Lamy AL-star, Füller Testbericht

ab 15,20
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von hamse

Stiftung hamsetest sagt: abitauglich

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Denn selbiges hat sie mit mir, ihrem Alulamy (wie ich offiziell heiße, könnt ihr oben nachlesen) auch geschrieben.

Sie hatte mich ja schon vor 3 Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen, weil sie den alten angeknabberten, schwarzen Lamy ihres Bruders leid war, ihre eigene kleine Sammlung ihr aber mal verloren ging. Wie es der Zufall aber so wollte, sah sie mich wenige Wochen später im Landschulheim in einem Geschäft im Schaufenster, inkl. Preisschildchen, auf dem stand 39,90 DM. So wusste hamse auch in etwa was ihr Geburtstagsgeschenk gekostet hatte. Mittlerweile dürfte sich mein Preis also um die 20 Euro bewegen.

Aufgrund dessen, das es sie mehr als nervte, dass meine Tinte immer genau dann leer war, wenn sie welche brauchte, besorgte sie sich eine nachfüllbare Patrone, für ca. 5 DM mit dazugehöriger Tinte. Allerdings schreibe ich auch mit markenfremder Tinte, ich bin da sehr flexibel...

Mittlerweile gibt es offenbar ein Nachfüllsystem von Lamy bei dem man sich die Hände nicht einsaut, denn das hat hamse damals mit einer Regelmäßigkeit getan, die seines gleichen sucht. Wenn ihr mich also jetzt erwerbt bin ich bestimmt mit dem neuen System ausgestattet, so dass ihr nicht ausseht, als wärt ihr ins Tintenfass gefallen, wenn ihr mich nachfüllen müsst.

Meine Nachfüllpatrone hatte aber noch mehr Nachteile, denn irgendwie war die nicht ganz dicht, und hamse saute sich auch beim schreiben immer ein und sah aus wie ein kleines Ferkel. Sie hatte aber immer einen guten Killer, so dass die Schweinereien schnell beseitigt waren...

Eben wegen meiner Nachfüllpatrone, die sie so ganz und gar nicht wegen der Sauereien mochte, stieg sie dann recht schnell wieder auf ihren heißgeliebten Kugelschreiber um, und ich wanderte erst mal für 2,5 Jahre ins Füllernirvana.

Allerdings fingen dann immer mehr Lehrer dann an, davon zu sprechen, das beim schriftlichen Abitur bis zu 3 Notenpunkte wegen des äußeren Erscheinungsbildes flöten gehen können und es deshalb sehr ratsam sei, mit Füller zu schreiben, da man da ja schöner ausbessern könne als mit Kugelschreiber.

Weil ich aber zu der Zeit noch gar nicht prüfungserprobt war, wurde ich wieder hervorgekramt, und bestritt meine ersten Vorabieinsätze auch noch mit der Nachfüllpatrone, die hamse aber irgendwann ins Jenseits beförderte und auf „normale“ Patronen umstieg, die aber leider schweineteuer sind. Den genauen Preis weiß sie leider nicht mehr, oder will sie sich nicht mehr erinnern, jedenfalls ist der Preis ganz schön happig (um die 2 Euro oder so für 5 Patronen....).

Allerdings reichen diese Patronen dann auch sehr viel länger, als eine „Nachgefüllte“, so dass letzten Endes doch wieder alles relativ ist. Während der Abivorbereitung schrieb sie aus psychologischen Gründen auch nur mit mir, weil man sich angeblich eher an das Gelernte erinnern könne, wenn man die Prüfung mit dem gleichen Stift schreibt, weil man das Gelernte dann mit dem Stift verbindet. Oder so ähnlich zumindest, hamse glaubt jedenfalls dran.

Wir haben uns dann wieder richtig lieb gewonnen, auch wenn ich mittlerweile doch schon ziemlich viele Kratzer abbekommen habe. Aber hamse findet das schadet meinem Äußeren nicht, vielleicht hofft sie ja so Eindruck als Streberin schinden zu können. Aber manche Sachen müssen einfach gebraucht aussehen, um richtig schick zu sein, und ich gehöre da nun mal dazu.

Nachdem das Abi erfolgreich überstanden und geschrieben war, (die Ergebnisse lassen vermuten, dass am Psychoeffekt doch was dran ist) lies sie mich irgendwann offen auf ihrem Schreibtisch liegen. Das ist ja eigentlich nichts Neues, das hatte sie ja schon vorher gemacht. Meine Feder lies sich mit ein bisschen Tinte aus der Patrone, aber recht schnell wieder besänftigen. Dieses eine Mal fiel ihr mein Deckel allerdings auf den Boden, und hamse trat mit ihren XX kg Lebendgewicht auf den Deckel drauf. Nun ist der halt nicht mehr rund, sondern oval, aber ich lasse mich damit immer noch zumachen, auch wenn das Ganze jetzt ein wenig seltsam aussieht.

Und wenn wir schon mal dabei sind: ich sehe aus wie ein stinknormaler Lamyfüller, den es schon seit zig Jahren auf dem Markt zu kaufen gibt, bloß halt richtig in alusilber durchgestylt. Meine schwarze Klammer am Deckel und der Lamy –Schriftzug auf meinem Hinterteil dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und schreiben tu ich –auch wie jeder Lamyfüller richtig gut. Meine Feder gibt’s wenn hamse sich noch recht entsinnt, in 3 Stärken, in ihrem Schmuckstück, also mir, befindet sich, so weit sie weiß die Mittlere, aber das ist alles Geschmackssache, und kommt auf den Schreiberling an. Hamse drückt ganz gern ein bisschen fester zu beim Schreiben, so dass ich mittlerweile ein wenig dicker schreibe, als am Anfang, aber das ist ja nicht so wichtig.

Alles in allem kann hamse mich also wie jeden Lamyfüller nur weiterempfehlen, weil ich auch nach längerem Schreiben (wenn man an mich gewohnt ist) nicht weh tue, und auch für hamses etwas seltsame Art einen Stift zu halten geeignet ist. Die Hornhaut, die sie in 13 Jahren Schule am rechten Mittlefinger bekommen hat, nehm ich aber nur teilweise auf meine Kappe, da sind andere auch noch mit dran schuld! Von der merkt man aber kaum noch was, immerhin hat sie ja jetzt schon ganze zwei Wochen Abi *g*

Euer

Lamy Aluminium-Star Füllhalter

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