Kuba Testbericht

Kuba
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Erfahrungsbericht von kangaroe

Eine Perle der Karibik

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im April 2001 war ich 2 Wochen in Kuba. Zweck meines Besuches war, na klar, Urlaub unter Sonne und Palmen.

Um es vorneweg zu sagen: Es war ein klasse Urlaub in einem herrlichen, abwechslungsreichen teilweise positiv verrückten Land!
Ich will nun versuchen, Euch einen kleinen Einblick in diese karibische Perle zu geben.

Landesdaten
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Kuba ist die Hauptinsel der Grossen Antillen und liegt zwischen dem 20. und 24. Breitengrad im Karibischen Meer. Es hat eine Fläche von rund 111.000 qkm. Ca. 11 Mio. Menschen leben dort, davon 2,3 Mio. in Havanna (span.: La Habana), der Hauptstadt Kubas.

Sprachen
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Die Amtssprache ist Spanisch, teilweise wird auch Englisch verstanden. In Touristenzentren wird überall Englisch und größtenteils auch Deutsch verstanden. Letzteres rührt daher, dass viele Kubaner in der ehemaligen DDR lernten oder studierten.

Politische Lage
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Kuba ist bekanntermaßen ein sozialistische Land (seit 1959). Die damals an die Macht gekommene Revolutionsregierung verstaatlichte über 90 Prozent der Industrie und rund 70 Prozent des Agrarlands.
Seit 1976 ist Fidel Castro Staats-, Regierungs- und Militärchef. Sein Einfluss ist also allgegenwärtig. Allerdings haben sich die wirtschaftlichen Probleme durch den Zusammenbruch der UdSSR stark verschärft. Lebensmittel, Benzin und Strom sind knapp. Die Bevölkerung lebt an der Armutsgrenze.

Wirtschaft
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Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt. Der Zucker bringt dem Land 75 bis 90 Prozent der Exportwerte. Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Kaffee, Zitrusfrüchte, Ananas, Reis, Kakao, Bohnen, Bananen, Mais, Baumwolle, Kartoffeln und Tomaten.

Bevölkerung
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Allerdings ist diese Armut nach außen hin gar nicht so sichtbar, denn die Kubaner haben ein sehr sonniges Gemüt, sind immer freundlich und sehr aufgeschlossen. Während unserer Jeep-Rundreise wurde uns allerorts zugewinkt und zugelacht. Auch die Kontaktaufnahme zu den Menschen verlief durchweg positiv.
Die Bevölkerung setzt sich aus allen Hautfarben zusammen. Dieser bunte Multi-Kulti-Mix entstand durch die bewegte Geschichte des Inselstaates, mit der wechselnden Belagerung durch Franzosen, Spanier, Engländer verbunden mit der Sklaverei, welche viele Afrikaner nach Kuba brachte.

Klima
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Auf Kuba ist es immer warm. Es herrschen heiße, subtropische Temperaturen, die durch stetige Winde erträglich sind. Im Winter (20-25°C) gibt es die wenigstens Niederschläge. Dies ist auch die beste Reisezeit für uns Mitteleuropäer (November-April).

Flora und Fauna
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Kuba ist so, wie man sich ein karibisches Land vorstellt, Palmen, Obstbäume, Tabakplantagen und traumhafte Strände, sowie das teilweise dschungelähnliche Escambray-Mittelgebirge.
Die Tierwelt ist vor allen geprägt durch den Reichtum an Vogelarten. Über 300 exotische Vögel gibt es.

Meine Erlebnisse
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Wir befuhren das mittlere Kuba von Nord nach Süd. Das sogenannte Herz Kubas liegt zwischen der Hauptstadt Havanna im Westen und dem Santiago de Cuba im Osten. (Über Havanna werde ich Euch später noch einen Bericht präsentieren. Santiago de Cuba haben wir aus Zeitnot leider nicht besucht.)
Wir besuchten Santa Clara, Trinidad, Cienfugos und wanderten im herrlichen Escambray-Gebirge.

Da wir in offenen Jeeps unterwegs waren, konnten wir das echte Kuba förmlich einatmen!

Im flachen Land war es teilweise sehr eintönig, da sich die Landschaft nur langsam ändert. Man gewöhnt sich schnell an den gebotenen Anblick. Außerdem herrscht sehr wenig Verkehr (Rechtsverkehr wie bei uns) in Kuba, da Sprit sehr knapp geworden ist. Allerdings kann man letzters auch als Vorteil sehen.
Bei Ortsdurchfahrten wird das schnell anders. Da tobt das Leben. Das Straßenbild ist geprägt von fröhlichen Kindern, Zigarre qualmenden Greisen und hübschen Senioritas. Immer wieder ins Staunen haben uns die amerikanischen Straßenkreuzer aus den 50er und 60er Jahren versetzt, welche man nahezu an jeder Ecke sieht. Die Dinger sind einfach unverwüstlich und werden wohl noch 50 Jahre dort laufen. Ich bemerke: das ist kein kubanisches Hobby, sondern eine preislich machbare Möglichkeit an ein Auto zu gelangen.

Traumhaft schließlich auch unsere Fahrt durchs Gebirge. Über enge, extrem steile und mit Schlaglöchern übersäte Wege kletterten wir mit unseren Jeeps über die vor uns liegende Ebene. Der Ausblick war gewaltig und unbeschreiblich schön. Die üppig bewachsenen Hänge und Täler rundeten dieses Panorama ab.

Die anschließende Badewoche verbrachten wir auf der Halbinsel Varadero, DER Tourismus-Insel schlechthin. Da wir dort wirklich nur faulenzten, brauche ich mich wohl nicht großartig drüber auszulassen...

Wichtige Tipps
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Zur Einreise braucht man den Reisepass, welcher noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Weiterhin ist zur Einreise die Touristenkarte nötig. Diese erhält man i. A. im Reisebüro. Sie berechtigt zu einem 30-tägigen Aufenthalt in Kuba.

Kuba hat ein 110-120 Volt-Stromnetz mit 60 Hz. Ihr brauch also einen Adapter für Euren Fön ;-)

Geld kann man an Rezeptionen oder in Banken tauschen. Banken gibt es aber nur in größeren Ortschaften. Am besten ihr nehmt Euch gleich ein paar Dollar-Noten mit. Amerikanische Kreditkarten (American Express u.ä.) werden nicht akzeptiert! Reiseschecks funktionieren ebenfalls nur, wenn sie nicht von einem amerikanischen Institut sind, sagen alle Reiseführer, eine Freundin hatte mit ihren American Express trotzdem Erfolg.(?)
Im Hotels haben wir satte Gebühren gezahlt. Wir hatten DM in Dollar zu einem Kurs von 2,17 getauscht. Das Hotel hat 2,50 genommen!
Falls ihr Euch Pesetos besorgt (Kubanische Landeswährung), dürft Ihr die nicht ausführen!

Impfungen braucht man keine. Kuba hat ein hervorragendes Gesundheitssystem. Malaria gibt es ebenfalls nicht.

Zigarren solltet ihr nur beim zertifizierten Händler kaufen! Achtet auf die Urkunde, wenn Ihr eine Kiste kauft. Im Hotels sind Zigarren mega-überteuert! Bis zu 50 Zigarren darf man ausführen.

Ein schönes Mitbringsel ist Rum. Nehmt nicht den billigsten. 3-5 Dollar solltet Ihr ausgeben. Mit hat der braune Rum sehr gut geschmeckt.

Telefonieren ist teurer als eine 0190-er Nummer bei uns! Für eine 10 Dollar-Telefonkarte könnt ihr ca. 4 Minuten telefonieren. Als Faustregel gilt 6 DM/Minute!

Wenn ihr Euch ein Auto mieten wollt, braucht ihr den normalen Führerschein (manchmal liest man internationaler, stimmt aber nicht) und müsst 21 Jahre alt sein.

Kriminalität gibt es in Kuba nicht. Als Tourist hat man nichts zu befürchten, es sind auch keinerlei Zwischenfälle bekannt.

Reisetipps
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- Santa Clara, die Stadt Che Guevara‘s
- das Kolonialstädtchen Trinidad
- die Bergwelt Escambray im Süden
- HAVANNA!!!!!

Puuuh! So, ich hoffe, ich habe nicht all zu viel vergessen. Ich werde die Meinung bei Gelegenheit oder kritischen Kommentaren natürlich überarbeiten. Gerne beantworte ich auch Fragen zu Kuba.


© 2001-2002 kangaroe

kangaroe@ciao
Joe Black@dooyoo

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Ghostface

    14.02.2002, 23:17 Uhr von Ghostface
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schau doch mal bei mir vorbei!

  • MichaelW97614

    12.02.2002, 16:28 Uhr von MichaelW97614
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht! In KUba war ich auch noch nicht, aber in der Dominikanischen Republik, also gar nicht so weit weg davon! Bye, Michael

  • Keuler

    12.02.2002, 16:23 Uhr von Keuler
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht, würde ich glatt mal hinfliegen, wenn ich das Geld hätte :)