MAM Trink & Dicht Testbericht

Mam-trink-dicht
ab 5,06
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Design:  sehr gut
  • Sicherheit:  sehr sicher

Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann

Trinken ohne Kleckern

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Um möglichen Zahnschäden bedingt durch Nuckeln an der Flasche bei meinem Junior zu vermeiden verbannte ich kurz vor seinem 1. Geburtstag die geliebte Nuckelflasche mit Schnuller. Auch wenn mein Wonneproppen was das Essen angeht aber auch rein gar nichts verschmäht (naja außer süße Breie), so eigen ist er dann doch, wenn es um sein Trinken geht – außer verdünnte Fruchtsäfte rührt der kleine Sturkopf nämlich nichts an. Wie praktisch fand ich es da zu Anfang, dass es für die NUK-Flaschen diese Schnabelaufsätze gab, die man statt des Schnullers aufschrauben konnte. Aber wie das manchmal so ist mit dem Denken, die Theorie klingt gut, die Praxis sieht dann ganz anders aus. Und so war es denn auch mit dem Schnabelaufsatz. Junior fand ihn einfach klasse. Es faszinierte ihn unwahrscheinlich, seine Trinkflasche umzudrehen und zu beobachten wie sich Tropfen für Tropfen aus der Flasche auf den Tisch, den Boden etc. ergoß – sehr zu meinem Leidwesen.

Dann las ich einige Berichte über den NUK Magic Cup, den tropffreien Trinkbecher und sogleich machte ich mich auf zum dm-Drogeriemarkt, um mir dieses Teil zuzulegen. Ich hatte den Becher (der knapp über 5 € kostete) schon in der Hand, als mein Blick auf die Becher von MAM TRINK & DICHT fielen. Äußerlich ähnelten sie stark dem Becher von NUK, jedoch gab es hier gleich zwei zum Preis von 7,55 €. Also ließ ich mal wieder den Schotten raushängen und griff zu den billigeren Bechern.

DAS PRODUKT:

Die MAM TRINK & DICHT Becher bestehen aus drei Teilen. Da ist zum einen der Becher selbst, der von der Form her einem normalen Glas ähnelt, jedoch nach unten hin konisch zuläuft, und ganze 250 ml Flüssigkeit fasst. In der Mitte ist der Becher geriffelt, was dem Kind das Festhalten erleichtert, zudem sind die Becher transparent, so dass man jederzeit sehen kann, ob noch genügend Durstlöschmaterial vorhanden ist.

Verschlossen wird der Becher mit einem farbigen Deckel – dem Schnabelaufsatz -, der lediglich aufgeschraubt wird. Die Innenseite des Deckels aus der Nähe betrachtet, läßt am Rand eine kleine Gummierung sichtbar werden, diese gewährleistet, dass der Becher vom Rand her nach dem Verschließen tropfdicht ist. Am äußeren Rand des Aufsatzes befinden sich ringsherum kleine Noppen, die verhindern sollen, dass der Becher – wenn er liegt – wegrollt. Der Schnabelaufsatz ist recht dick und besitzt drei Löcher aus denen die Flüssigkeit aus dem Becher regelrecht herausgesaugt werden muß.

Das dritte Teil, aus dem sich der komplette Becher zusammensetzt, ist ein Silikon-Ventil. Dieses wird auf die innen am Verschlußdeckel befindliche Halterung aufgesetzt. Das Ventil sieht ein wenig eigenartig aus. Der Verschlußdeckel besitzt innen zwei „Halterungen“ mit Löchern. Ein Loch führt zum Schnabel, d.h. hier wird die Flüssigkeit durchgeleitet, das andere zu einem kleinen im Deckel befindlichen Loch, damit beim Trinken Luft in den Becher gelangt, um ein gleichmäßiges Trinken zu gewährleisten. Das Ventil selber besteht jedoch nur aus einem Teil.

Alle drei Teile (Becher, Verschlußkappe und Silikon-Ventil) sind spülmaschinengeeignet, Becher und Deckel aus bruchsicherem Kunststoff. Die Becher eignen sich für Kinder ab dem 8. Lebensmonat.


DIE ANWENDUNG:

Diese gestaltet sich wirklich sehr einfach. Vor der Erstbenutzung werden alle drei Teile natürlich erst einmal gründlich gespült. Dann wird der Becher mit dem gewünschten Getränk befüllt. Abgeraten wird von kohlensäurehaltigen und sehr heißen Getränken, da dabei die Tropfsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Praktisch finde ich, dass man den Becher (ohne Deckel und Ventil) auch in der Mikrowelle zum Erwärmen des Getränks nutzen kann.

Das Silikon-Ventil wird nunmehr in die Halterung vom Deckel eingedrückt. Hier ist es wichtig, dass man es auch wirklich fest andrückt, ein leises Klicken zeigt jedoch den richtigen Sitz an. Zum Schluß wird der Deckel nur noch aufgedreht und das Kind kann sich dem Trinkvergnügen hingeben.

Das Silikon-Ventil sorgt dafür, dass das Kind einerseits unbeschwert trinken kann, andererseits verhindert es, dass beim Umdrehen des Bechers Flüssigkeit austreten kann.


MEINE ERFAHRUNG / MEINUNG und MEIN FAZIT:

Nun hatte ich sie also, diese sagenhaften tropfdichten Becher und sogar gleich zwei davon. Die Becher gibt es übrigens in verschiedenen Farben. Mittlerweile besitze ich drei davon (den 4. hat mein kleiner Wirbelwind wohl versehentlich und von uns unbemerkt in den Müll geschmissen) in den Farben orange mit gelben Deckel, blau mit grünem Deckel und grün mit blauem Deckel (der entsorgte Becher war gelb mit orangenem Deckel) und ich kann hier schon einmal sagen, dass mich diese Becher überzeugt haben.

Nachdem ich einen Becher mit verdünntem Saft gefüllt hatte, stellte ich ihn vor Junior, welcher ihn erst einmal skeptisch beäugte. Schlau wie mein Kleiner ist (hihi das hat er natürlich von seiner Mama!) steckte er sich den Schnabelaufsatz gleich in den Mund – wußte er also sofort ob des Zweckes dieses Bechers. Doch wider Erwarten begann er gleich darauf zu brüllen und schmiß mir den Becher wütend vor die Füße. Der Grund war, dass hier die Flüssigkeit entgegen dem alten Schnabelaufsatz der Nuk-Flasche nicht gleich herausgeflossen kam (was ja auch der Sinn des Kaufes war), sondern hier mußte Junior erst einmal kräftig saugen, um an die durstlöschende Substanz zu kommen, was meinem kleinen Sturkopf auf Anhieb nicht gerade gefallen wollte. Zu dem Zeitpunkt war er 10 Monate alt und vorbildlich und geübt wie Mama nun mal ist, machte ich ihm den Gebrauch dieses Bechers ein paarmal vor, in dem ich ihm zeigte, wie man daran saugen muß *gg*.

Nachdem Junior den Umgang mit dem Becher verstanden hat, war er auch gleich sehr angetan und saugte was das Zeug hielt, wobei sich seine Miene aufgrund des Erfolges sehr schnell erhellte. Nun wäre Junior nicht mein Junior, wenn er den Dingen nicht auf den Grund gehen würde. So nahm er den Becher und drehte ihn in Zeitlupe langsam auf den Kopf, wobei er mir einen recht schelmischen Blick zuwarf (jaja der Knirps weiß eben, was er darf und was nicht, doch auch hier sehen Theorie und Praxis leider immer anders aus). Doch zu seinem großen Erstaunen und meiner Freude tat sich nichts – kein einziger Tropfen entwich dem Becher.

Natürlich war seiner Experimentierfreude noch kein Ende gesetzt und so ließ er den Becher unauffällig auffällig vom Hochstuhl aus auf den Boden fallen. Hier muß ich sagen, kamen mir dann doch ein paar kleine Tropfen entgegengespritzt, der Becher selbst jedoch nahm keinerlei Schaden.

Mittlerweile nutze ich die MAM Trink & Dicht Becher seit knapp einem Jahr und bin immer noch sehr zufrieden mit ihnen. Den einzigen Nachteil, den ich feststellen mußte, fand ich darin, dass man doch sehr darauf achten muß, dass der Deckel auch richtig zugedreht ist. Hierbei sollte man darauf achten, den Becher an sich nicht zu sehr zu drücken (der verwendete Kunststoff ist ein wenig elastisch, was jedoch auch die Bruchsicherheit garantiert), denn dann sitzt der Deckel nicht richtig und die Flüssigkeit kann auslaufen. Wird der Becher zu sehr geschüttelt oder aber durch die Gegend geschmissen, dann kann auch hier der ein oder andere Tropfen auslaufen, was sich von der Menge her jedoch noch in Grenzen hält. Zum Reinigen gebe ich alle drei Teile immer in die Spülmaschine und auch hier hat sich bis heute noch keine Abnutzungserscheinung gezeigt.

Das Preis-/Leistungsverhältnis geht hier meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Im Vergleich zum Nuk Magic Cup bin ich der Meinung, dass der MAM Trink & Dicht keinesfalls schlechter abschneidet, denn auch der Nuk Becher hat die ein oder andere Macke, wie ich in anderen Berichten gelesen habe. Preislich gesehen ist der MAM Becher hier aber in meinen Augen eindeutig im Vorteil.


Mein Fazit ist hier recht positiv, zwar ziehe ich bei der Bewertung einen Punkt ab, weil der Becher letztendlich doch nicht ganz tropfdicht ist, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Dichthalten zufrieden, zumal der Becher ja auch zum Trinken gedacht ist (und dabei ist er nunmal 100%ig tropfdicht) und nicht zum Durch-die-Gegend-werfen wie mein Junior manchmal meint. Die Handhabung mit dem Becher an sich ist äußerst einfach, Bedenken habe ich lediglich darin, dass Junior irgendwann schlau genug ist, den Deckel allein abzudrehen. Doch spätestens dann wird er wohl auf einen normalen Trinkbecher ohne Verschluß umsteigen müssen.
Ich kann von daher den MAM Trink & Dicht Becher auf jeden Fall weiter empfehlen.


Hergestellt werden diese Becher in Deutschland von der Firma MAM Babyartikel GmbH in 27383 Scheeßel (Österreich: Johnson & Johnson, Weisslhofweg 9, 5400 Hallein), die man entweder telefonisch unter 04263/93170 (Österreich: 06245/8940) oder per E-mail: [email protected] kontaktieren kann. Im Internet ist sie auf der Seite www.mam-babyartikel.de präsent. Von MAM selber gibt es noch diverse andere Babyartikel, wie Schnuller, Babyflaschen mit Saugern etc.


© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003

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