Königssee Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Qualle
Ein Paradies für Wanderer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute frage ich mich, warum habe ich mir dieses wunderschöne Gebiet in Deutschland nicht schon viel eher einmal angesehen. Diese Frage werde ich mir beim nächsten meiner Ausflügen bestimmt noch öfter stellen.
Fast vier Wochen regen im September liegen hinter uns. Und wie bestellt, vertreibt die Sonne den grauen Schleier, als wir Freitag nachmittag in Schönau am Königssee uns ein Quartier suchen. Ende September hat man da keine Probleme etwas zu finden. Die Touristeninformation in Berchtesgaden liegt direkt an der Strecke nach Schönau am Königssee und hier bekommt man viele Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten, einen Übersichtsplan über das Berchtesgadener Land, und nützliche Hinweise für Ausflugsziele und Wanderrouten.
Doch bevor wir etwas bestimmtes aufsuchen, fahren wir zum Königssee und finden da auf dem Zeltplatz eine Pension zum Übernachten. Für 39,00 DM ab drei Nächte pro Person beziehen wir da ein Zimmer mit Balkon. Frühstück ist im Preis mit drin. Na gut, das modernste Zimmer ist es nicht, Fernsehen und Telefon sind nicht im Zimmer. WC und Bad muss von drei bis vier Zimmern gemeinsam genutzt werden. Aber der Ausblick auf den Jenner ist herrlich.
Nun sind wir aber nicht wegen der Unterkunft hier, sondern um zu Wandern und uns in dieser wunderschönen Gegend zu erholen. Noch am Anreisetag starten wir zu einer kleinen Wanderung am Königssee.
Etwa eine Stunde benötigen wir für die ausgeschriebene Wanderrute am Maklerwinkel. Es ist so die richtige Strecke zum Eingewöhnen. Abends wird es auch schon bei Zeiten dunkel. Die letzten Elektroboote kommen von dem Ausflug zurück. Für uns war die Zeit in Schönau zu kurz, um eine Bootsfahrt zum Kloster Bartholomä zu unternehmen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, schon wegen des „Echofelsens“.
Romantisch liegt dieses alte Kloster am tiefblauen Königssee, umgeben von Bergen des Berchtesgadener Lands. Der einfachste Weg zum Kloster ist über das Wasser mit dem Elektroboot. Wir wollten hier mit dem Faltboot fahren, doch das darf man nicht. So unternahmen wir dann einen Ausflug zum Wolfgangssee in Österreich. Aber dazu in einem anderen Bericht.
Heute will ich über das Berchtesgadener Land schreiben. Um den Watzmann (einen der höchsten Berge Deutschlands) mit seinen Kindern zu besuchen, sind wir nicht geübt genug. So zogen wir es vor, lieber die andere Seite des Königssee zu durchwandern.
Am nächsten Morgen starten wir gegen halb neun vom Quartier. Nach zehn Minuten Fußmarsch sind wir an der Talstation des Jenner („Hausberg“). Von hier kann man mit der Jennerbahn (Kabinen) über eine Mittelstation auf den Berg fahren. Wir buchen nur eine Bergfahrt bis zur Mittelstation (17,00 DM pro Person – Kurtaxenermäßigung gibt es da nicht)
Weitere Informationen auch unter:
www.koenigssee.com und www.berchtesgadener-land.com
An der Bahnstation bekommt man kleine Wanderkarten, die einige schöne Wanderrouten beschreiben. Auch ist der Urlaubsbegleiter „Schönau am Königssee“ eine sehr informative Wanderbeschreibung. Ihn bekommt man in der Touristeninformation. Ich muss sagen, man erhält sehr viele und gute Informationen über das Berchtesgadener Land. Und die meisten auch kostenlos.
Von der Mittelstation in etwas 1200 Meter Höhe laufen wir auf einer ausgeschilderten Wanderroute über die Mittelkaser-Alm zur Bergstation des Jenner und weiter zu dessen Gipfel. Es sind heute an diesem sonnigen Herbstsonnabend sehr viele Wanderer unterwegs. Beim Aufstieg kommt man ins schwitzen. Aber oben auf dem Berg wird man königlich entlohnt. Von dem Gipfel, hat man einen herrlichen Blick auf den Königssee und das tausend Meter tieferliegende Kloster Bartholomä.
Nach einem erfrischendem Trunk in der Jennerbaude laufen wir bei strahlendem Sonnenschein weiter über die Almen der Hochebene. Im urigen Stahlhaus, einer Baude auf österreichischen Seite, wollten wir Mittagessen, doch sie war heute überfüllt. Viele Wanderfreunde saßen auf den Wiesen und sonnen sich am Fuße des Schneibsteins (2275 NN). Wir machten dann im Schneibsteinhaus unsere Rast. Es liegt nur 10 Wanderminuten vom Stahlhaus entfernt.
Das Wandern auf dieser Hochebene ist erholsam. Der nun folgende Abstieg sprengt schon etwas mehr an.
Die meisten gekennzeichneten Wege sind gut ausgebaut (auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet). Nun, fast schon wieder auf Höhe der Mittelstation kehren wir noch in einer typischen Almhütte ein. Hier erfahren wir, dass heute Almabtrieb war. Wir bedauern es sehr, dies verpasst zu haben. Der Bauer unterhält sich, als schon die meisten Gäste gegangen waren, mit uns und zeigt noch so einiges aus der Almwirtschaft. Bei dem sonnigen Tag hat er heute noch ein gutes Geschäft gemacht und kann nun seine Hütte winterdicht machen.
Für den Abstieg wählen wir die kürzeste Strecke durch den Wald. Sie ist sehr anstrengend und staucht die Füße. Nach einem erholsamen Bad in unsere Pension geht es am Abend in den Ort Schönau am Königssee. Da es nicht gerade Saison ist, wirkt der Ort sehr still auf uns. Es gibt nur wenige Straßenlampen, aber zum Glück ist fast Vollmond, und irgendwo finden wir dann auch eine Baude zum Einkehren.
Am nächsten Tag werden wir leider nicht so vom Wetter verwöhnt. Noch im trockenen laufen wir zur Bob- und Rennschlittenbahn, entlang der Bahn nach oben zum Start und weiter auf gut markierten Wanderwegen zur Kühroint-Alm, die trotz des ungemütlichen Wetters sehr gut besucht ist.
Der Abstecher zur Archenkanzel hat sich für uns dann aber nicht gelohnt, denn alles liegt im Nebel. Und vom Königssee und dem Kloster ist nichts zu sehen.
Für den Abstieg wählen wir den Weg über den Grünstein, wo wir in der Baude schon wieder einkehren. Und weiter gehr die Wanderung entlang Wanderruten durch den Wald, diese erfordern schon ein wenig Kondition. Aber für den ungeübten Wanderer gibt es auch breite etwas länger Wege.
Nun in der einen Woche, die wir hier verlebten, kann man nicht alles besuchen was sehenswert ist. Eine lohnende, aber auch anstrengende Wanderung führte uns zur Gotzen-Alm, vorbei an der Königsbachalm und an der Enzianbrennerei. Dabei sollte man unbedingt den „Feurerpalfen“ aufsuchen. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den See, die Watzmannostwand und das Kloster.
Etwa sechs Stunden muss man schon einplanen, wenn man die Wanderung von der Mittelstation der Jennerbahn startet. Aber bei solch sonnigen Wetter, wie wir es hatten lohnt sich die Tour auf jeden Fall.
Die meisten größeren Almen sind von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Es ist eine wunderschöne Landschaft zum Wandern. Der große Parkplatz, in der Nähe der Jennerbahntalstation, ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Möchte man, besonders abends, etwas mehr Rummel erleben, dann sollte man die größeren Orte wie Berchtesgaden oder Bad Reichenhall aufsuchen.
Und hier noch ein paar lohnende Ausflugsziele der Umgebung:
Der Freizeitpark in Ruhpolding www. maerchenpark.de
Das Salzbergwerk in Berchtesgaden
Die Watzmann-Therme in Berchtesgaden
Die Almbachklamm zwischen Berchtesgaten und Marktschellenberg
Das Kehlsteinhaus bei Königssee www. Kehlsteinhaus.de
Das Schornbad in Königssee (ein Freibad)
alles aufzuzählen, da würde ich nicht fertig. Das dieses Gebiet ein großes Wintersportzentrum ist, ist wohl fast jedem bekannt, das möchte ich hier nicht weiter beschreiben.
Lifte, Eissporthallen, Loipen und geräumte Wanderwege stehen hier für den Wintersportler bereit.
Mit dem Bericht wollte ich nur meine Begeisterung für das herrliche Erholungsgebiet in Deutschland zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, das diese schöne Natur noch lange erhalten bleibt.
Fast vier Wochen regen im September liegen hinter uns. Und wie bestellt, vertreibt die Sonne den grauen Schleier, als wir Freitag nachmittag in Schönau am Königssee uns ein Quartier suchen. Ende September hat man da keine Probleme etwas zu finden. Die Touristeninformation in Berchtesgaden liegt direkt an der Strecke nach Schönau am Königssee und hier bekommt man viele Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten, einen Übersichtsplan über das Berchtesgadener Land, und nützliche Hinweise für Ausflugsziele und Wanderrouten.
Doch bevor wir etwas bestimmtes aufsuchen, fahren wir zum Königssee und finden da auf dem Zeltplatz eine Pension zum Übernachten. Für 39,00 DM ab drei Nächte pro Person beziehen wir da ein Zimmer mit Balkon. Frühstück ist im Preis mit drin. Na gut, das modernste Zimmer ist es nicht, Fernsehen und Telefon sind nicht im Zimmer. WC und Bad muss von drei bis vier Zimmern gemeinsam genutzt werden. Aber der Ausblick auf den Jenner ist herrlich.
Nun sind wir aber nicht wegen der Unterkunft hier, sondern um zu Wandern und uns in dieser wunderschönen Gegend zu erholen. Noch am Anreisetag starten wir zu einer kleinen Wanderung am Königssee.
Etwa eine Stunde benötigen wir für die ausgeschriebene Wanderrute am Maklerwinkel. Es ist so die richtige Strecke zum Eingewöhnen. Abends wird es auch schon bei Zeiten dunkel. Die letzten Elektroboote kommen von dem Ausflug zurück. Für uns war die Zeit in Schönau zu kurz, um eine Bootsfahrt zum Kloster Bartholomä zu unternehmen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, schon wegen des „Echofelsens“.
Romantisch liegt dieses alte Kloster am tiefblauen Königssee, umgeben von Bergen des Berchtesgadener Lands. Der einfachste Weg zum Kloster ist über das Wasser mit dem Elektroboot. Wir wollten hier mit dem Faltboot fahren, doch das darf man nicht. So unternahmen wir dann einen Ausflug zum Wolfgangssee in Österreich. Aber dazu in einem anderen Bericht.
Heute will ich über das Berchtesgadener Land schreiben. Um den Watzmann (einen der höchsten Berge Deutschlands) mit seinen Kindern zu besuchen, sind wir nicht geübt genug. So zogen wir es vor, lieber die andere Seite des Königssee zu durchwandern.
Am nächsten Morgen starten wir gegen halb neun vom Quartier. Nach zehn Minuten Fußmarsch sind wir an der Talstation des Jenner („Hausberg“). Von hier kann man mit der Jennerbahn (Kabinen) über eine Mittelstation auf den Berg fahren. Wir buchen nur eine Bergfahrt bis zur Mittelstation (17,00 DM pro Person – Kurtaxenermäßigung gibt es da nicht)
Weitere Informationen auch unter:
www.koenigssee.com und www.berchtesgadener-land.com
An der Bahnstation bekommt man kleine Wanderkarten, die einige schöne Wanderrouten beschreiben. Auch ist der Urlaubsbegleiter „Schönau am Königssee“ eine sehr informative Wanderbeschreibung. Ihn bekommt man in der Touristeninformation. Ich muss sagen, man erhält sehr viele und gute Informationen über das Berchtesgadener Land. Und die meisten auch kostenlos.
Von der Mittelstation in etwas 1200 Meter Höhe laufen wir auf einer ausgeschilderten Wanderroute über die Mittelkaser-Alm zur Bergstation des Jenner und weiter zu dessen Gipfel. Es sind heute an diesem sonnigen Herbstsonnabend sehr viele Wanderer unterwegs. Beim Aufstieg kommt man ins schwitzen. Aber oben auf dem Berg wird man königlich entlohnt. Von dem Gipfel, hat man einen herrlichen Blick auf den Königssee und das tausend Meter tieferliegende Kloster Bartholomä.
Nach einem erfrischendem Trunk in der Jennerbaude laufen wir bei strahlendem Sonnenschein weiter über die Almen der Hochebene. Im urigen Stahlhaus, einer Baude auf österreichischen Seite, wollten wir Mittagessen, doch sie war heute überfüllt. Viele Wanderfreunde saßen auf den Wiesen und sonnen sich am Fuße des Schneibsteins (2275 NN). Wir machten dann im Schneibsteinhaus unsere Rast. Es liegt nur 10 Wanderminuten vom Stahlhaus entfernt.
Das Wandern auf dieser Hochebene ist erholsam. Der nun folgende Abstieg sprengt schon etwas mehr an.
Die meisten gekennzeichneten Wege sind gut ausgebaut (auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet). Nun, fast schon wieder auf Höhe der Mittelstation kehren wir noch in einer typischen Almhütte ein. Hier erfahren wir, dass heute Almabtrieb war. Wir bedauern es sehr, dies verpasst zu haben. Der Bauer unterhält sich, als schon die meisten Gäste gegangen waren, mit uns und zeigt noch so einiges aus der Almwirtschaft. Bei dem sonnigen Tag hat er heute noch ein gutes Geschäft gemacht und kann nun seine Hütte winterdicht machen.
Für den Abstieg wählen wir die kürzeste Strecke durch den Wald. Sie ist sehr anstrengend und staucht die Füße. Nach einem erholsamen Bad in unsere Pension geht es am Abend in den Ort Schönau am Königssee. Da es nicht gerade Saison ist, wirkt der Ort sehr still auf uns. Es gibt nur wenige Straßenlampen, aber zum Glück ist fast Vollmond, und irgendwo finden wir dann auch eine Baude zum Einkehren.
Am nächsten Tag werden wir leider nicht so vom Wetter verwöhnt. Noch im trockenen laufen wir zur Bob- und Rennschlittenbahn, entlang der Bahn nach oben zum Start und weiter auf gut markierten Wanderwegen zur Kühroint-Alm, die trotz des ungemütlichen Wetters sehr gut besucht ist.
Der Abstecher zur Archenkanzel hat sich für uns dann aber nicht gelohnt, denn alles liegt im Nebel. Und vom Königssee und dem Kloster ist nichts zu sehen.
Für den Abstieg wählen wir den Weg über den Grünstein, wo wir in der Baude schon wieder einkehren. Und weiter gehr die Wanderung entlang Wanderruten durch den Wald, diese erfordern schon ein wenig Kondition. Aber für den ungeübten Wanderer gibt es auch breite etwas länger Wege.
Nun in der einen Woche, die wir hier verlebten, kann man nicht alles besuchen was sehenswert ist. Eine lohnende, aber auch anstrengende Wanderung führte uns zur Gotzen-Alm, vorbei an der Königsbachalm und an der Enzianbrennerei. Dabei sollte man unbedingt den „Feurerpalfen“ aufsuchen. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den See, die Watzmannostwand und das Kloster.
Etwa sechs Stunden muss man schon einplanen, wenn man die Wanderung von der Mittelstation der Jennerbahn startet. Aber bei solch sonnigen Wetter, wie wir es hatten lohnt sich die Tour auf jeden Fall.
Die meisten größeren Almen sind von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Es ist eine wunderschöne Landschaft zum Wandern. Der große Parkplatz, in der Nähe der Jennerbahntalstation, ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Möchte man, besonders abends, etwas mehr Rummel erleben, dann sollte man die größeren Orte wie Berchtesgaden oder Bad Reichenhall aufsuchen.
Und hier noch ein paar lohnende Ausflugsziele der Umgebung:
Der Freizeitpark in Ruhpolding www. maerchenpark.de
Das Salzbergwerk in Berchtesgaden
Die Watzmann-Therme in Berchtesgaden
Die Almbachklamm zwischen Berchtesgaten und Marktschellenberg
Das Kehlsteinhaus bei Königssee www. Kehlsteinhaus.de
Das Schornbad in Königssee (ein Freibad)
alles aufzuzählen, da würde ich nicht fertig. Das dieses Gebiet ein großes Wintersportzentrum ist, ist wohl fast jedem bekannt, das möchte ich hier nicht weiter beschreiben.
Lifte, Eissporthallen, Loipen und geräumte Wanderwege stehen hier für den Wintersportler bereit.
Mit dem Bericht wollte ich nur meine Begeisterung für das herrliche Erholungsgebiet in Deutschland zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, das diese schöne Natur noch lange erhalten bleibt.
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