Las Vegas Testbericht

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Erfahrungsbericht von XxLolaxX

Entertainment in the desert

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Verschlafen blinzele ich durch das Fenster des Autos. Doch außer einer weiten, wüstenähnlichen Landschaft können meine müden Augen beim besten Willen noch nichts erkennen. Bis dann plötzlich ein verheißungsvolles Schild am Straßenrand auftaucht. „Welcome to Nevada“! Ganz so weit kann es also schon mal nicht mehr sein, bis wir unser Ziel, die Wüstenoase Las Vegas, erreichen…

Klappe, die 4te! Vor euch seht ihr den nächsten Teil meines USA-Reiseberichtes. Nachdem wir vom Lake Powell wegfuhren, verbrachten wir die restlichen drei Nächte (bis zum 24.Juli 2001) in der Spielerstadt Las Vegas, und was ich dort so erlebte, möchte ich euch in einigen Zeilen erzählen. Dabei bezieht sich mein Bericht hauptsächlich auf die Stadt und ihre Attraktionen selbst, über Hotel/Essen usw. gibt es einen extra Bericht, da dieser Teil hier sonst wohl ins Endlose ausarten würde....

Wir erreichen die 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt Las Vegas also bei Tag (bei Nacht soll der Eindruck noch genialer sein), und man merkt der Stadt gleich an, dass es sich hierbei nicht um eine „normale“ amerikanische Großstadt handelt. Man sieht schon von weitem, dass Las Vegas eben etwas anders ist. Mitten aus der Wüste ragt die Spielhölle – unwirklich, bizarr, verlockend. Mit dem Auto kommen wir kaum voran – schlimm ist das aber nicht, denn die wahnsinnige Atmosphäre hält mich noch immer in ihrem Bann gefangen, der erste Eindruck ist gigantisch. Von weißen Limousinen, Palmen und vielen Touristen umgeben rollen wir also langsam Richtung Hotel – wir hatten uns Zimmer im Imperial Palace genommen, welches mitten auf dem Strip und somit im Herzen von Las Vegas liegt. Noch immer vollkommen überwältigt erreichen wir schließlich unsere Bleibe, nach dem Einchecken und Einräumen schaffen wir beiden Mädels es natürlich nicht, auf unserem Zimmer zu bleiben und machen uns erst mal auf den Weg, den Strip zu erkunden. Draußen herrschen jedoch Temperaturen, bei denen man sich „untrainierter Deutscher“ am liebsten in den nächstbesten Kühlschrank verkriechen würde, denn wenn die Luftfeuchtigkeit nicht so gering wäre, könnte man hier fast von tropischer Hitze sprechen. Die heiße, pralle Sonne im Sommer ist wohl ein Grund dafür, dass sich die meisten Touristen erst am späten Abend oder nachts nach draußen wagen, oder ihr Gesicht gleich hinter dem einarmigen Banditen im Casino ihres Hotels vergraben. Oder ihre Zeit in den weiträumigen, eindrucksvollen und klimatisierten Einkaufszentren (natürlich auch im Hotel) verbringen. Das wollten wir dann auch – unser erstes Ziel ist das schicke „Bellagio“. In die Shops trauen wir uns gar nicht erst rein – hier reihen sich namhafte Designer aneinander – Gucci, Armani.... Preise die ins Unerschwingliche reichten sorgten dafür dass wir weiterzogen. Und so schauen wir uns etwas weiter auf dem Strip um, umgeben von vielen anderen Touristen mit Sonnenbrillen, Einkaufstüten und knappen Klamotten. Schließlich beschließen wir dann, zurück ins Hotel zu gehen. Dort essen wir, um danach das Nachtleben von Las Vegas unsicher zu machen. Zu dritt machen wir uns also mit vollgeschlagenen Bäuchen auf den Weg – wir beiden Mädels in Begleitung von Christinas Onkel, denn nach ca. 22 Uhr ist es uns nicht mehr erlaubt, uns alleine in der Öffentlichkeit aufzuhalten, da wir ja leider noch nicht 21 sind.
So streifen wir also durch die Hotels – durch das riesige Caesar’s Palace, durch das märchenhafte Treasure Island, durch die Welt des Venetian. Und jedes Mal müssen wir zuerst durch die Casinos , denn seitdem ja bekanntlich 1931 in der damaligen Mormonensiedlung das Glücksspiel legalisiert wurde, lebt Las Vegas fast ausschließlich von den prunkvollen CasinoHotels am Strip und Downtown an der Fremont Street. Überall grelle Lichter, einladende Slogans versuchen den Besucher zum Gamblen (Spielen) zu überreden, von allen Seiten dringen die unverkennbaren Geräusche von Spielautomaten an das Ohr. Immer dem roten Teppich nach – dann kommt man weiter in das Hotel rein. Hier verbirgt sich in jedem Hotel eine individuelle Welt (meist findet man hier auch endlich die Lobby), wie zum Beispiel ein Einkaufszentrum im Caesar’s Palace, das stark an das alte Rom erinnert. Ich muss wohl einen beängstigenden Eindruck machen, aber so richtig fassen kann ich das alles nicht. Wie im Traum wandele ich also durch die Menschenmengen, die künstlich-wirkende Spielwelt um mich herum. Erst bei Nacht scheint die Stadt so richtig zu erwachen. Mit offenem Mund und glänzenden Augen verbringe ich also die erste Nacht dort. Auch in den folgenden Tagen schafft es Las Vegas immer wieder, mich in Staunen zu versetzen.


-------Things to do-------

In Las Vegas gibt es wohl unendlich viele Dinge, die man machen kann. An erster Stelle steht für viele über 21 wohl das Gambling, entweder am Automaten oder an den Tischen. Wer hier spielt, sollte sich vielleicht eine Grenze setzen, denn so manch einer hat hier sicherlich schon alles verloren. Betörende Bedienungen versprechen kostenlose Drinks, von den einladend lächelnden Leuten hinter den Spieltischen wird man immer wieder dazu animiert, das Glücksspiel noch einmal zu probieren.
Aber die Stadt hat noch mehr zu bieten. Da wären zum Beispiel die berühmten Shows und Boxkämpfe, zu viele Attraktionen, um sie alle aufzuzählen. Zauber-Shows, Musicals, Konzerte – unzählige Berühmtheiten sind hier anzutreffen. Besonders erwähnenswert ist wohl die Show von Siegfried & Roy im Mirage. Die Karte kostet 100.50 $ und die Show ist ein wirklich lohneswertes Erlebnis.
Zum Relaxen bieten die Hotels gigantische Pool-Anlagen, wie man sie sonst nicht sieht.
Aber auch Parties gibt es hier unzählige, Special Events an fast jedem Wochenende.
Für jeden, der dort ist, sind die Ausstellungen, Einkaufszentren und die Hotels selbst ein Muß, nirgendwo auf der Welt gibt es wohl so viele berühmte Hotels auf nahezu einem Fleck.
Oder hast du es vielleicht aufs schnelle Heiraten abgesehen? Dann bist du hier genau richtig, was zahlreiche Hochzeitsbüros und kleine Kapellen bezeugen könne. Bekanntlich ist in der Wüstenoase aber auch das Scheiden lassen kein großes Problem.
Downtown (Fremont Street) gibt es eine gigantische Decken-Show, vor’m Mirage bricht ein künstlicher Vulkan aus, vor Treasure Island versinkt regelmäßig ein Piratenschiff (natürlich mit einer spektakulären Show), im Excalibur wird man von Merlin höchstpersönlich begrüßt, im Mandalay Bay kann man Bekanntschaften mit Haien machen und im Luxor, das wie eine Pyramide aufgebaut ist, fühlt man sich in die kunstvolle Welt des alten Ägyptens versetzt. Das ist jedoch längst nicht alles.
Auch lohnenswert ist ein Besuch im Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett, unter anderem findet man hier die Figuren von Las-Vegas-Legenden wie Elvis Presley. Eine rasante Fahrt mit einer Achterbahn könnt ihr für knapp 10 $ am New York New York bekommen. Wie man sieht, gibt es unzählige Möglichkeiten, seine Zeit hier zu verbringen.


--------Verkehrsmittel-------

Las Vegas als Stadt in der Wüste hat natürlich einen etwas größeren Flughafen, der von zahlreichen Fluggesellschaften aus aller Welt angeflogen wird. In Las Vegas selbst kommt man wohl am besten zu Fuß voran. Für längere Strecken sollte man sich jedoch ein Taxi nehmen, wenn man nicht gerade das Geld für eine Limousine hat. Zwischen einigen Hotels gibt es auch eine Art „Schwebebahn“.


-------Sicherheit-------

Für Sicherheit ist in Las Vegas ebenfalls gesorgt. So lange man sich auf dem Strip oder der Fremont Street befindet, kann einem nichts passieren. Hier sieht man überall Security-Leute und Polizeimänner auf Fahrrädern. Sobald man sich jedoch als unverkennbarer weiblicher Tourist im Alter von 16 Jahren zu einer mitternächtlichen Stunde um einige Meter in eine Seitenstraße begibt, sollte man sehr vorsichtig sein. Nicht gerade empfehlenswert, auch nicht für alle andern! In den Hotels selbst ist es natürlich selbstverständlich, das alles überwacht ist, Angst muss man dort wirklich nicht haben.


------Essen, Trinken, Unterkunft-------

...dies alles ist hier relativ billig, was natürlich absichtlich so angelegt ist, um mehr Spieler anzulocken, die ihr Geld in den Casinos lassen. Dazu jedoch mehr in einem eigenen Bericht.




Las Vegas ist eine Reise wert – nicht nur um dort zu spielen oder zu heiraten. Diese Stadt gleicht einfach keiner anderen, die künstliche Glitzerwelt wird zwar sicherlich nicht für jeden etwas sein, aber eine Erfahrung ist sie sicherlich wert. Ich selbst werde sicherlich noch mal wiederkommen – und zwar wenn ich die magische Grenzen von 21 Jahren überschritten habe ;) Hier endet unsere 10-tägige Rundreise, und der Aufenthalt war der krönende Abschluss, bevor wir dann über Dallas zurück nach Oklahoma City flogen. Ich habe in den drei Tagen mehr erlebt, als ich hier aufschreiben könnte und mehr Eindrücke gesammelt, als dass sie in in diesen Zeilen alle erwähnt werden könnten.
5 Sternchen für die bizarre Wüstenoase!


So long,

Eure Lola

PS: Der Bericht ist auch bei Ciao erschienen
PPS: Über Kommentare freu ich mich =)

19 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    05.06.2002, 22:20 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wirklich sehr guter und nützlicher Bericht! Greetz keule

  • habitatskater

    05.06.2002, 22:12 Uhr von habitatskater
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter Bericht. Schau mal bei mir rein.