Krieg der Welten (2005) (Science Fiction Film) Testbericht

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Erfahrungsbericht von LittleGiant

Krieg der Welten - ein Independence-Day-Clone!?

Pro:

Gutes Popcorn-Kino

Kontra:

Logische Fehler

Empfehlung:

Ja

Einleitung:
Und wieder einmal überfallen böse Aliens die Erde! Es scheint hoffnungslos! Selbst die am besten ausgerüstete Armee der Welt, die waffenstrotzende U.S. Army ist hilflos.

Der Film basiert auf einer Romanvorlage von Herbert G. Wells aus dem Jahre 1897. Diese Story wurde erstmals im Jahre 1952 verfilmt. "The war of the worlds" gilt als der erste in einer Reihe moderner Invasionsfilme. Ein Hörspiel, das auf Herbert G. Wells` Roman basierte, machte das Multitalent Orson Welles (Schauspieler, Regisseur und Autor) berühmt. Am Halloween-Tag 1938 (30. Oktober) verursachte das Hörspiel bei seiner Erstausstrahlung eine Massenpanik an der Ostküste der Vereinigten Staaten.

Story:
Regisseur Steven Spielberg verlegte die Handlung aus der Jahrhundertwende (der Roman spielte in England), in unsere Zeit und den Ort der Handlung in die USA. Es wird die Geschichte einer Invasion durch Außerirdische erzählt. Die Eindringlinge sind (scheinbar) nicht zu stoppen!

Ray (Tom Cruise) ist von seiner Frau Mary Ann (Miranda Otto) geschieden. Die Kids Robbie (Justin Chatwin) und Rachel (Dakota Fanning) sieht er nur am Wochenende. Seine Kinder sind ihm aber eher lästig. Nur widerwillig nimmt er sie auf. Die Inavsion der Außerirdischen kündigt sich durch seltsame, unerklärliche (Wetter-) Phänomene an. So bemerkt Ray (Tom Cruise) bei einem Unwetter ein Gewitter, das nicht mit-, sondern gegen den Wind zieht! Er bemerkt außerdem, daß es nicht donnert, obwohl überall Blitze zu sehen sind. Aus dem Erdinnern graben sich plötzlich gigantische Killermaschinen ans Tageslicht, die dort scheinbar schon Millionen von Jahren versteckt waren. Alles, was sich den Killermaschinen in den Weg stellt, wird plattgemacht! Die Aliens kennen keine Gnade!

Auf der Flucht vor den Aliens verschanzen sich Ray und seine Tocher in einem Keller - zusammen mit Ogilvy, dem Eigentümer der Farm, der glaubt, er könne sich mit Waffengewalt vor den Außerirdischen schützen - was natürlich völlig aussichtslos ist! Ogilvy ist das genaue Gegenteil von Ray. Er hat nichts mehr zu verlieren - seine Familie ist tot

Zu überlegen sind die Außerirdischen mit ihrer fortschrittlichen Technologie. Nicht einmal in der hintersten Ecke, im dunkelsten Keller, scheint man vor ihrem Zugriff sicher zu sein! Menschen, die sich trotzdem auf die Straße wagen, werden entweder entführt und in Käfige gesperrt (um den Außerirdischen als Nahrung zu dienen) - oder sie werden mit einer Art Strahlen-Kanone "verdampft". Die Außerirdischen ernähren sich vom Blut der Menschen. Das Ziel der Außerirdischen ist es, die Menschheit auszurotten und die Erde zu übernehmen. Der Film ist nichts für zarte Gemüter. Als Beispiel nenne ich hier die Szene auf der Flucht, wo Ray von Kopf bis Fuß mit Staub bedeckt ist - und feststellt, daß dies die Überreste von Menschen sind, die durch die außerirdische Strahlenwaffe getötet wurden. Bei dieser Szene lief es mir eiskalt den Rücken runter!

Letzten Endes werden die Außerirdischen doch besiegt - aber erst, nachdem sie die Erde in Schutt und Asche legten. Panzer und Kampfjets können den Raumschiffen der Außerirdischen nichts anhaben, da diese durch ein Kraftfeld geschützt sind. Aber die Agressoren werden nicht etwa durch militärische Gewalt in die Knie gezwungen, sondern durch irdische Bakterien, die für Menschen und Tiere harmlos sind. Erst als die Außererirdischen - im Gefühl des sicheren Sieges - leichtsinnig werden, und die Kraftfelder abschalten zeigen auch die irdischen Waffen Wirkung!

Als nervtötend empfand ich das ständige hysterische Geschrei von Rachel (Dakota Fanning). Der Film hat außerdem einige logische Fehler! Durch die elektromagnetische Strahlung, die von den Außerirdischen bzw. ihren Raumschiffen ausgeht, werden alle technischen Anlagen ( wirklich alle!? ) lahmgelegt. Ray`s Auto scheint weit und breit das einzige zu sein, das noch fährt! Ray und seine Kinder geraten auf ihrer Flucht vor den Aliens in eine riesige Menge aus flüchtenden, völlig verzweifelten Menschen. Ein weiterer logischer Fehler: Ray begegnet auf der Flucht einem Fernsehteam, das von der Absturzstelle eines Flugzeugs berichtet. Wenn aber alle elektronischen Geräte durch EMP gestört werden - wie kann dann ein Fernsehteam Aufnahmen an der Absturzstelle machen!?

Der nächste logische Fehler ist z. B. der mit der Autofähre! Eine riesige Anzahl von Menschen versucht verzweifelt, einen Platz auf dieser Autofähre zu ergattern. Es ist Nacht, es ist dunkel! Aber die Fähre ist taghell beleuchtet. Wäre es angesichts dieser Bedrohung nicht logisch, wenn man so wenig wie möglich auffällt!? Diese Dummheit hat Folgen. Die Fähre wird von dreibenigen außerirdischen Killermaschinen angegriffen und versenkt! Die Menschen sitzen auf der Fähre wie auf dem Präsentierteller. Es gibt keine realistische Fluchtmöglichkeit.

Nach einer wilden Zerstörungsorgie muß so ein Film natürlich auch ein Happy End haben. Wie zuvor schon bei Roland Emmerich`s Independance Day ist auch hier die Lösung des Problems denkbar einfach. Waren es in "Indepedence Day" Computer-Viren, die den Außerirdischen den Garaus machten, so sind es hier irdische Bakterien, gegen die die Außerirdischen natürlich nicht immun sind.

Das Drehbuch schrieb David Koepp

Die Rollen und ihre Darsteller:
Ray Ferrier.....Tom Cruise
Rachel.....Dakota Fanning
Ogilvy.....Tim Robbins
Mary Ann.....Miranda Otto
Robbie.....Justin Chatwin



FSK: ab 12 Jahren

Kritik:
Von Spielberg war man bisher anderes gewohnt. Dieser Film ist ungewohnt düster

Der Film ist ein einziges Feuerwerk aus Computer-Effekten! Er ist allerdings nicht für ängstliche Gemüter geeignet: Gutes Popcorn-Kino mit logischen Fehlern.

(c) LittleGiant für "Yopi" und "MyMeinung", Cybermike1202 für "Ciao!"

42 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Baby1

    02.09.2007, 16:15 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • skorbut

    15.02.2006, 12:19 Uhr von skorbut
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Düsseldorf

    27.01.2006, 08:09 Uhr von Düsseldorf
    Bewertung: sehr hilfreich

    yeah ;) wir lesen uns bis dann

  • vampire-lady

    19.12.2005, 20:51 Uhr von vampire-lady
    Bewertung: sehr hilfreich

    :D

  • flowerdoro

    17.12.2005, 10:45 Uhr von flowerdoro
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, lg

  • Elefant1967

    29.09.2005, 02:01 Uhr von Elefant1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Vergleich, finde ich. Gruß, Elefant1967

  • MedienPanther

    17.09.2005, 16:29 Uhr von MedienPanther
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mir hat der Film gar nicht gefallen, einfach zu viele Fehler und das Mädchen (Dakota Fanning) nervte mit ihrem Gekreische. LG Markus

  • LadyInDaHouse

    17.09.2005, 15:34 Uhr von LadyInDaHouse
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter bericht! hab den film auch gesehen. independence day find ich da tausendmal besser als WOTW. liebe grüsse