Liège (Lüttich) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Comte_de_Flandre
eine Liebe auf den zweiten Blick
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach meinem Abstecher nach Tongeren in Flandern bin ich wieder zurück in meiner wallonischen Heimat Liège.
Obwohl es die drittgrößte Stadt Belgiens ist, kennen die meisten die Stadt nur als Station auf der Reise nach Brüssel oder weiter zur Küste bzw. nach England.
Entgegen anderen belgischen Städten wie Brügge oder Antwerpen ist Liège (flämisch: Luik, deutsch: Lüttich) für den Besucher wenn überhaupt eher eine Liebe auf den zweiten Blick.
Das ist nicht verwunderlich, wenn man sich der Stadt nähert. Rußig, laut und düster ist der erste Eindruck. Doch nachdem man den Ring aus Stahlwerken, Industriebauten und deprimierender Bentonsilos überwunden hat und die Innenstadt erreicht, tut sich schnell ein anderes Bild auf.
Liège, gleichzeitig Hauptstadt Walloniens und der belgischen Provinz Liège, sprüht vor Lebensfreude. Es ist wohl die französischste Stadt Belgiens, was nicht nur bei einem Blick auf die Speisekarten der vielen exzellenten Restaurants deutlich wird.
Liège - auch die feurige Stadt genannt - bietet in der Innenstadt viele Sehenswürdigkeiten. Wenn man mit dem Zug anreist und vom Gare de Guillemins zu Fuß in die Innenstadt geht, liegt die Cathédrale St-Paul als erstes Highlight auf dem Weg. Diese prächtige gotische Kathedrale aus dem 14. / 15. Jahrhundert sollte man sich auf alle Fälle nicht entgehen lassen. Sie beherbergt im Inneren einen reichen Kirchenschatz.
Über den belebten Platz vor der Kathedrale hinweg kommt man auf eine der Haupteinkaufsstraßen der Stadt. Auch in den abzweigenden Gassen finden sich übrigens sehr gute Shopping-Möglichkeiten. Immer geradeaus erreicht man direkt das Opernhaus und den - innerhalb der letzten Jahre stark veränderten - Place St. Lambert. Hier befindet sich der Palais des Princes-Evêques, ein bischöflicher Palast aus dem 16. Jahrhundert mit zwei sehr sehenswerten Innenhöfen.
Auf dem hinter dem Palais liegenden Place du Marché befindet sich der Brunnen "le Perron", eine Nachbildung eines mittelalterlichen Gerichtspfahls. Er ist Symbol städtischer Freiheit und auch Teil des Wappens von Liège. Um den Place du Marché befinden sich etliche Tavernen, die zum Verweilen einladen.
Geht man hinter dem Place du Marché die Straße En Hors-Château ein Stück herunter, ergibt sich nach etwa 200 Metern ein imposantes Bild auf der linken Seite. Hier befindet sich die Treppenstraße Montagne de Bueren. Die Straße, wenn man sie so nennen mag, besteht aus ca. 460 Stufen - an beiden Seiten befinden sich Häuser, die normal bewohnt sind und sicherlich jedem Lieferanten oder Postboten Freude bereiten. Man sollte aber den Aufstieg nicht scheuen, da man oben eine Belohnung in Form eines genialen Ausblicks über die Stadt erhält.
Wer sich die Treppen nicht antuen möchte, kann vom Place St. Lambert mit dem Bus zum Hopitale de la Citadelle fahren und erreicht dann nach ein paar Minuten Fußweg den Aussichtspunkt.
Zum Weggehen findet man abends prima Tavernen im Viertel um die Oper. Hier sollte man unbedingt die vielen verschiedenen belgischen Biersorten probieren. Auch ohne große Französischkenntnisse kommt man leicht mit den Einheimischen in Kontakt und die Verständigung klappt irgendwie auch immer.
Als Unterkunft empfehle ich das Ibis-Hotel an der Oper. Die Lage ist sehr zentral; Zimmer, Frühstück und Service gut; die Preise mit ca. DM 120 bis 150 je Doppelzimmer annehmbar. Wer es preiswerter möchte, findet genügend Unterkünfte in der Nähe des Gare de Guillemins.
Auch in Liège lohnt sich besonders ein Besuch am Sonntag: hier findet der größte Markt Belgiens am Maasufer im Kaiabschnitt La Batte statt.
Hier findet man alles von frischen Lebensmitteln, Klamotten, Antiquitäten, sonstigem Schnickschnack bis hin zu lebenden Tieren (Hühner, Vögel, Kleintiere). Der Markt ist fast schon ein richtiges Happening, das wie in Tongeren auch viele Besucher aus den Nachbarländern Niederlande und Deutschland anzieht.
So, ich hoffe, daß meine Ausführungen den ein oder anderen dazu bewegen können, beim nächsten Aufenthalt in der Grenzregion Aachen oder auf dem Weg nach Brüssel oder England, Liège einen Besuch abzustatten.
Ich kann es nur empfehlen und stehe für weitere Tipps gerne zur Verfügung.
© Comte de Flandre
Obwohl es die drittgrößte Stadt Belgiens ist, kennen die meisten die Stadt nur als Station auf der Reise nach Brüssel oder weiter zur Küste bzw. nach England.
Entgegen anderen belgischen Städten wie Brügge oder Antwerpen ist Liège (flämisch: Luik, deutsch: Lüttich) für den Besucher wenn überhaupt eher eine Liebe auf den zweiten Blick.
Das ist nicht verwunderlich, wenn man sich der Stadt nähert. Rußig, laut und düster ist der erste Eindruck. Doch nachdem man den Ring aus Stahlwerken, Industriebauten und deprimierender Bentonsilos überwunden hat und die Innenstadt erreicht, tut sich schnell ein anderes Bild auf.
Liège, gleichzeitig Hauptstadt Walloniens und der belgischen Provinz Liège, sprüht vor Lebensfreude. Es ist wohl die französischste Stadt Belgiens, was nicht nur bei einem Blick auf die Speisekarten der vielen exzellenten Restaurants deutlich wird.
Liège - auch die feurige Stadt genannt - bietet in der Innenstadt viele Sehenswürdigkeiten. Wenn man mit dem Zug anreist und vom Gare de Guillemins zu Fuß in die Innenstadt geht, liegt die Cathédrale St-Paul als erstes Highlight auf dem Weg. Diese prächtige gotische Kathedrale aus dem 14. / 15. Jahrhundert sollte man sich auf alle Fälle nicht entgehen lassen. Sie beherbergt im Inneren einen reichen Kirchenschatz.
Über den belebten Platz vor der Kathedrale hinweg kommt man auf eine der Haupteinkaufsstraßen der Stadt. Auch in den abzweigenden Gassen finden sich übrigens sehr gute Shopping-Möglichkeiten. Immer geradeaus erreicht man direkt das Opernhaus und den - innerhalb der letzten Jahre stark veränderten - Place St. Lambert. Hier befindet sich der Palais des Princes-Evêques, ein bischöflicher Palast aus dem 16. Jahrhundert mit zwei sehr sehenswerten Innenhöfen.
Auf dem hinter dem Palais liegenden Place du Marché befindet sich der Brunnen "le Perron", eine Nachbildung eines mittelalterlichen Gerichtspfahls. Er ist Symbol städtischer Freiheit und auch Teil des Wappens von Liège. Um den Place du Marché befinden sich etliche Tavernen, die zum Verweilen einladen.
Geht man hinter dem Place du Marché die Straße En Hors-Château ein Stück herunter, ergibt sich nach etwa 200 Metern ein imposantes Bild auf der linken Seite. Hier befindet sich die Treppenstraße Montagne de Bueren. Die Straße, wenn man sie so nennen mag, besteht aus ca. 460 Stufen - an beiden Seiten befinden sich Häuser, die normal bewohnt sind und sicherlich jedem Lieferanten oder Postboten Freude bereiten. Man sollte aber den Aufstieg nicht scheuen, da man oben eine Belohnung in Form eines genialen Ausblicks über die Stadt erhält.
Wer sich die Treppen nicht antuen möchte, kann vom Place St. Lambert mit dem Bus zum Hopitale de la Citadelle fahren und erreicht dann nach ein paar Minuten Fußweg den Aussichtspunkt.
Zum Weggehen findet man abends prima Tavernen im Viertel um die Oper. Hier sollte man unbedingt die vielen verschiedenen belgischen Biersorten probieren. Auch ohne große Französischkenntnisse kommt man leicht mit den Einheimischen in Kontakt und die Verständigung klappt irgendwie auch immer.
Als Unterkunft empfehle ich das Ibis-Hotel an der Oper. Die Lage ist sehr zentral; Zimmer, Frühstück und Service gut; die Preise mit ca. DM 120 bis 150 je Doppelzimmer annehmbar. Wer es preiswerter möchte, findet genügend Unterkünfte in der Nähe des Gare de Guillemins.
Auch in Liège lohnt sich besonders ein Besuch am Sonntag: hier findet der größte Markt Belgiens am Maasufer im Kaiabschnitt La Batte statt.
Hier findet man alles von frischen Lebensmitteln, Klamotten, Antiquitäten, sonstigem Schnickschnack bis hin zu lebenden Tieren (Hühner, Vögel, Kleintiere). Der Markt ist fast schon ein richtiges Happening, das wie in Tongeren auch viele Besucher aus den Nachbarländern Niederlande und Deutschland anzieht.
So, ich hoffe, daß meine Ausführungen den ein oder anderen dazu bewegen können, beim nächsten Aufenthalt in der Grenzregion Aachen oder auf dem Weg nach Brüssel oder England, Liège einen Besuch abzustatten.
Ich kann es nur empfehlen und stehe für weitere Tipps gerne zur Verfügung.
© Comte de Flandre
16 Bewertungen, 3 Kommentare
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15.06.2002, 18:14 Uhr von gabriel
Bewertung: sehr hilfreichHallo! Ich habe geplant im September nach Liège zu fahren, jetzt, nach deinem Bericht, kann ich es nicht mehr erwarten. Ich habe noch eine Frage, kannst du mir auch was über die Universität erzählen? Meine e-mail, crazy_mouse81@yahoo.
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29.04.2002, 18:56 Uhr von KevinAlan
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht, wer Lust hat soll mal bei mir vorbei schauen ich würde mich freuen!
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11.02.2002, 21:44 Uhr von hannipfanni
Bewertung: sehr hilfreichEi, ich würde auch mal gerne aus Frankfurt rauskommen.. *grummel* aber die Schule ruft! Klasse Bericht, Vanessa :o)
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