Knorr Spaghetteria Pasta alla Bolognese Testbericht
Erfahrungsbericht von EvolutionEight
Zwiespältige Trockennahrung
Pro:
schnell zubereitet
Kontra:
auf Dauer ungesund, unrealistischer Geschmack, zuviele Geschmacksverstärker
Empfehlung:
Nein
Ich habe vorhin eine Packung eines Fertiggerichtes, auch Trockennahrung genannt, in meinem Küchenschrank gefunden und mir diese mal genauer angesehen.
Da ich seit einigen Monaten, aufgrund eines Darmdefizits, mehr auf das achte was ich mir reinschaufle möchte ich über dieses Fertiggericht schreiben und etwas für mehr Aufklärung und Transparenz sorgen…
Die Verpackung
Die Pulvernahrung ist in einem Beutel untergebracht der zu 50 % aus Kunststoff und zur anderen Hälfte aus Papier bestehen dürfte. Leider findet man hier keine Angaben auf der Verpackung. Erster Minuspunkt. Die Tüte misst in etwa 21 cm Höhe, 16 cm Breite und bei gefülltem Zustand etwa 5 cm Tiefe/Dicke. Der Inhalt beträgt 164 g. Die Farbe Rot in verschiedenen Tönen dominiert diese Packung. Auf der Front ist wie gewohnt das Gericht nach der Zubereitung mit dem dazugehörigen „Werkzeug“ zu bestaunen. Dieses Gericht isst man mit der Gabel. :) – Wie der Druck schon beschreibt handelt es sich hierbei um eine Spaghetti-Mahlzeit in Fleisch und Tomatensauce. Oben links prangert das Firmenlogo von „Knorr“. 2 Portionen in 5 Minuten, na mal sehen. Auf der Rückseite beginnt es nun interessant zu werden. Wieder sieht man hauptsächlich rot, bis auf die Zubereitungsempfehlung, welche in grün gehalten ist. Ein paar Bildchen runden den Eindruck relativ angenehm ab. Weiterhin ist klein gedruckt das Wichtigste wie ich finde abgedruckt. Und zwar die Zutatenliste. Doch dazu später im Bericht mehr. Zwei Einkerbungen am oberen Rand deuten die Einrissstelle an wo man diese Tüte ohne viel Kraftaufwand aufreißen kann. Allgemein ist die Verpackung ansprechend und gelungen. Lediglich die fehlende Angabe aus welchen Materialien diese Tüte gefertigt wurde fällt negativ auf. Eigentlich möchte ich schon wissen mit welchem Stoff das Pulver, was ich später essen soll, permanent in Kontakt steht.
Die Zubereitung
Und so einfach soll es gehen: 500 ml kaltes Wasser in einen Topf geben und nach Belieben ein Stückchen Butter dazu. Nun den Beutelinhalt einrühren und unter Rühren aufkochen lassen. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze bis zur gewünschten Sämigkeit offen kochen. Dabei mehrmals umrühren. Das soll es schon gewesen sein?
Ok, weil ihr es seid hab ich’s ausprobiert. 5 Minuten stimmen nicht ganz, man braucht schon fast 5 Minuten bis das Wasser kocht usw. Aber das scheint schon mit einkalkuliert zu sein. Das fertige Gericht schaut leider längst nicht so farbenprächtig aus wie auf der hochglänzenden Verpackung abgebildet. Vom Pulver vor der Zubereitung schreibe ich lieber erst gar nix. Das Gericht wie ich es laut Abbildung ohne Rezept-Idee zubereitet habe, schmeckt relativ gut, fast schon zu gut. Der Geschmack geht schon ins unrealistische. Wenn man sich monatelang sein Essen selbst zubereitet hat und weiß was enthalten ist, so wirkt diese Speise schon merkwürdig. Gesund scheint es bei weitem nicht zu sein.
Knorr bietet dem Konsumenten zusätzlich noch eine angeblich leckere Rezept-Idee an.
Pasta Peperoni nennt sich diese. Dazu benötigt man eine kleine rote Paprika, 1 rote Peperoni und Cayennepfeffer. Nun den Paprika putzen, waschen und würfeln. Peperoni fein hacken. In 1 EL heißem Olivenöl andünsten. 500 ml Wasser zugießen. Beutelinhalt einrühren und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten kochen und mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Und fertig soll es sein. Knorr wünscht „Buon Appetito“!
Die Zutaten
Nun kommen wir zum wirklich interessanten Teil meines Berichtes. Ich liste nun die Zutaten wie sie auf der Packung stehen auf:
67% Hartweizengrießteigwaren, Tomatenpulver, pflanzliches Fett gehärtet, 5% Rindfleisch, Speisesalz, Tomaten, Zwiebeln, Aroma, Hefeextrakt, Zucker, Stärke, Lauch, Sellerie, Maltodextrin, Kräuter, Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat, Dinatriuminosinat), Gewürze, Paprika, Eiklarpulver, Zwiebelsaftkonzentrat.
Da es sich hier hauptsächlich um pulverisierte Zutaten handelt ist wohl jedem bewusst. Das es sich bei den 5% Trockenfleisch nicht um Schweinefleisch handelt kann man relativ positiv betrachten. Denn der Fettgehalt steigt so nach der Zubereitung in unermessliche Höhen. Was der negativen Betrachtung bedarf sind die gleich drei beigemischten Geschmacksverstärker (Emulgatoren) aus der Gruppe der Glutamate:
„Mononatriumglutamat (auch E621)“ ist ein künstlicher Geschmacksverstärker auf pflanzlicher Basis und sorgt für einen intensiven und abgerundeten würzig-fleischigen Geschmack. Mononatriumglutamat kann allergische Reaktionen hervorrufen, wird in vielen China-Restaurants und Imbissen verwendet und ist mitverantwortlich für das schon oft beschriebene „China-Restaurant-Syndrom“. Hierbei handelt es sich um eine allergische Reaktion des Körpers auf diesen Stoff und äußert sich durch Kopfschmerzen, Schlappheit, Mundtrockenheit und Taubheitsgefühl im Nacken und in den Armen. Ich selbst habe dies nach einem China-Restaurant Besuch erlebt. Kein Witz!
„Dinatriumguanylat (auch E627)“ ist ebenfalls ein künstlicher Geschmacksverstärker auf pflanzlicher Basis. Er ist in jeder tierischen und pflanzlichen Zelle enthalten, besteht überwiegend aus Purin und rundet geschmacklich die vorwiegend salzigen Lebensmittel ab. Auch hier allergische Reaktionen möglich.
„Dinatriuminosinat (auch E631)“ ist diesmal ein natürlicher, pflanzlicher Geschmacksverstärker der appetitanregend wirkt. Dennoch auch hier Allergie-Gefahr!
Ich möchte hier niemanden den Appetit verderben, ich will nur etwas aufklären was man so isst ohne es mitzubekommen. Wenn es dann juckt und die Haut sich bei einem bedankt sollte man sich nicht wundern. Anzumerken ist hierbei das nur große Mengen von diesen Geschmacksverstärker negative Einflüsse auf den menschlichen Organismus haben können. Also nicht jeden Tag essen das Zeug! Lieber mal nen Salat zum Mittag, wirkt Wunder! Ehrlich!
Nährwertangaben:
Brennwert – pro 100g: 435 kj/103 kcal – pro Portion: 1275 kj/302 kcal
Eiweiß – pro 100g: 4g – pro Portion: 13g
Kohlenhydrate – pro 100g: 17g – pro Portion: 49g
Fett – pro 100g: 2g – pro Portion: 6g
Fazit
Als schnelle Zwischenmahlzeit für den gesunden Konsumenten geeignet. Als regelmäßiges Mittagessen das Schlimmste was man sich antun kann. Lieber mal nen Salat essen! Euer EvolutionEight!
Für weitere Infos:
Tel.: 0180-20 00 424 (6 cent pro Anruf)
www.knorr.de
Unilever Bestfoods
Deutschland GmbH
Postfach 570 237
22771 Hamburg
© by EvolutionEight!
Da ich seit einigen Monaten, aufgrund eines Darmdefizits, mehr auf das achte was ich mir reinschaufle möchte ich über dieses Fertiggericht schreiben und etwas für mehr Aufklärung und Transparenz sorgen…
Die Verpackung
Die Pulvernahrung ist in einem Beutel untergebracht der zu 50 % aus Kunststoff und zur anderen Hälfte aus Papier bestehen dürfte. Leider findet man hier keine Angaben auf der Verpackung. Erster Minuspunkt. Die Tüte misst in etwa 21 cm Höhe, 16 cm Breite und bei gefülltem Zustand etwa 5 cm Tiefe/Dicke. Der Inhalt beträgt 164 g. Die Farbe Rot in verschiedenen Tönen dominiert diese Packung. Auf der Front ist wie gewohnt das Gericht nach der Zubereitung mit dem dazugehörigen „Werkzeug“ zu bestaunen. Dieses Gericht isst man mit der Gabel. :) – Wie der Druck schon beschreibt handelt es sich hierbei um eine Spaghetti-Mahlzeit in Fleisch und Tomatensauce. Oben links prangert das Firmenlogo von „Knorr“. 2 Portionen in 5 Minuten, na mal sehen. Auf der Rückseite beginnt es nun interessant zu werden. Wieder sieht man hauptsächlich rot, bis auf die Zubereitungsempfehlung, welche in grün gehalten ist. Ein paar Bildchen runden den Eindruck relativ angenehm ab. Weiterhin ist klein gedruckt das Wichtigste wie ich finde abgedruckt. Und zwar die Zutatenliste. Doch dazu später im Bericht mehr. Zwei Einkerbungen am oberen Rand deuten die Einrissstelle an wo man diese Tüte ohne viel Kraftaufwand aufreißen kann. Allgemein ist die Verpackung ansprechend und gelungen. Lediglich die fehlende Angabe aus welchen Materialien diese Tüte gefertigt wurde fällt negativ auf. Eigentlich möchte ich schon wissen mit welchem Stoff das Pulver, was ich später essen soll, permanent in Kontakt steht.
Die Zubereitung
Und so einfach soll es gehen: 500 ml kaltes Wasser in einen Topf geben und nach Belieben ein Stückchen Butter dazu. Nun den Beutelinhalt einrühren und unter Rühren aufkochen lassen. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze bis zur gewünschten Sämigkeit offen kochen. Dabei mehrmals umrühren. Das soll es schon gewesen sein?
Ok, weil ihr es seid hab ich’s ausprobiert. 5 Minuten stimmen nicht ganz, man braucht schon fast 5 Minuten bis das Wasser kocht usw. Aber das scheint schon mit einkalkuliert zu sein. Das fertige Gericht schaut leider längst nicht so farbenprächtig aus wie auf der hochglänzenden Verpackung abgebildet. Vom Pulver vor der Zubereitung schreibe ich lieber erst gar nix. Das Gericht wie ich es laut Abbildung ohne Rezept-Idee zubereitet habe, schmeckt relativ gut, fast schon zu gut. Der Geschmack geht schon ins unrealistische. Wenn man sich monatelang sein Essen selbst zubereitet hat und weiß was enthalten ist, so wirkt diese Speise schon merkwürdig. Gesund scheint es bei weitem nicht zu sein.
Knorr bietet dem Konsumenten zusätzlich noch eine angeblich leckere Rezept-Idee an.
Pasta Peperoni nennt sich diese. Dazu benötigt man eine kleine rote Paprika, 1 rote Peperoni und Cayennepfeffer. Nun den Paprika putzen, waschen und würfeln. Peperoni fein hacken. In 1 EL heißem Olivenöl andünsten. 500 ml Wasser zugießen. Beutelinhalt einrühren und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten kochen und mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Und fertig soll es sein. Knorr wünscht „Buon Appetito“!
Die Zutaten
Nun kommen wir zum wirklich interessanten Teil meines Berichtes. Ich liste nun die Zutaten wie sie auf der Packung stehen auf:
67% Hartweizengrießteigwaren, Tomatenpulver, pflanzliches Fett gehärtet, 5% Rindfleisch, Speisesalz, Tomaten, Zwiebeln, Aroma, Hefeextrakt, Zucker, Stärke, Lauch, Sellerie, Maltodextrin, Kräuter, Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat, Dinatriuminosinat), Gewürze, Paprika, Eiklarpulver, Zwiebelsaftkonzentrat.
Da es sich hier hauptsächlich um pulverisierte Zutaten handelt ist wohl jedem bewusst. Das es sich bei den 5% Trockenfleisch nicht um Schweinefleisch handelt kann man relativ positiv betrachten. Denn der Fettgehalt steigt so nach der Zubereitung in unermessliche Höhen. Was der negativen Betrachtung bedarf sind die gleich drei beigemischten Geschmacksverstärker (Emulgatoren) aus der Gruppe der Glutamate:
„Mononatriumglutamat (auch E621)“ ist ein künstlicher Geschmacksverstärker auf pflanzlicher Basis und sorgt für einen intensiven und abgerundeten würzig-fleischigen Geschmack. Mononatriumglutamat kann allergische Reaktionen hervorrufen, wird in vielen China-Restaurants und Imbissen verwendet und ist mitverantwortlich für das schon oft beschriebene „China-Restaurant-Syndrom“. Hierbei handelt es sich um eine allergische Reaktion des Körpers auf diesen Stoff und äußert sich durch Kopfschmerzen, Schlappheit, Mundtrockenheit und Taubheitsgefühl im Nacken und in den Armen. Ich selbst habe dies nach einem China-Restaurant Besuch erlebt. Kein Witz!
„Dinatriumguanylat (auch E627)“ ist ebenfalls ein künstlicher Geschmacksverstärker auf pflanzlicher Basis. Er ist in jeder tierischen und pflanzlichen Zelle enthalten, besteht überwiegend aus Purin und rundet geschmacklich die vorwiegend salzigen Lebensmittel ab. Auch hier allergische Reaktionen möglich.
„Dinatriuminosinat (auch E631)“ ist diesmal ein natürlicher, pflanzlicher Geschmacksverstärker der appetitanregend wirkt. Dennoch auch hier Allergie-Gefahr!
Ich möchte hier niemanden den Appetit verderben, ich will nur etwas aufklären was man so isst ohne es mitzubekommen. Wenn es dann juckt und die Haut sich bei einem bedankt sollte man sich nicht wundern. Anzumerken ist hierbei das nur große Mengen von diesen Geschmacksverstärker negative Einflüsse auf den menschlichen Organismus haben können. Also nicht jeden Tag essen das Zeug! Lieber mal nen Salat zum Mittag, wirkt Wunder! Ehrlich!
Nährwertangaben:
Brennwert – pro 100g: 435 kj/103 kcal – pro Portion: 1275 kj/302 kcal
Eiweiß – pro 100g: 4g – pro Portion: 13g
Kohlenhydrate – pro 100g: 17g – pro Portion: 49g
Fett – pro 100g: 2g – pro Portion: 6g
Fazit
Als schnelle Zwischenmahlzeit für den gesunden Konsumenten geeignet. Als regelmäßiges Mittagessen das Schlimmste was man sich antun kann. Lieber mal nen Salat essen! Euer EvolutionEight!
Für weitere Infos:
Tel.: 0180-20 00 424 (6 cent pro Anruf)
www.knorr.de
Unilever Bestfoods
Deutschland GmbH
Postfach 570 237
22771 Hamburg
© by EvolutionEight!
48 Bewertungen, 3 Kommentare
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21.01.2007, 20:06 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße ;o)
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20.05.2005, 19:35 Uhr von Sang_il
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht. Fertig Futter ist nichts für mich. Grüße Sang_il
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11.05.2005, 14:17 Uhr von kruemel02
Bewertung: sehr hilfreichhast vollkommen Recht. Lieber mal einen Salat...da fällt mir ein, ich habe noch einen im Kühlschrank. Also bis später...LG Oli


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