Löwenzahn Testbericht

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Erfahrungsbericht von jorka1965

Löwenzahn - Unkraut oder was ?

Pro:

gesunder schmackhaft als Salat

Kontra:

eines der schlimmsten Unkräuter

Empfehlung:

Ja

Löwenzahn, ja wer kennt nicht den ollen Peter Lustig aus dem Kika ?
Aber um den soll es nicht gehen, sondern um den Namensgeber der Sendung um die Pflanze an sich.
Wat isses den nun ? Unkraut oder wat ?
So einfach kann man diese Frage nicht beantworten.
Wie so oft entscheidet es sich aus der Sicht des Betrachters.
Wächst es auf einem meiner Beete so ist es Unkraut für mich, auf der Wiese Futter für den Zwerghasen oder für mich. Zum letzteren später mehr.
Als Kind war es für mich eine meiner Lieblingspflanzen.
Mit dem hohlen Stiel kann man schön Musik machen.
Einfach einen schönen dicken Stengel nehmen – Kopf ab – die bittere Milch etwas abgewischt und an einem Ende zusammendrücken so das die Seiten etwas aufreisen. Auf diese Seite wird dann reingeblasen und wenn man es richtig gemacht hat kommt ein Ton raus. Einfach mal ausprobieren.
Sind die gelben Blüten verblüht so mutiert der Löwenzahn ja zur Pusteblume und man konnte damit schön Fallschirmspringen spielen. Schön gepustet geht die Post ab.
Ja und dann konnte man ja noch schön Hasen füttern., denn die fressen den Löwenzahn sehr gern.

Diese Pflanze ist in verschieden Regionen unter verschiedenen Namen bekannt :
z.B. Seicherwurzel ,Wiesenlattich ,Ringelblume, Kuhblume, Butterblume, Kettenblume, Pferdeblume oder Pusteblume
Jeder kennt sie, die meisten mögen sie aber nicht.
Ein besonderes Merkmal ist der hohle Stengel auch Milchröhre genannt. Bricht man eine Pflanze so sieht man deutlich ein weißes Sekret welches einen Bitterstoff enthält und tolle Flecken auf Hand und Kleidung
hinterläßt.
Desweiteren deutlich erkennbar die Löwenzahnblätter die stark gezackt sind – die der Pflanze wohl den Namen gegeben hat.
In den Monaten März bis September blüht die Pflanze gelb.(daher wohl manchmal die falsche Bezeichnung als Butterblume).
Ein weiteres Merkmal sind die langen kräftigen Wurzeln. Also liebe Gärtner – richtig tief ausstechen sonst kommt der Löwenzahn immer wieder.
Die Pflanze ist sehr anpassungsfähig und wächst so in fast allen Regionen Europas. Deshalb kann man selbst auf einer Wiese ja nach Standort unterschiedliche Formen finden. Vergleicht mal die Blätter.
Ist die Pflanze verblüht so entwickeln sich an den Samenkörnern die bekannten Fallschirme.
Kommt nun ein kräftiger Wind nimmt die Vermehrung seinen Lauf.
Mit dieser Methode gelingt es der Pflanze sich über relativ weite Strecken auszubreiten.
Deshalb liebe Gärtner : besser nicht so lange warten bis aus dem gelben Löwenzahn die Pusteblume geworden ist.

Der Löwenzahn enthält selbst viele Bitterstoffe. Damit eignet sich die Pflanze zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und zur Behebung von Fettverdauungsstörungen.
Das Löwenzahnkraut ist sehr reich an Kalium, was zu der wassertreibenden und mild abführenden Wirkung beiträgt. (Blutreinigung)
Man verwendet Löwenzahn als Tee oder als Saft. Dazu werden aber nur die Blüten verwendet.

Ich persönlich mache ab und zu einen Löwenzahnsalat.
Dazu sammelt man zuerst die Blätter von jungen Pflanzen (wenig Bitterstoffe) oder von älteren das obere Drittel des Blattes. Ich gebe zu das ist sehr mühsam aber es lohnt sich.
Dazu sammle ich meist noch die Blätter vom Sauerampfer, jungen Brennesseln und der Scharfgarbe.
Dann wird alles ordentlich gewaschen und mit einem Dressing aus Öl, Salz, Pfeffer und Essig angerichtet.
Als Clou gebe ich noch die Blüten von Gänseblümchen dazu. Ein toller Blickfang und gut für das Erstaunen bei Tisch.
Ein knackiger frischer Salat so ähnlich wie Kopfsalat.

Ja was isses den nun ?
Für mich auf dem Beet Unkraut und ansonsten eine Pflanze woran Kinder Spaß haben und ich selbst nutze sie als Futterpflanze für Hase Moritz und Meerschweinchen Rudi sowie als Salat.
Wie gesagt – es kommt auf die Betrachtung an.

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