Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy (Adventure PC Spiel) Testbericht

Star-wars-jedi-knight-jedi-academy-adventure-pc-spiel
ab 20,32
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

5 Sterne
(9)
4 Sterne
(5)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von mammud

Möge die Macht mit dir sein!

Pro:

perfekter soung, gute grafik, \\\"starwars-feeling\\\"

Kontra:

schlechte KI (künstlihce Intelligenz)

Empfehlung:

Ja

1. Story
2. Spielprinzip
3. Grafik
4. Sound
5. Systemvoraussetzungen
6. Atmosphäre
7. Multiplayer
8. Steuerung
9. Meinung

===Story===
Die Handlung von Jedi Academy beginnt ein paar Jahre nach dem zweien Teil der Reihe. Die Hinterbliebenen des Imperiums sind über das gesamte Sternensystem verteilt, aber immer noch eine Bedrohung für die neue Republik.
Jetzt versucht Luke Skywalker die Jedi-Akademie wieder aufzubauen, da die Jedis drohen auszusterben. Unter den neuen Schülern ist auch Jaden Korr (wahlweise männlich oder weiblich), der es schaffte ganz ohne fremde Hilfe ein Lichtschwert zu konstruieren, was ja, wie man sich denken kann, ziemlich kompliziert ist.

Doch das Shuttle der Neuankömmlinge wird abgeschossen, Jaden und Rosh, ein weiterer Schüler werden aus dem Shuttle geschleudert und müssen sich selbst den Weg durch den dichten Dschungel bahnen.
Hier steigt ihr ein. Ihr müsst mit eurem Lichtschwert Bäume fällen, um euch so Wege zu ebnen und wilde Echsen lehren, was es heißt, sich mit einem lichtschwertführenden Jedi-Schüler anzulegen.

Als ihr dann endlich an der Akademie ankommt begegnen euch zwei Sturmtruppen und ein dunkler Jedi, die euch angreifen. Als ihr diese erledig habt, seht ihr drei Personen, die mit einem Zepter irgendwas an dem Massassi-Tempel, der Ausbildungsstätte machen. Kurz darauf werdet ihr plötzlich ohnmächtig. Als ihr wieder aufwacht stehen euch Luke und Kyle Katarn gegenüber, die alles über die Leute mit dem Zepter wissen wollen. Ihr erzählt ihnen alles, aber die beiden werden auch nicht schlau daraus.

Ein paar Stunden später beginnt schon euer Jedi-Training. Habt ihr das geschafft beginnt das große Abenteuer und ihr könnt Aufträge annehmen, die euch auf teils aaus den Filmen bekannte Planeten, wie Tatooine oder Hoth, aber auch auf einige wie Korriban, die in den Filmen nicht auftauchen. Ihr lernt immer mehr Fähigkeiten und kommt nach und nach einer ganz großen Sache auf die Spur, die mal wieder das gesamte Universum bedroht.

Alles in allem ist die Story sehr gut erzählt und teilweise auch ziemlich spannend. Man muss aber dennoch sich mit Star Wars auskennen und sich auch ein wenig dafür begeistern können, um sich mit der Story anfreunden zu können.


===Spielprinzip===
Vor dem Spiel bastelt ihr euch eure eigene Spielfigur zusammen, indem ihr Rasse, Kopf, Torso und Beine bestimmt. Danach wählt ihr Griff und Farbe eures Lichtschwertes. Es gibt leider nur 6 verschiedene Rassen zur Auswahl(Mensch männlich und weiblich, Kel’Dor männlich, Rodianer männlich, Twi’Lek weiblich und Zabrak weiblich), aber immerhin besser als gar nicht.
Das Spiel selbst lässt sich am Besten als eine Mischung aus 3D-Shooter und Rätsel-Jump’n Run beschreiben. Man ist die meiste Zeit damit beschäftigt die immer in der Überzahl auftretenden Gegner zu besiegen. Dafür stehen einem neben dem Lichtschwert zehn verschiedene Waffen vom normalen Blaster, über das Imperiale Schnellfeuergewehr bis hin zum Raketenwerfer zur Verfügung, auch wenn ihr den größte Teil mit dem Lichtschwert erledigen werdet, da sich Jedis mit den normalen Waffen nicht erledigen lassen: Blasterschüsse wehren sie mit dem Lichtschwert ab, abgeschossene Raketen schicken sie per Macht zu euch zurück und Schüssen aus dem Snipergewehr weichen sie ganz einfach aus. Alles Sachen die ihr nach einer Zeit auch erlernt; und somit selbst einer Gruppe von 20 Sturmtruppen absolut überlegen seid.

Insgesamt lernt ihr vier neutrale Machtfähigkeiten (Sprung, Schub, Griff, Geschwindigkeit) automatisch und könnt vor den Missionen aus vier Machtfähigkeiten der hellen (Absorption, Heilung, Geistestrick, Schutz) und vier der dunklen Seite (Rage, Würgegriff, Blitz, Entzug) wählen. Allerdings solltet ihr mit Bedacht wählen, da ihr es nicht schaffen werdet alle Kräfte auf die dritte und höchste Stufe zu kriegen. Ihr müsst euch also entscheiden. Entweder ein paar Kräfte mit Perfektion können, oder eher als Allrounder alles nicht richtig können.

Euer wichtigstes Utensil hierbei wird natürlich euer Lichtschwert sein. Anfangs habt ihr ein einfaches, bei dem ihr Griff und Farbe auswählen könnt. Später, als ihr während einer Mission euer Lichtschwert verliert müsst ihr ein neues bauen. Jetzt stehen euch auch zwei Schwerter oder das Zwillingslaserschwert zur Verfügung, bei denen ihr wieder Farbe und Griff ändern könnt.
Schön ist, dass die Entwickler den Lichtschwertkampf im Gegensatz zu Jedi Outcast sehr stark verbessert haben. Man kann jetzt pro Lichtschwertart 10 Combos bzw. Spezialattacken ausführen und die Kämpfe gegen Jedis machen jetzt noch mehr Spaß. Hinzu kommt der Zeitlupenmodus. Bei besonders tollen Combos wird alles in Zeitlupe abgespielt und die Kamera dreht sich um Jaden herum. Das sieht nicht nur klasse aus, es ist auch saugefährlich: in einem Level, in dem ihr auf pfeilschnellen Swoopbikes umherrast ist es echt nervig, wenn die Kamera andauernd 360°- Fahrten unternimmt, weil ihr dann häufig in der nächsten Wand landen werdet.

Allerdings müsst ihr auch oft auf die Schusswaffen zurück greifen, da die Missionen sehr unterschiedlich gestaltet sind: mal müsst ihr einen Roboter finden, der wichtige Daten für euch hat, dann müsst ihr Gefangene befreien, einmal werdet ihr gefangengenommen und müsst euch ohne Lichtschwert, nur mit Schusswaffen einen Weg durch ein Lager der Imperialen bahnen. Manchmal wechseln mitten im Level die Missionsziele und ihr müsst nicht mehr Anhänger eines Kults finden, sondern einfach noch um euer Leben rennen, als die Kultanhänger einen riesigen mutierten Rancor auf euch loslassen. Das bringt viel Abwechslung in das Spiel und ist einfach aufregender, als die ganze Zeit durch die Levels zu laufen und einem Ziel zu folgen.

Aber nicht nur die Ziele, auch das Design der Levels ist sehr abwechslungsreich. In einer Mission seid ihr auf einem Imperialen Raumkreuzer unterwegs, nachher müsst ihr auf einem Wüstenplaneten Wissenschaftler retten.

===Grafik===
Die Grafik des Spiels hat sich im Grunde nicht viel verbessert, es wurde alles ein bisschen aufgebessert, aber nirgendwo so richtig aufgebessert. Die Figuren sehen, wie aus dem zweiten Teil gewohnt, sehr detailliert aus und sind klasse gezeichnet. Auch die Effekte sind klasse, alles sieht wie im Film aus: ob Blasterschüsse, Lichtschwerter, die aufeinander knallen oder die Verwischung beim Machtzauber „Geschwindigkeit“, alles sieht nahezu perfekt aus. Dies trägt auch sehr viel zu der tollen Star Wars-Atmosphäre bei.
Die Bewegungsabläufe sind klasse, vor allem die der Jedi.
Es sieht einfach klasse aus (und macht irre viel Spaß) erst à la Matrix an der Wand lang zu laufen, dann hinter den überraschten Sturmtruppen zu landen diese zu erledigen und dann mit einem Zwölffachsprung hinter den dunklen Jedis aufzukommen, um diese mit einer tollen Combo zu besiegen.
Einziges Manko sind die Umgebungsgrafiken. Wasser sieht aus, wie eine weiße feste Masse und viele Computer bestehen aus mehreren kleinen Farbklecksen. Zudem wiederholen sich innerhalb der Levels viel zu oft dieselben Umgebungen. Hier hätte man sich viel mehr Mühe machen müssen, unter anderem daher kriegt Jedi Academy nur vier von fünf möglichen Punkten, eigentlich schade!


===Sound===
Hier gibt’s bei dem Spiel absolut nichts auszusetzen. Wie immer schallt der typische Star Wars Sound aus den Boxen, der ebenfalls viel zur Atmosphäre beiträgt. Hinzu kommen die Geräusche der Waffen und der Macht, wie zum Beispiel das Sirren der Laserschwerter oder das Röcheln beim Einsatz der Machtfähigkeit „Würgegriff“. Auch das Aufprallen der Lichtschwerter, wenn diese weggeschlagen werden hört sich sehr gut an. Die Sprachausgabe finde ich auch sehr gut, die Sprecher verstehen es die Dialoge glaubhaft rüberzubringen, aber leider bewegen sich die Lippen der Spielfiguren kaum, was aber eher zu Grafik gehört.
Also, Sound die volle Punktzahl von mir!


===Systemvoraussetzungen===
Um das Spiel überhaupt spielen zu können, braucht ihr mindestens:
CPU mit 750 MHz
256 Mbyte RAM
1,2 Gigabyte Installationsgröße
3D- Karte


Um das Spiel mit höchsten Auflösungen genießen zu können, braucht ihr mindestens:
CPU mit 1800 MHz
512 Mbyte RAM
1,2 Gigabyte Installationsgröße
Radeon-9800-Karte, 3D-Sound

Ich habe ein gutes Mittelmaß zwischen beiden Systemen und ich kann das Spiel zwar nicht mit den richtig hohen Auflösungen, aber immerhin doch mit ziemlich guter Qualität spielen.

===Atmosphäre===
Auch hier gibt’s, wie bei guten Star Wars Spielen üblich, nichts zu bemängeln. Man findet hier alles, was das anspruchsvolle Star Wars Herz begehrt. Die Story könnte aus einem der Filme stammen, die Grafik ist schön und setzt vor allem die Lichtschwertkämpfe schön in Szene und aus den Boxen dröhnt der Original Star Wars Soundtrack inklusive Effekten.

Leider lässt die KI(Künstlichen Intelligenz) etwas zu wünschen übrig, vor allem die der Sturmtruppen, die Jedis sind schon etwas klüger.
Die Gegner sind meistens in der Überzahl, was ihre Dummheit ein bisschen ausgleicht. Sie agieren schon besser, als im zweiten Teil, aber immer noch nicht wirklich clever. So besetzen die Sturmtruppen zum Beispiel Geschütztürme, wenn sie euch bemerken und einer in der Nähe ist, oder sie ergeben sich in auswegslosen Situationen. Trotzdem war ich an einigen Stellen echt enttäuscht von der KI: im Multiplayermodus zum Beispiel, rannten drei meiner Teammitglieder, von denen einer gerade die Flagge geklaut hatte unentwegt gegen eine Wand und versuchten partout, dort irgendwie durchzukommen, als ob sich die Wand im nächsten Moment geöffnet hätte. Das war sehr ärgerlich, auch wenn im Einzelspielermodus die KI-Gegner klüger agieren, gibt es doch einige Spiele, in denen es weitaus besser um deren „Intelligenz“ bestellt ist.

Trotzdem ist und bleibt die Atmosphäre des Spiels gut und die Sturmtruppen waren ja auch in den Filmen schon nicht die Klügsten.

===Multiplayer===
Im Multiplayermodus kann man aus sechs verschiedenen Modi wählen. Zur Verfügung stehen Capture the flag(CTF), Frei für alle(FFA), Team-FFA, Duell, Team-Duell und Belagerung.

Im Capture the flag Modus gibt es zwei Teams in zwei Basen. Ziel ist es, in die gegnerische Basis einzudringen und dort die Flagge zu stehlen, um diese in sein eigenes Lager zu bringen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, da die Bots euch so gut wie gar nicht daran hindern werden die Flagge zu entwenden.

Beim FFA lauft ihr in einem mehr oder weniger großem Level herum und müsst so viele Gegner ausschalten, um euer Punktkonto aufzufrischen. Dazu stehen euch, je nach Level unterschiedlichste Waffen zur Verfügung.

Team-FFA ist im Grunde dasselbe, wie FFA nur eben in Teams. Ich würde allerdings (falls ihr nicht gegen menschliche Gegner spielt) den normalen FFA Modus vorziehen, da die Gegner, vor allem aber die Mitstreiter sich ziemlich dämlich anstellen.

Duell ist ein Modus, in dem immer nur zwei Spieler gegeneinander antreten. Der Rest wartet in einer Warteschleife. Der Gewinner des Duells bleibt drin, der Verlierer reiht sich ganz hinten in der Warteliste ein.

Das Team-Duell hat dieselben Regeln, wie der Duell Modus, allerdings treten hier zwei gegen einen stärkeren Gegner an.

Der Belagerungsmodus ist der einzige Modus, in dem man nicht mit Bots spielen kann. Es gibt wieder zwei Teams, die Rebellen und das Imperium. Das eine Team hat eine Basis, die das andere Team einnehmen will. Unter Zeitdruck versteht sich. Aufgrund von sechs verschiedenen Charakterklassen (Scout, Jedi, Spezialist für schwere Waffen, Bombenleger usw.) kommt auch noch ein wenig taktische Tiefe in diesen Modus, sodass er noch mehr Spaß macht.

Alle Modi machen Spaß und treiben die Langzeitmotivation gewaltig in die Höhe. Mein absoluter Lieblingsmodus ist aber immer noch die Belagerung, dahinter folgen CTF und FFA.
Leider haben die Entwickler unerklärlicherweise einen der besten Modi aus dem zweiten Teil nicht übernommen. Capture the Ysamiliari ist nicht mehr vorhanden. Das ändert jedoch nichts daran, dass die übrigen sehr viel Spaß machen und eine gute Alternative bilden, falls man die Solomissionen schon durch gespielt hat.


===Steuerung===
Steuern lässt sich das Spiel wie jeder Ego-Shooter mit Maus und Tastatur. Besonderheit hierbei ist, dass die Kamera in die Verfolgerperspektive wechselt, wenn man das Lichtschwert auswählt. Ansonsten spielt man aus der Sicht von Jaden, der Egoperspektive.
Die Befehle sind leicht zu erlernen, obwohl es so viele Combomöglichkeiten und Spezialmanöver gibt(30 Spezialattacken mit dem Lichtschwert), hat man diese nach kurzer Zeit drauf, zumal man ja alles nacheinander erlernt.


===Meine Meinung===
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen der sich für Star Wars begeistern kann. Dies ist jedoch Vorraussetzung, da das Spiel wirklich Star Wars pur bietet. Die Grafik ist gut, aber nicht überragend, der Sound allerdings perfekt und die Story war in Ordnung, halt typisch Star Wars. Auch der Langzeitspaß ist abgedeckt, denn mit dem Multiplayermodus kommen noch mal einige Stunden Spielspaß obendrauf. Einziger Störfaktor an dem Spiel ist wie gesagt die KI.

Warum sich das Spiel holen, wenn man schon den zweiten Teil gespielt hat?
Nun da gibt es keine richtige Begründung. Wenn einem der zweite Teil gefallen hat, wird er auch dem Spiel einiges abgewinnen können. Es bietet zwar nicht viele aber sinnvolle Neuerungen, wie zum Beispiel die verbesserten Lichtschwertkämpfe oder die neuen Fähigkeiten. Alles in allem ist das Spiel keine riesen Verbesserung des zweiten Teils, sondern eher eine Fortsetzung ohne große Unterschiede.

26 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Tris.

    04.03.2005, 12:21 Uhr von Tris.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und wieder mal ein klasse Bericht . Lese gern bei Dir.

  • Igelfan

    16.01.2005, 16:20 Uhr von Igelfan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Würd mich auch über einen Besuch freuen