Knight Moves - Ein mörderisches Spiel (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Tom_Araya

Das Schachbrett als Spielplatz eines Mörders

Pro:

Spannend, gute Schauspieler, interessante Story

Kontra:

wenig, evtl. das schon sehr oft gesehene Kindheitstrauma

Empfehlung:

Ja

Knight Moves ist ein Thriller aus dem Jahre 1992 mit Christopher Lambert (der Highlander) in dem es um eine Mordserie geht, welche nach dem Muster einer Schach-Eröffnung durchgeführt wird. Regie: Carl Schenkel (Schweizer).

Der Killer ruft den Grossmeister Peter Sanderson (Lambert) vor jedem Mord an und gibt ihm rätselhafte Hinweise zu den Verbrechen, die nur sehr schwer (wenn überhaupt?) zu entschlüsseln sind.
Sanderson muss nun zusammen mit (aber auch gegen die Polizei, da diese ihn unter Mordverdacht stellt) herausfinden was diese Hinweise bedeuten könnten, um eine Chance zu haben die Opfern zu retten.
Nach und nach kommt heraus das der Killer einen Stadtplan als Schachbrett für seine Morde benutzt, und eine mehr oder weniger bekannte Eröffnung im übertragenen Sinne nachspielt.
Das ist eine Idee die mir gefallen hat.

In der ersten Szene des Films sieht man 2 Kinder die gegeneinander in einem Schachturnier spielen, offensichtlich stehen sie unter grossem Druck. Als die Niederlage fest steht dreht der Verlierer durch, und stürzt sich auf seinen Bezwinger.
Dannach sieht man wie der Vater des Kindes seine Frau verlässt (schimpfend was für eine irre Familie er hat), und die Mutter anschliessend völlig kaputt und betrunken im Bett liegt.
Dies is natürlich als Anhaltspunkt für das Motiv des Killers zu werten, und mein einzig wirklicher Kritikpunt an Knight Moves:
Solche Kindheitstraumen sind inzwischen doch sehr altbacken, und verraten imo auch zu viel über den Ausgang des Films - denn jeder erfahrene Krimigucker kann leicht die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen.

Sprung in die Gegenwart: Sanderson nimmt an einem grossen Schachturnier teil, besiegt einen Gegner und schläft in jener Nacht mit einer Frau. Diese wird kurz nachdem er ihre Wohnung verlassen hat ermordet.
Es dauert nicht lange bis der Killer sich bei Sanderson meldet, und ihm mitteilt das er ein Spiel mit ihm spielen will.
Dieser Mord sei nur der schockierende Anfang.
Der Polizist Frank (Tom Skeritt) und dessen Partner Andy (Daniel Baldwin) sitzen Sanderson von nun an im Nacken, er ist verständlicherweise einer der Hauptverdächtigen.
Zu den Methoden der Polizisten gehört unter anderem auch die Psychologin Kathy (Diane Lane), sie soll Sanderson schöne Augen machen, um eventuell etwas über ihn herauszufinden. Immerhin recht originell eingefädelt, dieser Anfang einer Beziehung, wenn diese denn schon in den meisten Filmen vorkommen muss ;-)

Der Druck auf Sanderson ist enorm, zum einen muss er sich auf das Schachturnier konzentrieren (er ist schon einmal weger psychischen Problemen aus einem laufenden Turnier geflüchtet), andererseits muss er natürlich alles tun um den Opfern des Killers irgendwie zu helfen. Auch hat er eine kleine Tocher, die etwas Aufmerksamkeit von ihrem Daddy will.
Dies sind wiederum 2 Dinge die nicht sehr originell sind, allerdings sehenswert präsentiert werden.

Der Film hat mich gut unterhalten weil:
- die brutale Mordserie für Spannung sorgt.
- man gut miträtseln kann, gefördert durch die verschlüsselten Botschafen des Killers
- die Idee mit der Schacheröffnung, die auf einen Stadtplan übertragen wird, sehr gut ist
- Die Schauspieler ok sind, Lambert überzeugt
- Es auch lustige Momente gibt, wie die Streitereien zwischen Lambert und Baldwin der einen der Polizisten spielt

Ein überdurschnittlicher Thriller also, das meint auch die IMDB: Wertung 5.7
Have Fun.

17 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    18.03.2006, 21:37 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ***sh***Lg, Christina :)

  • fast_help

    01.12.2005, 12:16 Uhr von fast_help
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Andy