Ronja, Räubertochter (gebundene Ausgabe) / Lindgren Astrid Testbericht

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ab 11,12
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Erfahrungsbericht von Räubertochter3010

Auf in eine traumhafte Märchenwelt!!!

Pro:

Spannende, gefühlvolle Geschichte für Kinder und Erwachsene

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Vorwort:
Da meine Mutter ein riesiger Astrid Lindgren- Fan ist, hat sie natürlich alle ihre Bücher gelesen. Als sie mir den Namen Ronja nach ihrer Lieblingsfigur gab, hat sie mir wohl auch die Vorliebe für Bücher, vorallem für die von Astrid Lindgren, gegeben. Ich habe viele Bücher gelesen, aber das gehört zu meinen Lieblingsbüchern.


Autor: Astrid Lindgren
Titel: Ronja Räubertochter
Verlag: Friedrich Oetinger, Hamburg
Preis: 12, 90€
Seitenanzahl: 237
ISBN- Nummer: 3-7891-2940-2

Thematik:
Das Buch \"Ronja Räubertochter\" handelt von zwei verfeindeten Räubersippen, deren Kinder Ronja und Birk gegen alle Widerstände Freundschaft schließen. Sie erleben viele Abenteuer in einer märchenhaften Welt. Neben Ronja und Birk, den beiden Hauptpersonen der Geschichte, lernt man unter anderem noch Mattis, Borka, Lovis und Undis kennen.

Inhalt:
In der Nacht als Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis und seiner Frau Lovis, geboren wird, wütend ein schlimmes Gewitter und die Mattisburg wird in zwei Teile gespalten. Ronja wächst zunächst in der Räuberburg heran, als sie eines Tages zum ersten Mal in den Wald darf, lernt sie ihn kennen und lieben. Auf eigene Art macht sie sich mit \"ihrem Wald\" vertraut. Sie hütet sich vor Wildruden und Graugnomen, davor in den Fluss zu fallen und sich im Wald zu verirren. Als sie sich eines Tages vornimmt, sich davor zu hüten, in den Höllenschlund zu fallen, lernt sie Birk Borkasohn kennen. Sie erfährt, dass Birk der Sohn des Erzfeindes Borkas ihres Vaters ist und dass sich dessen Räubersippe in der anderen Hälfte der Mattisburg eingenistet hat. Zunächst will Ronja nichts mit Birk zu tun haben, trotzdem rettet sie ihm beim gemeinsamen Springen über den Höllenschlund das Leben. Während sich der Streit zwischen den beiden Räubersippen immer mehr verschärft, trifft Ronja auf ihren Streifzügen durch den Wald immer häufiger auf Birk. Sie selbst wehrt sich inzwischen gegen den Willen ihres Vaters, Räuberhauptmann zu werden, worüber Mattis sehr unglücklich ist. Als Ronja eines Tages mit ihren Skiern in einem Loch hängen bleibt, kann sie sich selbst nicht befreien. Voller Angst und total durchgefroren gibt sie schon jede Hoffnung auf, doch dann steht auf einmal Birk vor ihr...

Auszug:
\"Mühsam öffnete sie die Augen. Und vor ihr stand Birk, ja, vor ihr stand Birk auf seinen Skiern!
>>Ich hab da unten deinen Ski gefunden, und das ist ein Glück, denn sonst müsstest du hier liegenbleiben.<< Er steckte ihren Ski neben sie in den Schnee.
>>Du brauchst wohl Hilfe?<<
Da begann sie so laut und haltlos zu weinen, dass sie sich schämte. Sie konnte ihn vor lauter Schluchzen nicht antworten, und als er sich niederbeugte, um sie hochzuheben, schlang sie die Arme um seinen Hals und murmelte voll Verzweiflung:
>>Lass mich nicht allein! Lass mich nie mehr allein!<<
Darüber lächelte er.
>>Nein, du musst nur eine Riemenlänge Abstand halten! Lass mich los und heul nicht, damit ich sehe, wie ich dich freikriege!<<
Er schlüpfte aus seinen Skiern, legte sich bäuchlings neben das Loch und steckte die Hand hinein, so weit er konnte. Und nachdem er da unten lange herumhantiert hatte, geschah das ungllaubliche Wunder. Ronja konnte das Bein herausziehen, sie war frei!
Aber die Rumpelwichte wurden böse, und der Rumpelbalg schrie.
>>Weckt den Rumpeljunge, kriegt Sand in die Augen, wiesu tut sie su?<<
Ronja weinte noch immer, sie konnte nicht aufhören. Birk gab ihr den Ski.
>>Heul nicht mehr<<, sagte er, >>sonst schaffst du es nie bis nach Haus!<<
Da holte Ronja tief Luft. Ja, jetzt musste Schluss sein mit dem Geheule. Sie stand augf ihren Skiern und probierte, ob die Beine sie noch trugen.
>>Ich werds versuchen<<, sagte sie. >>Und du kommst mit?<<
>>Ich komme mit<<, sagte Birk.
Ronja nahm einen Anlauf und glitt den Hang hinab, und Birk folgte ihr. Die ganze Zeit währen sie mühselig im Schneetreiben heimwärts lief, war er dicht hinter ihr. Wieder und wieder musste sie sich umsehen, ob er auch noch da war. Sie fürchtete so sehr, er könne plötzlich verschwinden und sie allein lassen. Doch er folgte ihr mit einer Riemenlänge Abstand, bis sie sich der Wolfsklamm näherten. Dort mussten sie sich trennen, denn Birk musste sich auf gheimlichen Wegen zur Borkafeste zurückschleichen.
Eine Weile standen sie sich im rieselnden Schnee stumm gegebüber. Es fiel Ronja schwer, Lebewohl zu sagen. Sie wollte ihn um jeden Preis zurückhalten.
>>Du, Birk<<, sagte sie, >>ich wünschte, du wärst mein Bruder.<<
>>Das kann ich ja sein, wenn du es möchtest, Räubertochter.<<
>>Ja, das möchte ich<<, sagte sie. >>Aber nur, wenn du mich Ronja nennst!<<
>>Ronja, meine Schwester<<, sagte Birk und verschwand im Schneegestöber.\" (S.78 bis 80)

Angaben zum Autor:
Astrid Lindgren wurde am 14.11.1907 auf Näs im schwedischen Smaland geboren. Sie war die bekannteste Kinderbuchautorin unserer Zeit. In siebzig Sprachen wurden ihre Kinder- und Jugendbücher übersetzt. Ihre Werke wurden mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet. Am 28.01.2002 starb sie in Stockholm.
Weitere bekannte Werke sind: Michel aus Lönneberger, Pippi Langstrumpf, Madita, Die Kinder aus Bullerbü und Karlson vom Dach.

Fazit:
Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern (vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich eine persönliche Verbindung zu dem Buch habe ;)). Jedes Mal wenn es mir in die Hände gefallen ist, habe ich ein weiteres Mal gelesen. Obwohl ich den Inhalt mittlerweile in- und auswendig kann, macht es mir doch jedes Mal wieder Spaß das Buch zu lesen. Das Buch ist bis zum Schluss spannend. Was mich besonders am Inhalt der Geschichte fasziniert, ist die starke Willenskraft von Ronja und Birk. Die Freundschaft der beiden trotzt allen Widerständen!
Ein weiterer Aspekt, der mir immer wieder bei jedem Lesen gefällt, ist die Darstellung der Gefühle. Der von außen stark und unnahbare scheinende Räuberhauptmann Mattis hat tief in seinem Innern ein weiches Herz und kann Gefühle zeigen. Ich kann jedem, der gerne liest und dabei in eine andere (Traum-) Welt schlüpfen mag, das Buch nur empfehlen, egal wie alt man ist!

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