Maine Coon Testbericht
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- Familientauglichkeit:
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
- Platzbedarf:
Erfahrungsbericht von LosGatos
Wer sind LosGatos ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als ich (LosGatos) mal wieder aus dem Urlaub kam, war mir klar: Eine Katze muss her. Aber dann ist die den ganzen Tag allein zu Haus! Und was ist im Urlaub? Also wurden es 2. Und im Urlaub kümmert sich die Nachbarin um sie, denn die möchte am liebsten auch eine.
Ein Züchter im Nachbarort war auf "Maine Coon" spezialisiert. Es handelt sich um amerikanische Waldkatzen. Das schlägt sich im Namen mit Maine nieder, jenem amerikanischen Bundesstaat ganz im Nordosten. "Coon" deutet auf Racoon (="Waschbär") hin. Und irgendwie hat der Waschbär bei ihnen auch seine Spuren hinterlassen. Relativ große Tiere, langhaarig, buschiger Schwanz. Später dazu mehr.
Somit kaufte ich Maine Coon Zwillinge, er und sie, gut 3 Monate alt. Sie hörten (oder auch nicht) auf die Namen "Caesar" und "Cita", aber ab sofort hatten sie natürlich "Künstlernamen". Da sie mir unzertrennlich schienen, war mir klar, dass ich sie nur "im Paket" nehmen würde. Dadurch gab es auch einen etwas günstigeren Preis (so um die 1000DM pro Tier). Das mag viel erscheinen. Aber wenn man berechnet, was eine Katze für Futter, Katzenstreu, Einrichtungsgegenstände (z.B. Katzenbaum), Tierarzt usw. an laufenden Kosten verursacht, dann fällt der Anschaffungspreis irgendwann mal nicht mehr in Gewicht. Nach ein paar Tagen zogen sie bei mir ein, nachdem für die nötige Infrastruktur gesorgt war.
Was ist das besondere an der Rasse "Maine Coon"? Es ist natürlich äußerst schwierig, sie allgemeingültig zu charakterisieren, denn ich (LosGatos) kenne nur diese beiden Exemplare, und gegensätzlicher als die beiden können 2 Katzen kaum sein. Wie schon gesagt, sie werden relativ groß, sie wiegen im ausgewachsenen Zustand 5-6 kg, wobei das Weibchen etwas schwerer geworden ist. Da mir 2 Tiere eigentlich genug waren, musste ich sehen, dass die jungen Katzen zum geeigneten Zeitpunkt kastriert bzw. sterilisiert wurden, ca. mit 9 Monaten. Der junge Herr musste etwas eher dran glauben. Geeigneter Zeitpunkt heißt, nicht zu früh, weil der Wachstumsprozess beeinträchtigt wird, nicht zu spät wegen pubertärer Erscheinungen oder unerwünschtem Nachwuchs.
Die langen Haare erfordern tägliche Pflege (Kämmen), was bei beiden Katzen unterschiedlich ankommt. Während ich bei "Cita" regelrecht den Eindruck hatte, dass ihr das Kämmen gefiel, weil es sie einerseits von lästigen Haaren befreite und zum anderen ihrer Schönheit zu Gute kam,, war es für "Caesar" stets ein Grund, die Flucht zu ergreifen. Da es trotzdem nicht ausbleibt, dass sie ihre Haare verschlucken (die beiden lecken sich, zumindest anfangs, oft gegenseitig ab), ist es notwendig, dafür zu sorgen, dass die Haare irgendwie (entweder vorne oder hinten) wieder aus dem Magen herauskommen, denn sonst gibt es Probleme. Dazu dient entweder Katzengras (kam bei den beiden nicht so gut an) oder eine im Katzengeschäft erhältliche, nicht ganz billige Malzpaste, die regelmäßig geschleckt werden muss (auch unterschiedliche, dieses Mal umgekehrte Begeisterung).
Beide Katzen sind und waren stets reine Wohnungskatzen, an die freie Natur sind sie nicht gewöhnt. Als Bewohner einer Etagenwohnung wollte ich sie nicht der Gefahr des suburbanen Lebens aussetzen (Autos, Tierfeinde, Tierfänger, Hunde). Deshalb bekamen sie noch einen Logenplatz auf dem Balkon mit Katzennetz und kleiner Ein-/Ausgangsklappe. Damit fühlten sie sich stets wohl. Das Weibchen hat nie den Eindruck gemacht, dass ihr irgendetwas zu ihrem Glück fehlt. Das Männchen, dem oft langweilig ist, hätten etwas mehr Vorkommnisse vielleicht eher behagt. Aber auch der Versuch, mit den Katzen (an der Leine) spazieren zu gehen, kam nicht so gut an.
Als Katzenbesitzer muss man natürlich auch ein paar Kompromisse eingehen. Z.B. dass die Wohnung im Laufe der Zeit nicht mehr so schön aussieht, wie sie mal war. Tapeten, Gardinen und Möbel sind schnell in Mitleidenschaft geraten. Cita ist sehr ruhig, macht einen stets zufriedenen Eindruck (es sei denn ihr Bruder drängt sich zu sehr in den Mittelpunkt), mag die Gesellschaft der ihr vertrauten Menschen. Sie passt sich total diesen an, ist aber Fremden gegenüber sehr zurückhaltend (genauer misstrauisch und scheu) eingestellt. Somit wurde das Klingeln an der Tür bald zur Alarmglocke, die zum Abtauchen in den tiefsten Winkel mahnte. Eine gewisse Ängstlichkeit ist auch Caesar zu eigen, aber seine Feigheit hat gegen seine unersättliche Neugier keine Chance. Deshalb geht er bei Fremden auch nicht auf Tauchstation. Jegliche Tätigkeit im Haushalt oder auch von Handwerkern erweckt sein allerhöchstes Interesse, am liebsten würde er bei allem mithelfen. Denn dieser Kater ist für jeden Entertainer dankbar, ständig muss man für ihn etwas neues erfinden. Allerdings ist er auch der Meinung, Showtime ist dann, wenn er ausgeschlafen hat, so gegen 4-5 Uhr morgens. Dann kommt er ins Schlafzimmer, mault rum oder kratzt am Schrank, wohl wissend, dass dieses Geräusch bei seinem "Dosenöffner" keine Begeisterung hervorruft. Da hilft dann nur "Küchenarrest". Seine Schwester muss dann auch daran glauben, obwohl sie nie auf die Idee käme, nachts zu "stören". Zwar miauen die Main Coons nicht, aber "Caesar" hat durchaus eine großen Wortschatz in allen Tonlagen. Man kann mit ihm wahre Dialoge führen. Allerdings hat er immer das letzte Wort. Seine Schwester ist dagegen sehr viel zurückhaltender. Mit zarter, feiner Stimme meldet sie sich höchstens Mal zu Wort, wenn sie sich zurückgesetzt fühlt. Im übrigen schaut sie aus wie der Waschbär aus Pocahontas. Also Weibchen mit ruhigem Temperament, Männchen ein Teufel und kleiner Macho. Er ist auch stets derjenige, der die Raufereien mit seiner Schwester beginnt, obwohl er doch meist den kürzeren zieht.
Die Hersteller von Katzennahrung verbreiten, eine Katze benötigt pro Tag ca. 400g Katzenfutter. Soviel fressen die beiden maximal zusammen. Dafür haben sie einen erhöhten Bedarf nach Katzenleckerli. Caesar wird sehr unmutig, wenn er nicht täglich welche bekommt. Allerdings ist dieses Zeug (im Katzengeschäft erhältlich) nicht ganz billig. Einmal im Jahr gehts zum Tierarzt (Impfungen). Die Fahrt dorthin ist nicht sehr beliebt, denn im Gegensatz zu Hunden hassen Katzen Autofahren. Krank waren sie in all den Jahren zum Glück noch nie. Für Leckerli, Futter, Katzenstreu, Pflege, Tierarzt, Spielzeug und katzenspezifisches Inventar benötigt man somit um die 150DM pro Monat und Katze. Wenigstens gut investiertes Geld.
Aufgrund privater Veränderungen leben "Los Gatos" heute leider nicht mehr in meiner Wohnung, aber mit Sicherheit mein Leben lang in meinem Herzen.
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 6.4.2001
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33 Bewertungen, 7 Kommentare
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23.08.2002, 20:33 Uhr von catweazlecat
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht!
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08.08.2002, 03:00 Uhr von Critics
Bewertung: sehr hilfreichAu, das tat bestimmt weh, sich von den Katzen zu trennen. Ich hab selber 3 Coonies und lieb die Biester über die Maßen. Jetzt weiss ich endlich, wie "die Katzen" zu seinem Nick kommt.
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20.05.2002, 16:08 Uhr von LeaofRafiki
Bewertung: sehr hilfreich:-))))))))) LiebeNgruß, Lea
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03.04.2002, 16:59 Uhr von antjeeule
Bewertung: sehr hilfreichAls Kind hatte ich auch Katzen. Das ist eine tolle Erfahrung. Katzen haben eine sehr eigene Art, ihre Vorstellungen durchzusetzen. ;o)) Mich hat's immer gefreut, meine Mutter war öfter verzweifelt! *g*
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03.04.2002, 15:01 Uhr von IvoryB
Bewertung: sehr hilfreichEigentlich hab ich ja auch eine, mußte sie aber bei meinem Auszug vor Jahren bei meinen Eltern lassen, bin einfach zuwenig zuhause um Tiere haben zu können!! SCHADE! Lieben Gruß, Ivory
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03.04.2002, 13:18 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichach, ein foto wäre nett.....
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03.04.2002, 11:11 Uhr von bosylvester2002
Bewertung: sehr hilfreichIgendwann will ich auch eine....
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