La Strada - Das Lied der Straße (DVD) Testbericht

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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von kowalski6

Ein Meisterwerk der Filmgeschichte

5
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  andere Version

Pro:

Klassefilm mit hervorragenden Schauspielern

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In der vergangenen Woche habe ich zum ersten Mal den Film \"La Strada – Das Lied der Strasse\" gesehen. Da meine Freundin diesen Film schon kannte, habe ich mich auch einmal breitschlagen lassen, mir den Film anzusehen. Normalerweise schaue ich mir solche alten Filme ja eher selten an, aber da der Hauptdarsteller Anthony Quinn in seinen ersten Filmen war, war ich doch dafür zu begeistern. In diesem Film geht es um einen Künstler, der recht barsch und gefühllos zu seinen Mitmenschen ist. Dies erkennt er leider viel zu spät und er möchte am liebsten alles wieder ungeschehen machen. Auch der Regisseur Federico Fellini war für mich ein Begriff – zumindest hatte ich aber schon etwas über ihn gehört.


Die Handlung
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Der grosse Zampano (Anthony Quinn) ist die große Attraktion, wenn er andere Dörfer besucht. Hier kann er den Einwohnern für kurze Zeit etwas Freude bereiten. Zampano ist Entfesselungskünstler und sein großer Trick besteht darin, dass er eine Eisenkette nur mit Hilfe der Muskeln und der Lunge sprengen kann. Für eine Geldsumme von 10.000 Lire kauft er die junge Gelsomina (Giulietta Masina), die bereit ist, seine Begleiterin und Assistentin zu werden. Für Gelsominas Familie ist diese Geldsumme eine ganze Menge, denn die Familie ist arm und ein Esser weniger macht sich schon stark bemerkbar. Gelsomina und der große Zampano gehen mit einem Pferdewagen und einem vorgespannten Motorrad auf Reisen, wo ihr ganzes Hab und Gut deponiert sind.
Aber schon nach wenigen Tagen merkt Gelsomina, dass der große Zampano recht rüde und gefühllos ist. Ihm kann sie kaum etwas recht machen und sie ist nur seine Assistentin. Sie darf nur das machen, was er von ihr verlangt und an seinen Musikinstrumenten darf sie auf keinen Fall beigehen. Das einzige, was sie spielen darf, ist eine kleine Trommel, mit der Zampano bei seinen Shows ein wenig unterstützt.
Unterwegs begegnen sie \"Il Matto\", einen Seiltänzer, den Gelsomina bereits vorher bei einen seiner Auftritte bewundert hatte. Mit ihm streitet sich Zampano aber sofort, denn er mag es nun überhaupt nicht, wenn man über ihm Spaße macht. Es kommt zu einem großen Streit und beide landen im Gefängnis. Wenig später treffen beide wieder aufeinander und diesmal tötet Zampano den Seiltänzer. Dies findet Gelsomina leider überhaupt nicht gut und sie trauert um den Artisten, denn irgendwie mochte sie ihn. Daraufhin trennt sich Zampano von Gelsomina.
Jahre später hört der große Zampano eine Melodie, die vor Jahren einmal immer seine Gelsomina gespielt hat. Er erkundigt sich daraufhin, wo die Sängerin diese Melodie kannte und erfährt somit die traurige Nachricht ....


Die Bilder
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Federicos Fellinis Film \"La Strada\" besticht vor allem wegen der großen Bilderflut und dem Hang zum originalgetreuen Charakter. Die Charaktere von Zampano und Gelsomina werden sehr ausdrucksstark von den beiden Schauspielern gespielt und mich haben vor allem die Augen der Gelsomina beeindruckt. Sie hat zwar im ganzen Film nicht sehr viel zu sagen, aber irgendwie tat sie mir dann doch etwas leid. Das Raubein Zampano hat sie fast wie den letzten Menschen behandelt und so ist es auch klar, dass er auch kaum Freunde hatte. Fellini lässt seine Hauptdarsteller das Bild der Zirkusartisten recht gut spielen und vor allem Anthony Quinn hat mich in der Rolle des Zampano beeindruckt. In diesem Film wird viel von ihm verlangt, denn das muss man ihm erst einmal nachmachen, wenn er mit allem nicht zufrieden ist.


Federico Fellini
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Ich habe fast den Eindruck, dass in diversen TV-Sendern zur Zeit dem Regisseur Federico Fellini eine kleine TV-Serie gewidmet wird, denn folgende Filme kann man demnächst mit Federico Fellini bewundern:
- 27.10.03, Arte: Fellini – Ich bin ein großer Lügner
- 27.10.03, MDR: Julia und die Geister
- 30.10.03, ARD: Intervista
- 31.10.03, 1Muxx: Das süße Leben
- 01.11.03, RBBrandenburg: Stadt der Frauen
- 01.11.03, BR3: Ginger und Fred
- 02.11.03: BR3: Das süße Leben
- 02.11.03, RBBrandenburg: Die Müßiggänger
- 02.11.03, BR3: Mit den Augen der Anderen
- 06.11.03, ARD: Die Stimme des Mondes
Der Grund für diese TV-Serie um den großen Filmemacher liegt auf der Hand: Am 31. Oktober jährt sich zum 10. Mal der Todestag von Federico Fellini. Ich kann daher nur jedem Filmbegeisterten empfehlen, sich mal einen seiner Filme anzusehen. Sie sind einfach einzigartig und man sollte sich auch dabei die ganze Mimik der Charaktere einmal genauer ansehen, denn dafür ist Federico Fellini bekannt.
Mein Geheimtipp von den obigen Filmen ist übrigens \"Das süße Leben\", mit dem Fellini 1959 einen großen Erfolg hatte und in dem immerhin so bekannte Schauspieler wie Marcello Mastroianni und Anita Ekberg die Hauptrollen spielen.


Meine Meinung
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Der Film \"La Strada\" hat mich sehr überrascht. Es war ein sehr ausdrucksstarker Film, den man heutzutage kaum noch im Kino bewundern kann. Der Film ist einfach klasse und selbst im persönlichen Umfeld kann man aus diesem Film eine ganze Menge lernen. Denn wenn man zu jedem Menschen nur grob und unfreundlich ist, wird man keine wirklcihe Freude im Leben haben. Und dies zeigt Fellinis Film ganz gut. Bezaubernd ist aber auch die Rolle der Gelsomina, die richtig gut gespielt wird. Leider kenne ich die Schauspielerin Giulietta Masina überhaupt nicht. Sehr gut dargestellt war übrigens die Szene als Zampona am Meeresstrand auf einmal zusammenbricht und über sein Leben nachdenkt.
Alles in allem ist dieser Film einfach Spitzenklasse und ich habe es nicht bereut, mir den Film mit meiner Freundin zusammen anzusehen. Vor allem aber hat dieser Film eine ganze Menge Diskussionsstoff, mit dem man nach dem Film noch diskutieren kann. Ich hoffe, ich habe einige Leser damit etwas neugierig auf den Film gemacht und vielleicht wird er ja noch einmal im Fernsehen wiederholt.
Der Film stammt übrigens aus dem Jahre 1954, ist in Schwarz-weiss und hat eine Länge von insgesamt 105 Minuten. Freigegeben ist er ab 12 Jahren.

11 Bewertungen