Konica DYNAX 505si SUPER Testbericht
ab 31,50 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
- Verarbeitung:
- Bildqualität:
- Zuverlässigkeit:
- Ausstattung:
Erfahrungsbericht von firefly257
Also wenn sie nich so schwer waer..
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
.. dann wuerd ich meine Minolta Dynax 500si wahrscheinlich auch mit ins Bett nehmen. Aber diesen Mangel weisen wohl alle Spiegelreflexkameras auf und deshalb kann ich das grade noch verkaften, denn ansonsten leistet sie mir gute Dienste.
(Die Kategorie heisst hier zwar irgendwie 505si, aber das duerfte sich nich viel nehmen, falls es nich sogar ein Schreibfehler is.)
Fangen wir am besten mal mit den ganz allgemeinen Details an:
Ausstattung / Leistung:
*********************
Von Haus aus ist die Kamera mit einem 35-70 mm AF Zoom Objektiv ausgestattet, welches das ganz normale Spektrum von Kleinbildkameras abdeckt und zusaetzlich noch ein wenig Zoom bietet. Fuer den Hobbyfotografen auf jeden Fall ein guter Anfang, ich habe mir aber noch ein 70-210 mm Objektiv zugelegt, denn dann macht ja Fotografieren erst richtig Spass.
Die Kamera besitzt natuerlich die obligatorische Programm-Automatik, kann aber auch manuell eingestellt werden (dazu unten mehr).
An Motiv-Programmen haetten wir Portrait, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport / Action und Nachtportrait.
Das eingebaute Blitzgeraet leuchtet bis 28 mm Objektivbrennweite aus, ein Vorblitz gegen rote Augen ist einstellbar, und eine drahtlose Blitz-Fernsteuerung ist moeglich.
Der Verschluss ist ein elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss der Zeiten von 1/2000 s bis 30 s bietet, bzw. bei der manuellen Einstellung kann man auch „frei Schnauze“ abdruecken (bei Nachtaufnahmen sehr gut zum Experimentieren geeignet).
Ein Selbstausloeser ist natuerlich auch vorhanden; er hat etwa 10 Sekunden Vorlaufzeit.
Der Bildlauf wird automatisch gesteuert (Einzelbetrieb oder Dauerlauf mit 1 Bild / Sekunde) und die Rueckspulung erfolgt automatisch bzw. kann wenn noetig manuell eher eingeleitet werden. Ausserdem erkennt die Kamera automatisch die Filmempfindlichkeit bei mit DX-codierten Filmen (heutzutage fast alle Filme) von ISO 25/15 – 5000/38.
Das Gehauese besteht aus plasteartigem Kunststoff, ist in edlem Schwarz gehalten und ohne Objektiv und Batterie wiegt die Kamera ungefaehr 395 g. Ausserdem ist ein laengenverstellbarer Tragegurt angebracht, der in der Mitte breiter wird, so dass er bequem um den Hals liegt.
Mit Energie wird die Kamera durch eine Lithium-Batterie 6 Volt (Typ 2CR5) versorgt. Der Zustand der Batterie wird im Display angezeigt und bei mir haelt die Batterie schon ewig (mindestens 2 Jahre; kommt natuerlich drauf an wie oft man die Kamera benutzt und wie oft man den Blitz verwendet).
Nun aber mal ein paar Details zu den jeweiligen Funktionen der Kamera:
Schalter / Display...
**********************
Die Kamera liegt – bei Rechtshaendern wohlgemerkt – sehr gut in der Hand, denn man brauch die Hand nur leicht kruemmen und die Kamera passt dann genau in die geoffnete Handflaeche. Der Ausloeser ist wunderbar mit dem Zeigefinger zu erreichen und alle anderen Schalter befinden sich obendrauf oder vorne dran, so dass man auch dran rumstellen kann, waehrend man durch den Sucher guckt. Links oben ist der An-/Aus- Schalter sowie der Drueckknopf fuer den Modus und der Knopf fuer Einzel- der Dauerlauf. Rechts befindet sich ein Schalter-Knopf, durch dessen Drehen man Automatik oder Manuelle Fotografie einstellt, und durch dessen Druecken alle Programme zurueckgestellt werden. Vorne, unterhalb des Ausloesers, ist ausserdem ein Raedchen durch das man bei gedrueckter Mode-Taste noch weiter auswaehlen kann, welches Motiv-Programm oder welche manuelle Einstellung man moechte. Alles also sehr einfach zu bedienen und uebersichtlich angeordnet.
Um den Sucher ist ausserdem ein weicher Gummi angebracht, so dass mein beim Durchgucken bequem mit dem Auge aufliegt.
Programm-Automatik
**********************
Ich muss gestehen, die verschiedenen Motiv-Programme nutze ich so gut wie nie, denn mit der ganz normalen Automatik macht die Dynax ordentliche Fotos und Nachtaufnahmen oder Portraits stelle ich haeufig manuell ein, so dass ich die Motiv-Programme nicht brauche. Daher kann ich nur etwas zur allgemeinen Automatik sagen: Die Fotos werden wie gesagt gut, aber das haengt ja auch damit zusammen welche Filme man benutzt. Was mich manchmal bei der Automatik stoert ist der automatische Fokus, denn wenn das Motiv keinen eindeutigen Schwerpunkt hat, faellt es manchmal schwer richtig zu fokussieren. Okay, dafuer gibt es auf jeden Fall noch die Moeglichkeit manuell zu fokussieren, aber wenn’s schnell gehen soll, ist das natuerlich dumm. Man kann den Autofokus insofern ein wenig „austricksen“ indem man bei Nahaufnahmen erst weiter weg geht und dann langsam auf die gewuenschte Naehe heranzoomt (bis etwa 50 cm klappt das fokussieren und dann wird’s aber – je nach Objektiv – kritisch); so bekommt man manchmal auch noch scharfe Bilder wenn man schon deutlich naeher dran ist als einen halben Meter. Und was normale Entfernungen angeht, so hilft es manchmal den Blitz einzuschalten (was fuer das normale Auge hell genug aussieht, kann Kameras Probleme bereiten), oder eben etwas weiter rechts oder links zu fokussieren und dann wieder in die gewuenschte Position zurueckzuschwenken.
Fokussiert wird uebrigens mit halb gedruecktem Ausloeser, und wenn man den halb gedrueckt haelt und die Kamera hin und her schwenkt, dann passt sich auch der Fokus den neuen Gegebenheiten an. Das ist zum Beispiel gut wenn man fahrende Autos anvisiert und dann irgendwann abdruecken will.
Ich weiss aber nicht ob das bei Spiegelreflexkameras eine Selbstverstaendlichkeit ist, da ich nur meine kenne.
Das Objektiv
***************
Von Haus aus, wie gesagt ein 35-70 mm Objektiv, und das ist auch erst mal ausreichend. Eingesetzt bzw. gewechselt werden die Objektive indem man einen Schalter gedrueckt haelt und dann das Objektiv herausdreht, bzw. beim Einsetzen einfach das Objektiv so ausrichtet dass zwei dafuer aufgezeichnete rote Punkte uebereinander liegen und dann dreht man es einfach bis es einrastet. Das geht sehr leicht, und beim Einrasten klingt das auch alles recht stabil und nicht wackelig, als ob es beim naechsten Mal kaputt geht. Das einzige was mich stoert ist der Plasteschutzdeckel welcher an die nichtbenutzten Objektive auf die Rueckseite aufgesetzt werden muss um Verschmutzung zu vermeiden. Wahrscheinlich stell ich mich nur zu dumm an, aber bei dem Deckel muss ich jedes Mal 3 oder 4 Mal ansetzen bis ich ihn zum einrasten bringe. Vielleicht haette man das noch ein wenig besser ausarbeiten koennen; nichtsdestotrotz, wenn die Deckel einmal drauf sind, dann sitzen sie auch fest. Ansonsten kann man am Objektiv ganz normal die Brennweite durch Drehen einstellen, und es ist auch aufgezeichnet bei welcher Brennweite man sich etwa befindet. Das Ganze ist natuerlich passend zum Gehaeuse in schwarz gehalten und sieht schick aus.
Anzeige / Sucher
*******************
Sobald man die Kamera eingeschaltet hat und den Ausloeser zum Fokussieren betaetigt, sieht man beim Durchgucken am linken Rand des Suchers ein Kreis - Symbol welches in verschiedenen Ausfuehrungen jeweils angibt, ob das Bild scharf ist, darunter erscheint die Linsenoeffnung und Verschlusszeit, und ganz unten wird wenn noetig das Symbol fuer den Blitz aufblinken. Entweder blinkend als Hinweis dass der Blitz benoetigt wird, oder normal um zu zeigen dass der Blitz geladen ist. Ansonsten sind nur noch zwei halbe Vierecke in der Mitte die das Zentrum des Fokus anzeigen. Also nichts ueberfluessiges im Sucher und alles ordentlich angeordnet.
Auf der rechten oberen Seite der Kamera befindet sich ausserdem ein Fenster, in dem Anzahl der verknipsten Bilder, Batteriestatus, ausgewaehlter Modus und eventuell vorgewaehlter Rote-Augen-Blitz oder Bilddauerlauf angezeigt werden.
Blitz (Leitzahl 12)
*****************
Das leidliche Thema bei Kameras. Der Blitz laesst sich hier oben auf der Kamera ausklappen und im grossen und ganzen bin ich mit dem Blitz zufrieden, denn bei normalen Automatikfotos (Familienfotos oder was weiss ich) leuchtet er alles aus. Ich denke mal er hat eine Reichweite von etwa 3 Metern, zusaetzlich abhaengig von der Umgebungsbeleuchtung. ABER der Blitz eignet sich natuerlich keinesfalls fuer Nachtaufnahmen, denn da hat man keine andere Wahl als manuell zu belichten, da sonst der Vordergrund schoen hell wird, und der Hintergrund verschwindet. Auch fuer szenische Fotos (wir haben zum Beispiel mal jemand mit Licht von unten auf einem Klavier fotografiert) ist er eigentlich ueberfluessig, da man den Blitz kaum kontrollieren kann. Hier empfiehlt es sich dann wirklich einen externen Blitz zu kaufen, den man auch seitlich von der Kamera nutzen kann. Ausserdem muss man schon ganz schoen aufpassen ob man zum Beispiel weisse Waende hat, die den Blitz noch unkontrolliert zurueckwerfen.
Also ich sag mal so: wer mit der Kamera erst mal rumprobieren will, Automatikfotos schiessen will und eher tagsueber oder in beleuchteten Raeumen unterwegs ist, der ist mit dem Blitz gut bedient, aber wer mehr will, sollte schon mal das Geld fuer einen Extra-Blitz einkalkulieren. (Nur soviel: ich habe keinen Extra-Blitz, also es geht schon ohne).
Manuelle Einstellung
**********************
Diese Moeglichkeiten find ich super, aber ich weiss halt nicht ob das bei anderen Kameras auch zum Standard gehoert. Man kann waehlen zwischen Blendenautomatik, Zeitautomatik und manueller Einstellung.
Bei der Zeitautomatik mit Blendenvorwahl kann man selbst die Blende (in halbstufigen Schritten) einstellen und die Kamera sorgt dann fuer die richtige Belichtungszeit.
Bei der Blendenautomatik mit Zeitvorwahl ist es genau umgedreht; da bestimmt man selbst die Verschlusszeit (in ganzen Schritten) und die Kamera sucht die passende Blende aus.
Und bei der manuellen Belichtungseinstellung schliesslich kann man sowohl Verschlusszeit (in ganzen Schritten) als auch Blende (in halben Schritten) selbst waehlen. Zusaetzlich erhalt man aber im Sucher durch ein + oder – die Information ob das Ganze dann ueberbelichtet oder unterbelichtet wird. Der Kreativitaet sind also keine Grenzen gesetzt.
Ausserdem gibt es bei den manuellen Einstellungen noch die Langzeitbelichtung („Bulb“), bei welcher der Verschluss solange geoffnet bleibt wie man auf den Ausloeser drueckt. Das fuehrt zu interessanten Bildern (besonders nachts) aber ein Stativ oder eine feste Unterlage sind natuerlich unerlaesslich dafuer.
Alle diese Moeglichkeiten lassen sich sehr einfach ueber die Mode-Taste und das Raedchen einstellen und bieten dem kreativen Hobbyfotograf alles was er brauch.
Sonstiges
************
Der Kamera ist eine ausfuehrliche Anleitung beigelegt, in der auch noch mal saemtliche manuelle Einstellungen erklaert sind, es einige Infos zum Fokus und Problemsitutationen gibt, und saemtliche Funktionen und Schalter erlaeutert sind. Die Verpackung ist erstaunlich klein (etwa A5-Format und 10 cm Hoehe). Eine Tasche ist aber nicht dabei, sondern die sollte man dann schon gleich dazukaufen (besonders wenn man mehrere Objektive haben will).
Preis
*******
Also bei diversen Auktionshaeusern im Netz findet man sicher das guenstigste Angebot. Ich habe sie mir vor etwa 5 Jahren beim Fachhaendler fuer 599,- DM gekauft. Mein zweites Objektiv hat damals 299,- DM gekostet.
Ich habe bis jetzt noch keinerlei Probleme gehabt. Das Gehause haelt, es ist noch kein Film in die Hose gegangen und daher vergebe ich 5 Sterne, aber mit dem kleinen Einwand, dass die Kamera mir wie eingangs schon erwaehnt zu schwer ist. Doch dagegen wird sich sicher nicht mehr soo viel machen lassen (irgendwo muss ja das ganze Spiegelzeugs auch eingebaut werden) und daher werd ich sicher der Firma dennoch treu bleiben und auch demnaechst eine Digitalkamera von Minolta kaufen.
(Die Kategorie heisst hier zwar irgendwie 505si, aber das duerfte sich nich viel nehmen, falls es nich sogar ein Schreibfehler is.)
Fangen wir am besten mal mit den ganz allgemeinen Details an:
Ausstattung / Leistung:
*********************
Von Haus aus ist die Kamera mit einem 35-70 mm AF Zoom Objektiv ausgestattet, welches das ganz normale Spektrum von Kleinbildkameras abdeckt und zusaetzlich noch ein wenig Zoom bietet. Fuer den Hobbyfotografen auf jeden Fall ein guter Anfang, ich habe mir aber noch ein 70-210 mm Objektiv zugelegt, denn dann macht ja Fotografieren erst richtig Spass.
Die Kamera besitzt natuerlich die obligatorische Programm-Automatik, kann aber auch manuell eingestellt werden (dazu unten mehr).
An Motiv-Programmen haetten wir Portrait, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport / Action und Nachtportrait.
Das eingebaute Blitzgeraet leuchtet bis 28 mm Objektivbrennweite aus, ein Vorblitz gegen rote Augen ist einstellbar, und eine drahtlose Blitz-Fernsteuerung ist moeglich.
Der Verschluss ist ein elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss der Zeiten von 1/2000 s bis 30 s bietet, bzw. bei der manuellen Einstellung kann man auch „frei Schnauze“ abdruecken (bei Nachtaufnahmen sehr gut zum Experimentieren geeignet).
Ein Selbstausloeser ist natuerlich auch vorhanden; er hat etwa 10 Sekunden Vorlaufzeit.
Der Bildlauf wird automatisch gesteuert (Einzelbetrieb oder Dauerlauf mit 1 Bild / Sekunde) und die Rueckspulung erfolgt automatisch bzw. kann wenn noetig manuell eher eingeleitet werden. Ausserdem erkennt die Kamera automatisch die Filmempfindlichkeit bei mit DX-codierten Filmen (heutzutage fast alle Filme) von ISO 25/15 – 5000/38.
Das Gehauese besteht aus plasteartigem Kunststoff, ist in edlem Schwarz gehalten und ohne Objektiv und Batterie wiegt die Kamera ungefaehr 395 g. Ausserdem ist ein laengenverstellbarer Tragegurt angebracht, der in der Mitte breiter wird, so dass er bequem um den Hals liegt.
Mit Energie wird die Kamera durch eine Lithium-Batterie 6 Volt (Typ 2CR5) versorgt. Der Zustand der Batterie wird im Display angezeigt und bei mir haelt die Batterie schon ewig (mindestens 2 Jahre; kommt natuerlich drauf an wie oft man die Kamera benutzt und wie oft man den Blitz verwendet).
Nun aber mal ein paar Details zu den jeweiligen Funktionen der Kamera:
Schalter / Display...
**********************
Die Kamera liegt – bei Rechtshaendern wohlgemerkt – sehr gut in der Hand, denn man brauch die Hand nur leicht kruemmen und die Kamera passt dann genau in die geoffnete Handflaeche. Der Ausloeser ist wunderbar mit dem Zeigefinger zu erreichen und alle anderen Schalter befinden sich obendrauf oder vorne dran, so dass man auch dran rumstellen kann, waehrend man durch den Sucher guckt. Links oben ist der An-/Aus- Schalter sowie der Drueckknopf fuer den Modus und der Knopf fuer Einzel- der Dauerlauf. Rechts befindet sich ein Schalter-Knopf, durch dessen Drehen man Automatik oder Manuelle Fotografie einstellt, und durch dessen Druecken alle Programme zurueckgestellt werden. Vorne, unterhalb des Ausloesers, ist ausserdem ein Raedchen durch das man bei gedrueckter Mode-Taste noch weiter auswaehlen kann, welches Motiv-Programm oder welche manuelle Einstellung man moechte. Alles also sehr einfach zu bedienen und uebersichtlich angeordnet.
Um den Sucher ist ausserdem ein weicher Gummi angebracht, so dass mein beim Durchgucken bequem mit dem Auge aufliegt.
Programm-Automatik
**********************
Ich muss gestehen, die verschiedenen Motiv-Programme nutze ich so gut wie nie, denn mit der ganz normalen Automatik macht die Dynax ordentliche Fotos und Nachtaufnahmen oder Portraits stelle ich haeufig manuell ein, so dass ich die Motiv-Programme nicht brauche. Daher kann ich nur etwas zur allgemeinen Automatik sagen: Die Fotos werden wie gesagt gut, aber das haengt ja auch damit zusammen welche Filme man benutzt. Was mich manchmal bei der Automatik stoert ist der automatische Fokus, denn wenn das Motiv keinen eindeutigen Schwerpunkt hat, faellt es manchmal schwer richtig zu fokussieren. Okay, dafuer gibt es auf jeden Fall noch die Moeglichkeit manuell zu fokussieren, aber wenn’s schnell gehen soll, ist das natuerlich dumm. Man kann den Autofokus insofern ein wenig „austricksen“ indem man bei Nahaufnahmen erst weiter weg geht und dann langsam auf die gewuenschte Naehe heranzoomt (bis etwa 50 cm klappt das fokussieren und dann wird’s aber – je nach Objektiv – kritisch); so bekommt man manchmal auch noch scharfe Bilder wenn man schon deutlich naeher dran ist als einen halben Meter. Und was normale Entfernungen angeht, so hilft es manchmal den Blitz einzuschalten (was fuer das normale Auge hell genug aussieht, kann Kameras Probleme bereiten), oder eben etwas weiter rechts oder links zu fokussieren und dann wieder in die gewuenschte Position zurueckzuschwenken.
Fokussiert wird uebrigens mit halb gedruecktem Ausloeser, und wenn man den halb gedrueckt haelt und die Kamera hin und her schwenkt, dann passt sich auch der Fokus den neuen Gegebenheiten an. Das ist zum Beispiel gut wenn man fahrende Autos anvisiert und dann irgendwann abdruecken will.
Ich weiss aber nicht ob das bei Spiegelreflexkameras eine Selbstverstaendlichkeit ist, da ich nur meine kenne.
Das Objektiv
***************
Von Haus aus, wie gesagt ein 35-70 mm Objektiv, und das ist auch erst mal ausreichend. Eingesetzt bzw. gewechselt werden die Objektive indem man einen Schalter gedrueckt haelt und dann das Objektiv herausdreht, bzw. beim Einsetzen einfach das Objektiv so ausrichtet dass zwei dafuer aufgezeichnete rote Punkte uebereinander liegen und dann dreht man es einfach bis es einrastet. Das geht sehr leicht, und beim Einrasten klingt das auch alles recht stabil und nicht wackelig, als ob es beim naechsten Mal kaputt geht. Das einzige was mich stoert ist der Plasteschutzdeckel welcher an die nichtbenutzten Objektive auf die Rueckseite aufgesetzt werden muss um Verschmutzung zu vermeiden. Wahrscheinlich stell ich mich nur zu dumm an, aber bei dem Deckel muss ich jedes Mal 3 oder 4 Mal ansetzen bis ich ihn zum einrasten bringe. Vielleicht haette man das noch ein wenig besser ausarbeiten koennen; nichtsdestotrotz, wenn die Deckel einmal drauf sind, dann sitzen sie auch fest. Ansonsten kann man am Objektiv ganz normal die Brennweite durch Drehen einstellen, und es ist auch aufgezeichnet bei welcher Brennweite man sich etwa befindet. Das Ganze ist natuerlich passend zum Gehaeuse in schwarz gehalten und sieht schick aus.
Anzeige / Sucher
*******************
Sobald man die Kamera eingeschaltet hat und den Ausloeser zum Fokussieren betaetigt, sieht man beim Durchgucken am linken Rand des Suchers ein Kreis - Symbol welches in verschiedenen Ausfuehrungen jeweils angibt, ob das Bild scharf ist, darunter erscheint die Linsenoeffnung und Verschlusszeit, und ganz unten wird wenn noetig das Symbol fuer den Blitz aufblinken. Entweder blinkend als Hinweis dass der Blitz benoetigt wird, oder normal um zu zeigen dass der Blitz geladen ist. Ansonsten sind nur noch zwei halbe Vierecke in der Mitte die das Zentrum des Fokus anzeigen. Also nichts ueberfluessiges im Sucher und alles ordentlich angeordnet.
Auf der rechten oberen Seite der Kamera befindet sich ausserdem ein Fenster, in dem Anzahl der verknipsten Bilder, Batteriestatus, ausgewaehlter Modus und eventuell vorgewaehlter Rote-Augen-Blitz oder Bilddauerlauf angezeigt werden.
Blitz (Leitzahl 12)
*****************
Das leidliche Thema bei Kameras. Der Blitz laesst sich hier oben auf der Kamera ausklappen und im grossen und ganzen bin ich mit dem Blitz zufrieden, denn bei normalen Automatikfotos (Familienfotos oder was weiss ich) leuchtet er alles aus. Ich denke mal er hat eine Reichweite von etwa 3 Metern, zusaetzlich abhaengig von der Umgebungsbeleuchtung. ABER der Blitz eignet sich natuerlich keinesfalls fuer Nachtaufnahmen, denn da hat man keine andere Wahl als manuell zu belichten, da sonst der Vordergrund schoen hell wird, und der Hintergrund verschwindet. Auch fuer szenische Fotos (wir haben zum Beispiel mal jemand mit Licht von unten auf einem Klavier fotografiert) ist er eigentlich ueberfluessig, da man den Blitz kaum kontrollieren kann. Hier empfiehlt es sich dann wirklich einen externen Blitz zu kaufen, den man auch seitlich von der Kamera nutzen kann. Ausserdem muss man schon ganz schoen aufpassen ob man zum Beispiel weisse Waende hat, die den Blitz noch unkontrolliert zurueckwerfen.
Also ich sag mal so: wer mit der Kamera erst mal rumprobieren will, Automatikfotos schiessen will und eher tagsueber oder in beleuchteten Raeumen unterwegs ist, der ist mit dem Blitz gut bedient, aber wer mehr will, sollte schon mal das Geld fuer einen Extra-Blitz einkalkulieren. (Nur soviel: ich habe keinen Extra-Blitz, also es geht schon ohne).
Manuelle Einstellung
**********************
Diese Moeglichkeiten find ich super, aber ich weiss halt nicht ob das bei anderen Kameras auch zum Standard gehoert. Man kann waehlen zwischen Blendenautomatik, Zeitautomatik und manueller Einstellung.
Bei der Zeitautomatik mit Blendenvorwahl kann man selbst die Blende (in halbstufigen Schritten) einstellen und die Kamera sorgt dann fuer die richtige Belichtungszeit.
Bei der Blendenautomatik mit Zeitvorwahl ist es genau umgedreht; da bestimmt man selbst die Verschlusszeit (in ganzen Schritten) und die Kamera sucht die passende Blende aus.
Und bei der manuellen Belichtungseinstellung schliesslich kann man sowohl Verschlusszeit (in ganzen Schritten) als auch Blende (in halben Schritten) selbst waehlen. Zusaetzlich erhalt man aber im Sucher durch ein + oder – die Information ob das Ganze dann ueberbelichtet oder unterbelichtet wird. Der Kreativitaet sind also keine Grenzen gesetzt.
Ausserdem gibt es bei den manuellen Einstellungen noch die Langzeitbelichtung („Bulb“), bei welcher der Verschluss solange geoffnet bleibt wie man auf den Ausloeser drueckt. Das fuehrt zu interessanten Bildern (besonders nachts) aber ein Stativ oder eine feste Unterlage sind natuerlich unerlaesslich dafuer.
Alle diese Moeglichkeiten lassen sich sehr einfach ueber die Mode-Taste und das Raedchen einstellen und bieten dem kreativen Hobbyfotograf alles was er brauch.
Sonstiges
************
Der Kamera ist eine ausfuehrliche Anleitung beigelegt, in der auch noch mal saemtliche manuelle Einstellungen erklaert sind, es einige Infos zum Fokus und Problemsitutationen gibt, und saemtliche Funktionen und Schalter erlaeutert sind. Die Verpackung ist erstaunlich klein (etwa A5-Format und 10 cm Hoehe). Eine Tasche ist aber nicht dabei, sondern die sollte man dann schon gleich dazukaufen (besonders wenn man mehrere Objektive haben will).
Preis
*******
Also bei diversen Auktionshaeusern im Netz findet man sicher das guenstigste Angebot. Ich habe sie mir vor etwa 5 Jahren beim Fachhaendler fuer 599,- DM gekauft. Mein zweites Objektiv hat damals 299,- DM gekostet.
Ich habe bis jetzt noch keinerlei Probleme gehabt. Das Gehause haelt, es ist noch kein Film in die Hose gegangen und daher vergebe ich 5 Sterne, aber mit dem kleinen Einwand, dass die Kamera mir wie eingangs schon erwaehnt zu schwer ist. Doch dagegen wird sich sicher nicht mehr soo viel machen lassen (irgendwo muss ja das ganze Spiegelzeugs auch eingebaut werden) und daher werd ich sicher der Firma dennoch treu bleiben und auch demnaechst eine Digitalkamera von Minolta kaufen.
10 Bewertungen, 1 Kommentar
-
27.05.2002, 19:40 Uhr von Jarco
Bewertung: sehr hilfreichAlso wenn die hier dir schon zu schwer ist, dann nimm mal ne Minolta Dynax 7 oder Canon EOS 3 in die Hand... - Ciao Enrico
Bewerten / Kommentar schreiben