Manhattan Love Story (VHS) Testbericht

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ab 9,49
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Erfahrungsbericht von Sonnenschein_2003

Aschenputtel der Neuzeit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Film Manhattan Lovestory handelt von der Verwandlung eines Zimmermädchens zur Traumfrau.
Marisa hat es doppelt schwer: Sie kommt aus einer unterprivilegierten Gesellschaftsschicht und ist allein erziehende Mutter eines Sohnes.
Die beste Vorbereitung für die Rolle der Marisa Ventura war für Lopez wohl ihre eigene Vergangenheit.
Wie ich gelesen habe, hatte sie auch eine Wohnung in der Bronx, die bestimmt so ähnlich aussah wie Marisa`s Wohnung. Und Lopez musste wahrscheinlich auch hart arbeiten, um ihre gesteckten Ziele und Träume zu erreichen.

Aber zurück zum Film:
Bei der ersten Begegnung – als sie das Klo seiner Wahlkampfsuite im Luxushotel am Central Park putzt - hat Christopher Marshall ihr keine Beachtung geschenkt, hat sie kaum wahrgenommen.
Marisa ist nämlich eines der Dienstmädchen in diesem New Yorker Nobelhotel, in dem Marshall wohnt.
Marisa ihrerseits riskiert einen zweiten Blick auf den attraktiven Gast.
Der Spitzenpolitiker Marshall, der eine Schwäche für schöne Frauen hat, kümmert sich jedoch nicht um sie.
In ihrer schmucklosen Uniform des Zimmermädchens ist Marisa auch kein Objekt der Begierde. Die Farbe des Kleides passt nicht zu ihrem Typ, der Schnitt ist übel, die Taille sitzt am falschen Platz....beim Dresscode hat ein Stubenmädchen leider kein Mitspracherecht.
Unerreichbar ist Marshall für sie, die Latina, die mit ihrem Sohn Ty aus der Bronx kommt.
Als Marisa mit einer Kollegin in der Suite der schwerreichen Caroline Lane ist, trifft sie auf Marshall, der mit ihrem Sohn einen Spaziergang im Park machen möchte.
Ty, hält sich an diesem Tag nur im Hotel auf, weil Marisa niemand finden konnte, der auf ihn aufpasst, sucht seine Mutter und findet sie schließlich in der Suite der oberflächlichen Superzicke Lane.
Caroline Lane lässt das Stubenmädchen ihre hyperteuren Designer-Kleider durch die Gegend transportierten. Auch die Leihgabe von Dolce & Gabbana , der Hosenanzug, ist dabei.
Marisa nutzt einen unbeobachteten Augenblick aus und kann nicht widerstehen, sie zieht ihn an, und er passt wie für sie gemacht.
Ty hat Marshall im Aufzug kennen gelernt und möchte mit Hund und Marshall einen Spaziergang machen und seine Mutter um Erlaubnis dafür bitten.
Als Ty die Suite betritt, folgt ihm auch Marshall.
Plötzlich steht Marshall vor ihr und erkennt in ihr das Zimmermädchen, das seine Toilette reinigte nicht mehr.
Er glaubt in Marisa eine reiche Lady vor sich zu haben.
Marisa verpasst „leider“ die Chance diesen Irrtum aufzuklären.
Kurzerhand überredet er sie, die in dem Designeranzug einfach bezaubernd aussieht, zu einem Spaziergang im Central Park.
Als sich die beiden in die Augen sehen, bekommt sogar der Hot-Dog-Verkäufer zwei Blocks weiter noch weiche Knie, denn die Funken sprühen.
Zwei Herzen haben sich gefunden, doch Marisa und Marshall trennen Welten.
Erst nach langen Zögern nimmt Marisa eine Einladung Christophers zu einem glanzvollen Gala-Event an.
Marisa weiß genau, dass das Eis, auf dem sie sich bewegt sehr dünn ist und die Gefahr besteht, dass sie einbricht.
Wenn ihr Schwindel auffliegt, verliert sie sicherlich ihre Arbeitsstelle. Ein Risiko, enttarnt zu werden, stellen jedoch auch die Paparazzi, die jeden Schritt und Tritt von Christopher begleiten, dar. Sie haben auch ein sehr großes Interesse an der attraktiven, aber geheimnisvollen Begleiterin.
Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ist auch die liebestolle Caroline Lane, die sich Marshall angeln wollte, und jetzt schwerst schockiert feststellen muss, dass die schöne unbekannte Frau an der Seite ihres Objekts der Begierde ihr Zimmermädchen ist...

Wie es weiter geht, verrate ich hier nicht, denn ich will Euch ja nicht die ganze Spannung nehmen.
Regisseur war übrigens Wayne Wang, der mir durch den Film „Smoke“ bekannt ist.
Für ihn ist Manhattan Lovestory der erste Ausflug in eine Liebeskomödie.
Er setzt in diesem Film ganz auf Emotionen. Mich hat er jedenfalls dadurch erreicht.
Sehr überzeugt hat mich die explosive Chemie der beiden Hauptdarsteller.
Ein Märchenprinz zum Dahinschmelzen ist Ralph Fiennes und Jennifer Lopez stellt ihr meiner Meinung nach sehr großes Talent unter Beweis und zieht ein ganzes Publikum vor allem durch ihr Lächeln im Handumdrehen in ihren Bann.
Übrigens nur weil Julia Roberts absagte, bekam sie die Rolle und landete mit 92 Mio. Dollar Einnahmen ihren bisher größten US-Kinoerfolg.
Sie reißt als Aschenputtel aus der Bronx nicht nur ihre eingefleischten Fans hin, sondern auch alle, die endlich wieder Flirt- und Sonnenschein-Stimmung genießen wollen. Und dazu gehöre auch ich.
Jennifer Lopez glaubt an die große Liebe und ich glaube das ist unbedingt notwendig um wirklich überzeugend in einer Liebeskomödie zu sein.
Selbst wenn Ben Affleck nur einen Bruchteil des Zaubers der von Jennifer Lopez ausgeht und auf das Publikum nieder regnet, mitbekommt, sollte er eiligst jeden Ehevertrag, den er vorgelegt bekommt, unterschreiben.

Liebevoll und liebestoll. So finde ich den Film. Und den sollte man sich meiner Meinung nach nicht entgehen lassen.

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