Las Vegas Testbericht

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Erfahrungsbericht von oexel

Las Vegas ist echt mehr als Disney oder Monte Carlo

Pro:

Viel zu sehen und zu erleben, gar nicht mal so teuer

Kontra:

In jedem Hotel gibt es unzählige Daddelautomaten...

Empfehlung:

Ja

Exklusiver Beigeschmack

Das ist Disneyland ohne begrenzende Umzäunungen gemischt mit Monte Carlo, aber ohne dessen exklusiven Beigeschmack. Aber Las Vegas ist noch viel mehr. Am Beeindruckensten wirkt die in die Wüste gebaute Stadt, wenn man sie am Abend oder in der Nacht nach stundenlanger Fahrt durch die Wüstenlandschaft erreicht. Plötzlich flimmert es aus dem Dunkeln. Ein Spiel von Lichtern und Farben.
Und spätestens dann, wenn man vom Parkplatz zu seiner Hotel-Rezeption gelangen will, entscheidet es sich, ob man Las Vegas mag oder nicht. Denn oft muss man sich den Weg durch riesige Vorhallen voll gestopft mit Spielautomaten, Roulette- und Poker-Tischen bahnen, um endlich einchecken zu können.

Da tobt dann das Leben. Tag und Nacht
Leute stopfen Quarter für Quarter-Stück in die Daddel-Automaten. Manche gar Dollar-Schein nach Dollar-Schein. Alle hoffen auf den großen Gewinn, der auch gar nicht so fern ist, denn immer wieder hört man aus einer der Automatenreihen in der Nähe, wie gewonnene Münzen durch den Ausgabeschacht rattern. Nur selbst merkt man es erst oft zu spät, wie viele Scheine man schon investiert hat...

Hotel Venetian
„Besuchen sie das Hotel Venetian oder schauen sie sich das Piraten-Spektakel vor dem Treasure Island an“, gab uns die freundliche Dame an der Rezeption mit auf den Weg, als wir uns nach den ersten Automaten-Erfahrungen aufmachten, die Stadt zu erkunden. Und was es da zu sehen gibt auf dem Las Vegas Boulevard. Zwischen den Tatzen der Sphinx hindurch gelangt man zum Beispiel ins Pyramiden-Hotel Luxor mit seiner 800 000 Quadratmeter großen Halle - natürlich zumindest teilweise wieder voll gestopft mit Spielautomaten.

Caesars Palace Hotel
Ein paar Häuser weiter gibt es Nachbauten römischer und arabischer Hotel-Paläste, die man ebenfalls durchstreifen kann. Egal, ob man Hotelgast ist oder nicht: Die beiden Shows in Caesars Palace Hotel mit den singenden und sprechenden Statuen sind umsonst.
Ach ja, das Hotel Venetian. Wer glaubt, Gondeln gibt es nur in Venedig, der irrt. Auch durch das Hotel hindurch sowie auf der kleinen Wasserstraße davor lassen sich Touristen durch den Kanal des Hotels gondeln. Einige der Gondoliere sind extra aus Italien eingeflogen worden. Sie, wie auch ihr farbiger Kollege aus den Südstaaten singen lauthals ganze Arien, wenn sie offene Bereiche durchfahren, in denen die Touristen gar nicht oft genug zum Fotoapparat greifen können.

Hotel Mirage
Alla halbe Stunde bricht vor dem Hotel Mirage ein Feuer speiender Vulkan aus. Da bebt die Erde richtig. Ebenfalls kostenlos anzuschauen ist das Seegefecht vor dem Hotel Treasure Island. Alle 90 Minuten bringt dort eine britische Fregatte ein Piratenschiff auf, deren Besatzung sich mit Kanonenkugeln und Säbelrasseln wehrt. Kanonenschüsse donnern durch die Nacht, Wasserfontänen spritzen, Masten knicken und Seeräuber wie englische Matrosen müssen ein (und)freiwilliges Bad nehmen. Zuerst eines im künstlich angelegten Kanal der Szenerie, dann eines im tosenden Applaus der Menge, die sich einfindet, wenn sich die Schiffe in Bewegung setzen.
Shows mit Stars der Extraklasse und Extravaganz werden von Hotelkomplex zu Hotel überboten. Gerade hat Celine Dijon einen Mehrjahresvertrag in einem der Hotels unterschrieben.

Cirque du Soleil im "Bellagio"
Eine Show der besonderen Klasse bietet auch das Hotel Bellagio. Im ersten schon riesigen Vorraum erfüllt zurzeit Blumenduft aus vielen tausend frisch gepflanzten Tulpen, Narzissen, Chrysanthemen und vielen anderen Blumen den Raum. Dann muss man sich wieder durch unendlich lange Reihen von einarmigen Banditen und Räumen von stets neuen Glücksspielen vorarbeiten, ehe man zur Abendkasse für die Show „Cirque du Soleil“ kommt. Die Tickets sollte man besser schon vorbuchen, denn was einem dort geboten wird, ist die 121 Dollar und mehr allemal wert. Sie heißt simpel „O“, eine von zwei Shows, mit denen „Cirque du Soleil“ in Las Vegas vertreten ist. Geboten wird eine perfekte Show mit gekonnter, hinreißender, fast schon verspielt wirkender Akrobatik, schwungvollen Tänzen und einer Bühnentechnik, die ihresgleichen sucht. Mal wirbeln Menschen aus Luftschiffen heraus durch die Luft, mal springen sie hinab in scheinbar unendliche Tiefen des Wassers, während der Bühnenboden schon Sekunden später wieder sämtliches Wasser geschluckt hat und der Zuschauer vom Zauber der tänzerischen Darbietungen gefangen wird. Auch die Maskenbildnerin leistet dabei ganze Arbeit. Alles passt zueinander, ist in sich stimmig.

1000 Wasserfontänen
Wer nach der Show sich wieder den Weg durch die Spielhallen ins Freie bahnt, wird vor dem Hotel von 1000 Wasserfontänen überrascht, die alle halbe Stunde zu Licht und Musik ein um die Wette tanzen.
Ob Zirkusluft im Hotel Circus Circus, Abend-Shows oder schlichtes Flanieren – spätestens nach zwei bis drei Tagen wird man merken, dass die mit jedem Tag nervender wirkenden Spielautomaten, die Shows in und vor den Hotels sowie das ganze Flair der Stadt unzertrennbar miteinander verbunden sind. Nur weil die Las Vegas-Besucher so viel Geld in den Automaten lassen, lebt die Stadt, kann sie sich Weltklasse-Shows und Attraktionen leisten und zieht sie Menschen aus der ganzen Welt an.

37 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Pepask2000

    21.07.2005, 13:39 Uhr von Pepask2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich mal sehr viel Geld übrig haben sollte und es nicht anders investieren möchte, werde ich es sicher mal dort verschwenden... LG. Sebastian