Magdeburg Testbericht

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Erfahrungsbericht von Milchbaerchen

Magdeburg- die Stadt mit Zugkraft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Magdeburg ( liegt so ziemlich genau in der Mitte von Berlin und Hannover) ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und hat in etwa 230.000 Einwohner, liegt direkt an der Elbe und besitzt einen bedeutenden Binnenhafen am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel (56 km langer Kanal von Niegripp an der Elbe bis zum Plauer See bei Brandenburg; der Kanal schafft eine direkte Verbindung zwischen dem Mittellandkanal und Berlin und ist die kürzeste Schiffsverbindung von Magdeburg nach Berlin) und dem Mittellandkanal (Magdeburg war Hansestadt). Hier entsteht das größte Wasserstraßenkreuz Europas. Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt sowie Industrie- und Handelszentrum. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der Schwermaschinenbau, die Herstellung von chemischen Produkten, Eisen- und Stahlerzeugnissen, Maschinen, Papier und Textilien.

Magdeburg wurde im Jahre 805 erstmals als Medeburu urkundlich erwähnt und feiert im Jahre 2005 sein 1200jähriges Bestehen. Der Name setzt sich aus \"Magd\" und \"Burg\" zusammen, welches sich auch in dem grün-roten Stadtwappen widerspiegelt.

936 wurde die zuvor zerstörte Stadt durch Otto den Großen erneuert. Er gründete 937 das Moritzkloster, aus dem sich später das Bistum Magdeburg entwickelte. Im 10.Jahrhundert erhielt der Ort Marktrecht.
Von großer Bedeutung für das Stadtrecht in Europa war das Magdeburger Recht von 1188.
Im 12. Jahrhundert versuchte sich Magdeburg- teils erfolgreich- vor dem Einfluss der bischöflichen Stadtherren zu lösen.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Magdeburg 1631 von kaiserlichen Truppen erobert und völlig niedergebrannt. Dies war aber nicht die einzige große Zerstörung der Stadt, denn im 2. Weltkrieg, am 16.Januar 1945, wurde die Stadt fast völlig von Bomben zerstört. Da die Stadt fast völlig zerstört wurde, ist von dem eigentlichen Stadtkern leider nicht sehr viel stehen geblieben und wurde neu aufgebaut. So findet man die herrlichen alten Stuckverzierten Gemäuer neben modernen Bauten in harmonischer Eintracht. Dies kann man besten sehen, wenn man direkt vom Bahnhof aus in Richtung Hasselbachplatz geht/ fährt und sich von dort aus dann in Richtung Rathaus begibt. Dies ist die, so finde ich, eleganteste Gegend der Stadt.

Parks

Fast Einzigartig sind die vielen Grünflächen mitten in der Stadt, egal, ob zwischen Wohn- und Geschäftshäusern, als Parkanlagen oder als Fahrradwege direkt an der Elbe. An der Elbe entlang bietet die Stadtsilhouette mit ihren mittelalterlichen Kirchen und der ehemaligen Festungsmauer einen unvergesslichen Anblick. Magdeburg ist eine der grünsten Städte Europas. An den Uferpromenaden ziehen sich rechts und links der Elbe ausgedehnte Parklandschaften dahin.

So fällt der Stadtpark Rothehorn ins Auge; auf einer innerstädtischen Elbinsel ist einer der schönsten gelegenen englischen Landschaftsparks Deutschlands zu finden.

Der Klosterberggarten wurde berühmt als erster Volksgarten im deutschsprachigen Raum. Gestaltet wurde er vom königlich-preußischen Gartendirektor Lenné.

Imposant ist der Elbauenpark, das ehemalige BuGa-Gelände. Modernste Gartenarchitektur erstreckt sich auf einem 100 ha großen Areal und man findet dort auch eine Schwebebahn, eine Sommerrodelbahn, das Schmetterlingshaus sowie die Messehallen. Ein neues Wahrzeichen ist dort der 60m hohe aus Holz gebaute Jahrtausendturm. Jedes Jahr finden hier im Elbauen-Park die Ballon-Magie-Tage statt, an denen Heißluftballonfahrer aus der ganzen Welt teilnehmen. Der krönende Abschluss und ein Besuchermagnet dieser Tage ist jedes mal das Ballonglühen, welches am letzten Abend der Magie-Tage stattfindet.

Der Herrenkrug-Park empfängt seine Besucher mit einer weitläufigen Auenlandschaft, uralten Baumriesen und einer Galopp-Rennbahn.

Der Vogelgesang-Park liegt im Norden von Magdeburg und grenzt an den Zoologischen Garten. Bei schönem Wetter finden sich hier viele Familien mit Ihren Kindern zu Spaß und Spiel oder zu einem Picknick ein. Er liegt in unmittelbarer Nähe vom Neustädter See.

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Magdeburger Dom, welcher zwischen den Jahren 1209 und 1520 auf einem Felsen errichtet wurde und bis weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar ist. Der Magdeburger Dom ist die erste nach gotischen Plänen gebaute Kathedrale in Deutschland und ein Kulturdenkmal von internationalem Rang. Er ist aber nicht nur ein historisch bedeutsames Bauwerk, weil er der erste gotische Dom auf deutschem Boden und der größte Sakralbau Ostdeutschlands ist, sondern auch die Grabstätte des ersten deutschen Kaisers, Otto I., und seiner Frau Editha. Der Dom steht an der Stelle eines Klosters, das Otto I. im Jahre 937 zu Ehren des heiligen Mauritius errichten, 955 zur Basilika ausbauen und nach der Erhebung Magdeburgs 968 zum Erzbistum mit Kunstwerken aus Italien bestücken ließ. Ein Feuer vernichtete zu Beginn des 13. Jahrhunderts das Bauwerk. Auf den alten Bauwerksresten entstand ab 1209 dann der erste gotische Kathedralenbau Deutschlands. Neben der baugebundenen Kunst beinhaltet er einmalige Kunstwerke aus acht Jahrhunderten. Im Domfelsen steht geschrieben, was nur bei sehr großer Trockenheit zu lesen ist: \"Wenn Ihr mich seht, dann müsst Ihr Hungern\"

Als ältestes Gebäude der Stadt zählt das von Erzbischof Gero gegründete Kloster Unser Lieben Frauen (1017/1018). Seit 1959 ist das Kloster zur kulturellen Nutzung geöffnet. zunächst Kloster, entstand um 1700 darin eine Schule, die bis 1928 stand. Eng mit der Schule verbunden ist der historische Bestand der Bibliothek. 1974 wurde in den wiederhergestellten Räumen ein Kunstmuseum geöffnet. Der Schwerpunkt der Sammlung bildet deutsche und internationale Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus besitzt das Museum eine Sammlung spätmittelalterlichen Skulpturen. Eine Auswahl der Bestände wird in ständigen Ausstellungen gezeigt. Heute ist dieses eindrucksvolle romanische Bauwerk Kunstmuseum und beherbergt die Konzerthalle \"Georg Philipp Telemann\". Das Kloster gilt als Perle der Straße der Romanik. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich unter http://www.kunstmuseum-magdeburg.de informieren.

Auf über 4000 m² überdachter Fläche gedeihen ca. 3000 Pflanzenarten und- formen aus verschiedenen Vegetationszonen der Erde in den Gruson-Gewächshäusern. Die Magdeburger Gewächshäuser verfügen neben der traditionellen Kakteensammlung über einen reichhaltigen Bromelien- und Farnbestand sowie über ein 400m² großes Palmenhaus.

Wie haben unsere Vorfahren Mehl gemahlen, bevor es Elektrizität gab? Eine Möglichkeit wird am Petriförder in der historischen Schiffsmühle vorgestellt. Der Nachbau einer historischen Schiffsmühle von 1874 erinnert an eine lange Tradition, denn bereits im Mittelalter war diese Mühlenart in Magdeburg stark vertreten. Das erste nachweisbare Exemplar schwamm bereits 1297 auf der Elbe, im 17. Jahrhundert waren es dann einige Dutzend. Wer sich mit der Wirkungsweise einer Schiffmühle vertraut machen möchte, sollte sich in der Historischen Schiffsmühle umschauen. Der Eintritt ist frei und es werden kostenlose Führungen durchgeführt.

Die \"Württemberg\", das Schiffsmuseum, ist der letzte Vertreter einer Flotte von Raddampfern, die seit 1818 auf der Elbe fuhren und liegt an den Ufern der Elbe im Stadtpark Rothehorn an Land. Dieser Dampfer wurde 1908/09 in Roßlau gebaut und erst Ende 1974 außer Dienst gestellt. Er verkehrte zwischen Hamburg und Usti. Die Besucher erhalten im Innenraum des Schiffes interessante Einblicke in die Geschichte der Technik sowie Informationen zu den Arbeitsbedingungen und den Lebensverhältnissen an Bord.

Die Lukasklause, das Otto-von-Guericke-Museum am Schleinufer, ist ein mittelalterlicher Festungsturm mit Erweiterungsbauten aus dem 19. Jahrhundert und wurde schon im 13. Jh. erwähnt. Zwischenzeitlich wird er als Ausstellungsraum und Künstlertreffpunkt der Vereinigung \"St. Lukas\" genutzt. Seit 1983 beherbergte der Bau zunächst wechselnde Ausstellungen, nunmehr die Schau über Leben und Werk des Magdeburger Bürgermeisters und Naturforschers Otto von Guericke.

berühmte Persönlichkeiten

Otto von Guericke (1602-1686) wurde in Magdeburg geboren und zählt sicher zu den bekanntesten Persönlichkeiten dieser Stadt. Er beschäftigte sich mit den Eigenschaften der Luft, der Erforschung des Luftdruckes und der Existenz und Erzeugung eines Vakuums. Im Verlauf dieser Experimente erfand er 1650 die erste Luftpumpe und konnte schließlich nachweisen, dass ein Vakuum künstlich erzeugt werden kann. 1654 führte er vor dem Reichstag in Regensburg die berühmte Demonstration mit den \"Magdeburger Halbkugeln\" durch: Man fügte zwei hohle Halbkugeln aus Bronze zusammen und pumpte mit einer Luftpumpe die Luft aus der so entstandenen Kugel. Zwei Gruppen von je 8 Pferden konnten die Hälften nicht auseinander ziehen. Als dann die Luft wieder eingelassen wurde, fielen die Halbkugeln auseinander. Seine Erkenntnisse hielt er 1672 in der Schrift \"Experimenta nova, ut vocantur, Magdeburgica de vacuo spatio\" fest. Von Guericke beschäftigte sich auch mit anderen Gebieten der Naturwissenschaften und mit Natutphilosophie. Durch die Beobachtung der Luftdruckveränderungen war es ihm möglich, Unwetter vorherzusagen, womit er zum Wegbegleiter der Metereologie wurde.

Der Komponist Georg Philipp Telemann wurde 1671 in Magdeburg geboren und die Konzerthalle \"Georg Philipp Telemann\" befindet sich im \"Kloster Unser Lieben Frauen\".

Freizeit/ Erholung

Der Magdeburger Zoo, als Heimtiergarten gegründet, eröffnete im Jahr 1950 erstmals seine Pforten und entwickelte sich schnell zum Zoologischen Garten. Auf über 12ha gepflegter Natur- und Gartenlandschaft präsentieren sich etwa 1000 Tiere in fast 200 Arten. Im Jahr 2000 wurde das Menschanaffenhaus eröffnet, in welchem man in urwaldähnlicher Umgebung Orang-Utans, Schimpansen und Zwergseidenäffchen beobachten kann. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn es finden mehrere Veranstaltungen pro Jahr statt, so z.B. eine Kinder- Zoo-Rallye, das traditionelle Zoofest, Ferienaktionen u.v.a.m.

Wer sich lieber in der Sonne aalen möchte, der nutzt die zwei großen Badeseen der Stadt, den Neustädter See und den Barleber See oder er geht, bei nicht so schönem Wetter einfach ins \"Nautica- der Wasserwelt\".

Oder wie wäre es mit einem musikalischen oder sportlichen Ausflug in die Stadthalle im Rothehornpark oder in die Bördelandhalle? Hier finden stets Musik- Veranstaltungen statt, welche breitgefächert sind. Und in der Bördelandhalle kommen Sportfans auf ihre Kosten, egal ob beim Boxen, z.B. ist Svenn Ottke öfter hier, oder bei einem Handballspiel des SC Magdeburg?

Dies alles ist nur ein Teil von Magdeburgs Geschichte. Wem ich Magdeburg jetzt schmackhaft machen konnte und er noch weitere Informationen sucht, der kann sich auch unter http://www.magdeburg.de weiter informieren.

Auf einen baldigen Besuch ;-)

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