Krieg der Welten (2005) (Science Fiction Film) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Bluebirdunfa

Auf der Flucht

Pro:

Brilliante Sound, Gute Effekte, recht düster, Gruselstimmung kommt auf, Schönes schreien von Dakota Fanning

Kontra:

Schwache HAndlung

Empfehlung:

Ja

Im Urlaub habe ich es endlich geschafft ins Kino zugehen und mir den Film „Krieg der Welten“ anzusehen. Angeschaut habe ich mir den Film im Prenzlauer Kino. Der Saal war recht klein. Am Anfang saß ich rund 10 Minuten ganz alleine im Kinosaal. Aber dann füllte sich dieser doch mit Zuschauern.

Vorgeschichte – Oder warum ich diesen Film unbedingt sehen wollte
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Die Geschichte „Krieg der Welten „ wurde 1898 von H.G. Wells geschrieben.
Sie wurde im Radio 1937 in den USA von Orson Welles vorgelesen. Das führte zu einer Panik unter Teilen der USA Bevölkerung. Viele hielten das Hörspiel nämlich für eine reale Berichterstattung. So etwas finde ich schon fast genial.
Es gab in der Zwischenzeit wohl ein paar Verfilmungen. Aber keine wirklich gelungene. Die Filmtechnik hat sich nun aber so großartig entwickelt, dass die Spezialeffekte immer besser und glaubhafter werden. Und so hat sich diesmal „Steven Spielberg“ an die Verfilmung gewagt.
Eine so alte und eigentlich recht gute Sci-Fi Erzählung und ein großartiger Regisseur. Da muss man als alter Sci-Fi Fan einfach ins Kino rein, finde ich. Schon um zu sehen, wie Spielberg diesen Filmstoff umgesetzt hat.

Daten zum Film
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Krieg der Welten (Science-Fiction)
Paramount Pictures | DreamWorks SKG

War Of The Worlds, USA 2005
Filmstart: 29.6.2005
Regiseur: Steven Spielberg
Musik: John Williams
Filmlänge: 116 Minuten
FSK: ab 12

Bilder zum Film: http://www.filmstarts.de/bilder/kritiken/Krieg%20der%20Welten/

Schauspieler
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Tom Cruise……….. … Ray Ferrier
Dakota Fanning……… Rachel Ferrier
Justin Chatwin............ Robbie Ferrier
Tim Robbins ............... Ogilvy
Miranda Otto………….. Mary-Ann Ferrier

Hauptakteure
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Familienvater Ray:
Wird sehr überzeugend von Tom Cruise gespielt. Er gibt sein bestes für seine Kinder, was ihm nur spärlich gedankt wird. Eigentlich bin ich kein so richtiger Tom Cruise Fan, aber hier gefällt er mir. Das kann mir auch die zurzeit recht miese Kritik über ihn (wegen seiner Scientology Sekten Zugehörigkeit) nicht vermiesen. Da ich mich eh nicht von dieser Sekte anwerben lasse, ist mir sein Werbefeldzug doch ziemlich egal. Jedenfalls liefert er als Schauspieler in diesem Film eine gute Arbeit.

Sohn Robbie:
Oh, nein, dann lieber keine Kinder, kann ich da nur sagen. Irgendwie passt er nicht in die Handlung. Ich denke, würde er fehlen, würde ich es kaum bemerken. Auch die schauspielerische Leistung sagt mir nicht so zu. Immer aufmüpferisch und gegen seinen Vater agierend scheint er mehr Schaden, als Hilfe für die Familie zu sein. Um ihn etwa symphatisch zu machen gibt es dann noch eine Szene wo er anderen Flüchtlingen hilft. In der Mitte des Filmes verschwindet er auf ein Schlachtfeld, auf dem der Tod lauert. Wie er das überlebt hat, wird uns verschwiegen, denn am Ende des Filmes taucht er wieder auf. Auf Grund des Drehbuches kann der Schauspieler hier machen, was er will, die Rolle ist und bleibt nicht gerade symphatisch.

Tochter Rachel:
Die Entdeckung des Jahres 2005, denke ich. Schreiend mit ängstlichen Gesicht. Aber sie redet eigentlich nicht viel. Spielen tut sie auch nur das ängstliche Mädchen. Agieren tut sie nur, wenn sie widersprechen will. Oder wenn sie wegläuft um Pipi zu machen. Das dieses nicht gut gehen kann während der Ausrottung der Menschheit durch die Dreibeiner ist verständlich. Ihre Körpersprache jedenfalls ist umwerfend. So beeinflusst sie damit fast einviertel lang, den Film.

Ogilvi
Eigentlich der vierte Schauspieler den man länger zu Gesicht bekommt. Und dieser Charakter ist einfach durchgeknallt. Ein typischer Amerikanischer Patriot, der gegen die Dreibeiner einen aussichtlosen Kampf beginnen will. Das erinnert mich schon an den Sohn Robbie, der während dieser Szenen verschollen ist. Wurde hier versucht, Robbie gegen einen anderen Schauspieler auszutauschen? Wer weiß. Vielleicht wollte man auch den Kampf der Drei im Keller besser gestalten und eine vierte Person hätte da nur gestört.
Sein Ende jedenfalls ist fast voraussehbar. In dieser Szene wird gezeigt, was Amerikaner zu tun vermögen, wenn das Leben ihrer Angehörigen in Gefahr gerät.


Filmhandlung
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Glücklicherweise hält der Film sich nicht lange auf, mit der Schilderung von privaten Beziehungen der Haupthelden oder anderer Figuren. Der Regisseur lädt uns gleich ein in die Geschichte.
Diese beginnt damit, das der geschiedenen Werftarbeiter Ray seine beiden Kinder: Rachel und Robbie und von seiner Exfrau überreicht bekommt. Diese möchte mit ihren neuen Mann nach Boston zu ihren Eltern fahren. Ray der gerade von der Arbeit kommt, führt ein eher bescheidenes Leben in einem kleinen Haus. Er möchte seine Kinder herzlich begrüßen, aber der ältere Robbie benimmt sich flegelhaft und unnahbar. Die kleine Tochter lässt sich noch vom Vater umarmen. Insgesamt bekommt man aber den Eindruck dass die Kinder nicht gerade begeistert sind, aus ihrem begüterten Zuhause in das doch ärmlichere Umfeld ihres Vaters versetzt zu werden. So fragt die Tochter gleich nach dem „Pay TV“ Also nach Premiere. Das kann der Vater aber nicht bieten. Da er arbeiten gehen muss legt er sich gleich zum schlafen nieder. Das sieht komisch aus, weil der Kühlschrank leer ist und die Kinder Hunger haben. Aber ich denke das ist bei Alleinlebenden die hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, fast normal. Gerade zu Zeiten, wo man sich telefonisch sein Essen bestellen kann. Denn ein unausgeschlafener Kranführer macht sich nicht gut.
Als Ray aufsteht, bemerkt er als erstes, das sich seine Tochter ein doch recht eigenartiges Mittagessen bestellt hat. Sohn Robbie hat sich unterdessen ohne eigenen Führerschein mit seinem Auto davon gemacht. Aber darum kann er sich nicht lange Gedanken machen. Denn nun fangen, 5 Minuten nach Filmanfang, die Blitze an zu zucken. Ein heftiges Unwetter-Schauspiel kann man sagen, zieht über die Siedlung. Aber es ist kein Donnern zu hören, was die Leute stutzig macht. Zeitgleich mit den Blitzen sind alle Autos stehen geblieben, der Strom ist auch ausgefallen. Alle Uhren stehen auch still.
Robbie kommt zu Fuß angerannt. Den Wagen musste er stehen lassen.

Ray schickt seine beiden Kinder ins Haus und macht sich mit mehreren Leuten auf den Weg in die Stadt um nachzuschauen was passiert ist.
Dort beobachtet er wie „Dreibeinige Maschinen“ aus dem Boden kommen. Diese fackeln nicht lange und beginnen auf alles, was sich bewegt, zu schießen. Eine wilde Jagd beginnt, die nicht viele überleben.
Zuhause angekommen, schnappt sich Ray seine Kinder, klaut von seinem Kumpel aus dessen Autowerkstatt ein Auto, welches dieser gerade wieder flott bekommen hat.

Und nun geht die wilde Flucht los. Es geht ums nackte Überleben. Denn die Dreibeiner sind gekommen um die Menschen auszurotten. Sie stecken schon Millionen Jahre im Boden und schicken mit den Blitzen, die Piloten der Maschinen in diese.

Auf der Flucht wird Ray von seinem Sohn Robbie getrennt. So schlägt er sich mit seiner Tochter alleine durch. Er rettet sich in den Keller von Ogilvy. Dieser ist aber völlig durchgeknallt und will gegen die Dreibeinern, ganz alleine den Kampf aufnehmen. So kommt es hier zu einem Bruch mit Ogilvy. Ray macht sich wieder auf den Weg nach Boston. Unterwegs passiert da noch etwas. Aber etwas Spannung wollt ihr ja auch noch haben. Oder?!

Das Ende der Dreibeiner ist bekannt und überrascht keinen mehr, denke ich. Sie sind gekillt worden von den Bakterien und Krankheiten auf unserem Planeten. Während wir immun dagegen geworden sind, besitzen die Aliens keine Immunität und gehen ein.
Enterprisefans lachen sich hier schlapp, wenn sie daran denken, wie schnell Dr.
Mc Coy (Pille) immer ein Gegenmittel zur Hand hatte oder entwickeln konnte. Eine „Außerirdische Macht“ aber, die eine Invasion seit Millionen Jahren plant, besitzt keinen Doktor. Seltsam.

Meine Meinung
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Die Geschichte ist alt. Das merkt man ihr an. Ein abruptes Ende, das kaum noch überraschen kann. Aber eigentlich ein logisches Ende ohne Schnörkel. Darum kann ich mich hier nicht wirklich beschweren.
Der Anfang überzeugt mit seinem rasanten Einstieg in die Geschichte. Da habe ich schon Filme gesehen, die vorher erst einmal 1 Stunde lang über die Haupthelden aufgeklärt haben. Das erspart man uns hier. Aber vielleicht würde ich dadurch besser verstehen, warum sich Ray´s Kinder so zickig haben. Ein pubertierender Sohn, der mit seinem Vater eigentlich nicht wirklich auskommt. Der Alptraum jeder Eltern. In einer Gefahrensituation stellt sich Robbie hin und möchte eine Erklärung von seinem Vater, was passiert. Dabei weiß der es ja auch nicht. Ray versucht die Familie zu retten und die Kinder nach Boston zu seiner Exfrau zu bringen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das seinen Kindern das am Anfang nicht ganz klar ist. Und während Millionen Flüchtlinge um ihr überleben rennen, hat Rays Tochter nur das Problem, ihr Vater könnte ihr beim Pipimachen zusehen.
Der Sohn ist nicht besser, eher noch schlimmer, habe ich das Gefühl. Mit dieser Filmfigur kann ich mich kaum anfreunden. Er scheint nicht anzuerkennen, was sein Vater für sie tut. Das dieser versucht sich und die Kinder in Sicherheit zu bringen. Dafür möchte er in den aussichtslosen, aber patriotischen Kampf gegen die Dreibeiner ziehen.
Dakota Fanning überzeugt eher durch ihr schreien und ihr ängstliches Gesicht. Das erinnert mich tatsächlich an die Gruselfilme der frühen Kinozeiten. Da gab es auch immer schreiende weibliche Wesen. Zwischendurch zeigt der Film alle Abgründe der menschlichen Natur auf. So beim Diebstahl von Rays Auto. Was eigentlich auch nicht sein Eigenes war. Die Szene war vorauszusehen für den Zuschauer. Nur Sohn Robbie scheint noch nie Horror- oder Kriegsfilme gesehen zu haben, wie es im Film scheint. Ihn überrascht scheinbar alles. Nur eins weiß er: Er will kämpfen. Dabei sieht man überall, die Kleidungsstücke der Toten vom Himmel fallen. Auch die Armee ist den ganzen Film über ziemlich ratlos. Was mir hier aber mal richtig gefällt. Endlich mal keine starke US Armee, die den Feind stoppt.
Eine Frau möchte Rachel helfen, von der sie glaubt, sie wäre alleine. Währenddessen kämpft Ray mit seinen Sohn der auf ein Schlachtfeld rennen möchte auf dem der Tod wartet. Ray lässt Robbie ziehen um seiner Tochter zu helfen. Die von der Frau nun netterweise mitgenommen wird.

Ogilvy winkt danach Ray und Rachel in seinen Keller. Hier harren die Drei nun eine Weile aus. Auch die stärksten, ruhigen Szenen sind hier zu beobachten, denke ich. Spannung pur. Wenn z.B. die langen Hälse der Maschinen in den Keller spähen um die letzten Überlebenden zu eliminieren. Hier überzeugt Dakota Fanning nun wirklich mit ihrem ängstlichen Gesicht und bannt den Zuschauer auf seinen Sitz.
Atemlose Stille im Kino.
Auch der Anblick der Erde nach der Aussaat der Dreibeiner ist grandios.
Ogilvy knallt nun vollends durch und Ray muss im Interesse seiner Tochter handeln.

Die Entdeckung von Vater und Tochter in dem Keller ist einem Zufall zu verdanken und führt dazu dass die Flucht nun weitergeht. Dabei kommt etwas Action auf. Allerdings habe ich hier das Gefühl, das ein paar Szenen von „Evolution“ geklaut wurden.

Das Filmende ist doch recht schwach. Familienvater Ray muss hier seine Ehre retten und einen Dreibeiner erledigen. Auch die Entdeckung dass die Dreibeiner keinen Schutzschild mehr haben, fällt ihm zu. Ray und Rachel erreichen nun ein auch zerbombtes Boston. Auch hier sind die Dreibeiner aktiv. So langsam aber fallen die Dreibeiner um und ihre Fahrer atemlos aus ihren Pilotenkanzeln.
Vater und Tochter erreichen das Haus der Großeltern in Boston. Die Straße steht noch. Scheinbar unzerstört. Auch die Häuser sind heil und strahlen friedliche Stille aus. Menschen sind nicht zu sehen. Nur Rays Exfrau, ihr neuer Mann, die Großeltern und Sohn Robbie stehen vor dem Haus. So als hätten sie von der Ankunft der beiden Vermissten gewusst.
Sohn und Vater fallen sich hier in die Arme. Alle anderen Verwandten schauen Ray freundlich an. Happy End und es wird „abgeblend“. Oder wie das heißt.
Hier driftet der Film in absoluten Kitsch über. Die Feinde sind besiegt und alles ist ok.

Sound und Tricktechnik
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Der Sound ist brillant. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Laut, unheimlich.
Manchmal schrill, aber immer passend, finde ich.
Die Tricktechnik ist wirklich überragend. Die Effekte sehr glaubhaft. Die Dreibeiner steigen wirklichkeitsnah aus dem Erdboden. Man glaubt mitten im Geschehen zu sein. Brillante, leuchtende Farben wechseln ab mit düsterem Grau.

Fazit
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Es wird der Genozid der Menschheit gezeigt. Unbarmherzig und brutal. Wir verfolgen bei der Auslöschung der Menschheit, den Weg der Familie Ferrier. Deren Geschichte ist manchmal recht unglaubwürdig und kitschig. Aber ich denke es geht in Wirklichkeit nicht nur um die Familie. Sie ist hier nur der Anhänger, wie es im Film „Titanic“, Leonard di Caprio war.
Es geht darum, dass die Menschheit von einer höheren Macht einfach ausgelöscht wird. Die Dreibeiner zertreten die US Armee wie ein Mensch eine Ameise. Gut gelungen finde ich, dass der Film aber nicht ins Gemetzel abdriftet. Die Maschinen zerschießen die Menschen und diese zerfallen einfach zu grauem Staub. So bleibt der Staub der Nachbarn auf Rays Gesicht hängen. Das ist brutal und geht unter die Haut. Ein Zug der durch die Nacht donnert brennt lichterloh und wird dabei zu einem fahrenden Krematorium. Irgendwie erinnert diese Ausrottung der Menschheit an den 2. Weltkrieg. Da es kein Blutgemetzel gibt, ist der Film ab 12 Jahre geeignet. Ich würde ihn aber eher ab 14 empfehlen. Wobei ich manchmal überlegen muss, ob ein großes Blutvergießen eingespart wurde, um die Zielgruppe der 12 jährigen auch ins Kino zu locken.
Blut gibt es am Ende des Filmes dann reichlich zusehen, wenn die Aliens anfangen ihre ausgesäten Pflanzen mit Menschenblut zu düngen.

Nicht ganz klar komme ich mit den Kritiken die den Familienvater Ray als ziemliche verantwortungslosen „Loser“ bezeichnen. Auch der Filmanfang stellt ihn so dar. Sein Auto ist klein. Der neue Mann seiner Exfrau fährt mit einem großen Schlitten vor.
Er hat keine große und aufgeräumte Wohnung. Dafür liegt ein ausgebauter Automotor auf dem Küchentisch. Sein Kühlschrank ist leer. Er kommt gerade, etwas verspätet, von seiner Arbeit als Kranführer auf der Werft. Anstatt seinen Kindern was zu essen zu besorgen, legt er sich ins Bett, weil seine nächste Schicht bald anfängt. Warum aber, kann sein Sohn nicht etwas zu Essen besorgen? Schließlich klaut er auch Papas Auto für eine Spritztour.
Was ist ein Loser? Ray hat einen Job. Einen der nicht viel einbringt aber schweißtreibend ist. So einen Job haben Millionen Menschen auf der Welt. Sind das alles Loser? Ray ist selber von der plötzlichen Untergangs Situation überfordert. Aber er versucht zu überleben, während um ihn herum die Nachbarn zu Staub zerfallen. Während er sich das einzig fahrbare Auto schnappt, erklärt ihm sein Nachbar (der Automechaniker) dass er das nicht darf. Ray sagt noch: „Wenn du leben willst steig ein!“. Der Nachbar steigt nicht ein und zerfällt zu Staub, wie so viele.

Anstatt das zu würdigen und die Situation zu begreifen benimmt sich Sohn Robbie weiterhin wie ein Ekel.
Die Kritiken zerreißen indessen den Vater als verantwortungslos. Aber von der Vorgeschichte haben wir ja nicht viel gesehen! Wie kam es zum Bruch der Familie? Wer ist schuld an der Trennung der Eheleute? Hier wird einfach dem Klischee gefolgt, das der Mann schuld ist. Aber wie er so im Film, seiner Tochter die Augen verbindet, damit sie das Grauen nicht ansehen muss, da glaube ich nicht dass dieser Mann verantwortungslos ist. Überfordert auf alle Fälle. Aber das wäre jeder in dieser Situation. Klar, er will die Kinder nach Boston bringen. Zur Mutter. Aber irgendwohin muss er ja. Dass die Dreibeiner mittlerweile überall sind, erfährt er erst auf der Flucht nach Boston. Sein Sohn hält ihm das vor. Er meint: „Ray wolle sich nur seiner Kinder entledigen“. Sie abliefern.
Aber das ist nicht die ganze Wahrheit, denn alle sind auf der Flucht und nicht nur Ray mit seinen Kindern

Es gibt eine recht unlogische Szene im Film. Während die Elektrik streikt, steht ein Filmwagen vor den zerbombten Haus der Exfrau, das Ray auf der Flucht als erstes erreicht hat. Diese hat Filmmaterial und Infos für Ray. Ich habe hier aber das Gefühl, das der Zuschauer hier informiert werden soll über die Lage auf der Welt.
Dass Ray nicht das Lieblingslied seiner Tochter singen kann, kann ich auch nicht als „so schlimm“ hinnehmen. So manch ein Elternteil, kann kein Kinderlied heutzutage mehr singen.
In so ein traumatischen Situation ist das vielleicht auch das unwichtigste, finde ich.

Insgesamt ist der Film eher etwas für Technikfreaks, finde ich. Von der Handlung kann man nicht allzu viel erwarten. Ich finde ihn aber trotzdem als gut gemacht. Während des Filmes war es Totenstill im Kinosaal. Das spricht für sich, finde ich. Der Film wird eigentlich nur von 2 Darstellern getragen. Tom Cruise und Dakota Fanning. Jungschauspieler Justin Chatwin kann spielen wie er will. Die Rolle des Sohnes Robbie ist einfach grottenschlecht.
Von Tim Robbins bekommen wir nur ca. 15 Minuten etwas zu sehen. Und so hetzen wir mit Ray und Rachel durch eine Welt, die untergeht. Eine Blutgetränkte Welt, mit Aliens die nicht so lieb sind wie ET oder Alf.

Insgesamt ziehe ich für die dürftige Handlung einen Punkt /Stern ab.
Empfehlenswert ist der Film für FX Fans auf alle Fälle.



Vielen Dank für Euer Lesen, Kommentieren und Bewerten.
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Berlin, 18.07.2005
Es grüßt alle Leser: Bluebirdunfa

Copyright by Bluebirdunfa

34 Bewertungen, 4 Kommentare

  • topfmops

    19.07.2005, 14:36 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    das wesentliche steht schon in den ersten sätzen: wie will - egal wer - jemand gegen das hörspiel von orson welles anstinken?? ich weiss nicht, ob ich mir den film antue, obwohl du mir appetit machst.

  • Mayani

    18.07.2005, 18:16 Uhr von Mayani
    Bewertung: sehr hilfreich

    Also ich mag Tom Cruise ja überhaupt nicht. Schade find ich auch, dass die Story an sich: Aliens bringen die Menschen um = Apokalypse wirklich nicht besonders einfallsreich ist. Als Regisseur hätt ich mir das überlegt, ob ich das in einen F

  • BaBy1987

    18.07.2005, 18:11 Uhr von BaBy1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    hast dir ja echt Mühe gegeben,klasse! den film selbst habe ich noch nicht gesehen,werde ich aber auf jeden fall machen.konnte mich ja zwischen diesem und madagascar nicht entscheiden,nun weiß ich aber,dass dieser geguckt wird :)) lg baby

  • NancyNoack

    18.07.2005, 18:05 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe den Film noch nicht gesehen, habe aber vor mir den noch anzugucken. Dank deines tollen Berichtes, kann ich es kaum noch erwarten den Film zu sehen. LG, Nancy