Silent Hill 3 (PS2 Spiel) Testbericht

Silent-hill-3-ps2-spiel
ab 17,13
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2012
5 Sterne
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4 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von tollertyp0815

Mikey\'s Nightmare

5
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 16 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Einsteiger

Pro:

Grafik und Sound, Story, Figuren, albtraumhafte Szenarien, Grusel pur

Kontra:

Abstand zwischen den Speicher-Möglichkeiten, recht gewalttätig

Empfehlung:

Ja

Bislang kannte und spielte ich überwiegend gewaltfreie Adventure-PC-Games. Aber als mir ein Freund vor kurzem Silent Hill 3 aus der renommierten Spieleschmiede Konami auslieh, war ich zugegebenermaßen sehr neugierig, da dieses Horror-Game fast ausschließlich gute bis sehr gute Kritiken von Anwendern und Medien bekam. Ob ich diese Meinungen bestätigen kann, werde ich im Folgenden genauer beschreiben und begründen.


*** Vorbemerkung ***

Folgendes sei vorweggenommen: Silent Hill ist kein Spiel, das seinen Reiz allein aus dem Kämpfen und Zerstören bezieht, sondern vielmehr ist es Psycho-Horror der Extraklasse, erzeugt durch tolle Grafik und super Sound, der einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Es wird von vielen die FSK ab 16 kritisiert und ich kann mich nur anschließen. Dies ist kein Kinderspiel, weil einen der Horror selbst als Erwachsenen schon manchmal bis in den Schlaf verfolgt, siehe Titel *fg*.


*** Spieleinstellungen ***

Nach dem Spielstart bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Spieleinstellungen. Die wichtigsten sind aus meiner Sicht die Schwierigkeitsgrade der Rätsel bzw. der Action (einfach, normal, hart). Darüber hinaus kann man den Sound, die Darstellung der Untertitel, die Tastaturbelegung usw. dem persönlichen Spielbedarf anpassen. Hat man dies erledigt, startet man das Spiel und erfährt einiges über die


*** Story ***

Heather Morris (Spielern des 1. Teils bereits als Kind bekannt) ist die mittlerweile 17-jährige Hauptakteurin. Sie ist ein ganz normaler Teenager – zumindest denkt sie das noch während des anfänglichen Trailers. Doch als sie in einem Bistro einschlummert, beginnt ein Albtraum, durch welchen wir sie nun begleiten „dürfen“.

Es beginnt in einem sehr runtergekommenen Vergnügungspark, wo uns eine Horde Monster am Weiterkommen zu hindern versucht. Nach einigen Eingangssequenzen und Kämpfen, während derer man sich z.B. als ungeübter Playstation- Spieler mit der Steuerung vertraut machen kann, erwacht Heather und trifft einen recht dubiosen Privatdetektiven. Er behauptet, wichtige Informationen über ihre Geburt und Familie zu haben. Dies erschreckt sie, da sie allein bei ihrem Vater lebt und so versucht sie, den Mann abzuhängen, indem sie sich durch ein Toilettenfenster ins Freie zwängt. Doch dieser Sprung bringt nicht die Freiheit, sondern ab jetzt wird es immer unheimlicher und gruseliger, denn mit zunehmender Spieldauer wird die Umgebung finsterer und bedrohlicher und es sind einige Kämpfe mit ekligen und brutalen Monstern auszutragen. Bald trifft man eine Frau namens Claudia, die sie auffordert, endlich ihr wahres Ich und die damit verbundene Aufgabe zu akzeptieren.

Ab hier beginnt der pure Horror und wer sich auf den Thrill einlässt, wird einige Adrenalinstöße erleben.


*** Waffen, Gegenstände ... ***

Während des Spiels findet man diverse Dinge, die man auf jeden Fall aufsammeln und mitnehmen sollte, da ansonsten ein Weiterkommen unmöglich ist. Und oft ist es nicht möglich zurückzugehen, da man z.B. vom Einkaufszentrum zum Bahnhof über „Cutscenes“ wechselt und nicht durch einen direkten Zugang oder Weg.

Die in diesem Spiel wichtigsten Sammelutensilien sind wohl die Waffen. Während man sich anfangs noch eines Messers zur Verteidigung bedienen muss, findet man bald eine Pistole, später ein Schrotgewehr, ein Schlagrohr, eine Maschinenpistole, einen Morgenstern sowie ein Schwert. Da man vorher nicht weiß, wie lange man benötigt, um wieder Nachschub an Munition zu finden, empfehle ich, möglichst sparsam in der Ver(sch)wendung zu sein. Man sollte einfach ausprobieren, welches Monster mit welcher Waffe am meisten Probleme hat ... so kann man eine Menge sparen, wenn man z.B. die Hunde mit den gespaltenen Köpfen einfach mit dem Rohr erschlägt.
Ein besonderer Anreiz ist es, dass nach dem ersten Durchspielen einige Goodies freigeschaltet werden, die den Spieler zum erneuten Spiel anregen sollen .

Da Heather im Spielverlauf auch immer wieder Schläge wegstecken muss, nimmt ihre Kraft zunehmend ab. Um sie zu regenerieren und ihre Wunden zu versorgen, findet man Gesundheitsampullen und Erste-Hilfe-Koffer, nach deren Einsatz Heather gleich wieder besser in Form ist. Hat man die Vibration am Controller eingestellt, merkt auch da, wie es um Heathers Gesundheitszustand bestellt ist. Geht es ihr schlecht, ruckelt und rumpelt der Controller ohne Unterlass.


*** Rätsel ***

Es gibt diverse Gegenstände, die man kombinieren und zum Einsatz bringen muss, um die Rätsel zu lösen. Man sollte also immer die Augen offen halten, damit man nichts Wichtiges liegen lässt. Z.B. sind die Karten für jeden Ort von größter Wichtigkeit, da man sich ohne irgendwann einmal nicht mehr zu recht findet. Vom Schwierigkeitsgrad der Rätsel her sollte eigentlich niemand Probleme bekommen, denn dieser Part ist nicht der wichtigste und beste Teil des Spiels. Im Gegensatz zur


*** Grafik ***

Die Grafik ist fantastisch umgesetzt und sorgt zum großen Teil für den hohen Unterhaltungswert des Spiels. Läuft man durch die dreckigen, heruntergekommenen Räume, fühlt man sich selbst sehr bald schmutzig und angeekelt, so echt wirken die Szenarien. Man fühlt sich manchmal wie eine reale Spielfigur, so wie das teilweise schon in Movies umgesetzt wurde. Alle Figuren sind „liebevoll“ gestaltet und glaubwürdig animiert. Außerordentlich gut ist auch das Spiel mit Licht und Schatten gelungen. Manchmal huscht nur ein Schatten über die Wand und warnt einen vor drohender Gefahr. Gänsehaut pur!


*** Sound ***

Besonders hervorzuheben sind bei Silent Hill 3 die Soundeffekte, komponiert von Akira Yamaoka. Betritt man z.B. einen neuen Raum, hört man schon das Knurren und Stöhnen eines sich nähernden Gegners, ohne ihn jedoch bereits sehen zu können, da man ein Radio einschalten kann, welches durch statisches Rauschen einen Gegner akustisch anzeigt. Das zerrt an den Nerven und man ist ständig unter Hochspannung, ob man wieder von hinten angegriffen oder von mehreren Seiten attackiert wird – und vor allem, mit welchem Gegner man es zu tun bekommt, da ich die Waffe entsprechend vorher auswähle.

Sehr gelungen sind auch die Fortbewegungsgeräusche, die jeweils dem Untergrund angepasst wurden. Auch die Schuss-, Schlag- und Sterbegeräusche wirken sehr realistisch *gg*

Zu erwähnen ist noch die perfekte englische Sprachausgabe, die mit deutschen Untertiteln versehen wurde.


*** Spielsteuerung ***

Die Steuerung auf der Playstation ist anfangs gewöhnungsbedürftig, fällt aber im Laufe des Spiels immer leichter. Man hat die Wahl zwischen einer 2D- und einer 3D-Steuerung. 2D bedeutet, dass Heather nach links geht, wenn ihr den Stick nach links bewegt. In der 3D-Variante jedoch werden die Kommandos relativ zu Heathers-Blickrichtung umgesetzt. Man sollte beide ausprobieren, um für sich die beste zu finden. Die Tastenbelegung habe ich bereits angesprochen, sie kann individuell belegt werden.


*** Fazit ***

Positiv:
Das Spiel kostet z.B. bei Amazon aktuell EUR 44,99 und diese Investition lohnt sich auf jeden Fall. Die Story ist komplex und spannend. Nervenaufreibender Sound und überragende Grafik sorgen für ausnahmslos gruselige Atmosphäre. Die Steuerung war für mich unproblematisch und schnell erlernt. Sehr gut finde ich auch, dass man das Spiel in drei Schwierigkeitsgraden spielen kann, so dass sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Spieler auf ihre Kosten kommen sollten. Zu berücksichtigen ist aber auf jeden Fall, dass Kinder dieses Spiel auf keinen Fall in die Finger bekommen sollten.


Negativ:
Als PC-Spieler war ich es bislang gewohnt, immer und überall speichern zu können. Bei Silent Hill 3 muss man leider immer warten, bis man ein bestimmtes Symbol im Spielverlauf findet. Nur dort ist das Speichern möglich. Manchmal dauert es recht lange, bis man das nächste Speicher-Symbol findet und dann folgt es wieder sehr kurzfristig auf das letzte. Ärgerlich bei Zeitmangel, da man ja vorher nicht weiß, wie lange man bis dorthin benötigen wird.

Ich habe ja schon so manche Horrorfilme im Laufe meines Lebens gesehen, aber dieses Spiel toppt so manchen in Sachen Thrill, Spannung und Horror.


*** Infos zum Spiel ***

Herstellung/Entwicklung: Konami
Info: www.konami-europe.com/silenthill3
System: PC, PS2
Preis: ca. 44,99 EUR