Solange du da bist (Taschenbuch) Testbericht

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Erfahrungsbericht von sloope

Marc Levy – Solange du da bist

Pro:

Schöne, interessante Story um zwei Menschen

Kontra:

Schlechter Schluss, schlechte Recherche zum Thema \"Koma\"

Empfehlung:

Ja

Marc Levy – Solange du da bist

An sich mag ich nicht diese Schnulzen-Wälzer, 500 Seiten, Liebe, Romantik, und Co.
Aber in dieses Buch hab ich mich sofort verliebt.
Vielleicht weil es sicher kein Schnulzen-Wälzer ist?

Charaktere

Lauren
Lauren ist eine junge Assistenzärztin in einem Krankenhaus in San Francisco. Sie hat eine gute Beziehung zu ihrer Mutter, lebt mit ihrem Hund in einer Wohnung und ist ledig.

Arthur
Arthur ist etwas älter als Lauren. Er ist Architekt und hat sein eigenes Büro mit seinem besten Freund Paul. Als er ein Kind war, lebte er mit seiner Mutter und einem Freund von ihr in einem wunderbaren Haus am Strand. Später starb sie und er lebte im Waisenhaus (wo er auch Paul kennenlernte)

Die Geschichte
Lauren hat einen Unfall. Sie konnte das Auto nicht mehr lenken! Jetzt liegt sie da, überall ist Blut...
Der Notarzt versucht alles um ihr leben zu retten. Aber sie ist tot.
Die Leiche von Lauren wird abtransportiert. Aber was ist das? Sie lebt! Ihr Herz hat wieder begonnen zu schlagen.
Aber keiner hat noch Hoffnungen – auch nicht ihr Chef im Krankenhaus. Trotzdem versucht er sein Glück, operiert Lauern. Ab diesen Zeitpunkt liegt sie im Koma, hirntot.

Arthur steigt gerade in die Badewanne seiner neuen Wohnung in San Francisco. Plötzlich hört er Geräusche, die scheinbar aus dem Schrank kommen... Er öffnet sie... Eine Frau! Da ist eine Frau in seinem Schrank.
Sie sieht ihn an, als wäre er ein Geist – „Sie können mich sehen?“ Natürlich kann Arthur sie sehen, aber die Geschichte, die die junge Frau ihm jetzt erzählt, scheint ganz anders zu sein: Sie würde im Koma liegen und durch ihre Gedanken könne sie, wie eben, gehen, laufen und reden. Arthur glaubt ihr natürlich kein Wort.
Und die Frau ist... Lauren! Und die Wohnung ist die, in der Lauren früher lebte.
Erst will Arthur nichts von Lauren wissen. Aber vielleicht genau ab dem Zeitpunkt, als sein Kumpel Paul ihn für verrückt hält, weil er mit sich selbst redet und seinen Arm immer so komisch nach oben hält, als würde er jemanden umarmen, vielleicht ab diesem Zeitpunkt beginnt die wunderbare Geschichte der Lauren und des Arthur.
Doch irgendwann, nach Monaten, fährt ein schwarzer Blitz durch die Geschichte: Die Ärzte überreden Lauren’s Mutter die junge Frau sterben zu lassen – „es hat doch keinen Sinn“. Der Versuch, Lauren’s Mutter irgendwie zu bereden klappt nicht.
Also beschließt Arthur Lauren’s Körper zu kidnappen und in das Haus seiner Mutter zu bringen...

Fazit
Ein wunderbares Buch!
Ich fand die Geschichte von Anfang an interessant (Koma ist in unserer Familie leider ein großer Begriff...)
Aber nach dem Klappentext klingt das Buch etwas nach Science-Fiction, Geisterstory. In Wirklichkeit ist es ein toller Roman, der sehr echt wirkt.

Was mich gestört hat, ist die Recherche mit dem Thema. Marc Levy stellt sich die ganze Geschichte etwas zu leicht vor: Man kann eine Frau nicht einfach so aus dem Krankenhaus holen und in einem Haus tagelang liegen lassen. Woher hat er die Nahrung? Wie ernährt er sie überhaupt? Woher sind die Medikamente (die jeder Patient braucht!)? und, und, und.
Ebenso störend fand ich das Ende, das absolut keines war... Doch, es war ein Ende aber vielleicht etwas unerwartet? Ein anderes Ende wäre passender zu dem Buch gewesen!

Im großen und ganzen ist es ein sehr, sehr tolles, gefühlvolles Buch. Das Kapitel, wo es meist um Arthur’s Zeit als Kind ist, ist sehr ausgeschmückt und farbenfroh. Man lernt Arthur und auch seine Mutter sehr gut kennen, die anscheinend ein wunderbarer Mensch gewesen sein muss.
Arthur selbst lernt viel dazu, in dem Abschnitt mit Lauren, und Lauren selbst ist ein sehr willensstarker und selbstbewusster Charakter.

Ich empfehle das Buch Erwachsenen sowie Jugendlichen ab circa 13 oder 14 Jahren. (Darunter dürfte es vielleicht eher uninteressant wirken). Es ist ein schönes, gefühlvolles aber auch sehr spannendes Buch!

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Lotosblüte

    12.12.2005, 11:45 Uhr von Lotosblüte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe den Film gesehen, der auch sehr berührend war. <br/>lg