und yopi, über Kommentare würde ich mich sehr freuen.
18 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.09.2005, 21:13 Uhr von dottigross_juliaa
Bewertung: sehr hilfreichDa kann ich dir nur zustimmen. Das beste Buch von King - ohne Kitsch, ohne irgendwelche Ungeheuer. Einfach nur gruselig.... Gruß Dotti
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