Der Verehrer (Taschenbuch) / Charlotte Link Testbericht
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Erfahrungsbericht von Paukenfrosch
Wenn aus Liebe Mordlust wird
Pro:
spannender geht es nicht; flüssiger Schreibstil; übersichtlicher Personenkreis
Kontra:
absolut nichts
Empfehlung:
Ja
Ich müßte mal wieder aufräumen, Wäsche waschen und Staub wischen. Aber in den letzten 4 Tagen hatte ich nun wirklich keine Zeit und schon gar keine Lust dazu. Schuld daran ist
„Der Verehrer“,
ein überaus spannender Roman von Charlotte Link. Dieses Buch ließ mich um mich rum fast alles vergessen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen…
* * * * *
Die Autorin
--------------
Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. Ihrer Feder entsprangen Gesellschaftsromane, historische Romane und auch Kinderbücher. Ihr Roman „Der Verehrer“ ist in der Sparte der Krimis und Thriller zu finden. So ist sie sehr vielseitig veranlagt, was ihr schriftstellerisches Talent betrifft. Einige ihrer Bücher wurden sogar verfilmt, auch eben genannter Roman gehört dazu.
* * * * *
Allgemeines zum Buch
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Mein Exemplar von „Der Verehrer“ erschien 1998 im Goldmann-Verlag unter der ISBN-Nr. 3-442-44759-3. Das Buch umfaßt 510 Seiten. Auf der Rückseite steht ein Preis von 10,00 DM. Bei amazon.de ist das Buch derzeit für 9,00 € zu haben. Welch ein Glück, daß ich mein Exemplar im Regal meiner Mutti fand, die es mir schenkte.
Für mich ist es der erste Roman dieser Autorin, welchen ich gelesen habe.
* * * * *
Kurzinhalt
-------------
Leona ist eine 34-jährige Frau, die in Frankfurt lebt. Eines Tages muß sie miterleben, wie sich eine junge Frau aus dem Fenster stürzt, um Selbstmord zu begehen. Nur schwer wird sie mit diesem traumatischen Erlebnis fertig. Hinzu kommt, daß sich ausgerechnet jetzt ihr Mann von ihr trennt und zu seiner jüngeren Geliebten zieht. Wie der Zufall es will, verliebt sie sich in Robert, den Bruder der Selbstmörderin, und ahnt nicht, daß ihr Verehrer ein mordender Psychopath ist.
* * * * *
Das Buch und ich
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Auch wenn sich der Buchtitel auf den neuen Freund Leonas Robert bezieht, so ist doch Leona die Hauptfigur des Romans. Hatte sie bisher ein eher biederes Dasein, so überschlagen sich jetzt die Ereignisse in ihrem Leben. Der miterlebte Selbstmord nimmt sie unwahrscheinlich mit. Die Trennung von ihrem Mann zieht ihr letztendlich den Boden unter den Füßen weg.
In dieser Situation hat Robert natürlich ein leichtes Spiel mit Leona. Er schleicht sich charmant und zuvorkommend in ihr Leben ein, so daß sie sich tatsächlich in ihn verliebt. Sie verbringen eine wunderbare romantische Zeit. Auch eine gemeinsame Zeit in Ascona – dort lebt Robert – gehört zu ihrer Affäre. Es dauert Wochen, ehe Leona andere Seiten an ihrem Verehrer entdeckt, die sie erschüttern und die ihr Angst machen. Irgendwann will sie nicht mehr und trennt sich von Robert. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellt…
Frankfurt ist jedoch nicht der einzige Schauplatz in diesem Roman. Immer wieder wird der Leser auch in ein kleines Dorf in der Nähe von Augsburg geführt. Dort fand man die Leiche einer jungen Frau, die brutal mit etlichen Messerstichen ermordet und an einen Baum im Wald gefesselt wurde. Diese Frau galt seit 6 Jahren mehr oder weniger als vermißt, da sie nach Südamerika auswandern wollte und sich seitdem nicht mehr gemeldet hat. Ein schockierendes Erlebnis für die Familie, die jetzt natürlich wissen will, wer der Mörder ist. Die Polizeiarbeit dauert an.
Währenddessen leidet Leona schon unter Verfolgungswahn. Robert hat sie zwar seit der Trennung nicht wiedergesehen, aber sie weiß ihn ganz in ihrer Nähe. Ihre Katze wird vergiftet, eines Tages findet sie in ihrer Badewanne ein blutendes Rinderauge und als dann auch noch ihr Schwager, der sich für einige Tage in ihrer Wohnung befand, fast totgeschlagen wird, ist sie mit den Nerven völlig am Ende. Nun schaltet sich auch hier die Polizei ein.
Die beiden Schauplätze verbinden sich, als man Roberts Nachbarin in Ascona ermordet auffindet. Dieser Mord trägt die gleiche Handschrift, wie der, der jungen Frau aus dem Wald. So steht schnell fest, daß Robert ein Mörder ist, der es nicht ertragen kann, von einer Frau verlassen zu werden. Leona befindet sich in jetzt in größter Gefahr und die Großfahndung nach Robert wird eingeleitet.
All diese Zusammenhänge erahnt der Leser schon. Allein vom Buchtitel her. Doch der Roman ist nur zum Teil vorhersehbar. Man vermutet mehr als man weiß und wird immer nur Stück für Stück bestätigt. Umso erstaunlicher finde ich, daß dennoch die Spannung nie abreißt. Manchmal geht es zwar etwas langsam vorwärts und man möchte regelrecht ins Buch hineinschreien, um die Polizei zu Robert zu führen oder um Leona zu warnen, aber das geht ja nicht. So bleibt einem nur das Weiterlesen und Bibbern und Hoffen, daß alles gut ausgeht.
Der Roman ist an dieser Stelle ungefähr in der Mitte angelangt. Es folgt die fieberhafte Suche nach Robert, der still und ruhig auf eine günstige Gelegenheit wartet, Leona in die Hände zu kriegen. Diese taucht unter, was ihr aber nicht viel nützt. Robert findet sie und bringt sie in ihre Gewalt…
Das bisher geschilderte ist der Kern des Romans. Doch so bekommt man 500 Seiten nicht voll. Nebenbei wird immer wieder von Leonas Noch-Ehemann Wolfgang erzählt, der nun doch gern wieder zu ihr zurück möchte und sie in der Zeit, wo sie untergetaucht ist, sehr gut unterstützt. Doch auch mit Leonas Eltern, ihren Geschwistern und deren Familien tritt der Leser in Kontakt. Überall gibt es Problemchen, die interessant beschrieben werden. Nicht zuletzt bringt auch der Exmann der Selbstmörderin Trouble in den Roman. Als Frauenheld steht nach seiner Bekanntschaft mit Leona auch sie auf seiner Eroberungsliste.
* * * * *
Fazit
-------
„Der Verehrer“ ist ein kurzweiliger und sehr spannender Roman. Teilweise brutal, wenn über die Morde berichtet wird, dann wieder eher romantisch, wenn es um die Anfangsbeziehung zwischen Leona und Robert geht. Selbst die Alltagsplänkelei der anderen mitwirkenden Figuren wird interessant beschrieben. So kann man das Buch kaum beiseite legen, auch wenn die Geschichte größtenteils vorhersehbar ist.
Charlotte Link beweist hier großes schriftstellerisches Können und besticht durch ihren sehr flüssigen Schreibstil. Sie hat den Personenkreis sehr übersichtlich gestaltet und jeder Person einen eigenen Charakter gegeben. So findet man von dem fremdgehenden Ehemann, über die Tratschtante bis hin zum Psychopathen fast alle Charaktere, die es so gibt auf der Welt. Vorgegaukelte Familienidylle, leichtfertige Liebe und schmarotzendes Dasein – auch das findet man hier vor. So ist es ein sehr facettenreicher Roman, der jedoch so tadellos geschrieben ist, daß man als Leser nie die Übersicht verliert.
Als Krimi würde ich diesen Roman nicht bezeichnen. Dafür ist die Polizei nicht präsent genug. „Der Verehrer“ gehört eher zu den Thrillern. Zu einem der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Jedenfalls habe ich nur 4 Tage für dieses Buch gebraucht, wobei ich in der letzten Nacht bis halb 3 in der Früh gelesen habe. Es ging nicht anders. Das Buch wollte von mir bis zur letzten Seite schleunigst durchgelesen werden…
So kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Aber am besten, Ihr lest ihn im Urlaub oder ungestört am Wochenende, denn wenn Ihr dieses Buch beiseite legen müßt, weil Ihr anderes zu tun habt, dann tut Ihr dies nur unwillig. Eure Gedanken werden sich stets mit dem bereits Gelesenen befassen. Könnt Ihr glauben!
(1. Februar 2005)
„Der Verehrer“,
ein überaus spannender Roman von Charlotte Link. Dieses Buch ließ mich um mich rum fast alles vergessen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen…
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Die Autorin
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Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. Ihrer Feder entsprangen Gesellschaftsromane, historische Romane und auch Kinderbücher. Ihr Roman „Der Verehrer“ ist in der Sparte der Krimis und Thriller zu finden. So ist sie sehr vielseitig veranlagt, was ihr schriftstellerisches Talent betrifft. Einige ihrer Bücher wurden sogar verfilmt, auch eben genannter Roman gehört dazu.
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Allgemeines zum Buch
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Mein Exemplar von „Der Verehrer“ erschien 1998 im Goldmann-Verlag unter der ISBN-Nr. 3-442-44759-3. Das Buch umfaßt 510 Seiten. Auf der Rückseite steht ein Preis von 10,00 DM. Bei amazon.de ist das Buch derzeit für 9,00 € zu haben. Welch ein Glück, daß ich mein Exemplar im Regal meiner Mutti fand, die es mir schenkte.
Für mich ist es der erste Roman dieser Autorin, welchen ich gelesen habe.
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Kurzinhalt
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Leona ist eine 34-jährige Frau, die in Frankfurt lebt. Eines Tages muß sie miterleben, wie sich eine junge Frau aus dem Fenster stürzt, um Selbstmord zu begehen. Nur schwer wird sie mit diesem traumatischen Erlebnis fertig. Hinzu kommt, daß sich ausgerechnet jetzt ihr Mann von ihr trennt und zu seiner jüngeren Geliebten zieht. Wie der Zufall es will, verliebt sie sich in Robert, den Bruder der Selbstmörderin, und ahnt nicht, daß ihr Verehrer ein mordender Psychopath ist.
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Das Buch und ich
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Auch wenn sich der Buchtitel auf den neuen Freund Leonas Robert bezieht, so ist doch Leona die Hauptfigur des Romans. Hatte sie bisher ein eher biederes Dasein, so überschlagen sich jetzt die Ereignisse in ihrem Leben. Der miterlebte Selbstmord nimmt sie unwahrscheinlich mit. Die Trennung von ihrem Mann zieht ihr letztendlich den Boden unter den Füßen weg.
In dieser Situation hat Robert natürlich ein leichtes Spiel mit Leona. Er schleicht sich charmant und zuvorkommend in ihr Leben ein, so daß sie sich tatsächlich in ihn verliebt. Sie verbringen eine wunderbare romantische Zeit. Auch eine gemeinsame Zeit in Ascona – dort lebt Robert – gehört zu ihrer Affäre. Es dauert Wochen, ehe Leona andere Seiten an ihrem Verehrer entdeckt, die sie erschüttern und die ihr Angst machen. Irgendwann will sie nicht mehr und trennt sich von Robert. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellt…
Frankfurt ist jedoch nicht der einzige Schauplatz in diesem Roman. Immer wieder wird der Leser auch in ein kleines Dorf in der Nähe von Augsburg geführt. Dort fand man die Leiche einer jungen Frau, die brutal mit etlichen Messerstichen ermordet und an einen Baum im Wald gefesselt wurde. Diese Frau galt seit 6 Jahren mehr oder weniger als vermißt, da sie nach Südamerika auswandern wollte und sich seitdem nicht mehr gemeldet hat. Ein schockierendes Erlebnis für die Familie, die jetzt natürlich wissen will, wer der Mörder ist. Die Polizeiarbeit dauert an.
Währenddessen leidet Leona schon unter Verfolgungswahn. Robert hat sie zwar seit der Trennung nicht wiedergesehen, aber sie weiß ihn ganz in ihrer Nähe. Ihre Katze wird vergiftet, eines Tages findet sie in ihrer Badewanne ein blutendes Rinderauge und als dann auch noch ihr Schwager, der sich für einige Tage in ihrer Wohnung befand, fast totgeschlagen wird, ist sie mit den Nerven völlig am Ende. Nun schaltet sich auch hier die Polizei ein.
Die beiden Schauplätze verbinden sich, als man Roberts Nachbarin in Ascona ermordet auffindet. Dieser Mord trägt die gleiche Handschrift, wie der, der jungen Frau aus dem Wald. So steht schnell fest, daß Robert ein Mörder ist, der es nicht ertragen kann, von einer Frau verlassen zu werden. Leona befindet sich in jetzt in größter Gefahr und die Großfahndung nach Robert wird eingeleitet.
All diese Zusammenhänge erahnt der Leser schon. Allein vom Buchtitel her. Doch der Roman ist nur zum Teil vorhersehbar. Man vermutet mehr als man weiß und wird immer nur Stück für Stück bestätigt. Umso erstaunlicher finde ich, daß dennoch die Spannung nie abreißt. Manchmal geht es zwar etwas langsam vorwärts und man möchte regelrecht ins Buch hineinschreien, um die Polizei zu Robert zu führen oder um Leona zu warnen, aber das geht ja nicht. So bleibt einem nur das Weiterlesen und Bibbern und Hoffen, daß alles gut ausgeht.
Der Roman ist an dieser Stelle ungefähr in der Mitte angelangt. Es folgt die fieberhafte Suche nach Robert, der still und ruhig auf eine günstige Gelegenheit wartet, Leona in die Hände zu kriegen. Diese taucht unter, was ihr aber nicht viel nützt. Robert findet sie und bringt sie in ihre Gewalt…
Das bisher geschilderte ist der Kern des Romans. Doch so bekommt man 500 Seiten nicht voll. Nebenbei wird immer wieder von Leonas Noch-Ehemann Wolfgang erzählt, der nun doch gern wieder zu ihr zurück möchte und sie in der Zeit, wo sie untergetaucht ist, sehr gut unterstützt. Doch auch mit Leonas Eltern, ihren Geschwistern und deren Familien tritt der Leser in Kontakt. Überall gibt es Problemchen, die interessant beschrieben werden. Nicht zuletzt bringt auch der Exmann der Selbstmörderin Trouble in den Roman. Als Frauenheld steht nach seiner Bekanntschaft mit Leona auch sie auf seiner Eroberungsliste.
* * * * *
Fazit
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„Der Verehrer“ ist ein kurzweiliger und sehr spannender Roman. Teilweise brutal, wenn über die Morde berichtet wird, dann wieder eher romantisch, wenn es um die Anfangsbeziehung zwischen Leona und Robert geht. Selbst die Alltagsplänkelei der anderen mitwirkenden Figuren wird interessant beschrieben. So kann man das Buch kaum beiseite legen, auch wenn die Geschichte größtenteils vorhersehbar ist.
Charlotte Link beweist hier großes schriftstellerisches Können und besticht durch ihren sehr flüssigen Schreibstil. Sie hat den Personenkreis sehr übersichtlich gestaltet und jeder Person einen eigenen Charakter gegeben. So findet man von dem fremdgehenden Ehemann, über die Tratschtante bis hin zum Psychopathen fast alle Charaktere, die es so gibt auf der Welt. Vorgegaukelte Familienidylle, leichtfertige Liebe und schmarotzendes Dasein – auch das findet man hier vor. So ist es ein sehr facettenreicher Roman, der jedoch so tadellos geschrieben ist, daß man als Leser nie die Übersicht verliert.
Als Krimi würde ich diesen Roman nicht bezeichnen. Dafür ist die Polizei nicht präsent genug. „Der Verehrer“ gehört eher zu den Thrillern. Zu einem der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Jedenfalls habe ich nur 4 Tage für dieses Buch gebraucht, wobei ich in der letzten Nacht bis halb 3 in der Früh gelesen habe. Es ging nicht anders. Das Buch wollte von mir bis zur letzten Seite schleunigst durchgelesen werden…
So kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Aber am besten, Ihr lest ihn im Urlaub oder ungestört am Wochenende, denn wenn Ihr dieses Buch beiseite legen müßt, weil Ihr anderes zu tun habt, dann tut Ihr dies nur unwillig. Eure Gedanken werden sich stets mit dem bereits Gelesenen befassen. Könnt Ihr glauben!
(1. Februar 2005)
31 Bewertungen, 1 Kommentar
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04.08.2006, 15:20 Uhr von leuchttuermin
Bewertung: sehr hilfreichIch habe das Buch auch regelrecht verschlungen! :-)
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