Königskerze Testbericht

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Erfahrungsbericht von AngelJutta

Eine wahre Königin

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich sehr naturverbunden bin, gehe gerne und viel, soweit mir meine Zeit und das Wetter es zu läßt, spazieren. Sehr gerne gehe ich im Wald, auf Felder und Wiesen ;-) da ist es immer schön ruhig.

Als ich da diesmal so lang ging, fielen mir die hübschen Blumen auf, mit ihren langen Hälsen
und den schönen gelben Blüten, und weil ich nicht wußte um was für eine Blume es sich handelt, habe ich mir ein Foto gemacht, und 2 Ableger mitgenommen *schäm*. Zuhause habe ich dann gleich nach geschaut ;-)

Es handelt sich hierbei um die Königskerze, auch genannt: Verbascum densiflorum (grossblütige Königskerze), stammend aus der Familie der Braunwurzgewächse.

Die Königskerze ist eine zweijährige, bis zu 2 m hohe Pflanze. Sie besitzt behaarte, graugrüne, ovale Blätter, die in einer Rosette angeordnet sind. Die gelben Blüten, welche erst in der Abendzeit aufgehen, stehen in achselständigen Büschen. Königskerze gilt als sehr giftig.

Zuerst einmal was Geschichtliches ;-)

Bereits zur Zeit des Hippokrates(4.Jhdt v.Chr) war die Königskerze wegen ihrer positiven Wirkungen auf die Atemwege bekannt. Der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707 - 1778), Begründer der Artdiagnostik und der binären Nomenklatur, die bis heute für alle Organismenreiche ihre Gültigkeit bewahrt hat ,schreibt, dass sich Bettler im Mittelalter schädliche Hahnenfußgewächse auflegten, um
hierdurch hässliche Geschwüre auf ihrer Haut entstehen zu lassen: So versuchten sie;
größeres Mitleid bei mildtätigen Mitmenschen zu erwecken. Danach pflegten sie sich durch
Auflegen von Blättern der Königskerze auf die Wunden wieder gesund.


Die Pflanze:

Königskerzen können mit mehr als tausend Einzelblüten imponieren. Eine nach der anderen
entfaltet ihre Pracht. Zuerst öffnen sich spiralförmig die Knospen am Hauptstengel. Je
weiter der Sommer fortschreitet, desto mehr Seitentriebe werden gebildet, an denen sich nun,
ebenfalls schön der Reihe nach, alle dicht an dicht sitzenden Knospen von der Basis bis in
die Spitze hinauf in voller goldgelber Schönheit zeigen.

Die Pflanze ist in ganz Europa und in West- Mittel- und Ostasien heimisch. Hauptsächlich findet man sie an steinigen, sonnigen Standorten.
Die Pflanze liebt leichten trockenen Boden und sonnigen Standort. Ausgesät werden sollte sie am besten im Mistbeet und die Verpflanzung Ende April oder Anfang Mai in Reihen mit 75 bis 80 cm Abstand.

Die Königskerze kann auch in der Medizin angewendet werden, sie enthält Schleim- stoffe, Flavonoide, Saponine, ätherisches Öl und Gerbstoffe.

Medizinische Wirkung:

Die kleinblütige Königskerze wird in der Naturmedizin bei Husten, Katarrh, Bronchitis
und Luftröherenentzündung verwendet. Durch den hohen Saponin - gehalt wirkt die Pflanze
auswurffördernd und ermöglicht so ein Abhusten. Auch bei Ohrinfektionen und Hämorrhoiden wird sie eingesetzt. Äußerlich verwendet man sie zur Wundheilung.

Gesammelt wird während der Blüte Juli/August: die Blütenblätter

1-2 Teelöffel feingeschnittene Königskerzenblüten mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen oder mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen, und kurz zum Sieden erhitzen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.Tagsüber bis zu 2 Tassen mit Kandis oder Honig gesüßt schluckweise trinken, wirkt schleimlösend bei Husten, leicht fiebersenkend und
schweißtreibend.
Nebenwirkungen durch die Verwendung der Königskerzenblüten sind keine bekannt.

Zu guter Letzt habe ich auch noch ein Gedicht:

Die Königskerze

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Auglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt\' es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub\'s mit allen
Den Würzlein aus,
Zurn Garten trug ich\'s
Am hübschen Haus.

Und pflanzt\' es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

(Johann Wolfgang von Goethe)


Wünsche allen einen schönen, sonnigen Tag

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