Kunella Leinöl Testbericht

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  • Geschmack:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Kletterrose

Bekannt mit Pellkartoffeln und Quark...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da mein Großvater mütterlicherseits aus dem Spreewald kommt, nutzte seine Familie bereits Leinöl, solange wir die Familienchronik zurückverfolgen können. Schon seine Großmutter brachte den bekannten Spruch: "Was macht den Spreewälder stark? Leinöl, Pellkartoffeln und Quark."
In unserer restlichen Familie, die aus anderen Regionen stammt, und die das Leinöl erst nicht so kannte, wird es jetzt auch schon seit einigen Jahrzehnten gern verwendet.
Worauf ich nun näher eingehen möchte, ist das "Speise-Leinöl" der Marke "Kunella Feinkost".

Zu dem Produkt

Es handelt sich um ein kaltgepreßtes Speise-Leinöl aus der Spreewaldregion der Firma "Kunella Feinkost GmbH", die ihren Sitz in 03046 Cottbus hat. Im Internet ist die Firma unter www.kunella-feinkost.com zu finden.

Leinöl als natürliches Heil- und Hausmittel erfreut sich nicht nur im Spreewald großer Beliebtheit. Leinöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und cholesterinarm und dadurch sehr gesund und bekömmlich.
Durch die Nutzung von Leinöl werden nämlich auch die Blutfettwerte positiv beeinflusst, wofür die zu 70 % enthaltene mehrfach ungesättigte Linolsäure sorgt. Selbst Diabetiker können ihre Speisen unbedenklich mit Leinöl anreichern, da es keine Kohlenhydrate enthält.

Leinöl ist gut für Herz, Magen und Darm und wird insbesondere bei Schleimhautreizungen, Verstopfung, Mittelohrentzündung, zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Vorbeugung von Arteriosklerose oder auch Heiserkeit (hierfür sollte das Öl warm gemacht und getrunken werden) verwendet.

Zusammenfassend hier noch die Brenn- und Nährwerte, die wie folgt je 100 ml angegeben sind:

Brennwert: 3441 kJ/837 kcal
Eiweiß: 0 g
Kohlenhydrate: 0 g
Fett: 93 g
- davon gesättigte Fettsäuren: 8,5 g
- einfach ungesättigte Fettsäuren: 16,9 g
- mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 67,6 g
Cholesterin: < 5 mg

Das Leinöl selbst ist von gelblicher Farbe und etwas dickflüssig.
Die Lagerung sollte kühl erfolgen, ich bewahre es nach Anbruch immer im Kühlschrank auf.

Öffnet man die Flasche, die mit einem Drehverschluss ausgestattet ist, entströmt ein sanfter Geruch nach Leinsamen. Leinsamen selbst verwende ich auch sehr gern, ob beim Brotbacken oder im Müsli, da er gesund ist und verdauungsfördernd wirkt. Und eben genau diese verdauungsfördernde Eigenschaft ist auch durch den Verzehr von Leinöl gegeben.

Einsatzmöglichkeiten

Wofür nehme ich nun aber das Leinöl? Am bekanntesten ist wohl, Leinöl mit Pellkartoffeln und Quark zu essen. Das war auch mein erstes Rezept, was ich bereits im Grundschulalter selbständig zubereiten konnte ;-). Und da ja damals Tiefkühlprodukte noch nicht in den heutigen Ausmaßen angeboten wurden, musste man sich eben einfache Gerichte schon von klein auf selber zubereiten.

Gerade in der letzten Woche genossen wir wieder ein rundum gesundes Leinölessen mit Kartoffeln aus dem Garten, die meine Großeltern immer noch selbst anbauen, und mit frischer Petersilie und Schnittlauch im (gekauften) Quark. Die männlichen Mitglieder meiner Familie mögen zwar auch noch ganz gern ein Stück Hausmacherleberwurst dazu, aber mir reicht das Kartoffel/Quark/Leinölessen so wie es ist.

Meine Großeltern essen Leinöl auch manchmal pur mit etwas Brot und Zucker oder so zum Brot. Ich selbst mag das aber nicht so, da mir das Leinöl pur doch einen zu herben und öligen Geschmack hat. Olivenöl z.B. könnte ich auch nicht direkt löffelweise verspeisen, ich mag es nur in Verbindung mit Salaten und zur Zubereitung von gekochten Speisen.

Leinöl kann außerdem noch zum Backen (z.B. Quarkkeulchen) und Kochen (z.B. Bratkartoffeln) genutzt werden, was ich allerdings eher selten mache, da ich dann mehr Sonnenblumenöl bzw. Olivenöl nehme. Meine Uroma allerdings (die Mutter meines Opas, die also auch aus dem Spreewald stammte) machte immer die leckersten Pfannkuchen, die ich je gegessen habe. Und sie nahm dafür neben Talg und Schmalz eben auch Leinöl. Wenn ich heute so darüber nachdenke, waren das damals schon ganz schöne Kalorienbomben, aber geschmeckt haben sie.

Für Salate (z.B. Bohnen- oder Tomatensalat) habe ich Leinöl dann auch schon mal verwandt, allerdings eher selten. Ich nehme Leinöl meistens doch nur für Pellkartoffeln mit Quark.

Preise

Bei unserer letzten Spreewaldtour im August holten wir uns das kaltgepreßte Speise-Leinöl im Zweierpack zu je 250 ml an einem Stand und bezahlten zusammen 4 Euro. In den Supermärkten ist es natürlich auch zu finden, so z.B. bei Reichelt oder im Kaufland.
Im Kaufland habe ich das kaltgepreßte Speise-Leinöl nur in der 100 ml Flasche zu einem Preis von 0,94 Euro gesehen. Das Original Lausitzer Leinöl ist etwas günstiger, hier bezahlt man für 100 ml nur 0,49 Euro und für 250 ml 1,27 Euro.

Da die 250 ml Flasche schon recht viel in der Menge ist, und das Leinöl nur sehr kurze Zeit nach dem Öffnen haltbar ist, empfehle ich auch eher die kleinere Flasche, mit 100 ml. Gerade wenn man Leinöl noch nicht kennt und es dem einen oder anderen dann vielleicht gar nicht schmeckt, hat man dann wenigstens nicht einen riesigen Fehlkauf getätigt. Oder auch selbst wenn man es mag, es aber nicht schafft, es so schnell zu verbrauchen, hat man dann am Ende kein überlagertes und evtl. ranziges Leinöl und kann sich bei Bedarf lieber wieder ein neues kleines Fläschchen besorgen.

Fazit

Wer noch nie in seinem Leben von Leinöl gehört oder es probiert hat, dem empfehle ich, es durchaus einmal zu versuchen.
Mir fiel es nicht weiter schwer, Leinöl zu mögen, da ich bereits als Kind an dieses Öl herangeführt worden bin. Und da ich auch sonst gern mit verschiedenen Ölen koche, backe oder Salate und Speisen zubereite, ist eben auch das Leinöl nicht mehr aus meiner Küche wegzudenken. Ob nun Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Distelöl oder Leinöl, jedes basiert ja auf der Grundlage von speziellen Kernen und Samen und gestaltet so jedes Essen individuell und abwechslungsreich. Nicht zu vergessen sind die guten Eigenschaften des Leinöls wie die Senkung der Blutfettwerte, des Cholesterinspiegels usw.

Wer also auch sonst gern mit verschiedenen Ölgeschmacksrichtungen experimentiert, der dürfte vielleicht auch eine Nutzung von Leinöl in Erwägung ziehen.
Und damit beende ich nun meinen Bericht und wünsche euch einen schönen Abend,

eure Jana

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