Kirch Krise: Bundesligafinanzierung durch Steuern Testbericht

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Erfahrungsbericht von PrinceofLies

Ein wenig Realität hätte auch hier nicht geschadet!

Pro:

die Clubs müssen kurz- und mittelfristig entlastet werden

Kontra:

es gibt deutlich bessere Ansätze

Empfehlung:

Nein

Gliederung:

  • 1.Vorwort
  • 2.Entstehung des Kirchimperiums
  • 3.Situation der Fußballclubs
  • 4.Mögliche Reaktionen
  • 5.Fazit


1.Vorwort
Sodele,jetzt sind wir soweit!
Kirch ist definitiv pleite und nun fragen sich auch die Fußballclubs Deutschlands,wie sie ohne die Fernsehmillionen überleben können.
Im Folgenden will ich ein klein wenig Realität in die Frage ob die Fußballclubs von Steuergeldern finanziert werden sollen bringen,denn das Thema ist weitreichender,als die Meisten sehen und der Kirchkrise hat bisher sehr viel an Realität gefehlt.

2.Entstehung des Kirchimperiums
Zunächst sei gesagt,daß ich nicht vorhabe hier einen kompletten,lückenlosen Lebensplan zu liefern,da dies zum Einen überflüssig ist (vieles ginge am Thema vorbei),zum Anderen dies den Rahmen des Beitrages sprengen würde.
Kommen wir zu den wichtigsten Punkten:
Die bayrische Landesbank
Hat Herrn Kirch immer wieder Kredite in Millionenhöhe bewilligt,nicht ganz vernachlässigbar ist hierbei die Freundschaft zwischen dem bayrischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber und Leo Kirch.
Dies machte das Thema zum sekundären Wahlkampfthema,denn so schlecht es Kirch geht,desto schlechter steht Stoiber mit da.
Ruport Murdoch
Hat Anteile an Kirchs Medienimperium und erwartet Zahlungen in Milliardenhöhe von ihm.
Da Murdoch bereits in Englang mit seinen diversen Boulevardblättern und der damit einigen Stimmungsmache im Volk bekannt ist will man ihn aus der deutschen Medienlandschaft raus haben.
Silvio Berlusconi
Millardär aus Italien mit einem ebenso großen Medienapparat dort will neuerdings ebenfalls die Rechte aufkaufen,doch Berlusconi ist in Italien das,was Murdoch in England ist.

Hieraus ergab sich der elegante Schritt des Insolvenzantrages,bei dem die verschiedenen Gläubiger durchaus auch leer ausgehen könnten.
Dummerweise ist einer der Gläubiger Kirchs auch der deutsche Fußball und damit insbesondere die Fußballclubs.

Will Schröder Kirch nicht direkt helfen,weil ihm dessen Niedergang naturgemäß im Wahlkampf hilft,so kann er sich es nicht leisten die Fußballfans zu verärgern.
Nun gab und gibt es also die Debatte zur Finanzierung der Vereine mittels Steuergelder,zumindest vorübergehend.

3.Situation der Fußballclubs
Die Bundesliga ist nach aktuellen Wirtschaftsberichten die gesündeste Fußballliga der Welt.
Die Clubs werden im Vergleich sehr wirtschaftlich und nicht überzogen geführt,doch die Fernsehmillionen machen den größten Teil der Etats aus.
Nimmt man diese Millionen weg haben wir jährliche Verluste im mehrstelligen Millionenbereich bei jedem Verein,selbst den Markführern von Bayern München.

Wie kams dazu?
Nun man könnte es Inflation nennen,denn im Laufe der Jahre flossen immer mehr Millionen in die Clubs und die Spieler verdienten immer mehr Geld.
Das Geschäft boomte und um im internationalen Vereinsfußball mitzuhalten musste man den Anschluß behalten.

Dummerweise gibt es international noch ein paar durchgeknalltere Manager",die auch mal 100 Millionen hinlegen und daß diese Preisspirale irgendwann nach hinten losgeht war abzusehen.
In diesem Fahrwasser sind auch,wenn auch mit angezogener Bremse,die Bundesligaclubs mitgeschwommen und das Ergebnis sind Budgets,die die Fernsehmillionen benötigen.

Oder konkret gesagt,fallen die Millionen von heut auf morgen weg,so meldet die halbe Bundesliga Konkurs!

4.Mögliche Reaktionen
Nun die eine Möglichkeit wäre die Fußballclubs mit Steuergeldern zwischenzufinanzieren,doch dies wäre Betrug am Steuerzahler.
Schließlich ist nicht jeder Steuerzahler Fußballfan und kann so ja kaum für deren Finanzkrise herangezogen werden.

Eine zweite Möglichkeit wäre der Verkauf Kirchs an Berlusconi oder Murdoch,doch deren Stimmungspolitik mit den Medien ist etwas,daß ich und vermutlich viele andere auch nicht wollen.
Eine Bildzeitung reicht mir!

Eine dritte Möglichkeit wären zinnslose,oder sehr niedrig verzinste Kredite für die Clubs vom Bund und DFB,was den Clubs kurzfristig helfen würde.
Notwendig hier wäre dann natürlich,daß die Clubs sich besinnen und die Gehaltsschraube heruntersetzen.
Da die Verträge mit den Spielern lange dauern wären fünf Jahre die Zeit etwa,die hiermit überbrückt werden müsste.

Noch eine Lösung,die bereits die hiesige Userin Cybermanu andeutete,die ich aber weiter ausdehnen möchte ist ein zentralisiertes Sponsoring durch den DFB,damit insbesondere die kleineren Clubs am Leben gehalten werden.
Die Bundesliga ist de facto einer der Gläubiger Kirchs und könnte hieraus Profital schlagen.Mit den Überresten die bei der Kirchzerschlagung verteilt würden ließe sich die Idee eines Fußballsenders verwirklichen,den Bundesliga und DFB in Eigenregie betreiben.
Dies wäre ein öffentlich rechtlicher Sender und könnte damit sogar durch Steuergelder gesponsort werden.
Neben dem,was ein Fernsehsender im Prinzip einnimmt an Werbung kann man hier auf die Bundesliga umgedacht aber weitergehen:
Merchandising,Fanartikel machen bereits jetzt einen großen Anteil der Etats aus,dabei bieten viele Vereine ein sehr kleines Sortiment und zudem machen sie auch praktisch keine Werbung hierfür.
Dies ließe sich auf einem solchen Bundesligasender ermöglichen.
Dazu,da Fußball nunmal nur eine bestimmte Menge an Sendezeit benötigt könnte man den Sender vermieten im Stile eines offenen Senders.

5.Fazit
Die Bundesliga mit Steuergeldern zu finanzieren kann keine Lösung sein.
Bestenfalls kann sie eine kurzfristige Übergangslösung sein und auch diese wäre dem Nichtfußballfan äußerst ungerecht gegenüber.
Kurz- und mittelfristige Kredite zu keinem oder niedrigen Kreditrahmen zum Übergang bis die Gehaltsschraube heruntergedreht ist ist da die deutlich sinnvollere Alternative.
Zumal die niedrigere Gehaltsstufe gleichzusetzen wäre mit einem Setzten auf die Jugend,wie es der VFB Stuttgart in dieser Saison demonstriert.

Langfristig könnte auf besonnenem Wege die Bundesliga ihre Unabhängigkeit von den Fernsehanstalten damit zurückbekommen,doch sicherlich nicht indem das sinn- und fruchtlose Verpulfern weiter unterstützt wird!

46 Bewertungen, 7 Kommentare

  • campimo

    20.02.2007, 13:05 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    *°* SH & LG *°*

  • Baby1

    30.01.2007, 15:09 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Zuckermaus29

    03.11.2006, 16:53 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    :o) liebe Grüße Jeanny

  • Holzfäller

    10.04.2002, 12:55 Uhr von Holzfäller
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Steuerlast wird immer höher.Für was muß der kleine Mann denn noch bluten?

  • Chriss

    10.04.2002, 02:53 Uhr von Chriss
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nach Deinen Kriterien nur nützlich weil: Die Diskussion ging um öffentliche Bürgschaften, dass heisst der Steuerzahler würde nur bei Ausfall zahlen. Sonst vergleichbar mit einem niedrig verzinslichen Kredit (Aval = 2,50 % p.a.).

  • DrDuke

    09.04.2002, 18:37 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin genau deiner MEinung, das es höchstens eine Übergangslösung sein kann

  • Schnecke999

    08.04.2002, 13:36 Uhr von Schnecke999
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich würde auch nicht mit meinen Steuergeldern die Fußballclubs finanzieren wollen... *ts ts ts* Nee, ich bin zwar kein Fußball-Hasser, aber sowas ginge mir zu weit! Gruß Schnecke999 PS: Kirch war erst letztes Jahr groß am Pocke