Kultur-Veranstalltungen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Rioja

Es muss nicht immer Riverdance sein ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... oder Lord of the Dance, denn viele wirklich, wirklich, wirklich authentische Ensembles haben auch ihre Daseinsberechtigung. Übrigens habe ich Riverdance und Lord of the Dance mit Michael Flatley jeweils im Original gesehen.

Der folgende Artikel ist von mir für eine Tageszeitung geschrieben und gibt die Atmosphäre während der Veranstaltung wider:

Mit ein paar Sträuchern Stechginster drum herum, in einem urigen Pub sitzen, ein frisch gezapftes Guinness trinken und die Musik in den Ohren, die am Freitagabend im Theater Hameln gespielt wurde ... dann wäre man in Irland.

Doch auch so war viel von \"The Spirit Of Ireland\" zu spüren, mit denen die \"Ceol Chiarrai Productions\" aus Kerry die Hamelner auf die grüne Insel entführten.

Lange bevor Riverdance oder Lord of the Dance irische Musik und den irischen Steptanz berühmt gemacht haben, hat Ceol Chiarrai mit irischen traditionellen Tanzshows in aller Welt erfolgreich gastiert. Die jungen Künstler tanzen, spielen und singen Stücke, die seit Jahrhunderten Teil der irischen Musikkultur sind.

Die meisten bis heute überlieferten Lieder sind entweder alte englische oder schottische Lieder oder Anglo-Irish-Songs (Lieder irischer Dichter in englischer Sprache geschrieben) oder auch eine Mischung aus Irisch und Englisch. Die gängigsten Stücke, zu denen der Tap-Dance dargeboten wird sind Reels, Jigs, Polka oder der Slide.
Zumeist stecken die Lieder mit ihrer unbändigen Fröhlichkeit und dem starken Rhythmus derart an, dass es einem beinah unmöglich scheint, die Füße in ruhiger Position zu belassen. Das Publikum im Saal klatschte bei den ersten Noten schon begeistert mit, blieb dann während der Vorstellung vorwiegend still, um allen Tönen zu lauschen und die Tänzer ausgiebig zu bewundern. Nach jeder Darbietung brandete der Applaus auf. Die Musiker, die nicht versteckt im Konzertgraben oder im Hintergrund saßen, sondern in einer Reihe mitten auf der Bühne, sorgten mit traditionellen Instrumenten - eher selten auf deutschen Bühnen zu hören die Uilleann Pipes (Blechpfeife) - für Stimmung und auch sentimentale Eindrücke.

Gary Masteron verwöhnte die Ohren mit samtiger Stimme und interpretierte Lieder wie \"Green Among the Gold\" oder dem wohl jedem bekannten \"Danny Boy\" wunderschön gefühlvoll. Besonders gelungen auch das Bodhran-Solo von Tony Quinn, der es verstand jede Nuance und jede Tonart aus diesem Instrument herauszuholen. Natürlich standen wohl für die meisten Besucher die Tänzer im Vordergrund. Ein Genuss für die Augen und für die Ohren. Jeder Tap der Schuhe wurde bei dieser Show unverstärkt getanzt (einige Tänzer anderer Shows kleben sich kleine Mikrofone unter die Schuhe oder steppen direkt vor den Mikros) und wurde bis in die letzte Reihe des ausverkauften Theaters gehört. Gern wäre man aufgesprungen, hätte sich dem Lebensgefühl dieser einmalig mitreißenden Musik hingegeben oder wenigstens unter dem Stuhl des Vordermannes mitgesteppt ... das ging bestimmt vielen so. Der riesige Beifall am Ende der Show sprach dafür und noch, als das Licht bereits anging, klatschte man im typischen \"Zugaberhythmus\".

Also eine Show, die für die Fans des traditionellen irischen Tanzes unabdingbar ist!!!!!!!!!!!! Namen unbedingt merken!!!!!!!!

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