Slowenien: Ljubljana Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Goldband
Ljubljana - wirklich ein Reise wert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
In diesem Sommer waren wir das 1. Mal in den Julischen Alpen, die an Italien und Österreich grenzen und ein Teil Sloweniens sind, im Urlaub. Als ich zu Hause meinte, dass ich eigentlich nicht nach Ljubljana will, protestierte meine Tochter - auch hier unter den Namen Bernsteinlicht bekannt - und meinte entschieden, dass wir unbedingt in die Hauptstadt Sloweniens fahren müssten. Da wir folgsam sind, fuhren wir genau an einem Sonntag nach Ljubljana. Wir wählten bewusst das Wochenende, weil wir da bisher immer die Erfahrung gemacht haben, leichter Parkplätze zu finden. Autofahren ist in Slowenien erheblich preiswerter als zu Hause. 1 Liter Super bleifrei kostete 181,00 - 182,50 Tolar. Rechnet man das durch 225, erhält man den Preis ca. 0,80 Euro.
Ljubljana liegt in 298 m Meereshöhe und befindet sich in einem Becken zwischen den Alpen und dem Karst. Von der Stadt wird geschrieben, dass sie groß genug ist um alles zu bieten, was es in einer Hauptstadt geben muss und aber auch klein genug ist, um Individualität der Bürger zu erhalten.
Das Gebiet wurde schon frühzeitig besiedelt und die Stadt wurde 1144 das erste Mal urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde sie die Hauptstadt des Herzogtum Krain und ab 1335 kam sie unter die Herrschaft der Habsburger. Nach dem 1. Weltkrieg schloss sich Slowenien dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen an. Auch nach dem 2. Weltkrieg war Ljubljana die Hauptstadt der slowenischen Teilrepublik Jugoslawiens. Am 25.6.1991 erklärte Slowenien seine Unabhängigkeit und damit wurde die Stadt zur Hauptstadt.
So viel zur Lage und zur Geschichte.
Wir kamen also an einem Sonntagvormittag ohne Vorkenntnisse und keinem Stadtplan in Ljubljana an. Wir fogten dem Hinweis: Center = Zentrum und fanden dann auch einen - am Sonntag kostenlosen - Parkplatz am Rande der Innenstadt.
Bei unserer Parkplatzsuche hatte ich die Burg, die hoch über der Stadt thront, entdeckt. Sie ist im Zentrum immer gut zu sehen. Also liefen wir in diese Richtung und kamen so schnell an die Ljubljanica den Fluss, der ruhig in einem Kanal die Innenstadt durchfließt. Links und rechts davon führen Alleen vorbei an vielen kleinen Geschäften, Cafes und Gaststätten. Auf der Seite zum Schlossberg fand gerade eine Floh- oder Trödelmarkt statt. Wir liefen auf der anderen Seite zum Prešeren - Platz, wo sich das Denkmal für des Dichters France Prešeren befindet. Eines seiner Gedichte wurde zur Nationalhymne der Slowenen. An dem Platz sieht man schon von weitem die Barockfassade der Franziskanerkirche aus den Jahren 1646 bis 1660. Genau davor stand so eine kleine Touristenbahn, von der wir annahmen, dass wir mit ihr eine Stadtrundfahrt erleben würden. Also bezahlten wir 1000,00 Tolar - das sind ca. 4,50 Euro -und stiegen ein. Die Fahrt ging über die Brücke \"Die Drei Brücken\", die eine Besonderheit darstellt. Sie besteht aus einer Steinbrücke von 1842 und 2 seitlichen Fußgängerbrücken des Architekten Jože Plečnik aus dem Jahr 1931. Die Fahrt ging weiter vorbei an der Domkirche und dann zu unserem Erstaunen hinauf zur Burg. Dort kamen wir nach ca. 20 Minuten an und wir konnten die Fahrt unterbrechen , um uns die Burg anzusehen.
Von dem Schlossberg hat man eine schöne Sicht auf die Stadt und die Umgebung. Von der Burg selbst waren wir enttäuscht, weil wir etwas ganz anderes erwartet hatten, als wir dann kennen lernten. In der Burg begannen in den 60-iger Jahren Renovierungsarbeiten, wobei es nicht um eine museale Nutzung und eine Rekonstruktion der alten Burg ging. Sie wird heute für Kunst, Kultur, Gastronomie und Tourismus genutzt. 1990 wurde der fünfeckige Eingangsturm der Öffentlichkeit übergeben und 1992 wurde die St.-Georgs-Kapelle neu geweiht. In ihr sind die Wappen der von Krain gemalt. Überall befindet sich hinter den dicken Burgmauern viel Beton, teils rostiger Stahl und Glas. Im Burghof finden im Sommer Kulturveranstaltungen statt.
Nach einer Stunde fuhren wir mit der kleinen Bahn wieder hinunter.
Dort angekommen sahen wir uns die Markthallen, die Drachenbrücke, das Rathaus und den Brunnen der Krainer Flüsse davor. Er wurde 1751 von Francesco Roba geschaffen. Er symbolisiert die Flüsse Save, Krka und Ljubljanica.
Dann liefen wir weiter durch die Altstadt. Später aßen wir in einer der Gaststätten am Fluss Mittag. Die Preise in den Gaststätten entsprechen denen in unseren Gaststätten. Will man sich allerdings selbst versorgen, stellt man schnell fest, dass die Preise für Lebensmittel höher sind als bei uns.
Während wir auf das Essen warteten, konnten wir dem Treiben an den Ständen des Trödelmarktes zusehen und beobachten wie sie nach und nach ihre Sachen wieder verstauten. Inzwischen hatte das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft begonnen und in den meisten Gaststätten sahen sich die Menschen das Spiel auf großen Bildschirmen an.
Nach der Mittagspause besichtigten wir die andere Seite des Flusses. Dort bemerkten wir zuerst die eigenwillige Fassade der National- und Universitätsbibliothek. Im Jahre 1936 bis 1941. Große Sandstein- oder Kalksteinquader unterbrechen unregelmäßig die rote Ziegelwand. Unser Weg führte uns dann weiter zur Universität und dann kamen wir zur Ursulinenkirche. Von dort wurde ich auf ein moderneres Haus aufmerksam, dass im Reiseführer \"Wolkenkratzer\" genannt wird. Es war das erste Hochhaus der Stadt und wurde 1933 erbaut. Es lehnt sich an die architektonische Bauweise Amerikas an.
Von dort liefen wir wieder zu \"Die Drei Brücken\". Dort schauten wir uns die Franziskanerkirche innen an. Der Hochaltar wurde ebenfalls von Roba geschaffen. Tritt man aus der Kirche wieder heraus fällt der Blick auf einige Jugendstilhäuser gegenüber und und danach auf \"Die Drei Brücken\". Dann sahen wir uns in der Touristinformation um und schließlich besichtigten wir auch noch den Dom. An und in Ihm gibt es Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Erbaut wurde er 1701 - 1708. Die Kuppel wurde später errichtet und 1843/44 bemalt. An der Außenwand befindet sich eine gotische Madonna. Die Portale wurden 1996 zur Erinnerung an den Besuch des Papstes angefertigt und zeigt die Geschichte des Bistums Ljubljana. Das Hauptportal zeigt 1250 Jahre Christentum in Slowenien und wurde vom Papst gesegnet.
Nach so viel Kultur gönnten wir uns ein Eis und sahen uns auf einer Bank sitzend den Menschen, die an diesem schönen Tag am Ufer der Ljubljanica spazieren gingen, zu.
Eigentlich braucht man viel mehr Zeit. In der Stadt gibt es viele Museen, Theater, einen Zoo, einen Botanischen Garten und vieles mehr. Wer gern einen Einkaufsbummel machen möchte darf natürlich nicht wie wir an einem Sonntag nach Ljubljana fahren. Über Hotels und Pensionen kann ich nichts sagen.
Ljubljana liegt in 298 m Meereshöhe und befindet sich in einem Becken zwischen den Alpen und dem Karst. Von der Stadt wird geschrieben, dass sie groß genug ist um alles zu bieten, was es in einer Hauptstadt geben muss und aber auch klein genug ist, um Individualität der Bürger zu erhalten.
Das Gebiet wurde schon frühzeitig besiedelt und die Stadt wurde 1144 das erste Mal urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde sie die Hauptstadt des Herzogtum Krain und ab 1335 kam sie unter die Herrschaft der Habsburger. Nach dem 1. Weltkrieg schloss sich Slowenien dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen an. Auch nach dem 2. Weltkrieg war Ljubljana die Hauptstadt der slowenischen Teilrepublik Jugoslawiens. Am 25.6.1991 erklärte Slowenien seine Unabhängigkeit und damit wurde die Stadt zur Hauptstadt.
So viel zur Lage und zur Geschichte.
Wir kamen also an einem Sonntagvormittag ohne Vorkenntnisse und keinem Stadtplan in Ljubljana an. Wir fogten dem Hinweis: Center = Zentrum und fanden dann auch einen - am Sonntag kostenlosen - Parkplatz am Rande der Innenstadt.
Bei unserer Parkplatzsuche hatte ich die Burg, die hoch über der Stadt thront, entdeckt. Sie ist im Zentrum immer gut zu sehen. Also liefen wir in diese Richtung und kamen so schnell an die Ljubljanica den Fluss, der ruhig in einem Kanal die Innenstadt durchfließt. Links und rechts davon führen Alleen vorbei an vielen kleinen Geschäften, Cafes und Gaststätten. Auf der Seite zum Schlossberg fand gerade eine Floh- oder Trödelmarkt statt. Wir liefen auf der anderen Seite zum Prešeren - Platz, wo sich das Denkmal für des Dichters France Prešeren befindet. Eines seiner Gedichte wurde zur Nationalhymne der Slowenen. An dem Platz sieht man schon von weitem die Barockfassade der Franziskanerkirche aus den Jahren 1646 bis 1660. Genau davor stand so eine kleine Touristenbahn, von der wir annahmen, dass wir mit ihr eine Stadtrundfahrt erleben würden. Also bezahlten wir 1000,00 Tolar - das sind ca. 4,50 Euro -und stiegen ein. Die Fahrt ging über die Brücke \"Die Drei Brücken\", die eine Besonderheit darstellt. Sie besteht aus einer Steinbrücke von 1842 und 2 seitlichen Fußgängerbrücken des Architekten Jože Plečnik aus dem Jahr 1931. Die Fahrt ging weiter vorbei an der Domkirche und dann zu unserem Erstaunen hinauf zur Burg. Dort kamen wir nach ca. 20 Minuten an und wir konnten die Fahrt unterbrechen , um uns die Burg anzusehen.
Von dem Schlossberg hat man eine schöne Sicht auf die Stadt und die Umgebung. Von der Burg selbst waren wir enttäuscht, weil wir etwas ganz anderes erwartet hatten, als wir dann kennen lernten. In der Burg begannen in den 60-iger Jahren Renovierungsarbeiten, wobei es nicht um eine museale Nutzung und eine Rekonstruktion der alten Burg ging. Sie wird heute für Kunst, Kultur, Gastronomie und Tourismus genutzt. 1990 wurde der fünfeckige Eingangsturm der Öffentlichkeit übergeben und 1992 wurde die St.-Georgs-Kapelle neu geweiht. In ihr sind die Wappen der von Krain gemalt. Überall befindet sich hinter den dicken Burgmauern viel Beton, teils rostiger Stahl und Glas. Im Burghof finden im Sommer Kulturveranstaltungen statt.
Nach einer Stunde fuhren wir mit der kleinen Bahn wieder hinunter.
Dort angekommen sahen wir uns die Markthallen, die Drachenbrücke, das Rathaus und den Brunnen der Krainer Flüsse davor. Er wurde 1751 von Francesco Roba geschaffen. Er symbolisiert die Flüsse Save, Krka und Ljubljanica.
Dann liefen wir weiter durch die Altstadt. Später aßen wir in einer der Gaststätten am Fluss Mittag. Die Preise in den Gaststätten entsprechen denen in unseren Gaststätten. Will man sich allerdings selbst versorgen, stellt man schnell fest, dass die Preise für Lebensmittel höher sind als bei uns.
Während wir auf das Essen warteten, konnten wir dem Treiben an den Ständen des Trödelmarktes zusehen und beobachten wie sie nach und nach ihre Sachen wieder verstauten. Inzwischen hatte das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft begonnen und in den meisten Gaststätten sahen sich die Menschen das Spiel auf großen Bildschirmen an.
Nach der Mittagspause besichtigten wir die andere Seite des Flusses. Dort bemerkten wir zuerst die eigenwillige Fassade der National- und Universitätsbibliothek. Im Jahre 1936 bis 1941. Große Sandstein- oder Kalksteinquader unterbrechen unregelmäßig die rote Ziegelwand. Unser Weg führte uns dann weiter zur Universität und dann kamen wir zur Ursulinenkirche. Von dort wurde ich auf ein moderneres Haus aufmerksam, dass im Reiseführer \"Wolkenkratzer\" genannt wird. Es war das erste Hochhaus der Stadt und wurde 1933 erbaut. Es lehnt sich an die architektonische Bauweise Amerikas an.
Von dort liefen wir wieder zu \"Die Drei Brücken\". Dort schauten wir uns die Franziskanerkirche innen an. Der Hochaltar wurde ebenfalls von Roba geschaffen. Tritt man aus der Kirche wieder heraus fällt der Blick auf einige Jugendstilhäuser gegenüber und und danach auf \"Die Drei Brücken\". Dann sahen wir uns in der Touristinformation um und schließlich besichtigten wir auch noch den Dom. An und in Ihm gibt es Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Erbaut wurde er 1701 - 1708. Die Kuppel wurde später errichtet und 1843/44 bemalt. An der Außenwand befindet sich eine gotische Madonna. Die Portale wurden 1996 zur Erinnerung an den Besuch des Papstes angefertigt und zeigt die Geschichte des Bistums Ljubljana. Das Hauptportal zeigt 1250 Jahre Christentum in Slowenien und wurde vom Papst gesegnet.
Nach so viel Kultur gönnten wir uns ein Eis und sahen uns auf einer Bank sitzend den Menschen, die an diesem schönen Tag am Ufer der Ljubljanica spazieren gingen, zu.
Eigentlich braucht man viel mehr Zeit. In der Stadt gibt es viele Museen, Theater, einen Zoo, einen Botanischen Garten und vieles mehr. Wer gern einen Einkaufsbummel machen möchte darf natürlich nicht wie wir an einem Sonntag nach Ljubljana fahren. Über Hotels und Pensionen kann ich nichts sagen.
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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19.11.2008, 21:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDu solltest den Bericht mal nach vorne holen, damit er mehr Bewertungen bekommt. Gruss Leseratee.
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