La Strada - Das Lied der Straße (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Gesi42

unbedingt ansehen!

5
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  andere Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

\"La Strada – Das Lied der Strasse\" handelt von einem Straßenkünstler, der auszieht, um anderen Leuten eine Freude zu machen. Beeindruckend ist vor allem die Darstellung des groben und vielleicht etwas ungehobelten Zampano, der sich mit vielen Leuten anlegt und einen Streit fast schon regelmäßig provoziert. Dieser Charakter ist mit Anthony Quinn einfach hervorragend besetzt.


Der Inhalt
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Der grosse Zampano ist ein Strassenartist, der auf der Suche nach einer hübschen Begleiterin ist. Bei der jungen hübschen Gelsomina scheint er dabei fündig geworden zu sein, denn mit einem Betrag von 10.000 Lire kauft er sie von ihrer Familie frei und geht mit ihr auf Reisen. Hier entdecken die beiden völlig unterschiedlichen Menschen die Freuden anderer Menschen. Zunächst ist Gelsomina nur die Assistentin von Zampano, die das Geld von den Besuchern einsammelt, wenn Zampano mal wieder seine Kunststücke zeigt. Aber mit der Zeit entdeckt Zampano auch, dass Gelsomina auch selber aktiv bei seinen Auftritten werden kann und sie arbeiten gemeinsam ein Programm aus. Natürlich behandelt er sie weiterhin ohne ein menschliches Gefühl. Sie ist immer daran Schuld, wenn etwas nicht ganz so klappt.
Gelsomina fasst einen folgenschweren Entschluß: Sie möchte Zampano verlassen und wieder zurück zu ihrer Familie. So hat sie sich ihr Leben mit Zampano als Künstler nicht vorgestellt. Bei ihrer Flucht lernt sie den Seilakrobaten Il Matto kennen, für den sie liebend gerne arbeiten möchte. Aber Zampano spürt sie wieder auf und sie muss weiter nur für ihn da sein.
Zampano und Gelsomina schließen sie daraufhin einem Zirkus an und es kommt schon nach kurzer Zeit zu einem Streit zwischen Zampano und Il Matto. Beide werden so schnell sicherlich keine Freunde und sie landen nach einer heftigen Auseinandersetzung im Gefängnis. Der Zirkus beendet daraufhin die Verträge mit den beiden Künstlern, denn Streit zwischen Künstlern darf es einfach nicht geben.
Zampano und Il Matto gehen daraufhin getrennte Wege, aber nach kurzer Zeit treffen sie wieder aufeinander, wo es zu einer tödlichen Auseinandersetzung kommt. Il Matto erliegt seinen schweren Verletzungen, den ihm Zampano zugefügt hat und er versteckt die Leiche. Einen Mann hat der große Zampano noch nie getötet und deshalb geht es ihm auch recht nahe. Aber Gelsomina kann er trotzdem nicht trösten, die die Auseinandersetzung mit ansehen musste. Beide ziehen daraufhin weiter, aber schon nach kurzer Zeit verlässt Zampano die junge Frau. Sie ist immer noch über den Tod des Artisten bestürzt und kann sich überhaupt nicht mehr konzentrieren.
Es vergehen einige Jahre und Zampano entdeckt eine Melodie, die früher seine Gelsomina gesungen hat. Er hat sie seit seiner Trennung nicht mehr gesehen und erfährt die traurige Nachricht……


Die Impressionen
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Dieser Film aus dem Jahre 1954 gehört zu den Highlights des Regisseurs Federico Fellini. Ihm zu Ehren wird anlässlich des 10. Todestages zurzeit einige seiner Klassiker im Fernsehen noch einmal gezeigt. Der Film \"La Strada – Das Lied der Strasse\" gehört zu den Klassikern der Nachkriegsgeschichte. Mit den Mitteln, die Fellini Anfang der Fünfziger Jahre zur Verfügung standen, hat er einen aussagekräftigen Film hingelegt, den man sich wirklich in Ruhe mal ansehen sollte. Ich habe zwar noch nicht viele Filme von Fellini gesehen, aber dieser Film besticht vor allem wegen der Mimik der beiden Hauptdarsteller Anthony Quinn (Zampano) und Giulietta Masina (Gelsomina). Es ist immer wieder ein Erlebnis den beiden zuzusehen. Sehr imponiert haben mich dabei die grossen Augen der Gelsomina. Solche aussagekräftigen Augen habe ich selten in einem Film gesehen.
\"La Strada – Das Lied der Strasse\" bekam übrigens 1957 den Oscar als bester ausländischer Film. Damit wurde Federico Fellini über Nacht zu einem Star und viele weitere interessante Filme folgten.


Meine Meinung
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Filme aus den Fünfziger Jahren können natürlich nicht mit den heutigen Kino-Highlights mithalten, aber die Dialoge und auch die Darstellung der Charaktere sind auch heute noch sehenswert. Mit Anthony Quinn als gefühlsloser und raubeiniger Straßenkünstler hat dieser Film aber einen Weltstar in der Besetzung, der ganz auf ihn abgestimmt ist. Ich sehe mir Anthony Quinn sehr gerne an und deshalb habe ich mir diesen Klassiker vor einigen Tagen auch noch einmal im Fernsehen angeschaut. Ich hoffe, dass er bald wieder öfters im Fernsehen zu sehen ist.
\"La Strada – Das Lied der Strasse\" ist aber auch eine sehr traurige Tragödie, die zeigt, dass das Leben manchmal nicht immer so rosig sein kann, wie man es sich vielleicht ausmalt. Manchmal stelle ich mir dabei vor, wie dieser Film wohl aussehen mag, wenn man diesen Film in den Neunziger Jahren gedreht hätte. Aber dann wäre er bestimmt nicht so interessant gewesen. Die Handlung muss einfach einige Jahre hinter dem zweiten Weltkrieg liegen, denn sonst wären die Straßenkünstler von damals bestimmt nicht so erfolgreich.
Alles in allem ist dieser Film immer noch sehenswert und wer die Gelegenheit hat, sich diesen Film noch einmal anzusehen, sollte die Gelegenheit nutzen. Mimik, Dialoge und auch die Konkurrenz zwischen den beiden Künstlern Zampano und Il Matto sind einfach sehenswert.
Der Charakter des Zampano hat übrigens auch den Weg in den Duden und in das Fremdsprachenwörterbuch gefunden. Hier steht z.B. die folgende Erklärung dazu:
\"auffälliger, sich lautstark in Szene setzender Mann, der durch übertriebenes Gebaren , durch Protzen o.ä. Eindruck zu machen versucht oder den Eindruck erweckt, Unmögliches machen zu können\".

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