Schmidt Spiele Ligretto Testbericht

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ab 10,65
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  gut
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von xXSabiXx

LIGRETTO !!

Pro:

perfekt geeignet für Geburtstage !!

Kontra:

Die Karten verknicken und zerreisen manchmal ziemlich schnell !!

Empfehlung:

Ja

„Ligretto“ ist ein Kartenspiel von „Schmidt Spiele“, das sehr auf Schnelligkeit und Reaktionsvermögen ausgelegt ist. Erhältlich ist es in vier verschiedenen Farben, die da wären: blau (das hab ich), rot, gelb und grün. Jedes dieser farbigen Spiele enthält 4 verschiedene Spielkartenfarben, welche in meinem Fall lila, hellblau, orange und hellgrün sind.
Es gibt das Ligrettospiel deshalb in blau, rot, gelb und grün um möglichst viele Spielkartenfarben zu bekommen, sodass man am Ende mit 16 Leuten spielen könnte.

Zusammenfassend:
4 Spiele (blau, rot, gelb, grün) mit je 4 Spielkartenfarben ( beim blauen Ligretto zum Beispiel: lila, hellblau, orange und hellgrün).

Die 4 Spielkartenfarben zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf den Rückseiten in der jeweiligen Farbe (lila, hellgrün, orange oder hellblau) als Wort „ Ligretto“ stehen – warum das so ist, dazu komme ich gleich.
Auf der Vorderseite der Spielkarten sind die Zahlen von 1-10 in den Farben gelb, grün, blau und rot zu sehen, wonach jeder Spieler einen Kartensatz von 40 Karten hat (1-10 in grün, 1-10 in orange,...).

Ablauf:
1. Zu Anfang bekommt jeder Spieler seine 40 Karten, mischt sie und zählt dann 10 Stück ab, die er mit der bunten Nummernseite (1-10) nach oben auf den Tisch legt. Danach werden drei Karten abgezählt, die daneben, ebenfalls mit der Nummernseite nach oben, hingelegt werden.

2. Sobald alle Spieler diesen Vorgang erledigt haben, beginnt das Spiel mit den Worten „Los!“.


Ziel des Spiels:
Ist ab dem Zeitpunkt „Los!“ den Kartenstapel mit den 10 Karten aufzubrauchen.
Man nimmt die restlichen Karten, die nicht auf dem Tisch liegen, in die Hand und verwendet nur jede dritte Karte, d.h. jede dritte Karte darf nur angeschaut und auch benutzt werden.
Sobald man eine dieser Karten legen kann, z.B. eine 1, kommt sie in die Mitte des Tisches – ab diesem Zeitpunkt kann jeder der Mitspieler eine passende 2 legen, ist man allerdings selbst schnell genug, hat man Glück gehabt und kann so seinen 10er Stapel abbauen, oder eine der drei nebendranliegenden Karten loswerden.
Hat man jetzt also eine der drei Karten benutzt, füllt man seine dreier Reihe wieder auf, indem man vom 10er Stapel einfach eine dazuschiebt.

Das Spiel endet dann,
wenn der erste Spieler seine 10 Karten aufgebraucht hat, mit den Worten „Ligretto!“.
Jetzt dürfen keine Karten mehr gelegt werden, sondern jeder zählt seine Minuspunkte, was wie folgt aussieht: die restlichen Karten des 10er Stapels werden gezählt und verdoppelt – hat man also noch 4 Karten übereinander liegen, würde das 8 Minuspunkte ergeben.
Diese Minuspunkte merkt man sich und zieht sie von seinen positiven ab, aber: was sind die positiven Punkte?
Das sind genau die Punkte, die man durch das zählen der abgelegten Karten in der Mitte des Tisches bekommt. Der Gewinner hat logischerweise auf jeden Fall schon 10 Pluspunkte, durch seine 10 abgelegten Karten des Stapels, dazu kommen alle Karten, die er aus der Hand gespielt hat. Allerdings zählen die Pluspunkte nur einfach, deshalb einfach nur die Karten zählen, auf denen hinten drauf in der eigenen Farbe „Ligretto“ steht.

Beispiel:
Jemand der nicht „Ligretto!“, gerufen hat, besitzt noch 4 Karten auf dem 10er Stapel, was 8 Minuspunkte sind. Allerdings hat er 12 Karten gelegt, 6 vom Stapel und 6 aus der Hand – macht also in der Abrechnung 4 Pluspunkte.


Meine Meinung:
Ich habe es auf einem Geburtstag kennengelernt und bestimmt 25 Mal und mehr gespielt, da es selbst nach dem 40 Mal nicht langweilig wird. Die Spannung und Hektik während „Los!“ und „Stop!“ ist so ämusant, dass man manchmal wirklich zu langsam ist und kurz unterbrechen muss, um zu sehen, wessen Karte untenliegt (wenn beispielsweise zwei gleichzeitig eine 3 legen, wird die unterste umgedreht und diese Karte darf liegenbleiben, der Spieler, dem die obere gehört muss sie zurücknehmen). Trotzdem ist es nicht nur ein Spiel, das Spaß macht, da schon einige Male Streitereien aufgetreten sind, weil man sich ungerecht behandelt fühlt, wenn jemand mit zwei Händen gleichzeitig spielt – deshalb wird bei uns nur noch mit einer Hand gespielt, wer das nicht befolgt ist leider disqualifiziert für diese Runde.
Naja ... ich mag das Spiel aber trotzdem und bin richtig froh, dass ich es jetzt auch selbst besitze: der Spaßfaktor ist nämlich meistens doch höher, als der, der Auseinandersetzungen.

Preis und Kaufort:
Das Spiel ist für 7.99 Euro, was ich für ein Kartenspiel in dieser Art recht billig finde, z.B. bei Spielwaren Eberhardt zu finden.

Kritik:
Die Karten sehen sehr schnell sehr kaputt aus, weil man so konzentriert und schnell spielt, dass bei der Geschwindigkeit schon mal das ein oder andere Eselsohr entstehen kann, was auf die Dauer die Karten schon recht stark in Mitleidenschaft zieht.

Mein Fazit:
Das Spiel ist auf jeden Fall für die ganze Familie geeignet, obwohl meiner Meinung nach die Kinder eindeutig im Vorteil sind, weil das Reaktionsvermögen doch noch etwas besser und schneller ist. Ligretto bringt Spaß, Unterhaltung und Abwechslung in trübe Nachmittage, Geburtstagsfeiern oder einfach mal zwischendurch.