Metal Gear Solid 2: Sons Of Liberty (PS2 Spiel) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
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Summe aller Bewertungen
- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von Mathias.Belka
Dieses Spiel rockt die PS2!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
- Geschichte
Wir schreiben das Jahr 2010: Nach den Ereignissen auf Shadow Moses wurde die streng geheime Technologie des Metal Gear von Revolver Ocelot auf den Schwarzmarkt gebracht, so dass weltweit zahllose Varianten dieses Waffensystems entstanden sind. Klar, dass davon ein gehöriges Gefahrenpotential ausgeht, schliesslich kann das Metal Gear auch mit Atomsprengköpfen bewaffnet werden. Inmitten all dieser bedrohlichen Entwicklungen erfährt nun Solid Snake, dass die U.S. Marines einen neuen Metal Gear-Prototypen entwickelt haben, der an einen unbekannten Ort gebracht werden soll.
Dieser soll sich an Bord eines Tankers vor der Küste New Yorks befinden. Solid Snake, inzwischen Mitglied der Anti-Metal-Gear-Gruppe Philanthrophy, will den Dingen auf den Grund gehen und überprüfen, was an dieser Geschichte dran ist. Aber so einfach ist das Ganze nicht und nichts ist so, wie es scheint - dies könnte in etwa die Geschehnisse um dieses Geheimprojekt am besten umschreiben. Denn ganz andere Mächte haben hier anscheinend ihre Finger im Spiel ... wieso sollten sonst plötzlich bewaffnete Spezialeinheiten auftauchen und das Schiff kapern? Schliesslich gelingt es den fremden Truppen sogar Metal Gear zu stehlen und den Tanker zu zerstören, wobei Solid Snake ertrinkt - oder doch nicht? Als Spezialagent Raiden gilt es, dies herauszufinden. - Waffen
Natürlich wird nicht nur gequasselt, sondern auch gehörig Action geboten, wofür ein gutes Angebot an Schiesseisen für den nötigen Spass sorgt. Dieses wird im Verlauf des Abenteuers fortwährend umfangreicher: Während ihr euch zu Beginn noch mit einer simplen Betäubungspistole möglichst ungesehen auf einem Tanker den Weg bahnen müsst, dürft ihr später beispielsweise mit einer Stinger einen angreifenden Harrier vom Himmel holen oder einen fiesen Obermotz mit einem Granatwerfer beharken. Daneben darf aber auch ein Scharfschützengewehr nicht fehlen, mit dem ihr eure Gegner aus sicherer Distanz aus dem Weg räumen könnt oder gefährliche Bombenzünder zerstört.
Dazu gesellen sich aber auch andere Utensilien, die euch das Leben erleichtern sollen, denn diverse Sensoren helfen euch, die gestellten Aufgaben zu lösen: Sei es, dass ihr zum Beispiel verschiedene Bomben finden und lästige Claymore-Minen umgehen müsst oder der RP-Sensor euch sich nähernde Menschen meldet. Des Weiteren seid ihr auch auf ein Beruhigungsmittel angewiesen, das euch mit dem Scharfschützengewehr eine ruhige Hand behalten lässt, Rationen besseren euren Gesundheitszustand auf, mit dem Infrarot-Gerät könnt ihr auch im Dunkeln sehen und unter den verschiedensten Kartonkisten kann sich euer Held mehr oder weniger gut verstecken.
Wer jetzt denkt, er könne sich mit einer möglichst effektiven Wumme einfach den Weg freischiessen, der muss allerdings enttäuscht werden: Zum einen wollen die durchschlagskräftigeren Waffen erst einmal gefunden werden und stehen eigentlich mehr oder weniger erst zur Verfügung, wenn sie wirklich gebraucht werden, zum anderen macht ihr durch unkontrollierten Einsatz eures Equipments nur unnötig auf euch aufmerksam. Der Schusswaffeneinsatz dient dabei hauptsächlich zur Verteidigung des eigenen Lebens oder dem Ausschalten von Wachen, die nicht oder nur schlecht umgangen werden können - schliesslich seid ihr ja in geheimer Mission unterwegs und nicht auf einem Schießstand, womit wir auch schon bei der KI eurer Gegner wären.
Eure Widersacher sind nämlich nicht strohdoof, sondern setzen euch im Verlaufe des Abenteuers gehörig zu, wenn ihr nicht aufpasst. Dabei werden die Sichtkegel eurer Feinde auf einer kleinen Minimap am oberen rechten Bildschirmrand angezeigt, so dass ihr immer sehen könnt, ob ihr entdeckt werden könnt oder nicht. Weiter gibt die Farbe an, ob die Soldaten alarmiert sind und nach euch suchen oder ob sie bloss ihre Patrouillenstrecke ablaufen. Wurdet ihr erst einmal entdeckt und ist Verstärkung auf dem Weg, verschwindet auch die Minimap, die ihr euch übrigens an einem Computerterminal an jeder neuen Location zuerst besorgen müsst.
Wurde erst einmal Alarm ausgelöst, gibt es eigentlich nur einen sinnvollen Ausweg: Wegrennen und verstecken. Sobald eure Gegner nämlich erst einmal die Verfolgung aufgenommen haben, werdet ihr ernsthaft aufs Korn genommen. Ein probates Mittel, um eure Widersacher zu täuschen, sind dabei die oben erwähnten Kartons, die alte Metal Gear Solid-Hasen bereits aus dem ersten Teil kennen sollten. Ihr stülpt euch nämlich bei Gefahr oder im Falle einer Flucht kurzerhand einen der verschiedenen Kartons über den Kopf und hofft, dass ihr unentdeckt bleibt. Dieses Versteck ist allerdings nicht immer sicher, denn zum einen scheuen sich die Wachen nicht, auch mal einen Blick unter einen solchen Karton zu werfen, zum anderen muss auch der Schachtel-Typ zum Interieur eines Raums passen - ein Spielwaren-Karton mitten im Weg oder in einer Versorgungskammer fällt trotzdem auf.
Obwohl euch eure Gegner gehörig auf die Pelle rücken, ist doch ein Schwachpunkt auszumachen: Verlasst ihr nämlich einen Gebäudekomplex, was mit einem äusserst kurzen Ladevorgang verbunden ist, dann werdet ihr im neuen Gebiet von den vorigen Verfolgern nicht mehr weiter belästigt - der Alarm bleibt dabei aber natürlich weiterhin bestehen und die Einheiten im neuen Gebiet sind ebenfalls auf der Suche nach euch. Auch aus grösserer Distanz scheint ihr für die Kerle unsichtbar zu sein, selbst wenn ihr am Ende eines langen Ganges in direkter Linie vor ihnen steht.
Im Gegenzug werdet ihr von den Wachen aber auch entdeckt, wenn sie zum Beispiel euren Schatten sehen, wenn ihr Fußspuren hinterlasst oder Lärm verursacht - vorsichtiges Vorgehen ist also angesagt.
Dass dabei nicht immer alles bierernst daherkommt, macht besonderen Spass: So rutscht euer Held schon mal auf Vogelscheisse aus und liegt flach am Boden oder gelangweilte Marines schlafen bei der Ansprache ihres Vorgesetzten ein ... der daraufhin die ganze Truppe Dehnungsübungen machen lässt. - Grafik und Sound
Während bereits der erste Teil rund um Solid Snake gut gemacht war, kann auch dieser Titel in allen Bereichen überzeugen: Grafisch ist die Agentenhatz ein Leckerbissen, wobei vor allem die vorgerenderten Sequenzen ein Hingucker sind. Daneben sind aber auch die Locations gelungen, da diese stellenweise interaktiv auf euer Handeln reagieren: Möwen fliegen weg, wenn ihr ihnen zu Nahe kommt, Gläser, Scheiben und Zeitschriften können zerschossen werden und ein nettes Pin-Up-Girl im Spind oder herumliegende Erwachsenen-Literatur kann eure Verfolger schon mal von der Suche nach eurem Versteck ablenken.
Daneben ist auch die musikalische Untermalung gelungen, die sich den jeweiligen Gegebenheiten anpasst und so für die nötige Spannung sorgt, zumal auch Dolby Digital 5.1 unterstützt wird. Glücklicherweise wurde auch mit der PAL-Umsetzung nicht geschlampt, so dass ihr euch nicht über dicke Balken oder einen Geschwindigkeitsverlust ärgern müsst, was leider immer noch nicht selbstverständlich ist. Europäische Spieler kommen sogar in der Genuss einer Bonus-DVD, die neben Making-Of und Interviews auch weitere Hintergrundinfos liefert.
Auch Nichtkenner des Vorgängerspiels müssen übrigens nicht befürchten, der Story nicht folgen zu können, bzw. mit einem erschwerten Einstieg rechnen zu müssen. Jeder interessierte Spieler kann sich nämlich vor dem ersten Einsatz über die Hintergründe und die Geschichte von Metal Gear Solid sowie Geschehnisse des ersten Teils informieren. Dafür stehen in digitaler Form neben Zeitungsartikeln und einem Aufsatz auch ein Buch mit über 350 Seiten zur Verfügung, das alle Details sowie Vermutungen und Schlussfolgerungen rund um Shadow Moses enthält.
Blutige Anfänger, die sich nicht so viel zutrauen, können sich im einfachsten der sechs Schwierigkeitsgrade ins Abenteuer stürzen und sollten so eigentlich auch keine Probleme haben, ins Spielgeschehen zu finden. Ein eigentliches Tutorial gibt es zwar nicht, dafür werden euch über Codec immer wieder Tipps zur Handhabung der Waffen, zur Steuerung und zu den gestellten Aufgaben gegeben. - Fazit
Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty ist ein toll gemachter Titel, der in jeder Hinsicht überzeugen kann: Der Spieler ist bei der Erfüllung seiner Aufgaben sehr frei und entscheidet selbst, wie er an den zahlreichen Wachen vorbeikommt, um beispielsweise ins nächste Gebäude zu kommen. Des Weiteren kann sich auch die Grafik sehen lassen, wobei manchem Gamer einige Sequenzen wohl zu lange dauern werden - aber sollte man sich darüber eigentlich beschweren? Denn genau dieser Part macht für mich den Reiz dieses zweiten Teils aus, denn statt einer der üblichen Töte-alle-bösen-Terroristen-Geschichten wurde an einer durchdachten Story gearbeitet, in der sich erst nach und nach herausstellt, wer denn nun zu den Guten oder Bösen gehört. Leider ist die Umsetzung dieser komplexen Hintergrundgeschichte stellenweise recht langweilig ausgefallen, vor allem wenn man sich mehrere Minuten lang über Codec unterhalten muss.
Davon abgesehen lässt sich aber auch der zweite Teil des Agentenabenteuers jedem PS2-Besitzer wärmstens ans Herz legen.
Im grossen und ganzen der Hammer der PS2 Games!!!
47 Bewertungen, 3 Kommentare
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04.06.2002, 22:48 Uhr von habitatskater
Bewertung: sehr hilfreichdas Spiel ist echt der Hammer... schau mal bei mir rein, ich hab auch viel über ps2 geschrieben...
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17.04.2002, 22:23 Uhr von seifertandreas
Bewertung: sehr hilfreichAuch dieser Bericht von dir hat mir außerordentlich gut gefallen.
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15.04.2002, 21:13 Uhr von Schejtan
Bewertung: sehr hilfreichmgs 1 hat mich gefesselt...aber ich hab keine ps2 :(
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