Freizeichen (Taschenbuch) / Ildiko von Kürthy Testbericht

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ab 5,86
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Erfahrungsbericht von MoonSoleil

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Pro:

Humor, Schreibstil, Charaktere

Kontra:

teilweise realitätsfern

Empfehlung:

Ja

So, und es folgt der dritte Streich: „Freizeichen“ von Ildikó von Kürthy. Ein weiteres Buch, das ich während meines Urlaubs gelesen habe.

*´*´*´ Die Story *´*´*´
Die Protagonistin und Ich-Erzählerin ist die 31jährige Annabel (Belle) Leonhard. Seit etwas mehr als vier Jahren ist sie mit Benedikt (Ben) Cramer zusammen. Kurz nach ihrem Geburtstag ist sich Annabel nicht mehr so ganz sicher, was sie eigentlich will und ob ihr momentanes Leben wirklich so das Wahre ist.
Kurz entschlossen und ohne dass jemand davon weiß, fährt sie also für eine Woche zu ihrer Tante, sie fliegt nach Malle.
Kaum gelandet verliebt sie sich auch schon in den jüngeren Robin. Annabel steht eine turbulente Woche bevor. Unter anderem lernt sie auf Mallorca Cora Hübsch kennen, die den meisten von Kürthy-Fans ja noch aus „Mondscheintarif“ bekannt sein dürfte. Zu Cora nur so viel: es gibt interessante Neuigkeiten! Über Cora trifft Annabel auch auf ihre größte Konkurrentin. Die ist groß, dünn, hübsch und hinter ihrem Ben her. Somit ändert sich natürlich alles und Annabel wird sich ziemlich schnell klar darüber, was sie nun wirklich will! Aber das Ende verrate ich natürlich nicht...


*´*´*´ Meine Meinung *´*´*´
Hier hätten wir also den dritten Roman von Ildikó von Kürthy. Eine Autorin, die es wie keine andere versteht einigermaßen anspruchsvolle Frauenromane zu schreiben!
Aber während ich mich mit den beiden Frauen in „Mondscheintarif“ und „Herzsprung“ noch einigermaßen identifizieren konnte – vor allem bei ersterem – dachte ich bei „Freizeichen“ oft nur ,Hoffentlich bin ich in zehn Jahren nicht genauso!‘
Die Story handelt mal wieder von einer Frau Anfang 30, mit Problemen wie sie wahrscheinlich viele Frauen in diesem Alter haben. (Wie lautet die Frage, die jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben hören möchte und natürlich mit JA beantworten wird? \"Hast du abgenommen?\")
Natürlich werden auch hier wieder viele Klischees bedient und einiges wirkt unrealistisch... aber alles liegt noch gerade so im Bereich des Theoritischen.
Ich kann nur so viel sagen: Das Buch war einfach herrlich locker geschrieben! Man konnte einfach nicht aufhören zu lesen, denn man musste ja wissen wie es unserer Heldin weiterhin erging.
Schön auch hier, dass das Buch wieder mit einigen Bildern quasi visuelle Unterstützung bekam.
Was mir nicht so gefallen hat war, wie Cora jetzt so weiterlebt. Die Art von Cora in „Freizeichen“ scheint eine ganz andere zu sein als noch in „Mondscheintarif“.
Außerdem fand ich, das Annabel in ihren Monologen teilweise etwas zu sehr ausschweift und man irgendwann nur noch denkt \"Ja, gut jetzt. Ich will endlich wissen wie\'s weitergeht!\"


*´*´*´ Die Autorin *´*´*´
Ildikó von Kürthy, geboren 1968, lebt in Hamburg und ist Journalistin beim „Stern“. Ihr erster Bestseller „Mondscheintarif“ hat sich über eine Million mal verkauft und wurde fürs Kino verfilmt. Auch „Herzsprung“ und „Freizeichen“ schafften direkt den Sprung auf die Bestsellerliste.

*´*´*´ Details *´*´*´
Verlag: rororo
ISBN: 3-499-23614-1
Erschienen im Jahr 2003.
Preis: 8,90 €
232 Seiten

*´*´*´ Fazit *´*´*´
Habe mich auch bei „Freizeichen“ mal wieder köstlichst amüsiert! Fand es toll, dass man etwas mehr über die liebe Cora erfuhr und wirklich meckern kann man da nicht! Von Kürthy versteht halt was von Frauenproblemen und weiß es schriftlich umzusetzen... bestens, vor allem wenn man hinterher mit Freundinnen drüber reden und lachen kann!!!
4 Sterne gibt’s allerdings deshalb nur, weil teilweise etwas zu lange um den heißen Brei herum geredet wurde und weil ich durch die ersten beiden Romane halt doch etwas Anderes gewohnt war und mehr Realitätsnähe erwartet hatte...

10 Bewertungen