Crazy (Taschenbuch) / Lebert Benjamin Testbericht

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Erfahrungsbericht von merrü
Die Geschichte von einem, der auszog, leben zu lernen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Benjamin Lebert
Crazy
Das ist schon so eine Sache mit dem berühmt werden. Zumindest, wenn man es vor dem Dreißigsten geschafft haben will. Sicher, da gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Man könnte Rennfahrer werden, Jungpolitiker, minderjähriger Serienkrimineller, Soapstar oder Schülersprecher. Nur ist der Erfolg keineswegs garantiert.
Oder aber, man schreibt ein Buch. Eines von denen, wo man sich nicht viel ausdenken muss, in dem man mal so richtig seine Meinung sagt und die Sätze schreibt, wie man will. Eben ganz im Sinne der dichterischen Freiheit. Dann werden sich Generationen von Literaturdozenten darüber den Kopf zerbrechen, in welche Stilform sich dieses Debütwerk einordnen ließe und wie es im Verhältnis zu den noch folgenden Texten des Autors steht. Das Alter diktiert den Erfolg.
In diesem Fall ist der Autor 17 Jahre und erfolgreich. Er schreibt in Sätzen, die im Durchschnitt vielleicht 7 worte umfassen, was er denkt, fühlt und erleidet. Er schreibt dabei nichts Neues. Eigentlich nur das, was warscheinlich die meisten Jugendlichen in seinem Alter durchmachen. Er schreibt das Tagebuch eines Sechzehnjährigen als Roman. Ein Buch vom Erwachsenwerden. er wählt die richtigen Worte im kurzen Stil der Gedankenfetzen, die schenll notiert werden müssen, bevor sie wieder ins Meer des Vergessens vergehen, aus dem sie grade erst aufgestiegen sind. Und vielelciht nie wieder aufsteigen werden.
Das ist das Geheimnis seines Erfolges. Der Auto schafft eine Atmosphäre, in die der Leser eintauchen kann. Geht er darauf ein, erkennt er sich selbst darin wieder.
Das Meer des Vergessens liegt nicht mehr nur grau in der Erinnerung begraben. Es wird aufgewühlt. Hin und wieder speit er das Gewesene, die längst gedachten Gedanken, die begrabenen Wünsche, die verdrängte Perversion der Jugend aus der Tiefe ans Tageslicht zurück.
Der Leser hinfragt und versteht sich selbst. Wenn er will.
Treu nach seinem selbst gewählten Motto: \"Literatur ist, wenn du ein Buch liest und unter jeden Satz ein Häkchen setzen könntest-weil es stimmt. [...] Wenn du bei jedem Absatz das Gefühl hast, dass du genauso gehandelt oder gedacht hättest wie die Romanfigur. Dann ist es Literatur\" Schafft es Benjamin Lebert indem er fast alles von sich preisgibt, dass sich seine Leser bei ihren Gedanken ertappt fühlen, wenn sie seine lesen.
Dabei ist es egal, dass die Gespräche mit den Freunden oftmals Philosophisch überfrachtet, literarisch aufgepoppt und stellenweise unglaubwürdig erscheinen. Es ist der Versuch eines talentierten Jungen, gut zu sein. er ist erfolgreich.
Der Rest der Story.
Ein 16-jähriger Junge, der linksseitig fast gelähmt ist, wird wegen schlechter Leistungen zum fünften Mal an eine an eine andere Schule versetzt, diesmal ins Internat. Die Eltern sind auf dem besten Wege sich zu trennen, die Schwester ist lesbisch, die eigene Behinderung macht ihm zu schaffen. Wenn er nicht grade im Matheunterricht seine täglichen Niederlagen einsteckt oder vergeblich in der Nachhilfe schwitzt, hängt er mit seinen Freunden ab. Alles ist crazy, nur Langeweile nicht. Das ist die Lebensphilosophie, und so wird gelebt.
Auf der Suche nach dem Faden des Lebens gilt es alles mitzunehmen, was man kriegen kann: Sex and Drugs and Rock \'n\' Roll. Dazwischen liegen Heinweh, München, das Internat, der Drang zum Weitermachen, der Wille zur Aufgabe und immer wieder die geilen Mädchen. Die Geschihte von einem, der auszog, leben zu lernen...!
Fazit: Ein tolles Buch!
Crazy
Das ist schon so eine Sache mit dem berühmt werden. Zumindest, wenn man es vor dem Dreißigsten geschafft haben will. Sicher, da gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Man könnte Rennfahrer werden, Jungpolitiker, minderjähriger Serienkrimineller, Soapstar oder Schülersprecher. Nur ist der Erfolg keineswegs garantiert.
Oder aber, man schreibt ein Buch. Eines von denen, wo man sich nicht viel ausdenken muss, in dem man mal so richtig seine Meinung sagt und die Sätze schreibt, wie man will. Eben ganz im Sinne der dichterischen Freiheit. Dann werden sich Generationen von Literaturdozenten darüber den Kopf zerbrechen, in welche Stilform sich dieses Debütwerk einordnen ließe und wie es im Verhältnis zu den noch folgenden Texten des Autors steht. Das Alter diktiert den Erfolg.
In diesem Fall ist der Autor 17 Jahre und erfolgreich. Er schreibt in Sätzen, die im Durchschnitt vielleicht 7 worte umfassen, was er denkt, fühlt und erleidet. Er schreibt dabei nichts Neues. Eigentlich nur das, was warscheinlich die meisten Jugendlichen in seinem Alter durchmachen. Er schreibt das Tagebuch eines Sechzehnjährigen als Roman. Ein Buch vom Erwachsenwerden. er wählt die richtigen Worte im kurzen Stil der Gedankenfetzen, die schenll notiert werden müssen, bevor sie wieder ins Meer des Vergessens vergehen, aus dem sie grade erst aufgestiegen sind. Und vielelciht nie wieder aufsteigen werden.
Das ist das Geheimnis seines Erfolges. Der Auto schafft eine Atmosphäre, in die der Leser eintauchen kann. Geht er darauf ein, erkennt er sich selbst darin wieder.
Das Meer des Vergessens liegt nicht mehr nur grau in der Erinnerung begraben. Es wird aufgewühlt. Hin und wieder speit er das Gewesene, die längst gedachten Gedanken, die begrabenen Wünsche, die verdrängte Perversion der Jugend aus der Tiefe ans Tageslicht zurück.
Der Leser hinfragt und versteht sich selbst. Wenn er will.
Treu nach seinem selbst gewählten Motto: \"Literatur ist, wenn du ein Buch liest und unter jeden Satz ein Häkchen setzen könntest-weil es stimmt. [...] Wenn du bei jedem Absatz das Gefühl hast, dass du genauso gehandelt oder gedacht hättest wie die Romanfigur. Dann ist es Literatur\" Schafft es Benjamin Lebert indem er fast alles von sich preisgibt, dass sich seine Leser bei ihren Gedanken ertappt fühlen, wenn sie seine lesen.
Dabei ist es egal, dass die Gespräche mit den Freunden oftmals Philosophisch überfrachtet, literarisch aufgepoppt und stellenweise unglaubwürdig erscheinen. Es ist der Versuch eines talentierten Jungen, gut zu sein. er ist erfolgreich.
Der Rest der Story.
Ein 16-jähriger Junge, der linksseitig fast gelähmt ist, wird wegen schlechter Leistungen zum fünften Mal an eine an eine andere Schule versetzt, diesmal ins Internat. Die Eltern sind auf dem besten Wege sich zu trennen, die Schwester ist lesbisch, die eigene Behinderung macht ihm zu schaffen. Wenn er nicht grade im Matheunterricht seine täglichen Niederlagen einsteckt oder vergeblich in der Nachhilfe schwitzt, hängt er mit seinen Freunden ab. Alles ist crazy, nur Langeweile nicht. Das ist die Lebensphilosophie, und so wird gelebt.
Auf der Suche nach dem Faden des Lebens gilt es alles mitzunehmen, was man kriegen kann: Sex and Drugs and Rock \'n\' Roll. Dazwischen liegen Heinweh, München, das Internat, der Drang zum Weitermachen, der Wille zur Aufgabe und immer wieder die geilen Mädchen. Die Geschihte von einem, der auszog, leben zu lernen...!
Fazit: Ein tolles Buch!
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