Sag''s nicht weiter, Liebling (Taschenbuch) Testbericht
ab 8,55 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Erfahrungsbericht von dani___
Natürlich habe ich Geheimnisse.
Pro:
spannend; amüsant; leicht, sich mit den Personen zu identifizieren; nette Sprache; keinesfalls langweilig; wenig Klischees; nicht vorhersehbar; Mischung aus Humor, Romantik und Spannung;
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Ich wiege 59 Kilo. Nicht 53, wie mein Freund Connor glaubt.“ (Seite 7)
Tja, typische Gedanken einer erwachsenen und trotz allem jung gebliebenen Frau, die sich tagtäglich mit ihren Problemchen abgibt. Ihre Kollegen in der Firma sind eher schlecht als recht, sie würde sie alle am liebsten auf den Mond katapultieren, eine ihrer Mitbewohnerinnen klebt ihren Kleiderschrank mit Tesa zu, damit man auch ja an nichts herankommt (mann könnte sich ja etwas leihen +gg+) und Connor ist... ähmm... ja, er ist auch nicht mehr das, was er einmal hätte werden können oder sein hätte sollen, oder wie jetzt nun?
Das ist Emma. Emma Corrigan. Und diese Gedanken gehören zu ihr. Mit Connor ist sie schon einige Zeit zusammen und sie gelten als DAS Traumpaar schlechthin. Alle beneiden sie deshalb, nur da gibt es ein klitzekleines Problem: Emma ist zwar auch der Meinung, dass Connor einer der aufrichtigsten und ehrlichsten Männer ist, aber im Bett läuft es dennoch nicht wirklich toll.
So wurde zum Beispiel der Versuch, ihn im Archivzimmer zu verführen zu einem einzigen Debakel. „Mann, kannst du vielleicht mal langsam deine bescheuerte Hand aus meinem BH nehmen? Sage ich schließlich und ärgere mich plötzlich wahnsinnig über Connor. Die Lust auf Sex ist mir jedenfalls gründlich vergangen.“ (Seite 145)
Aber schlimm genug, dass Emma sich das vorerst noch gar nicht eingesteht und ihr das dann alles vor einem Fremden im Flugzeug heraussprudelt. Ok, es ist ja ein Fremder. Und Schuld allein hatten diese dummen Turbulenzen, denn nur deswegen bekam Emma Todesangst und ließ ihr ganzes Leben vor diesem Mann Revue passieren.
Gut, dass fremde Menschen charakteristisch dafür sind, dass man sie nie wieder sieht – denkt Emma.
Und wie es so will, steht eben genau dieser Typ am nächsten Arbeitstag vor ihr. Jack Harper. DER Jack Harper, der die Firma gegründet hat. MOMENT – quasi Emmas Chef!!! Oh nein.
Und genau der Jack Harper weiß nun, dass sie String Tangas ungemein unbequem findet, dass sie eigentlich nicht Größe 36 sondern 40 trägt und dass sie mit Connor alles andere als zufrieden ist.
So ein Pech, dass Connor jetzt auch noch in der Firma arbeitet. Denn Jack, der Fremde, findet immer mehr Gefallen an Emma und lässt beide hin und wieder genüsslich auflaufen.
Die Athmosphäre im Büro wird zunehmend angespannter, alle wollen dem neu angekommenen Chef zeigen, was sie drauf haben und Emma wird dauernd als deren Assistentin herumgeschubst. Sie ist zickig, unausgeglichen und genau dann lernt sie Jack Harper etwas genauer kennen.
Nicht dass sich Emma Corrigan jemals beeinflussen ließe, aber erstaunlicherweise macht sie dann nach einem Gespräch mit Jack (der sie daran erinnerte, dass sie ja eigentlich gar nicht mit Connor zufrieden sei und ihn nicht mehr wirklich liebe) mit Connor Schluss.
Emma weiß jetzt
a)nicht mehr, was sie denken soll und ist
b)auch noch Zielscheibe der ganzen Firma geworden, denn alle bemitleiden
c)Connor.
Aber was solls.
Es kommt, wie es kommen muss und Emma verliebt sich in Jack. Sie verbringen knisternde und romantische Stunden miteinander. Mit ihm fühlt sie sich endlich verstanden und bekommt das, was sie sich schon immer gewünscht hat.
Zum Beispiel Champagner beim Essen gehen, ohne das bereits ein Kellner da war.
Sie schwebt auf Wolke sieben, von der sie auch ziemlich bald wieder herunterkommen soll.
Denn mit einem Multimillionär ist es immer recht kompliziert und heikel.... ;) vor allem, wenn man dann urplötzlich bekannt wie ein bunter Hund ist und jeder über die eigenen Geheimnisse Bescheid weiß..... zum Beispiel, dass man die Pflanze der unausstehlichen Kollegin mit Orangensaft ertränkt....
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
„Sag\'s nicht weiter, Liebling“ von Sophie Kinsella ist ein typischer Frauenroman, den man zum Abschalten genießen kann. Wobei zu betonen ist, dass man hier endlich mal keine schwulen Freunde vorfindet oder mal etwas weniger auf die überflüssigen Pfunde eingegangen wird.
Sophie Kinsella erzeugt ohne dieses Drumherum eine spannende und amüsante Geschichte, die es in sich hat. Denn wer denkt denn schon, dass ein Fremder, neben dem man zufällig im Flugzeug sitzt, wirklich der eigene Chef ist? - Eben, keiner.
Und so kann man Emma Corrigans Geplapper super verstehen, als sie vor lauter Todesangst alles erzählt, was ihr jemals wichtig gewesen war zu verbergen. Sogar, dass sie ihr erstes Mal erlebt hatte, als ihre Eltern unten Fernseh sahen. Wäre ja auch weiter nicht schlimm, wenn man diesen Jemand nie mehr wieder sehen müsste.
Sehr amüsant fand ich die Tatsache, dass eigentlich nur Emma alles ausplauderte, der Typ neben ihr blieb eigentlich immer recht still und ließ auf sich einreden. Anfangs fragt man sich schon, wie da noch etwas Pepp in die Sache reinnkommen soll... aber das kommt noch, versprochen!
„Ich kann nicht aufhören zu reden. Ich kann einfach nicht mehr aufhören.
Jedes Mal, wenn das Flugzeug einen Hüpfer macht oder schlingert, platzt wieder ein Redeschwall aus mir heraus wie ein Wasserfall.
Ich kann nur reden oder schreien. (...)
... Stringtangas trage, weil sich da der Slip nicht abzeichnet, aber die Dinger sind dermaßen unbequem...
... unbedingt meinen G-Punkt finden, also haben wir es das ganze Wochenende über in allen möglichen Stellungen probiert, und am Ende war ich total fertig und wollte nur noch eine Pizza essen und Friends gucken...“ (Seite 30,31,33)
So ungefähr geht es einige Seiten und die füllt Emma nicht nur mit unwichtigen Details, wie man unschwer erkennen kann. Sie plaudert alles aus, was sie wenig später, als sich herausstellt, dass das ihr Chef ist, der seit drei Jahren nicht mehr in London war, bereut.
Denn wie soll man denn einem Mann gegenübertreten, vor allem noch mit Respekt, der weiß, dass man seinen G-Punkt noch nicht gefunden hat? Emma ist verzweifelt, denn nun beginnt auch noch ihre Beziehung zu kriseln.
Die ganze Zeit über kann man sich herrlich mit dieser Figur identifizieren, ohne dass man das Ganze schon einmal durchlebt haben muss. Es wird immer im Präsens erzählt, wodurch man sich einfach gut in die Person hineinversetzen kann.
Noch dazu sind es genau die Gedanken, die man erfährt, von denen man selber sicherlich auch schon genug hatte und man nur noch darüber lächeln kann. Es wird einfach alles ganz salopp erzählt, so wie es einem auch gerade in den Sinn kommen kann, ohne große Umschweife oder besondere Richtigkeit im Satz. Das ist zwar dann keine niveauvolle Sprachebene, aber einfach passend zu diesem Buch. Man bekommt hier auch keine Fremdwörter oder schwierig verschachtelte Sätze zu lesen, man kann das Buch zum Entspannen in die Hand nehmen und locker drüber lesen.
Mir wurde auf jeden Fall das ganze Buch über nicht langweilig, das Lesen geht super schnell, denn wenn man erst einmal angefangen hat, kann man wirklich nicht mehr aufhören. Jede Seite birgt so viel Spannung, dass man sich denkt, och noch ein Kapitel, dann ist aber wirklich Schluss, was dann aber doch noch auf mehr hinausläuft.
Ein positiver Kritikpunkt ist auch noch, dass in diesem Buch nicht so viele Klischees wiedergegeben werden. Es findet sich hier kein schwuler Kumpel und es geht auch nicht ständig darum, ob jemand anruft oder nicht. Hier in diesem Buch wird eher auf die Gesamtsituation geschaut, auf ehrlich Gefühle, auf die Liebe und darauf, wie das alles entsteht, mit welchen Hürden Emma kämpfen muss usw.
Gerade das macht es spannend und lebhaft. Ich hatte in keinem einzigen Moment das Gefühl, dass hier aber so richtig übertrieben wurde und das eigentlich gar nicht möglich sein könnte.
Lediglich die Tatsache, dass ihre Cousine Kerry, die von Emmas Mom wie ihr eigenes Kind behandelt wird, Emma immer bloß stellen will und das auch tut, stellt so eine kleine Situation dar, der aber im Verlauf der Geschichte eine sehr amüsante Rolle zugeschrieben wird.
Die verschiedenen Aspekte, die in die Geschichte mit einfließen, verleihen ihr eine Vielfalt an Möglichkeiten, die passieren können. Der Leser weiß selten, was passieren wird, weil es einfach so spontan geschieht und man sich nur noch denkt „Oh Gott, arme Emma – nicht das auch noch!“.
Deswegen ist es auch gerade so spannend, man will unbedingt wissen, wie denn nun diese Situation ausgeht oder was aus dieser Begegnung wurde. Bis zur letzten Seite weiß man nämlich eigentlich nicht so recht, was man jetzt genau von der Beziehung zwischen Emma und Jack halten soll, denn das Ganze kippt ständig.
Das sympathische an der ganzen Geschichte ist natürlich, dass es eine perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung ist. Zweiteres kommt natürlich auch nicht zu kurz, denn es gibt auch schöne Momente in Emmas „Jack-Leben“:
„Seine Lippen öffnen meine, und schon zieht er mir die elastischen Ärmel meines Schneewittchenkostüms von den Schultern und hakt meinen BH auf. Ich nestle an seinen Hemdknöpfen herum. Sein Mund dringt bis zu meinen Brustwarzen vor, und ich schnappe vor Erregung nach Luft, als er mich auf den sonnengewärmten Teppich zieht.
Ach du lieber Gott, das geht aber schnell. Er zieht mir den Slip aus. Seine Hände sind... seine Finger sind... ich keuche hilflos... Es geht so schnell, dass ich kaum merke, was passiert. Das ist völlig anders als mit Connor. Es ist anders als alles, was ich je – Vor einer Minute stand ich noch an der Tür, komplett bekleidet, und jetzt bin ich schon – ist er schon -“ (Seite 250)
Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Stimmungen macht die Geschichte locker, noch dazu ist alles so erfrischend geschrieben und man bekommt richtig gute Laune, wenn man sich an die schönen Momente erinnert. Allerdings fühlt man auch mit, wenn Emma dann richtig dollen Liebeskummer hat und sich am liebsten in ein Schneckenhaus verkriechen möchte.
Ich habe so oft bei diesem Buch gelacht, wie bei keinem anderen. Es war einmal etwas ganz anderes, denn die Autorin hat es hier sehr gut verstanden, den Leser nicht nur mit „ach-so-tollen Witzen“ zuzumüllen, sondern eine realistische Geschichte witzig zu verpacken.
Sie wollte nicht übertrieben lustig klingen, hat deswegen auch nicht zu dick aufgetragen und so entsand ein Buch, bei dem man wirklich so einige Mal schmunzeln muss, weil es einfach wirklich peinlich für Emma ist.
Ich selber würde nicht mit ihr tauschen wollen, denn wer so viel Glück im Unglück hat, braucht sehr starke Nerven. Mir falle da nicht nur die Prada Schuhe ein..........
Auf alle Fälle ein Buch, welches sich zu kaufen lohnt, wenn man leichte Literatur genießen möchte. Für alle anderen: Finger weg!!
Denn hier ist Lachpflicht angesagt und man erkennt sich sicherlich in den ein oder anderen Vergleichen, Situationen etc. wieder. Das Lesen hat mir super Spaß gemacht, deshalb eine uneingeschränkte Empfehlung von mir!!
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Autorin ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin.
Mit ihren Romanen um die liebenswerte Chaotin und Schnäppchenjägerin Rebecca Bloomwood wurde sie zur gefeierten Bestsellerautorin, und auch ihr neuestes Werk, „Sag\'s nicht weiter, Liebling“, eroberte auf Anhieb die englischen Bestsellerlisten. Weitere Titel der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung.
Sophie Kinsella lebt in London.
(Auszug aus dem Buch)
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Titel: Sag\'s nicht weiter, Liebling
ISBN: 3-442-45632-0
Seitenanzahl: 380
Preis: 8,90€
weitere Informationen unter www.goldmann-verlag.de
Weitere Bücher von Sophie Kinsella:
-Hochzeit zu verschenken
-Fast geschenkt
-Die Schnäppchenjägerin
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Für mich ist das ein Buch, welches auf alle Fälle lesenswert ist, wenn man mal wieder einen hektischen Tag hinter sich hat und entspannen möchte.
Außerdem: wer schon immer nach der Antwort gesucht hat, was man mit einem rießigen Luxus-Blumenstrauß macht, wenn man ihn gar nicht möchte, der sollte hier nachlesen.....
Sehr spritzig und erfrischend war das leider viel zu kurze Vergnügen mit Emma Corrigan, für mich auf jeden Fall Anlass genug, auch weitere Bücher von Sophie Kinsella zu lesen.
Auf jeden Fall gibt es von mir die volle Punktzahl.
Viel Spaß beim Lesen wünscht dani ;)
+++
Tja, typische Gedanken einer erwachsenen und trotz allem jung gebliebenen Frau, die sich tagtäglich mit ihren Problemchen abgibt. Ihre Kollegen in der Firma sind eher schlecht als recht, sie würde sie alle am liebsten auf den Mond katapultieren, eine ihrer Mitbewohnerinnen klebt ihren Kleiderschrank mit Tesa zu, damit man auch ja an nichts herankommt (mann könnte sich ja etwas leihen +gg+) und Connor ist... ähmm... ja, er ist auch nicht mehr das, was er einmal hätte werden können oder sein hätte sollen, oder wie jetzt nun?
Das ist Emma. Emma Corrigan. Und diese Gedanken gehören zu ihr. Mit Connor ist sie schon einige Zeit zusammen und sie gelten als DAS Traumpaar schlechthin. Alle beneiden sie deshalb, nur da gibt es ein klitzekleines Problem: Emma ist zwar auch der Meinung, dass Connor einer der aufrichtigsten und ehrlichsten Männer ist, aber im Bett läuft es dennoch nicht wirklich toll.
So wurde zum Beispiel der Versuch, ihn im Archivzimmer zu verführen zu einem einzigen Debakel. „Mann, kannst du vielleicht mal langsam deine bescheuerte Hand aus meinem BH nehmen? Sage ich schließlich und ärgere mich plötzlich wahnsinnig über Connor. Die Lust auf Sex ist mir jedenfalls gründlich vergangen.“ (Seite 145)
Aber schlimm genug, dass Emma sich das vorerst noch gar nicht eingesteht und ihr das dann alles vor einem Fremden im Flugzeug heraussprudelt. Ok, es ist ja ein Fremder. Und Schuld allein hatten diese dummen Turbulenzen, denn nur deswegen bekam Emma Todesangst und ließ ihr ganzes Leben vor diesem Mann Revue passieren.
Gut, dass fremde Menschen charakteristisch dafür sind, dass man sie nie wieder sieht – denkt Emma.
Und wie es so will, steht eben genau dieser Typ am nächsten Arbeitstag vor ihr. Jack Harper. DER Jack Harper, der die Firma gegründet hat. MOMENT – quasi Emmas Chef!!! Oh nein.
Und genau der Jack Harper weiß nun, dass sie String Tangas ungemein unbequem findet, dass sie eigentlich nicht Größe 36 sondern 40 trägt und dass sie mit Connor alles andere als zufrieden ist.
So ein Pech, dass Connor jetzt auch noch in der Firma arbeitet. Denn Jack, der Fremde, findet immer mehr Gefallen an Emma und lässt beide hin und wieder genüsslich auflaufen.
Die Athmosphäre im Büro wird zunehmend angespannter, alle wollen dem neu angekommenen Chef zeigen, was sie drauf haben und Emma wird dauernd als deren Assistentin herumgeschubst. Sie ist zickig, unausgeglichen und genau dann lernt sie Jack Harper etwas genauer kennen.
Nicht dass sich Emma Corrigan jemals beeinflussen ließe, aber erstaunlicherweise macht sie dann nach einem Gespräch mit Jack (der sie daran erinnerte, dass sie ja eigentlich gar nicht mit Connor zufrieden sei und ihn nicht mehr wirklich liebe) mit Connor Schluss.
Emma weiß jetzt
a)nicht mehr, was sie denken soll und ist
b)auch noch Zielscheibe der ganzen Firma geworden, denn alle bemitleiden
c)Connor.
Aber was solls.
Es kommt, wie es kommen muss und Emma verliebt sich in Jack. Sie verbringen knisternde und romantische Stunden miteinander. Mit ihm fühlt sie sich endlich verstanden und bekommt das, was sie sich schon immer gewünscht hat.
Zum Beispiel Champagner beim Essen gehen, ohne das bereits ein Kellner da war.
Sie schwebt auf Wolke sieben, von der sie auch ziemlich bald wieder herunterkommen soll.
Denn mit einem Multimillionär ist es immer recht kompliziert und heikel.... ;) vor allem, wenn man dann urplötzlich bekannt wie ein bunter Hund ist und jeder über die eigenen Geheimnisse Bescheid weiß..... zum Beispiel, dass man die Pflanze der unausstehlichen Kollegin mit Orangensaft ertränkt....
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
„Sag\'s nicht weiter, Liebling“ von Sophie Kinsella ist ein typischer Frauenroman, den man zum Abschalten genießen kann. Wobei zu betonen ist, dass man hier endlich mal keine schwulen Freunde vorfindet oder mal etwas weniger auf die überflüssigen Pfunde eingegangen wird.
Sophie Kinsella erzeugt ohne dieses Drumherum eine spannende und amüsante Geschichte, die es in sich hat. Denn wer denkt denn schon, dass ein Fremder, neben dem man zufällig im Flugzeug sitzt, wirklich der eigene Chef ist? - Eben, keiner.
Und so kann man Emma Corrigans Geplapper super verstehen, als sie vor lauter Todesangst alles erzählt, was ihr jemals wichtig gewesen war zu verbergen. Sogar, dass sie ihr erstes Mal erlebt hatte, als ihre Eltern unten Fernseh sahen. Wäre ja auch weiter nicht schlimm, wenn man diesen Jemand nie mehr wieder sehen müsste.
Sehr amüsant fand ich die Tatsache, dass eigentlich nur Emma alles ausplauderte, der Typ neben ihr blieb eigentlich immer recht still und ließ auf sich einreden. Anfangs fragt man sich schon, wie da noch etwas Pepp in die Sache reinnkommen soll... aber das kommt noch, versprochen!
„Ich kann nicht aufhören zu reden. Ich kann einfach nicht mehr aufhören.
Jedes Mal, wenn das Flugzeug einen Hüpfer macht oder schlingert, platzt wieder ein Redeschwall aus mir heraus wie ein Wasserfall.
Ich kann nur reden oder schreien. (...)
... Stringtangas trage, weil sich da der Slip nicht abzeichnet, aber die Dinger sind dermaßen unbequem...
... unbedingt meinen G-Punkt finden, also haben wir es das ganze Wochenende über in allen möglichen Stellungen probiert, und am Ende war ich total fertig und wollte nur noch eine Pizza essen und Friends gucken...“ (Seite 30,31,33)
So ungefähr geht es einige Seiten und die füllt Emma nicht nur mit unwichtigen Details, wie man unschwer erkennen kann. Sie plaudert alles aus, was sie wenig später, als sich herausstellt, dass das ihr Chef ist, der seit drei Jahren nicht mehr in London war, bereut.
Denn wie soll man denn einem Mann gegenübertreten, vor allem noch mit Respekt, der weiß, dass man seinen G-Punkt noch nicht gefunden hat? Emma ist verzweifelt, denn nun beginnt auch noch ihre Beziehung zu kriseln.
Die ganze Zeit über kann man sich herrlich mit dieser Figur identifizieren, ohne dass man das Ganze schon einmal durchlebt haben muss. Es wird immer im Präsens erzählt, wodurch man sich einfach gut in die Person hineinversetzen kann.
Noch dazu sind es genau die Gedanken, die man erfährt, von denen man selber sicherlich auch schon genug hatte und man nur noch darüber lächeln kann. Es wird einfach alles ganz salopp erzählt, so wie es einem auch gerade in den Sinn kommen kann, ohne große Umschweife oder besondere Richtigkeit im Satz. Das ist zwar dann keine niveauvolle Sprachebene, aber einfach passend zu diesem Buch. Man bekommt hier auch keine Fremdwörter oder schwierig verschachtelte Sätze zu lesen, man kann das Buch zum Entspannen in die Hand nehmen und locker drüber lesen.
Mir wurde auf jeden Fall das ganze Buch über nicht langweilig, das Lesen geht super schnell, denn wenn man erst einmal angefangen hat, kann man wirklich nicht mehr aufhören. Jede Seite birgt so viel Spannung, dass man sich denkt, och noch ein Kapitel, dann ist aber wirklich Schluss, was dann aber doch noch auf mehr hinausläuft.
Ein positiver Kritikpunkt ist auch noch, dass in diesem Buch nicht so viele Klischees wiedergegeben werden. Es findet sich hier kein schwuler Kumpel und es geht auch nicht ständig darum, ob jemand anruft oder nicht. Hier in diesem Buch wird eher auf die Gesamtsituation geschaut, auf ehrlich Gefühle, auf die Liebe und darauf, wie das alles entsteht, mit welchen Hürden Emma kämpfen muss usw.
Gerade das macht es spannend und lebhaft. Ich hatte in keinem einzigen Moment das Gefühl, dass hier aber so richtig übertrieben wurde und das eigentlich gar nicht möglich sein könnte.
Lediglich die Tatsache, dass ihre Cousine Kerry, die von Emmas Mom wie ihr eigenes Kind behandelt wird, Emma immer bloß stellen will und das auch tut, stellt so eine kleine Situation dar, der aber im Verlauf der Geschichte eine sehr amüsante Rolle zugeschrieben wird.
Die verschiedenen Aspekte, die in die Geschichte mit einfließen, verleihen ihr eine Vielfalt an Möglichkeiten, die passieren können. Der Leser weiß selten, was passieren wird, weil es einfach so spontan geschieht und man sich nur noch denkt „Oh Gott, arme Emma – nicht das auch noch!“.
Deswegen ist es auch gerade so spannend, man will unbedingt wissen, wie denn nun diese Situation ausgeht oder was aus dieser Begegnung wurde. Bis zur letzten Seite weiß man nämlich eigentlich nicht so recht, was man jetzt genau von der Beziehung zwischen Emma und Jack halten soll, denn das Ganze kippt ständig.
Das sympathische an der ganzen Geschichte ist natürlich, dass es eine perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung ist. Zweiteres kommt natürlich auch nicht zu kurz, denn es gibt auch schöne Momente in Emmas „Jack-Leben“:
„Seine Lippen öffnen meine, und schon zieht er mir die elastischen Ärmel meines Schneewittchenkostüms von den Schultern und hakt meinen BH auf. Ich nestle an seinen Hemdknöpfen herum. Sein Mund dringt bis zu meinen Brustwarzen vor, und ich schnappe vor Erregung nach Luft, als er mich auf den sonnengewärmten Teppich zieht.
Ach du lieber Gott, das geht aber schnell. Er zieht mir den Slip aus. Seine Hände sind... seine Finger sind... ich keuche hilflos... Es geht so schnell, dass ich kaum merke, was passiert. Das ist völlig anders als mit Connor. Es ist anders als alles, was ich je – Vor einer Minute stand ich noch an der Tür, komplett bekleidet, und jetzt bin ich schon – ist er schon -“ (Seite 250)
Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Stimmungen macht die Geschichte locker, noch dazu ist alles so erfrischend geschrieben und man bekommt richtig gute Laune, wenn man sich an die schönen Momente erinnert. Allerdings fühlt man auch mit, wenn Emma dann richtig dollen Liebeskummer hat und sich am liebsten in ein Schneckenhaus verkriechen möchte.
Ich habe so oft bei diesem Buch gelacht, wie bei keinem anderen. Es war einmal etwas ganz anderes, denn die Autorin hat es hier sehr gut verstanden, den Leser nicht nur mit „ach-so-tollen Witzen“ zuzumüllen, sondern eine realistische Geschichte witzig zu verpacken.
Sie wollte nicht übertrieben lustig klingen, hat deswegen auch nicht zu dick aufgetragen und so entsand ein Buch, bei dem man wirklich so einige Mal schmunzeln muss, weil es einfach wirklich peinlich für Emma ist.
Ich selber würde nicht mit ihr tauschen wollen, denn wer so viel Glück im Unglück hat, braucht sehr starke Nerven. Mir falle da nicht nur die Prada Schuhe ein..........
Auf alle Fälle ein Buch, welches sich zu kaufen lohnt, wenn man leichte Literatur genießen möchte. Für alle anderen: Finger weg!!
Denn hier ist Lachpflicht angesagt und man erkennt sich sicherlich in den ein oder anderen Vergleichen, Situationen etc. wieder. Das Lesen hat mir super Spaß gemacht, deshalb eine uneingeschränkte Empfehlung von mir!!
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Autorin ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin.
Mit ihren Romanen um die liebenswerte Chaotin und Schnäppchenjägerin Rebecca Bloomwood wurde sie zur gefeierten Bestsellerautorin, und auch ihr neuestes Werk, „Sag\'s nicht weiter, Liebling“, eroberte auf Anhieb die englischen Bestsellerlisten. Weitere Titel der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung.
Sophie Kinsella lebt in London.
(Auszug aus dem Buch)
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Titel: Sag\'s nicht weiter, Liebling
ISBN: 3-442-45632-0
Seitenanzahl: 380
Preis: 8,90€
weitere Informationen unter www.goldmann-verlag.de
Weitere Bücher von Sophie Kinsella:
-Hochzeit zu verschenken
-Fast geschenkt
-Die Schnäppchenjägerin
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Für mich ist das ein Buch, welches auf alle Fälle lesenswert ist, wenn man mal wieder einen hektischen Tag hinter sich hat und entspannen möchte.
Außerdem: wer schon immer nach der Antwort gesucht hat, was man mit einem rießigen Luxus-Blumenstrauß macht, wenn man ihn gar nicht möchte, der sollte hier nachlesen.....
Sehr spritzig und erfrischend war das leider viel zu kurze Vergnügen mit Emma Corrigan, für mich auf jeden Fall Anlass genug, auch weitere Bücher von Sophie Kinsella zu lesen.
Auf jeden Fall gibt es von mir die volle Punktzahl.
Viel Spaß beim Lesen wünscht dani ;)
+++
60 Bewertungen, 1 Kommentar
-
31.03.2006, 19:08 Uhr von popipu
Bewertung: sehr hilfreichSuper bericht von unsere kleinen lese maus <br/>
Bewerten / Kommentar schreiben