Live after Death - Iron Maiden Testbericht

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Erfahrungsbericht von The_Wishmaster

Gibt es ein Leben nach dem Tod auch für Zombies?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Eddie - das Aushängeschild von Iron Maiden - war "verstorben", besser gesagt "umgebracht worden". Auf der Tour zum "Piece of Mind"-Album 1983 meuchelten die eisernen Jungfrauen Ihr eigenes Maskottchen beim Abschlußkonzert der Tournee in Dortmund. Doch ein Aufschrei in der Fan-Gemeinde ließ die Briten nochmal über die Aktion nachdenken und so beschloß man, Eddie erneut zum Leben zu erwecken. Erst tauchte er als Verstorbener auf dem Cover der "Powerslave"-Scheibe auf, in Stein gemeißelt auf einem Thron, wie ein Pharao - und schließlich feiert er auf der zum Album gehörigen "World Slavery"-Tour sein grandioses Comeback... Eddie war zurückgekehrt von den Toten - und da die Tour die bisher mit Abstand auswändigste war, schnitt man kurzerhand in der Long Beach Arena in Southern California ein Livealbum mit, das Geschichte schreiben sollte... "Live after Death"...


1.) ~~~Aces High~~~

Die berühmte Churchill-Speech eröffnet als Intro das Konzert und schon hört man die Fans begeistert nach ihren Helden rufen. Endlich entern Iron Maiden die Bühne und geben gleich Vollgas - kein Wunder, hat man doch mit "Aces High" den flotten Opener der aktuellen Scheibe "Powerslave" gewählt. Die Gitarren schneiden messerscharfe Riffs durch die Luft, Bruce's Stimme ist auch live absolut makellos und das knackige Drumming treibt den Song voran. Ein perfekter Opener, wie er besser wohl kaum gewählt werden konnte und ein gelungener Einstieg in das Album.
9/10

2.) ~~~2 Minutes to Midnight~~~

Weiter geht's wie auch auf der Platte mit "2 Minutes to Midnight", einem faszinierenden Midtempo-Song mit einem mitreissenden Chorus: "Two minutes - to miiiiiiidnight.... the hand that threatens doom... Two minutes - to miiiiiiiiiidnight... to kill the unborn in the woooooomb..." - Kein Wunder, dass die Meute dort komplett ausrastet und begeistert mitsingt...
9/10

3.) ~~~The Trooper~~~

Erstmals greift man nun auch das vorhergegangene und äußerst erfolgreiche Album "Piece of Mind" zurück - "The Trooper" wird den Fans um die Ohren geblasen. Melodische Gitarrenleads eröffnen den Song, dann übernehmen die harten Riffs die Kontrolle und in den Strophen dürfen dann die Fans zeigen, dass sie den Text hervorragend beherrschen: "You take my life and I'll take yours, too..." - bis dann schließlich im "Chorus" (eigentlich gibbet hier ja nix dergleichen) alle ein lautes "Ohhhooohohoohohohohooooooo" von sich geben - perfekt die Atmosphäre eingefangen, kann man nicht meckern. *mäh* *dieZiegeerschlag*
10/10

4.) ~~~Revelations~~~

Als wolle man immer schön zwei Song von jedem Album in umgekehrter chronologischer Reihenfolge spielen, hat man sich nun noch einen Titel des "Piece of Mind"-Silberlings ausgesucht: "Revelations". Klar, der langsame und doch recht treibende Anfang eignet sich perfekt, um die Fans schön mitsingen zu lassen und wenn's dann ab der Hälfte flotter zur Sache geht und die Leadgitarren dann ihre Künste vollführen, dürfen die Fans richtig schön Party machen. Fein, fein.
10/10

5.)~~~Flight of Icarus~~~

Huch, da kommt jetzt ja nun doch kein Song von der "Number of the Beast", wie meine gerade aufgestellt Theorie es hätte vermuten lassen... *dieTheoriegleichwiederüberdenHaufenwerf*
*andereTheoriehinterdemHaufenhervorzerr* - Aha, man nimmt also nur die besten Maiden-Songs, kein Wunder, dass "Flight of Icarus" da dann dabei ist! Vor allem ist hierbei bemerkenswert, dass Bruce Dickinson diese abartig hohen Tonlagen auch live in einer Perfektion herausbekommt, die einem die Freudentränen in die Augen treiben.
10/10

6.) ~~~The Rime of the Ancient Mariner~~~

Jaaaaa, nur die besten Songs... War klar, dass der dann auch kommen muss! MUSS! Und obwohl der Song auch auf der Studioscheibe fast 14 Minuten lang ist, wird er auch live nicht langweilig. In den Zwischenpausen macht das Publikum ordentlich Stimmung und mir gefällt vor allem, wie Bruce gegen Ende hin seine Stimme variiert: "Then the spell starts to break, the albatross falls from his neck, sinks down like lead into the sea, the down in falls comes the.... raiiiiiiiiiiiin" - Wow! *Gänsehautbekomm* - und anschließend lässt er noch ein paar markerschütternde "Yeahyeahyeahs" vom Stapel... einmalig! Bewundernswert auch die flotten Leadgitarren zum Ende hin.
11/10

7.) ~~~Powerslave~~~

Ha, erwischt! Erneut ein wahrer Klassiker der Bandgeschichte und dermaßen ein Hamemrsong, dass man auf keinem Konzert darauf verzichten konnte. "Tell me why I had to be a Powerslave - I don't wanna die, I'm a God, why can't I live on?" - Bruce klingt auch live hier so richtig schön dramatisch, was in Zusammenarbeit mit dem Gejubel und Gesinge der Fans eine eindrucksvolle Atmosphäre ausmacht. Da sieht man eben, wie man über 50.000 Fans beglücken kann!
10/10

8.) ~~~The Number of the Beast~~~

Dass dieser Song ein Klassiker ist, brauche ich wohl niemandem mehr zu sagen, oder? Und von welchem Album der stammt, dürfte auch nicht schwer zu erraten sein. Wie? "Oops, I did it again?" Falsche Antwort... *Handgranatewerf*
Das eingespielte Intro wird schon fast vollständig von der Meute mitgesprochen und anders ist es dann beim Song an sich natürlich auch nicht: Wie aus einer Kehle grölen tausende zusammen mit Bruce Dickinson - "666 - The Number of the Beast" - Wer das einmal selbst erlebt hat, weiss die geniale Atmosphäre zu schätzen...
10/10

9.) ~~~Hallowed be thy name~~~

Mit langsamen Akustikklängen leitet man nun den folgenden Titel ein, der auch wieder von der "Number of the Beast"-Scheibe stammt. Bereits die ersten Zeilen werden von den Anhängern der Briten enthusiastisch mitgesungen und als man schließlich etwas Gas gibt und den Titel richtig schön losrocken lässt, gibt es anscheinend kein Halten mehr.
10/10

10.) ~~~Iron Maiden~~~

Die bandeigenen Hymne muss dann natürlich auch noch sein, ist klar. Hier dürfen wir erstmals offiziell Bruce Dickinson bei einem ursprünglich von Paul Di'Anno gesungenen Song hören - und "Mr. Air Raid" macht seine Sache wirklich mehr als gut. Ich fand ja schon das Original genial, Bruce veredelt den Song aber zusätzlich noch. Paul wer? Egal...
10/10

11.) ~~~Run to the hills~~~

Polterndes Drumming, die markanten Gitarrenleads - Ja, das kann nur "Run to the Hills" sein - ist es natürlich auch und so kommen alle Fans gegen Ende der Scheibe erneut in den Geschmack eine absoluten Spitzentitels. Ach, was sag ich da eigentlich - jeder Song dieser Livescheibe ist einfach göttlich und kann ohne Bedenken weiterempfohlen werden. "Run to the hills.... run for you liiiiiiiiives"... *mitsing*
10/10

12.) ~~~Running Free~~~

So, ganz zum Schluss gibt's dann nochmal was vom selbstbetitelten Debüt - und zwar den kurzen, aber nicht minder gelungene Titel "Running Free". Hier passt auch wieder alles, angefangen vom Einstieg mit Drums und Bass und die feinen Gitarrenleads bis hin zum Chorus: "Im running free, yeaaaaah.... I'm running freeeee"
10/10


~~~Coverartwork & Sound~~~

Das Cover zeigt eindrucksvoll, wie Eddie von den Toten aufersteht - und zwar steigt er von Blitzen umzuckt aus seinem Grab, seine Gestik und Mimik stellt die eines wütenden Monsters dar, das nun Rache an seinen Mördern nehmen will. Sieht einfach stark aus, gibt perfekt die Atmosphäre, die während des Konzertes herrscht, in Bildern wieder und kann ja da oben - wenn auch nur rech klein - bewundert werden.

Der Sound ist für eine Live-Scheibe einfach erstklassig. Klar, ganz die Perfektion wie im Studio erreich man nicht, aber die Gitarren sind gut zu hören und kommen druckvoll rüber, die Drums treiben die Songs gut voran und Bruce's Stimme ist sowieso über alle Zweifel erhaben.


~~~Fazit~~~

"Live after Death" ist ganz klar und ohne Frage eine der allerbesten Liveaufnahmen aller Zeiten und sollte neben Iced Earth' Mammutwerk "Alive in Athens" in jedem Metaller-CD-Regal stehen. Die Scheibe ist von vorne bis hinten vollgepackt mit Klassikern des Genres, die allesamt nahezu perfekt sind und die man als Anhänger von Gitarrenmusik ganz generell einfach kennen MUSS. Was einzig ein wenig schade ist, ist die Tatsache, dass es von der ursprünglichen Doppel-LP ein paar Songs nicht mit auf die normale CD geschafft haben: "Wrathchild", "Children of the Damned", "22 Acacia Avenue", "Die with your boots on" und "The Phantom of the Opera" - das Problem hätte man mit einer Doppel-CD eigentlich lösen können, aber ganz ehrlich gesagt vermisse ich bis auf den "Operngeist" die Titel auch nicht so recht.


In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Wishmaster... Live-after-Death.... UAHAHAHAHAAAAA!

38 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Crazy666

    31.03.2002, 21:57 Uhr von Crazy666
    Bewertung: sehr hilfreich

    *lach* Och, warum hat man den guten Eddie nicht TOT gelassen!?

  • Superbiene20000

    30.03.2002, 00:35 Uhr von Superbiene20000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab das Teil noch als olles VHS-Video..da sind allerdings mehr Songs drauf. Many Greetings..Superbiene

  • Er@ser

    29.03.2002, 22:52 Uhr von Er@ser
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wow, sehr ausführlich! Gruss Er@ser