Manhattan Love Story (VHS) Testbericht

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ab 9,49
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Erfahrungsbericht von DieEine

Träumen wir nicht alle den american dream?

Pro:

Jennifer Lopez, zuckersüße Geschichte

Kontra:

fast keine DVD-Extras, Ralph Fiennes ist leicht fehlbesetzt

Empfehlung:

Ja

Sonntags ist bei mir neuerdings \"ich bleib im Bett und gucke Schnulzen\"-Tag. Da ich Samstag die halbe Nacht unterwegs war, musste ich diesen Tag gestern dann auch besonders ausgiebig begehen und habe mir dafür extra von einer Freundin die DVD \"Manhattan Love Story\" ausgeliehen.
Ich hatte den Film zwar schonmal im Kino gesehen, aber Liebesschnulzen kann man sich ja immer wieder angucken - genauso wie Jennifer Lopez.

_Die Liebesgeschichte
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Marisa Ventura (Jennifer Lopez) lebt mit ihrem Sohn Ty in New York und arbeitet dort als Zimmermädchen in einem großen Hotel. Wie alle Zimmermädchen träumt sie von einem besseren Leben, einem besseren Job oder einem reichen Traumprinzen.

Den besseren Job könnte sie bekommen, denn im Management des Hotels wird noch eine Assistentin gesucht und Marisa bringt alle Voraussetzungen für diesen Job mit.
Ihre Mutter traut Marisa allerdings nicht zu mehr zu können als Zimmer zu putzen und so interveniert sie ein wenig gegen ihre Tochter.

Etwas frustriert über die fehlende Unterstützung geht Marisa wieder ihrem Job im Hotel nach und beginnt mit einer Kollegin das Zimmer \"der Königin\" zu reinigen. Diese heißt eigentlich Caroline und bekommt die neuesten Kleider von den angesagtesten Designern zur Ansicht geschickt. Marisa wird schließlich von ihrer Kollegin überredet ein sündhaft teures Dolce & Gabbana Ensemble anzuprobieren.

Während es sich die beiden Frauen bei der Anprobe vergnügen, freundet sich der kleine Ty im Fahrstuhl des Hotels mit Christopher Marshall (Ralph Fiennes), der sich um einen Senatsposten bewirbt und mitten im Wahlkampf steckt, an.

Ty ist ganz begeistert von Rufus, dem Hund Marshalls, er möchte die beiden beim Gassigehen begleiten und nimmt Marshall mit, um seine Mutter Marisa um Erlaubnis zu fragen.
Christopher Marshall sieht Marisa in dem tollen Kostüm und hält sie für die Bewohnerin der Parc-Suite, er bittet sie ihn beim Spaziergang zu begleiten und die beiden verbringen einen romantischen Nachmittag miteinander, bei dem es zwischen den beiden ganz schön funkt.

Allerdings kann sich Marisa im Hotel keine Schnitzer leisten und darf schon gar nicht mit den Klamotten einer Bewohnerin oder gar mit einem der Besucher gesehen werden, wenn sie ihre Laufbahn im Management nicht gefährden will. Christopher Marshall kann bei seinem Wahlkampf eigentlich auch keine Liebelei gebrauchen. Außerdem weiß Christopher ja auch nicht, dass Marisa \"nur\" Zimmermädchen ist und obwohl die Vernunft den beiden sagt, dass es besser wäre, es bei diesem einen Nachmittag zu belassen ist die Zuneigung doch stärker...und das kann eigentlich nicht gut gehen.

Meine Meinung
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Vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Zimmermädchen zur Senatorgattin: da haben wir ihn wieder, den amerikanischen Traum bzw. das Aschenputtel-Motiv.

Wie ein Aschenputtel sieht Marisa alias Jennifer Lopez in ihrer grauen Zimmermädchenkluft zwar nicht gerade aus, aber sie sieht auch nicht aus wie eine Diva, was mir an dem Film besonders gefällt. Mit grässlich-braunem Make-Up sieht J-Lo wirklich aus wie eine Latein-Amerikanerin aus der Bronx. Ich finde sie spielt die Alleinerziehende Mutter, die den schweren Job im Hotel mit viel Hingabe und dem nötigen Durchsetzungsvermögen meistert, sehr überzeugend, aber überzeugend in einem Liebesfilm zu spielen, ist vielleicht auch keine große Kunst.

Nicht so überzeugend finde ich hingegen Ralph Fiennes. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich ihm den smarten Politiker nicht abnehme, aber er ist in meinen Augen einfach nicht der Typ für diese Art Filme. Man will sich doch bei Liebesfilmen wie \"Manhattan Love Story\" einer ist, zusammen mit der Hauptdarstellerin in den Mann der Begierde verlieben und dieses Gefühl fehlt mir bei Ralph Fiennes irgendwie.

Gefühl hat \"Manhattan Love Story\" aber eigentlich auch so genug. Der Film ist einfach nur süß, obwohl er nun wirklich nicht viel neues zu bieten hat. Aschenputtel-Motive gibt es bei Filmen des Genres zwar zuhauf, aber genau das ist es doch, was ich bei Liebesschnulzen sehen möchte. Ich möchte in unrealistischen, kitschig-romantischen Situationen versinken und davon träumen, dass mir mal das gleiche passiert wie der Hauptdarstellerin und das kann ich bei diesem Film auf jeden Fall, auch wenn ich weder Zimmermädchen noch alleinerziehende Mutter bin - \"Manhattan Love Story\" lädt einfach zum Versinken in der Story ein, weil sie eben so schön seicht ist.

_Die DVD
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\"Manhattan Love Story (Maid in Manhatten)\". USA 2003
Regie: Wayne Wang
Drehbuch: Kevin Wade
Produktion: Red Om Films
Darsteller: Jennifer Lopez, Ralph Fiennes, Bob Hoskins, Natasha Richardson
Verleih: Columbia Tristar
Länge: 101 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung

Sprachen: Englisch, Deutsch (beide in Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Türkisch
Bild: 16:9 Widescreen
Ländercode 2

Die Bild- und Tonqualität ist dem Film angemessen. Der Ton ist klar und gut verständlich, das Bild ist ebenfalls klar, scharf und in der Farbe nicht auffallend kräftig.
Die Menüführung der DVD ist etwas lieblos, dafür ist die Bedienung aber übersichtlich und einfach (gut, es gibt auch nicht viel zu bedienen).
Im Hauptmenü sieht man J-Lo von hinten vor einem großen Rahmen stehen, in dem man abwechselnd die Gesichter der Darsteller sieht.

_Die DVD-Extras
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Es gibt sage und schreibe zwei Special-Features (wenn man es denn so nennen möchte) auf der DVD.
Zum einen wären da \"die besten Versprecher\", wo man misslungene Szenen ganz kurz angespielt sieht. Die meisten dieser Versprecher sind aber nicht witzig, sondern einfach nur normaler Schwund bei den Dreharbeiten. Mir fehlt hier irgendwie ein Audiokommentar, aber wenigstens sind die Verpatzer untertitelt. Im Grunde lässt man sich von diesem Feature aber nur 5 Minuten berieseln.

Weiterhin gibt es neben dem Trailer zu \"Manhatten Love Story\" noch die Trailer zu \"Der Kindergarten Daddy, Die Hochzeit meines besten Freundes, Schlaflos in Seattle\" und \"Jerry Maguire\" zu sehen. Brauchen tut das doch nun wirklich keiner.

_Mein Fazit
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Momentan kostet die DVD bei amazon 27,99 Euro und ich frage mich wirklich mit welcher Berechtigung. Die DVD bieten zwar einen zuckersüßen Film und eine bezaubernde Jennifer Lopez, aber dafür auch so gut wie gar keine Specials.
Den Kauf der DVD kann ich zu diesem Preis natürlich nicht empfehlen, aber zum Glück gibt es ja noch Videotheken, denn den Film kann ich Liebhabern des Genres und Jennifer Lopez´ absolut empfehlen.

22 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Packer

    31.05.2004, 01:36 Uhr von Packer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde Dein bericht sehr aufschlussreich und wieder einige Informationen dazu bekommen LG Michael

  • Tris.

    10.05.2004, 11:42 Uhr von Tris.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe den Film nicht gesehen. Jetzt weiß ich wenigstens, worum es geht.