Les Misérables - Gefangene des Schicksals (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Lady_Jaelle

Kampf um die Freiheit!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Allgemeines:
**********
Les Misérables ist ein Musical in zwei Akten. Die Musik stammt von Claude-Michel Schönberg. Herbert Kretzmer stellte die Gesangstexte des Stückes zusammen. Das Drehbuch wurde von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nach dem Roman von Victor Hugo und einem Libretto von Alain Boublil und Jean-Marc Natel geschrieben. Uraufgeführt wurde Les Misérables (Die Elenden) am 08.10.1985 in London. Das Musical spielt in er Zeit von 1815 bis 1834 in Frankreich (Digne, Montreuil-sur-Mer und Paris).

Weitere Werke von Claude-Michel Schönberg:
Miss Saigon (1989)


Personen:
-----------
- Jean Valjean (Sträfling 24601, Bürgermeister und Fabrikbesitzer)
- Javert (Inspektor)
- Fantine (Fabrikarbeiterin bei Valjean)
- Cosette (Fantines Tochter)
- Thénadier (Wirt)
- Madama Thénadier (seine Frau)
- Eponine (deren Tochter)
- Marius (Student)
- Gavroche (Gassenjunge)
- Bischof von Digne
- 2 Wachtmeister
- 2 Arbeiter
- Arbeiterinnen, Matrosen, Huren
- Alte Frau, Bamatobois, Bettlerin, junge Prostituierte, Zuhälter, 2 Straßenkinder
- Studenten (Enjolras, Combeferre, Feuilly, Courfeyrac, Joly, Prouvaire, Grantaire, Lesgles)
- Thénadiers Bande (Montparnasse, Claquesous, Babet, Brujon)
- Armeeoffizier
- Frauen
- 3 Posten
- Majordomus
- Chöre


Inhalt:
*****
Der Sträfling Jean Valjean beschließt nach seiner Entlassung (19 Jahre Haft wegen des Stehlens von einem Laib Brot) und einem Verstoß gegen die Bewährungsauflagen, den ihm der Bischof von Digne aufrichtig verzeiht, ein besserer Mensch zu werden. Er schafft es unterzutauchen und in den folgenden acht Jahren mit einer neuen Identität und neuer Lebensphilosophie zu einem Fabrikbesitzer und Bürgermeister von Montreuil-sur-Mer aufzusteigen. Als er von Inspektor Javert erfährt, dass ein seit acht Jahren flüchtiger Sträfling endlich gefasst worden sei und seiner gerechten Bestrafung entgegensehe, stellt Valjean die Dinge richtig, legt ein Geständnis ab und – flieht. Da er einer ehemaligen Arbeiterin (Fantine) seiner Fabrik vor ihrem Tod versprochen hatte, sich um ihre Tochter Cosette zu kümmern. Valjean muss Cosette von den Thénadiers abkaufen und geht mit ihr nach Paris. Neun Jahre später in Paris am Vorabend des Arbeiteraufstandes. Eponine (von ihren verarmten Eltern getrennt) hat sich unglücklich in den politisch engagierten Studenten Marius verliebt, denn dieser ist seit langem auf der sehnsuchtsvollen Suche nach einer ihn begehrenden Frau, die er in den unruhigen Zeiten nicht mehr aufspüren kann. Diese Frau ist Cosette. Großmütig unterdrückt Eponine ihr eigenes Verlangen und führt die beiden Liebenden in Valjeans Haus zusammen. Valjean, der hinter einem Überfall einer Straßenbande auf sein Haus einen Anschlag seines Erzrivalen Javert vermutet, beobachtet aus nächster Nähe die Barrikadenkämpfe, in deren Verlauf Eponine getötet und Marius schwer verwundet werden. Der von den Studenten festgenommene Javert wird auf Valjeans Betreiben hin laufen gelassen; in einer Art Gegenzug erlaubt der dienstbeflissene Inspektor Valjean kurze Zeit später, den verletzten Marius ins Hospital zu bringen. Javert stürzt sich wegen seines Pflichtverstoßes in die Seine. Valjean zieht sich zurück, während Cosette Marius gesundpflegt. Nach ihrer Hochzeit besuchen sie den todkranken Valjean, der die beiden über Cosettes Vergangenheit aufklärt.


Fazit:
****
Ein sehr schönes Musical, welches das Wechselspiel von Freud und Leid in Kriegszeiten anschaulich aufzeigt. Die Aufführung in London (2000) war sehr aufwendig gestaltet (Kostüme, Bühnenbild). Hin- und hergerissen zwischen den einzeln Charaktären, ständig darauf lauernd was nun als nächstes geschehen würde. Kaum meint man, die Handlung wendet sich zum Guten, widerfährt einer der Hauptpersonen der nächste Schicksalsschlag. Dieses Musical schafft es ohne Schwierigkeiten den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und ihn bis zum Ende nicht mehr los zulassen. Jeder Charakter bezaubert auf seine eigene Art. Sei es nun Cosette mit ihrer Liebe zu Marius oder der überstreng wirkende Javert, der am Ende Gnade vor Recht ergehen lässt.
Das einzig problematische für mich an dieser Vorführung jedoch waren einige textliche Verständnisschwierigkeiten. Sofern man sich jedoch vorher ein wenig mit dem Inhalt des Musicals befasst hat, fällt dies nicht sonderlich ins Gewicht.
Auf alle Fälle kann ich dieses Musical nur weiter empfehlen.