LARP (Live-Adventure-Role-Play) Testbericht

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Erfahrungsbericht von edwinmeissner

That´s LARP oder LARP für Anfänger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe LARPER

oder vielmehr die, die Interesse daran haben.
Mit diesem Bericht möchte ich euch nicht mit Regeln und Regelsystemen überschwämmen, sonder vielmehr versuchen einen kurzen Einblick in die praktische Rollenspielwelt zu geben.
Zunächst einmal möchte ich eines klarstellen:
LARPER sind entgegen manchen Gerüchten, keine satanistischen Sektenanhänger, die des Nachts blutrünstige Rituale vollführen, und sich tagsüber die Köpfe einschlagen. Sondern Menschen aus allen Klassen der Gesellschaft, die sich treffen um gemeinsam Spass zu haben.
Dabei gibt es feste Regeln, die durch eine Spielleitung überwacht werden, um einen geregelten Ablauf zu gewährleisten (siehe sämtliche andere Berichte in dieser Sparte).

Meistens findet ein LARP(Live-adventure-role-play) oder auch Con genannt über mehrere Tage hinweg statt.
Jeder Teilnehmer spielt dabei ein bestimmte Rolle seinen sogenannten Charakter. Dieser kann z.B. einem typischen Bild entsprechen (z.B. Krieger, Magier, Burgfräulein, Geleerter, Heiler, etc.) oder auch ein völlig selbst ausgedachter sein. Man gibt diesem Character auch einen eigenen namen, mit dem man sich dann anreden lässt.
Ein bestimmtes Wald oder Stadtgebiet (manchmal auch richtige Dungeons) wird als ´´Spielbrett´´ bestimmt, und man selbst ist die Spielfigur. Man kann nun alleine oder mit anderen Spielern zusammen losziehen und bestimmte Handlungen vornehmen. Bei seinem Abenteuer trifft man immer wieder auf Monster, Räuber oder auch nette Charaktere, die von den sogenannten NSCs (Nicht-Spieler-Charactere)übernommen werden.
Die SL(Spielleitung) überwacht dabei den geregelten Ablauf eines Kampfes, der aber mit extra angefertigten ungefährlichen LARP-Waffen ausgetragen wird (z.B. mit gepolsterten Latex-Schwertern). Ebenso Überwacht die SL auch die Aktivitäten von Magiercharakteren und sorgt für die entsprechenden Folgen bei Spielern.
Damit das ganze möglichst echt wirkt hat jeder Spieler vor Beginn der Veranstaltung seine ``Kostümierung für seinen Character zu beschaffen (kann man je nach Character auch für`n paar Pfennig selber nähen).

Während des Spiels muss man noch unterscheiden zwischen In-time und Out-time. Bei In-time spielt man seinen Character bei Out-time ist man, man selbst (z.B. wenn man mal schnell auf Toilette muss und deshalb kurz den Kampfplatz verlassen muss.
Beim LARP dreht sich aber nicht alles nur ums Kämpfen. Das gemütliche Beisammensitzen am Lagerfeuer gehört ebenso dazu wie die Dialoge zwischen den Charakteren, oder der abendliche Gesang in der Taverne (dem In-time-Wirtshaus).
Jeder spielt mit seinem Character eben das wozu er Lust hat.

Meiner Meinung nach ist LARP ein sehr kommunikationsfreudiges Spiel. Innerhalb von weniger Stunden kann man meist alle Leute kennengelernt haben.
Auch schüchternen Menschen fällt es mit Sicherheit leichter, ihre ´´Angebetete´´ In-time anzusprechen und kennezulernen, als irgendwo auf der Strasse. Oftmals entwickeln sich aus solchen In-time-beziehungen noch jahrelange Freundschaften.
Ich hoffe, das ich euch hiermit einen kurzen Einblick in die LARPWELT vermitteln konnte.
Sicherlich darf ich mich nicht zu den alten Hasen zählen, aber die Atmosphäre von LARPs ist sowieso etwas ganz eigenes.
LARP ist für mich eines der tollsten Hobbys der Welt.
Wenn ihr auch LARPER seid schreibt mir doch mal ins Gästebuch, mein In-time-Name ist Elias.

by(e) Eddy

TIP für weitere Infos: larpwelten.de, larpkalender.de

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • DirkWG

    29.04.2002, 19:22 Uhr von DirkWG
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mmh, tja ... mir sind ja die "Liver" etwas suspekt, so als "normaler" Rollenspieler ... *grins* Übrigens: Vielleicht solltest Du "Geleerter" doch mit "h" schreiben, sonst liest es sich wie "leergemacht&quo