Lexmark Rückgabe-Druckkassette Testbericht

ab 138,21
Auf yopi.de gelistet seit 01/2004

Erfahrungsbericht von catmother

Das treibt den Preis des Druckers enorm nach oben

Pro:

zuverlässig, einfacher Einbau, gute Reichweite

Kontra:

enorm teuer, nicht alternativ befüllbar

Empfehlung:

Ja

Nun habe ich in meiner langen Zeit hier bei yopi schon fast alle unsere vergangenen, verstorbenen und noch lebenden Drucker in der Abteilung beschrieben, die ja immerhin noch drei Stück an der Zahl sind.
Letzte Woche musste ich für die beiden Großdrucker von Lexmark Toner bestellen, ein enormer Finanzposten so auf einmal, und da will ich gleich die Gelegenheit nutzen, über dieses doch so notwendige, aber eben preisintensive Zubehör herzuziehen.


** Lexmark **
Ich war ja schon von Anfang an der Meinung, daß wir mit dem Kauf eines bzw. zweier Lexmark-Drucker einen Fehlgriff getan hatten. Leider war zu der Zeit unsere IT-Abteilung da noch federführend, vor allem mit dem Argument, daß man, wenn alle Abteilungen auf Lexmark umstellen, bei den Verbrauchsteilen günstiger einkaufen könne. Inzwischen legt sich da unten aber keiner mehr Toner auf Halde, so daß wir doch jede Kartusche einzeln anfordern müssen und das auch gleich teurer bezahlen.
Preisvorteil Nr. 1 adé.
Außerdem ist Lexmark eine der wenigen Firmen, bei denen die Originalpatronen nicht nachzufüllen gehen, ohne danach Probleme zu verursachen. Sagte mir eine Firma in unserer Nähe, die sich auf die Befüllung leerer Kartuschen und Patronen spezialisiert hat. Damit ist die Möglichkeit von Preisvorteil Nr. 2 auch dahin, und wir müssen nach wie vor teuer kaufen.

Also, ich rate euch, sowas vorher abzuchecken.


** Aussehen **
Das Paket, in dem die Patrone geliefert wird, ist recht groß und enthält die eigentliche Kartusche, die Einbauanleitung und einen Rücksendeschein, mit dem man leere Tonerkassetten an den Hersteller zurückschicken und recyceln lassen kann. Das übernimmt gottseidank immer unsere IT-Abteilung, aber es scheint zu funktionieren.

Nun, wie beschreibe ich so eine Kartusche? Es ist einfach eine riesige Trommel mit einem Griff oben dran, zwei Einführlaschen, mit denen man sie in das Gerät einsetzt.
Frisch geliefert, ist eine Schaumstoffumhüllung drum herum und eine Plastikarretierung für den Druckkopf.

Kurz, schaut euch das Foto an.

Bei dieser Kartusche handelt es sich übrigens ausschließlich um eine sogenannte Rückgabekassette. Die Originalkassette würde die Bezeichnung 12A5745 tragen. Wie Lexmark das jetzt kontrolliert, entzieht sich meiner Kenntnis.


** Technische Daten **
Geeignet ist diese Kartusche für die Drucker Für die Drucker Lexmark Optra T610, Optra T610n, Optra T614, Optra T614nl, Optra T614n, Optra T616, Optra T616n und Optra T612.

Farbe: Schwarz
Kompatibel für Gerätemarke: LEXMARK
Patronen-Nummer: 12A5845
Spezial-Farbe: nein
Typ: Laser
Verwendbar für Drucker: ja
Verwendbar für Faxgeräte: nein
Verwendbar für Kopierer: nein
Verwendbar für Multifunktionsgeräte: nein


** Informationen des Herstellers **
„In Anlehnung an das mit Optra S eingeführte innovative Druckkassettenkonzept für Druckerfamilien hat Lexmark die Optra T Druckassetten für die Verwendung in allen vier Modellen der Optra T Drucker konzipiert – vom Optra T610 und seinen 15 S./Min. bis zum Optra T616 und seinen 35 S./Min. Diese Einzelelement-Lösung für eine so große Bandbreite an Produkten ist in der Branche einmalig und bietet Kunden höchste Flexibilität und Kosteneinsparungen, da nur noch eine einzige Druckkassette für alle Optra T Druckbedürfnisse bestellt und gelagert werden muss. Lexmark bietet eine große Auswahl an Druckkassetten, sodass unsere Kunden die Lösung wählen können, die ihre Bedürfnisse am besten erfüllt. Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören Druckkassetten mit und ohne Rückgabemöglichkeiten, unterschiedlichen Ergiebigkeiten sowie besondere Kassetten mit Fixieröl-Reinigungsfunktionen für Kunden, die eine große Zahl an Etiketten drucken. Die Ergiebigkeit der regulärer Optra T Druckkassette liegt bei 10.000 Seiten und die der hochergiebigen Druckkassette bei 25.000 Seiten. Diese Ergiebigkeitswerte beruhen auf einer Seitendeckung von 5 % bei vergleichbaren branchenüblichen Einstellungen (Tonersättigung = 5). Die branchenführende Kapazität von 25.000 Seiten der hochergiebigen Druckkassette bedeutet, dass weniger Bedienereingriffe, Inventuren und Bestellungen erforderlich sind als für die meisten Konkurrenzprodukte mit 'maximaler Kapazität'. Dies bringt auch eine höhere Produktivität und deutliche Kosteneinsparungen bei den verborgenen Betriebskosten. Die hochergiebige Optra T Druckkassette schont außerdem die Umwelt, da weniger Druckkassetten und weniger Verpackungsmaterial erforderlich sind. Darüber hinaus sind alle Optra T Druckkassetten im Lexmark Druckkassetten-Rückführungsprogramm enthalten, über das leere Druckkassetten einfach und kostenlos zur Recyclingverarbeitung an Lexmark zurückgeführt werden können.“ (www.lexmark.de)


** Einbau **
Der Einbau bzw. das Auswechseln gestaltet sich ziemlich einfach. Man öffnet am Drucker die obere Abdeckung, unter der die Kartusche eingesetzt ist. Das geschieht mittels eines Knopfes an der linken Seite.

Die Kartusche hat einen Griff, an der man sie rausziehen kann. Bei der Lieferung ist die neue Patrone noch mit einer Plastikarretierung versiegelt. Die wird entfernt und die Kartusche wieder entlang der Führungsschiene eingesetzt.
Eine Besonderheit gibt es bei diesem Typ Toner. Hier wird mit der Kartusche immer gleich die Belichtungseinheit gewechselt, die in der Patrone integriert ist. Deshalb sind die Toner auch so wahnsinnig teuer.


** Erfahrungen **
Ist die Kartusche einmal drin, geht eigentlich alles von ganz allein. Sie druckt, und druckt, und druckt. Ich habe in den vier Jahren, die wir den Optra T610n schon besitzen, nie an der Kartusche direkt mal Probleme gehabt.
Wenn das Display anzeigt „Wenig Toner“, wird sie so zwei, drei Mal herausgenommen, etwas gewendet, geklopft und geschüttelt, dann hält es noch mal für 100 Seiten. Irgendwann merkt man dann am Ausdruck, wann sie wirklich alle ist und gewechselt werden muß.

Die Ausdrucke sind, mal abgesehen vom allgemein etwas unregelmäßigeren Druckbild des Lexmark gegenüber dem HP, doch immer einwandfrei gewesen. Der Toner wird gut übers Papier verteilt, ordentlich fixiert und dann ausgegeben. Das ist eben der Vorteil von einem Laser- zum Tintenstrahldrucker. Aber wem sag ich das. Wir müssen uns da nämlich nicht mit der Auswahl von Papier je nach den Präsentationsbedürfnissen richten.

Nun wird ja bei uns sehr viel gedruckt: seitenlange Artikel, Präsentationen, Folien für Vorlesungen. Nicht immer alles mit der vom Hersteller ins Kalkül gezogenen 5%igen Abdeckung, sondern oft mit mehr Abdeckung. Deshalb sind die 25.000 Seiten bei uns auch etwas illusorisch. Nun habe ich letztens mal prüfen lassen, wie viele Seiten wir denn wirklich mit der letzten Kartusche gedruckt haben – das geht zentral über unsere IT-Abteilung, weil der Drucker im Netzwerk erfasst ist.
Das Ergebnis ist doch nicht ganz so schlecht, obwohl es einem immer so wenig vorkommt: es waren immerhin ca. 18700 Seiten. Da solche Herstellerangaben ja immer einen Durchschnitt darstellen, liegen wir doch noch ganz gut, finde ich.


** Preis **
Tja, das ist eben der große Hammer. Ich habe gerade vorige Woche wieder einmal recherchiert und enorme Preisunterschiede festgestellt.
Bei unserem sonstigen Büromaterial-Lieferanten im Internet kostet genau diese Kartusche 368,88 €, ab 3 Stück 347,88 €.
Die gleiche Einheit kostet aber nun bei mindfactory.de nur 254 €, was einen Preisvorteil von fast 100 € ausmacht. Einziger Nachteil, man zahlt nur per Nachnahme oder im Voraus, was aber bisher immer geklappt hat.

Wer sich also eine derartige Kartusche zulegen muß, sollte gründlich recherchieren und vergleichen.

19 Bewertungen, 5 Kommentare

  • mima007

    26.10.2005, 18:34 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr informativ. Wo kommen die Fotos her???

  • danielthechief

    25.10.2005, 15:48 Uhr von danielthechief
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh... ;-)

  • topfmops

    25.10.2005, 15:38 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    also bei meinem privaten lexmark kann ich patronen nachfüllen lassen.

  • morla

    25.10.2005, 14:55 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • eswareinmal

    25.10.2005, 13:43 Uhr von eswareinmal
    Bewertung: sehr hilfreich

    das ist der Nachteil, da kann man ein Gerät noch so günstig erwerben, beim Zubehör zahlt man fast immer drauf, wie die Preisunterschiede diverser Anbieter zustande kommen, ist mir ein Rätsel, da denkt man gleich wieder an Abzocke, schöner Bericht _lg