Ärzte,Die Le Frisur Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von TimeQ
Weit unterschätztes Konzeptalbum
Pro:
einige Klassiker, einige wirklich grandiose Stücke
Kontra:
viele wiederverwertete Tracks von ’95, überdurchschnittlich viele Lieder nur mittelmäßig, sogar zwei Coverversionen (kann man natürlich auch positiv sehen …)
Empfehlung:
Ja
Die Ärzte – Le Frisur
CD-Kritik
Design & Allgemeines
So was: Nur ein Jahr nach dem letzten („Planet Punk“) und zwei Jahre vor dem nächs-ten Album („13“) erschien ein recht eigenartiges: Eins, das in Rekordschnelle ausge-nommen wurde und auf dem es nur um Haare geht. Wie man über dieses absurde Thema 17 Songs schreiben kann? Lasst euch überraschen. Zum Design: Auch dieses ist recht eigenartig. Zuerst fällt auf: Es ist wieder mal keine richtige CD-Hülle dabei, sondern eine Papphülle zum Aufklappen. Schon beim Cover wird man stutzig: Kein „Arzt“, keine neue Figur (wie die Bestie), sondern eher etwas im Stile des \'95er „Planet Punks“: Ein „Klemt Echolette“-Verstärker mit Maßbändern o. Ä. oben drauf, so dass es aussieht wie Haare. Oben drüber steht in verschnörkelter Schrift Interpret und Titel der CD. Auf der Rückseite erwartet einen (neben der auffallenden kleinen Gwendoline unten links) die Auflistung der Titel (so was! Ein großer Teil der Titel ist englisch, seltsam) und eben jenes Gerät vom Cover, das diesmal mit einer Bürsten-Irokesen-Punkfrisur aufwartet. Klappen wir das Ganze auf, fallen rechts erst mal die Danksagungen etc. mit einigen Gags und links die Antlitze der drei Ärzte mit unge-wöhnlichen Brillen und Frisuren auf. Darunter steht die höchst aufschlussreiche Mit-teilung „Große Teile dieses Tonträgers wären ohne hochkomplizierte Computersyste-me und extrem billige Sexhefte nicht entstanden.“ Aha! Klappt man weiter auf, erwar-tet einen rechts „die beste Band der Welt“ und mittig die CD, deren Label recht ... voll ist. Das Bild mit den drei Ärzte-Visagen war übrigens das Cover des Booklets, und in dem sind neben den Lyrics vor allem wunderbare Bilder der Ärzte. Auf Seite 3 zum Beispiel gleich mal eins von Bela mit „extrem cooler“ Rockerfrisur. „Berti raus“, teilt er dem Betrachter mit. Der „brutale“ Farin steht gleich nach ein Mal umblättern mit derselben Frisur da und noch einmal weiter natürlich auch noch Rod, der „Tyson“. Dann geht\'s erst mal mit Merchandising weiter, bevor noch ein Bild folgt: Das mit den „Maßbändern“ (oder was immer das sein soll) vom Cover.
Die einzelnen Songs mit Bewertung
1. ~~~ Erklärung (00:58) ~~~
„Richtig supi bist du nur mit einer schicken Haarfrisur“ (Bela)
Auch der Introsong erinnert ziemlich an den von „Planet Punk“: Es wird wortwörtlich erklärt, worum es auf der CD geht: Ausschließlich um Haare. Wie das funktionieren soll, werdet ihr ja noch sehen. Auf jeden Fall heißt es hier erst mal: „Die Ärzte sind wieder da mit einem Konzeptalbum.“ Um mehr geht\'s nicht.
1/1 Punkt, vergleichbar mit: Radio Rap (NudS), Super Drei (Planet Punk)
bisher nicht wiederveröffentlicht
2. ~~~ Mein Baby war beim Frisör ~~~ (02:17)
„Mein Baby war beim Frisör, jetzt hat sie einen Freund weniger“ (Farin)
Das Lied dürfte wohl eins der beiden richtig bekannten auf der CD sein. Es geht dar-um, dass Farins Freundin beim Frisör war – und danach total hässlich aussieht. Das alles mit super Reimen und einer coolen Melodie unterlegt. Es rockt!
4/4 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
3. ~~~ Vokuhila Superstar ~~~ (05:01)
„Es glaubt doch höchstens noch ein Kind, das Zickenbärte kleidsam sind“ (Bela)
Nach zwei sehr kurzen Songs hier mal ein deutlich längerer – mit einem für diese CD gewohnt ungewöhnlichen Titel. Worum es geht, ist leicht beschreibbar: Eben um Vo-kuhila (VOrne KUrz, HInten LAng)-Frisuren-Träger und die Frage „Warum tragt ihr sie?“ Das Ganze hat einen schönen Refrain und rockt, ist aber sonst nichts Besonderes.
7/10 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“ („Vokuhila“), „die ärzte (Ja-pan-Edition)“
4. ~~~ 3-Tage-Bart ~~~ (03:03)
„Die glatte Haut dort im Gesicht, nein, darauf stehen die Frauen nicht“ (Farin)
Worum es geht, sagt auch wieder der Titel. Mal von der Tatsache abgesehen, dass es hier um Bärte und nicht um Vokuhilas geht, ähnelt es dem letzten Song (zumindest textlich) einfach viel zu sehr. Auch hier geht es darum, dass 3-TAGE-BART-Träger einen guten Geschmack haben und einfach perfekt sind. Nur: Der Besungene hat kei-nen solchen Bart, es ist das einzige, das ihm noch fehlt zu seinem Glück. Deutlich bes-ser als der „Vokuhila Superstar“, aber eben viel zu ähnlich.
6/6 Punkte, vergleichbar mit: Vokuhila Superstar, No Future
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“, „die ärzte (Japan-Edition)“, Single „Komm zurück / Die Banane“ (2002, unplugged)
5. ~~~ No Future (Ohne neue Haarfrisur) ~~~ (02:11)
„Die Welt legt leider viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten“ (Farin)
Der erste eindeutig englische Titel (von dem, das in Klammern steht, mal abgesehen). Aber der Text ist komplett deutsch. Und der ähnelt mal wieder viel zu sehr dem vor-hergehenden Titel. Bei Track 4 waren\'s noch Bärte, jetzt sind\'s wieder die Haarfrisuren und es geht darum, dass der ohne eine solche neue keine Freunde, Arbeit, Frauen und Zukunft bekommt. Relativ sinnlos, nicht nur vom Text.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
wiederveröffentlicht auf: „die ärzte (Japan-Edition)“
6. ~~~ Look, don\'t touch ~~~ (02:16)
„In mir steigt der Hass, wenn wer mein Haar anfasst“ (Bela)
Hier geht es darum, dass Bela einfach ein ganz normaler „Supertyp“ ist – mit einer Macke: man darf sein Haar nicht anfassen, sonst geht\'s dem „Toucher“ an den Kragen. Eigentlich ganz lustig und es rockt auch. Es geht zwar auch im Prinzip nur um Haare (sollte es ja auch ;), aber was soll\'s.
3/4 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
7. ~~~ Straight outta Bückeburg ~~~ (04:30)
„In deinen Träumen bist du zutätowiert“ (Farin)
Noch so ein englischer Titel! Hier geht es um einen Typ, der eigentlich ganz perfekt ist – aber dem kein Bart wächst. Kennen wir das nicht irgendwo her? Richtig, der 3-Tage-Bart lässt grüßen. Aber musikalisch ist\'s was ganz anderes. Es fängt recht poppig an, bis es immer mehr zu rocken anfängt und am Ende ein Wahnsinns-Gitarrensolo kommt. Die letzten anderthalb Minuten sind sowieso instrumental, und das kann nicht schaden, den Text kennt man sowieso schon vom erwähnten Track 4.
6/7 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
bisher nicht wiederveröffentlicht
8. ~~~ Medusa-Man (Serienmörder Ralf) ~~~ (05:58)
„Doch Serienmord ist populär und irgendwann kommt irgendwer und der mordet dann wie er [Ralf]“ (Bela)
Nach dem Titel erwartet man musikalisch eigentlich was anderes, als das, was hier geboten wird: Eine ruhige Ballade. Zum Text jedenfalls (der mal was ganz anderes ist als z. B. „3-Tage-Bart“) passt’s nicht: Es geht um den SERIENMÖRDER RALF, der einmal wie Medusa sein wollte und deshalb zu morden anfing - „mit seinem Haar“. Eigentlich nicht gerade lustig, aber irgendwo dann doch wieder. Das Balladen-Mäßige geht die ganze Zeit durch, nur am Schluss gibt\'s doch ein langsames E-Gitarren-Solo. Die Melodie könnte allerdings schöner und abwechslungsreicher sein.
8/11 Punkte, vergleichbar mit: Mit dem Schwert nach Polen, warum René? (DBiM)
wiederveröffentlicht auf: „die ärzte (Japan-Edition)“
9. ~~~ Haar ~~~ (04:09)
„Wie wunderbar ist so langes Haar“ (Die Ärzte)
Deutet der „einfallsreiche“ Titel auf ein ebenso unkreatives Lied hin? Zumindest der Anfang klingt schon mal sehr ungewöhnlich, mit seinen Synthesizer-Klängen. Nur hintergründig hört man kaum verständliche Stimmen. Doch dann rockt es auf einmal wie ein Donnerschlag los. Aber die schwer verständlichen Stimmen bleiben erhalten. Der sehr kurze Refrain klingt irgendwie nach „Grau“, das zwei Jahre später erschien. Klingt alles recht weit hergeholt, aber wenn man mal genau auf den Text achtet – im Booklet steht er nicht – hat man schon was zu lachen. Witzig!
7/8 Punkte, vergleichbar mit: Grau (13)
wiederveröffentlicht auf: Single „3-Tage-Bart“ (1996, als „Vader Abraham Respect-Mix“)
10. ~~~ Dauerwelle vs. Minipli ~~~ (00:54)
„Dauerwelle, Dauerwelle, Minipli, Minipli!“ (Die Ärzte)
Schon der Anfang (und nicht nur der) klingt Hard-Rock-mäßig. Dann geht\'s mit Ge-schrei los. Und dann ertönt, kaum verständlich: „Dauerwelle, Dauerwelle!“ - „Minipli, Minipli!“ Ich sag nur: Muss man gehört haben. Trotz nicht mal einer Minute Länge wohl einer der besten Songs auf der CD, wenn nicht der beste. In der Kürze liegt eben die Würze. PS: Der Song wurde auch beim MTV-Unplugged-Konzert von die ärzte (nicht ganz unplugged) gespielt, außerdem gab es ihn auf der DVD „Killer“ in grandi-osen Instrumental-Karaoke-Versionen zu hören!
1/1 Punkt, vergleichbar mit: nichts
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“, „die ärzte (Japan-Edition)“
11. ~~~ Der Afro von Paul Breitner ~~~ (02:01)
„Wär ich der Freund von Heike Makatsch, dann wär ich echt okay“ (Farin)
Hier geht\'s darum, dass jemand perfekt wäre – hätte er den Afro von Paul Breitner, das Hirn von Bela B., den Bart von Rudi Schenker, die Zähne von Farin U. und mehr. A-ber eben nur, wenn! Textlich recht witzig, sonst durchschnittlich.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart, Alles so einfach (RmdSU!)
bisher nicht wiederveröffentlicht
12. ~~~ Motherfucker 666 ~~~ (03:02)
„Ich scheiß auf ihre Blödheit, ich bin ja selber dumm“ (Farin)
Schon der Titel ist (für die CD gewohnt) ungewöhnlich. Dann geht\'s aber los: In per-fektem Dialekt zählt Farin auf, worauf er alles „scheißt“: Auf ihre Nase, auf ihr Ge-wicht, auf ihre Maße, auf ihr Gesicht, auf Spagetti, auf Spagat, auf Tornados, auf Erd-beben, auf die Müllabfuhr, auf George W. Bush, auf Amerika, auf die ganze Welt – oh, da hab ich wohl was durcheinander gebracht. Der Refrain, der nur aus „Die Frisur“ besteht (das ist nämlich das einzig Wichtige für Farin) klingt ganz anders als der „spa-ßige“ Rest. Und auch das rockige Intro ist cool. Lustig!
5/6 Punkte, vergleichbar mit: Die Allerschürfste (DBiM)
bisher nicht wiederveröffentlicht
13. ~~~ Monika ~~~ (00:45)
„Achselhaare hast du auch und Schambehaarung bis zum Bauch“ (Farin)
In einem Satz: Hier geht es um die stark behaarte MONIKA. Lustig, auf Rockabilly gemacht.
1/1 Punkt, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
14. ~~~ Hair today, gone tomorrow ~~~ (02:56)
„Wirst du mich noch lieben, wenn ich mal kahl bin?“ (Bela)
Hier mal wieder ein englischer Titel. Er ist nämlich angelehnt an „Here today, gone tomorrow“ von den Ramones. Schön, wie der Titel zum Text passt: Es geht nämlich um zwei Verliebte, die sich dadurch kennen lernten, dass sich ihr Haar bei einem „Me-tall“-Konzert verfing. Eins ist klar: Sie findet an ihm besonders das Haar schön. Aber: „Wirst du mich noch lieben, wenn ich mal kahl bin?“ Das Ganze mit einer wunder-schönen Melodie – toll.
5/5 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
15. ~~~ Am Ende meines Körpers ~~~ (02:48)
„Erforscht wurde mein Körper richtig gründlich bisher nur an meinen Zehen“ (Farin)
“AM ENDE MEINES KÖRPERS – von den Füßen aus gesehen – wachsen Haare.“ Schon der erste Satz dieses genialen Lieds weist auf den kranken Humor hin, der einen hier erwartet. Es geht sogar so weit, dass Farin sein tiefstes Geheimnis verrät: Er schneidet manchmal seine Haare ab, doch – „sie wachsen von alleine wieder nach“! Das Ganze noch mit Mysterious Rock unterlegt (ist das nicht eine schöne Wortschöp-fung von mir?), super.
5/5 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
16. ~~~ Kaperfahrt ~~~ (02:21)
„Alle, die Wale und Robben fangen, müssen Männer mit Bärten sein“ (Die Ärzte)
Neben „Haar“ ein Lied auf dem Album, das nicht (!) von den Ärzten geschrieben wur-den. Der Song handelt von (scheinbar „an“getrunkenen) Seeleuten, die eine Bedingung für ihre Mitfahrer setzen: Sie „müssen Männer mit Bärten sein!“ Ganz witzig, ganz anders, ganz okay.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: Seemanns-Liedern
bisher nicht wiederveröffentlicht
17. ~~~ Zusammenfassung ~~~ (00:04)
„Das war harter Stoff“ (Dagmar)
Was kann man in 4 Sekunden zusammen fassen? Ganz klar: „Puh – das war harter Stoff!“
0/0 Punkte, vergleichbar mit: Claudia (Teil 95, DBiM)
Gesamt: 65/81 =
80 %
---
HINWEISE ZUM BEWERTUNGSSYSTEM
Bei meinem Bewertungssystem wird jeder Song einzeln bewertet, und zwar nicht in Prozent oder (Schul-)Noten, sondern in Punkten. Da es aber weniger stört, wenn ein 01:00-Song mise-rabel ist, als wenn ein 05:00-Song schlecht ist, hängt die Anzahl der zu erreichenden Maxi-malpunktzahl für jeden Song von seiner Länge ab. Also kann ein 01:00- bei weitem nicht so viele Punkte erreichen wie ein 05:00-Song. Wie viele genau, das funktioniert so: Ab jeder halben Minute ist ein Punkt mehr zu erreichen. Eine Ausnahme bilden Unter-einer-Minute-Lieder: Die müssen nur 20 (und nicht 30) Sekunden lang sein, um einen Maximalpunkt erhalten zu können. (Lieder unter 20 Sekunden werden also nicht bewertet.) Also sieht das Ganze fol-gendermaßen aus:
00:00 – 00:19: 0 Maximalpunkte (0/0)
00:20 – 00:59: 1 Maximalpunkt (x/1)
01:00 – 01:29: 2 Maximalpunkte (x/2)
01:30 – 01:59: 3 Maximalpunkte (x/3)
02:00 – 02:29: 4 Maximalpunkte (x/4) und so weiter.
Die Ermittlung der Länge eines Liedes überlasse ich übrigens dem Programm WinAmp 5: Ich lege die CD ins Laufwerk und lese durch WinAmp die Länge des Stückes ab. Das ist weitaus zuverlässiger als die meisten Angaben auf CD-Hüllen.
Am Ende wird dann zusammengerechnet: Die erreichbaren Maximalpunkte und die tatsäch-lich erreichten Punkte. Schließlich wird ausgerechnet, wie viel Prozent die erreichten Punkte von den erreichbaren einnehmen. Diese Prozentzahl ergibt dann das Endergebnis, welches dann – im Gegensatz zu den einzelnen Liedern – auch in Prozent angegeben wird. CDs unter 20 % sind wirklich grottenschlecht, bis 40 % kaum erwähnenswert, bis 70 % durchschnittlich, bis 85 % ziemlich bis richtig gut und alles darüber deutet auf eine Top-CD hin.
Falls eine Doppel-CD vorliegt, werden übrigens die Punkte genauso zusammengezählt – nur eben von beiden CDs zusammen.
Noch einige Ausnahmen: Hat eine CD irgendwelche besonderen, nennenswerten Features wie besonders umfangreiche Booklets, Aufkleber o. Ä. kann es auch Aufwertungen geben und zwar bis zu 2 %. Abwertungen, z. B. für besonders schlechtes Design, gibt es dagegen nicht. Es kommt ja schließlich auf die Musik an und die wird schon bei den einzelnen Songs mit bewertet. Dasselbe gilt für sog. Nulltracks: Befindet sich vor dem eigentlichen ersten Lied noch ein weiteres (durch Zurückspulen zu erreichen), kann das noch mal 1 oder – wenn es richtig gut ist – 2 % für das Endergebnis draufgeben. Ist der Nulltrack dagegen schlecht, gibt es keine Abwertung. Man muss ihn sich ja nicht anhören, wenn man die CD auf normale Weise laufen lässt. „Normale“ Hidden Tracks, also welche hinter dem letzten Lied, werden dagegen normal mitbewertet, so wie jeder andere Song auch. Denn die gehören ja richtig mit zur CD und laufen auch, wenn man die CD nicht nach dem vermeintlich letzten Lied aus-schaltet.
CD-Kritik
Design & Allgemeines
So was: Nur ein Jahr nach dem letzten („Planet Punk“) und zwei Jahre vor dem nächs-ten Album („13“) erschien ein recht eigenartiges: Eins, das in Rekordschnelle ausge-nommen wurde und auf dem es nur um Haare geht. Wie man über dieses absurde Thema 17 Songs schreiben kann? Lasst euch überraschen. Zum Design: Auch dieses ist recht eigenartig. Zuerst fällt auf: Es ist wieder mal keine richtige CD-Hülle dabei, sondern eine Papphülle zum Aufklappen. Schon beim Cover wird man stutzig: Kein „Arzt“, keine neue Figur (wie die Bestie), sondern eher etwas im Stile des \'95er „Planet Punks“: Ein „Klemt Echolette“-Verstärker mit Maßbändern o. Ä. oben drauf, so dass es aussieht wie Haare. Oben drüber steht in verschnörkelter Schrift Interpret und Titel der CD. Auf der Rückseite erwartet einen (neben der auffallenden kleinen Gwendoline unten links) die Auflistung der Titel (so was! Ein großer Teil der Titel ist englisch, seltsam) und eben jenes Gerät vom Cover, das diesmal mit einer Bürsten-Irokesen-Punkfrisur aufwartet. Klappen wir das Ganze auf, fallen rechts erst mal die Danksagungen etc. mit einigen Gags und links die Antlitze der drei Ärzte mit unge-wöhnlichen Brillen und Frisuren auf. Darunter steht die höchst aufschlussreiche Mit-teilung „Große Teile dieses Tonträgers wären ohne hochkomplizierte Computersyste-me und extrem billige Sexhefte nicht entstanden.“ Aha! Klappt man weiter auf, erwar-tet einen rechts „die beste Band der Welt“ und mittig die CD, deren Label recht ... voll ist. Das Bild mit den drei Ärzte-Visagen war übrigens das Cover des Booklets, und in dem sind neben den Lyrics vor allem wunderbare Bilder der Ärzte. Auf Seite 3 zum Beispiel gleich mal eins von Bela mit „extrem cooler“ Rockerfrisur. „Berti raus“, teilt er dem Betrachter mit. Der „brutale“ Farin steht gleich nach ein Mal umblättern mit derselben Frisur da und noch einmal weiter natürlich auch noch Rod, der „Tyson“. Dann geht\'s erst mal mit Merchandising weiter, bevor noch ein Bild folgt: Das mit den „Maßbändern“ (oder was immer das sein soll) vom Cover.
Die einzelnen Songs mit Bewertung
1. ~~~ Erklärung (00:58) ~~~
„Richtig supi bist du nur mit einer schicken Haarfrisur“ (Bela)
Auch der Introsong erinnert ziemlich an den von „Planet Punk“: Es wird wortwörtlich erklärt, worum es auf der CD geht: Ausschließlich um Haare. Wie das funktionieren soll, werdet ihr ja noch sehen. Auf jeden Fall heißt es hier erst mal: „Die Ärzte sind wieder da mit einem Konzeptalbum.“ Um mehr geht\'s nicht.
1/1 Punkt, vergleichbar mit: Radio Rap (NudS), Super Drei (Planet Punk)
bisher nicht wiederveröffentlicht
2. ~~~ Mein Baby war beim Frisör ~~~ (02:17)
„Mein Baby war beim Frisör, jetzt hat sie einen Freund weniger“ (Farin)
Das Lied dürfte wohl eins der beiden richtig bekannten auf der CD sein. Es geht dar-um, dass Farins Freundin beim Frisör war – und danach total hässlich aussieht. Das alles mit super Reimen und einer coolen Melodie unterlegt. Es rockt!
4/4 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
3. ~~~ Vokuhila Superstar ~~~ (05:01)
„Es glaubt doch höchstens noch ein Kind, das Zickenbärte kleidsam sind“ (Bela)
Nach zwei sehr kurzen Songs hier mal ein deutlich längerer – mit einem für diese CD gewohnt ungewöhnlichen Titel. Worum es geht, ist leicht beschreibbar: Eben um Vo-kuhila (VOrne KUrz, HInten LAng)-Frisuren-Träger und die Frage „Warum tragt ihr sie?“ Das Ganze hat einen schönen Refrain und rockt, ist aber sonst nichts Besonderes.
7/10 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“ („Vokuhila“), „die ärzte (Ja-pan-Edition)“
4. ~~~ 3-Tage-Bart ~~~ (03:03)
„Die glatte Haut dort im Gesicht, nein, darauf stehen die Frauen nicht“ (Farin)
Worum es geht, sagt auch wieder der Titel. Mal von der Tatsache abgesehen, dass es hier um Bärte und nicht um Vokuhilas geht, ähnelt es dem letzten Song (zumindest textlich) einfach viel zu sehr. Auch hier geht es darum, dass 3-TAGE-BART-Träger einen guten Geschmack haben und einfach perfekt sind. Nur: Der Besungene hat kei-nen solchen Bart, es ist das einzige, das ihm noch fehlt zu seinem Glück. Deutlich bes-ser als der „Vokuhila Superstar“, aber eben viel zu ähnlich.
6/6 Punkte, vergleichbar mit: Vokuhila Superstar, No Future
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“, „die ärzte (Japan-Edition)“, Single „Komm zurück / Die Banane“ (2002, unplugged)
5. ~~~ No Future (Ohne neue Haarfrisur) ~~~ (02:11)
„Die Welt legt leider viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten“ (Farin)
Der erste eindeutig englische Titel (von dem, das in Klammern steht, mal abgesehen). Aber der Text ist komplett deutsch. Und der ähnelt mal wieder viel zu sehr dem vor-hergehenden Titel. Bei Track 4 waren\'s noch Bärte, jetzt sind\'s wieder die Haarfrisuren und es geht darum, dass der ohne eine solche neue keine Freunde, Arbeit, Frauen und Zukunft bekommt. Relativ sinnlos, nicht nur vom Text.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
wiederveröffentlicht auf: „die ärzte (Japan-Edition)“
6. ~~~ Look, don\'t touch ~~~ (02:16)
„In mir steigt der Hass, wenn wer mein Haar anfasst“ (Bela)
Hier geht es darum, dass Bela einfach ein ganz normaler „Supertyp“ ist – mit einer Macke: man darf sein Haar nicht anfassen, sonst geht\'s dem „Toucher“ an den Kragen. Eigentlich ganz lustig und es rockt auch. Es geht zwar auch im Prinzip nur um Haare (sollte es ja auch ;), aber was soll\'s.
3/4 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
7. ~~~ Straight outta Bückeburg ~~~ (04:30)
„In deinen Träumen bist du zutätowiert“ (Farin)
Noch so ein englischer Titel! Hier geht es um einen Typ, der eigentlich ganz perfekt ist – aber dem kein Bart wächst. Kennen wir das nicht irgendwo her? Richtig, der 3-Tage-Bart lässt grüßen. Aber musikalisch ist\'s was ganz anderes. Es fängt recht poppig an, bis es immer mehr zu rocken anfängt und am Ende ein Wahnsinns-Gitarrensolo kommt. Die letzten anderthalb Minuten sind sowieso instrumental, und das kann nicht schaden, den Text kennt man sowieso schon vom erwähnten Track 4.
6/7 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart
bisher nicht wiederveröffentlicht
8. ~~~ Medusa-Man (Serienmörder Ralf) ~~~ (05:58)
„Doch Serienmord ist populär und irgendwann kommt irgendwer und der mordet dann wie er [Ralf]“ (Bela)
Nach dem Titel erwartet man musikalisch eigentlich was anderes, als das, was hier geboten wird: Eine ruhige Ballade. Zum Text jedenfalls (der mal was ganz anderes ist als z. B. „3-Tage-Bart“) passt’s nicht: Es geht um den SERIENMÖRDER RALF, der einmal wie Medusa sein wollte und deshalb zu morden anfing - „mit seinem Haar“. Eigentlich nicht gerade lustig, aber irgendwo dann doch wieder. Das Balladen-Mäßige geht die ganze Zeit durch, nur am Schluss gibt\'s doch ein langsames E-Gitarren-Solo. Die Melodie könnte allerdings schöner und abwechslungsreicher sein.
8/11 Punkte, vergleichbar mit: Mit dem Schwert nach Polen, warum René? (DBiM)
wiederveröffentlicht auf: „die ärzte (Japan-Edition)“
9. ~~~ Haar ~~~ (04:09)
„Wie wunderbar ist so langes Haar“ (Die Ärzte)
Deutet der „einfallsreiche“ Titel auf ein ebenso unkreatives Lied hin? Zumindest der Anfang klingt schon mal sehr ungewöhnlich, mit seinen Synthesizer-Klängen. Nur hintergründig hört man kaum verständliche Stimmen. Doch dann rockt es auf einmal wie ein Donnerschlag los. Aber die schwer verständlichen Stimmen bleiben erhalten. Der sehr kurze Refrain klingt irgendwie nach „Grau“, das zwei Jahre später erschien. Klingt alles recht weit hergeholt, aber wenn man mal genau auf den Text achtet – im Booklet steht er nicht – hat man schon was zu lachen. Witzig!
7/8 Punkte, vergleichbar mit: Grau (13)
wiederveröffentlicht auf: Single „3-Tage-Bart“ (1996, als „Vader Abraham Respect-Mix“)
10. ~~~ Dauerwelle vs. Minipli ~~~ (00:54)
„Dauerwelle, Dauerwelle, Minipli, Minipli!“ (Die Ärzte)
Schon der Anfang (und nicht nur der) klingt Hard-Rock-mäßig. Dann geht\'s mit Ge-schrei los. Und dann ertönt, kaum verständlich: „Dauerwelle, Dauerwelle!“ - „Minipli, Minipli!“ Ich sag nur: Muss man gehört haben. Trotz nicht mal einer Minute Länge wohl einer der besten Songs auf der CD, wenn nicht der beste. In der Kürze liegt eben die Würze. PS: Der Song wurde auch beim MTV-Unplugged-Konzert von die ärzte (nicht ganz unplugged) gespielt, außerdem gab es ihn auf der DVD „Killer“ in grandi-osen Instrumental-Karaoke-Versionen zu hören!
1/1 Punkt, vergleichbar mit: nichts
wiederveröffentlicht auf: „Wir wollen nur deine Seele“, „die ärzte (Japan-Edition)“
11. ~~~ Der Afro von Paul Breitner ~~~ (02:01)
„Wär ich der Freund von Heike Makatsch, dann wär ich echt okay“ (Farin)
Hier geht\'s darum, dass jemand perfekt wäre – hätte er den Afro von Paul Breitner, das Hirn von Bela B., den Bart von Rudi Schenker, die Zähne von Farin U. und mehr. A-ber eben nur, wenn! Textlich recht witzig, sonst durchschnittlich.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: 3-Tage-Bart, Alles so einfach (RmdSU!)
bisher nicht wiederveröffentlicht
12. ~~~ Motherfucker 666 ~~~ (03:02)
„Ich scheiß auf ihre Blödheit, ich bin ja selber dumm“ (Farin)
Schon der Titel ist (für die CD gewohnt) ungewöhnlich. Dann geht\'s aber los: In per-fektem Dialekt zählt Farin auf, worauf er alles „scheißt“: Auf ihre Nase, auf ihr Ge-wicht, auf ihre Maße, auf ihr Gesicht, auf Spagetti, auf Spagat, auf Tornados, auf Erd-beben, auf die Müllabfuhr, auf George W. Bush, auf Amerika, auf die ganze Welt – oh, da hab ich wohl was durcheinander gebracht. Der Refrain, der nur aus „Die Frisur“ besteht (das ist nämlich das einzig Wichtige für Farin) klingt ganz anders als der „spa-ßige“ Rest. Und auch das rockige Intro ist cool. Lustig!
5/6 Punkte, vergleichbar mit: Die Allerschürfste (DBiM)
bisher nicht wiederveröffentlicht
13. ~~~ Monika ~~~ (00:45)
„Achselhaare hast du auch und Schambehaarung bis zum Bauch“ (Farin)
In einem Satz: Hier geht es um die stark behaarte MONIKA. Lustig, auf Rockabilly gemacht.
1/1 Punkt, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
14. ~~~ Hair today, gone tomorrow ~~~ (02:56)
„Wirst du mich noch lieben, wenn ich mal kahl bin?“ (Bela)
Hier mal wieder ein englischer Titel. Er ist nämlich angelehnt an „Here today, gone tomorrow“ von den Ramones. Schön, wie der Titel zum Text passt: Es geht nämlich um zwei Verliebte, die sich dadurch kennen lernten, dass sich ihr Haar bei einem „Me-tall“-Konzert verfing. Eins ist klar: Sie findet an ihm besonders das Haar schön. Aber: „Wirst du mich noch lieben, wenn ich mal kahl bin?“ Das Ganze mit einer wunder-schönen Melodie – toll.
5/5 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
15. ~~~ Am Ende meines Körpers ~~~ (02:48)
„Erforscht wurde mein Körper richtig gründlich bisher nur an meinen Zehen“ (Farin)
“AM ENDE MEINES KÖRPERS – von den Füßen aus gesehen – wachsen Haare.“ Schon der erste Satz dieses genialen Lieds weist auf den kranken Humor hin, der einen hier erwartet. Es geht sogar so weit, dass Farin sein tiefstes Geheimnis verrät: Er schneidet manchmal seine Haare ab, doch – „sie wachsen von alleine wieder nach“! Das Ganze noch mit Mysterious Rock unterlegt (ist das nicht eine schöne Wortschöp-fung von mir?), super.
5/5 Punkte, vergleichbar mit: nichts
bisher nicht wiederveröffentlicht
16. ~~~ Kaperfahrt ~~~ (02:21)
„Alle, die Wale und Robben fangen, müssen Männer mit Bärten sein“ (Die Ärzte)
Neben „Haar“ ein Lied auf dem Album, das nicht (!) von den Ärzten geschrieben wur-den. Der Song handelt von (scheinbar „an“getrunkenen) Seeleuten, die eine Bedingung für ihre Mitfahrer setzen: Sie „müssen Männer mit Bärten sein!“ Ganz witzig, ganz anders, ganz okay.
2/4 Punkte, vergleichbar mit: Seemanns-Liedern
bisher nicht wiederveröffentlicht
17. ~~~ Zusammenfassung ~~~ (00:04)
„Das war harter Stoff“ (Dagmar)
Was kann man in 4 Sekunden zusammen fassen? Ganz klar: „Puh – das war harter Stoff!“
0/0 Punkte, vergleichbar mit: Claudia (Teil 95, DBiM)
Gesamt: 65/81 =
80 %
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HINWEISE ZUM BEWERTUNGSSYSTEM
Bei meinem Bewertungssystem wird jeder Song einzeln bewertet, und zwar nicht in Prozent oder (Schul-)Noten, sondern in Punkten. Da es aber weniger stört, wenn ein 01:00-Song mise-rabel ist, als wenn ein 05:00-Song schlecht ist, hängt die Anzahl der zu erreichenden Maxi-malpunktzahl für jeden Song von seiner Länge ab. Also kann ein 01:00- bei weitem nicht so viele Punkte erreichen wie ein 05:00-Song. Wie viele genau, das funktioniert so: Ab jeder halben Minute ist ein Punkt mehr zu erreichen. Eine Ausnahme bilden Unter-einer-Minute-Lieder: Die müssen nur 20 (und nicht 30) Sekunden lang sein, um einen Maximalpunkt erhalten zu können. (Lieder unter 20 Sekunden werden also nicht bewertet.) Also sieht das Ganze fol-gendermaßen aus:
00:00 – 00:19: 0 Maximalpunkte (0/0)
00:20 – 00:59: 1 Maximalpunkt (x/1)
01:00 – 01:29: 2 Maximalpunkte (x/2)
01:30 – 01:59: 3 Maximalpunkte (x/3)
02:00 – 02:29: 4 Maximalpunkte (x/4) und so weiter.
Die Ermittlung der Länge eines Liedes überlasse ich übrigens dem Programm WinAmp 5: Ich lege die CD ins Laufwerk und lese durch WinAmp die Länge des Stückes ab. Das ist weitaus zuverlässiger als die meisten Angaben auf CD-Hüllen.
Am Ende wird dann zusammengerechnet: Die erreichbaren Maximalpunkte und die tatsäch-lich erreichten Punkte. Schließlich wird ausgerechnet, wie viel Prozent die erreichten Punkte von den erreichbaren einnehmen. Diese Prozentzahl ergibt dann das Endergebnis, welches dann – im Gegensatz zu den einzelnen Liedern – auch in Prozent angegeben wird. CDs unter 20 % sind wirklich grottenschlecht, bis 40 % kaum erwähnenswert, bis 70 % durchschnittlich, bis 85 % ziemlich bis richtig gut und alles darüber deutet auf eine Top-CD hin.
Falls eine Doppel-CD vorliegt, werden übrigens die Punkte genauso zusammengezählt – nur eben von beiden CDs zusammen.
Noch einige Ausnahmen: Hat eine CD irgendwelche besonderen, nennenswerten Features wie besonders umfangreiche Booklets, Aufkleber o. Ä. kann es auch Aufwertungen geben und zwar bis zu 2 %. Abwertungen, z. B. für besonders schlechtes Design, gibt es dagegen nicht. Es kommt ja schließlich auf die Musik an und die wird schon bei den einzelnen Songs mit bewertet. Dasselbe gilt für sog. Nulltracks: Befindet sich vor dem eigentlichen ersten Lied noch ein weiteres (durch Zurückspulen zu erreichen), kann das noch mal 1 oder – wenn es richtig gut ist – 2 % für das Endergebnis draufgeben. Ist der Nulltrack dagegen schlecht, gibt es keine Abwertung. Man muss ihn sich ja nicht anhören, wenn man die CD auf normale Weise laufen lässt. „Normale“ Hidden Tracks, also welche hinter dem letzten Lied, werden dagegen normal mitbewertet, so wie jeder andere Song auch. Denn die gehören ja richtig mit zur CD und laufen auch, wenn man die CD nicht nach dem vermeintlich letzten Lied aus-schaltet.
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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08.10.2004, 21:36 Uhr von lilly
Bewertung: sehr hilfreichIch kenne unheimlich viele Ärzte Alben und ausgerechnet dieses habe ich noch nie ganz gehört. Super Bericht! LG, Steffi
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08.10.2004, 21:10 Uhr von Looser1
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht!! Und der Überschrift kann ich nur zustimmen! Muss die CD wohl auch mal wieder einschieben :-)
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