Die weiße Löwin (Taschenbuch) / Henning Mankell Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von linnie
Wallanders dritter Fall - eine Veschwörung in Südafrika
Pro:
538 Seiten Spannung
Kontra:
der Preis, 10 Euro für ein Taschenbuch sind einfach zu viel.
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich durch Mittsommermord meine Leidenschaft für Henning Mankell entdeckt habe, lese ich die Wallander-Serie der Reihe nach. Letzte Woche war nun "die weiße Löwin", der dritte Fall, dran. Wie ich schon beim letzten Mal geschrieben habe: Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Bücher der Reihe nach zu lesen, weil es einige Rückbezüge auf zurückliegende Fälle gibt und man die Entwicklung von Kommissar Wallander lieber in chronologischer Reihenfolge miterleben sollte. Ich finde es wirklich spannend, seine persönliche Entwicklung und seine Beziehung zu seinem Vater und seiner Tochter nach und nach serviert zu bekommen.
Nun aber zum Inhalt:
Der dritte Wallander Krimi beginnt mit dem Mord an der Immobilienmaklerin Louise Akerblom, die sich in der Nähe von Ystad ein leerstehendes Haus ansehen wollte, dann aber nicht mehr zurückkommt. An diesem Freitagnachmittag ruft sie noch ihren Mann, Robert Akerblom, an, um ihm mitzuteilen, dass sie sich noch das Haus ansehen will und dann so gegen 17 Uhr zu Hause sein wird. Als sie dann am Montag immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, wendet er sich an die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser nur, dass Louise sich verfahren hat und an einem Haus ankommt und nach dem Weg fragen will. Dann steht ihr plötzlich ein Mann mit der Waffe gegenüber.
Nachdem Robert Akerblom Wallander vom Verschwinden seiner Frau berichtet hat, beginnt Kurt Wallander mit seinen Nachforschungen. Er lernt die frei religiöse Familie Aklerblom und ihren Pfarrer kennen und kann sich keinen Reim daraus machen, warum Louise Akerblom verschwunden sein sollte. Seine Vermutung ist schnell, dass sie ermordet worden sein muss. Die Nachforschungen beginnen bei dem Haus, das Louise sich anschaun sollte, Wallander bemerkt dann allerdings Reifenspuren zu einem auch abgelegenen Haus in der Nähe. Noch während Wallanders Team die Gegend erforscht, fliegt dieses benachbarte Haus in die Luft, sodass kaum noch etwas von dem Gebäude übrig bleibt. Doch Nyberg, der für die Untersuchung des "Tatortes" zuständig ist, findet ein neumodisches Funkgerät und eine ausländische Waffe. Ein Polizeihund macht außerdem noch die erschreckende Entdeckung eines einzelnen schwarzen Fingers. Die Ermittlungen werden immer komplizierter...
Per Zufall findet dann auch ein kleiner Gauner die Leiche von Louise Akerblom mit einem Einschussloch in der Stirn. Doch wer hat sie erschossen?
An dieser Stelle der Ermittlungen gibt es einen klaren Einschnitt in der Geschichte und die Erzählungen werden nach Südafrika verlagert. Dort lernt man den Berufskiller Victor Mabasha kennen, der von einem gewissen Jan Kleyn angeheuert wird, um ein Attentat zu begehen. Der Leser wird vertraut gemacht mit der herrschenden Politik in Südafrika und mit dem Konflikt zwischen der Freiheitsbewegung der Schwarzen unter Nelson Mandela und der Bewegung der weißen Buren, die das Attentat auf einen bedeutenden Politiker der schwarzen Freiheitsbewegung planen. Victor Mabasha tippt dabei auf den Präsidenten Südafrikas, doch wird dem Leser schnell klar, dass das Ziel des Attentats ein ganz anderes ist....
Jedenfalls reist Victor Mabasha nach Schweden, um sich dort mit Schießübungen auf das Attentat vorzubereiten. Der ehemalige KGB-Mann Konolavenko leitet seine Übungen und fordert Mabasha immer wieder durch seine überheblichen Sprüche heraus. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden....
Fazit:
Zum Inhalt möchte ich wirklich nicht mehr verraten. Nur so viel: Als ich an der Stelle imBuch angekommen bin, in der sich die Handlung nach Südafrika verlagert hat (und das für mehr als 100 Seiten), war ich erst etwas gelangweilt, weil ich mehr über die Aufklärung des Mordes an Louise Akerblom lesen wollte. Aber dann habe ich gemerkt, dass der Mord mal wieder nur ganz am Rande gestanden hat und mit dem wirklichen Konflikt in diesem Buch wieder nicht viel zu tun hat. Wie schon im zweiten Buch rückt der eigentliche Mord in den Hintergrund und eine große Verschwörung wird zum Thema des Buches.
Die weiße Löwin ist wieder sehr, sehr spannend geschrieben und gehört ganz sicher nicht zu den üblichen schematischen Krimis: "Mord, Ermittlungen, Verdachte, Auffinden des Mörders". Hier passiert viel mehr und der Leser wird entführt nach Südafrika, wo er mit dem Konflikt zwischen Weißen und Schwarzen konfrontiert wird. Leider habe ich "Hunde von Riga" schon die beste Bewertung gegeben, im Vergleich gesehen hätte dieses Buch noch einen halben Punkt mehr bekommen müssen.
Das Buch hat 538 Seiten, ist im dtv-Verlag erschienen und kostet dort 10 Euro. Bei Ebay kann man das Buch im Taschenbuchformat aber auch für etwa 5 Euro ersteigern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ziemlich gut, auch wenn Bücher heutzutage viel zu teuer sind, aber dafür hat man auch 538 Seiten zu lesen. Ich kann das Buch wirklich nur weiter empfehlen.
Kleiner Tip: Wem es zwischendurch auch etwas langweilig wird, wenn über 100 Seiten lang die Handlung nur in Südafrika beschrieben wird, der sollte sich nicht entmutigen lassen, danach wird in kürzeren Abständen zwischen Schweden und Südafrika "hin- und hergeschaltet".
Viel Spaß beim Lesen!
Nun aber zum Inhalt:
Der dritte Wallander Krimi beginnt mit dem Mord an der Immobilienmaklerin Louise Akerblom, die sich in der Nähe von Ystad ein leerstehendes Haus ansehen wollte, dann aber nicht mehr zurückkommt. An diesem Freitagnachmittag ruft sie noch ihren Mann, Robert Akerblom, an, um ihm mitzuteilen, dass sie sich noch das Haus ansehen will und dann so gegen 17 Uhr zu Hause sein wird. Als sie dann am Montag immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, wendet er sich an die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser nur, dass Louise sich verfahren hat und an einem Haus ankommt und nach dem Weg fragen will. Dann steht ihr plötzlich ein Mann mit der Waffe gegenüber.
Nachdem Robert Akerblom Wallander vom Verschwinden seiner Frau berichtet hat, beginnt Kurt Wallander mit seinen Nachforschungen. Er lernt die frei religiöse Familie Aklerblom und ihren Pfarrer kennen und kann sich keinen Reim daraus machen, warum Louise Akerblom verschwunden sein sollte. Seine Vermutung ist schnell, dass sie ermordet worden sein muss. Die Nachforschungen beginnen bei dem Haus, das Louise sich anschaun sollte, Wallander bemerkt dann allerdings Reifenspuren zu einem auch abgelegenen Haus in der Nähe. Noch während Wallanders Team die Gegend erforscht, fliegt dieses benachbarte Haus in die Luft, sodass kaum noch etwas von dem Gebäude übrig bleibt. Doch Nyberg, der für die Untersuchung des "Tatortes" zuständig ist, findet ein neumodisches Funkgerät und eine ausländische Waffe. Ein Polizeihund macht außerdem noch die erschreckende Entdeckung eines einzelnen schwarzen Fingers. Die Ermittlungen werden immer komplizierter...
Per Zufall findet dann auch ein kleiner Gauner die Leiche von Louise Akerblom mit einem Einschussloch in der Stirn. Doch wer hat sie erschossen?
An dieser Stelle der Ermittlungen gibt es einen klaren Einschnitt in der Geschichte und die Erzählungen werden nach Südafrika verlagert. Dort lernt man den Berufskiller Victor Mabasha kennen, der von einem gewissen Jan Kleyn angeheuert wird, um ein Attentat zu begehen. Der Leser wird vertraut gemacht mit der herrschenden Politik in Südafrika und mit dem Konflikt zwischen der Freiheitsbewegung der Schwarzen unter Nelson Mandela und der Bewegung der weißen Buren, die das Attentat auf einen bedeutenden Politiker der schwarzen Freiheitsbewegung planen. Victor Mabasha tippt dabei auf den Präsidenten Südafrikas, doch wird dem Leser schnell klar, dass das Ziel des Attentats ein ganz anderes ist....
Jedenfalls reist Victor Mabasha nach Schweden, um sich dort mit Schießübungen auf das Attentat vorzubereiten. Der ehemalige KGB-Mann Konolavenko leitet seine Übungen und fordert Mabasha immer wieder durch seine überheblichen Sprüche heraus. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden....
Fazit:
Zum Inhalt möchte ich wirklich nicht mehr verraten. Nur so viel: Als ich an der Stelle imBuch angekommen bin, in der sich die Handlung nach Südafrika verlagert hat (und das für mehr als 100 Seiten), war ich erst etwas gelangweilt, weil ich mehr über die Aufklärung des Mordes an Louise Akerblom lesen wollte. Aber dann habe ich gemerkt, dass der Mord mal wieder nur ganz am Rande gestanden hat und mit dem wirklichen Konflikt in diesem Buch wieder nicht viel zu tun hat. Wie schon im zweiten Buch rückt der eigentliche Mord in den Hintergrund und eine große Verschwörung wird zum Thema des Buches.
Die weiße Löwin ist wieder sehr, sehr spannend geschrieben und gehört ganz sicher nicht zu den üblichen schematischen Krimis: "Mord, Ermittlungen, Verdachte, Auffinden des Mörders". Hier passiert viel mehr und der Leser wird entführt nach Südafrika, wo er mit dem Konflikt zwischen Weißen und Schwarzen konfrontiert wird. Leider habe ich "Hunde von Riga" schon die beste Bewertung gegeben, im Vergleich gesehen hätte dieses Buch noch einen halben Punkt mehr bekommen müssen.
Das Buch hat 538 Seiten, ist im dtv-Verlag erschienen und kostet dort 10 Euro. Bei Ebay kann man das Buch im Taschenbuchformat aber auch für etwa 5 Euro ersteigern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ziemlich gut, auch wenn Bücher heutzutage viel zu teuer sind, aber dafür hat man auch 538 Seiten zu lesen. Ich kann das Buch wirklich nur weiter empfehlen.
Kleiner Tip: Wem es zwischendurch auch etwas langweilig wird, wenn über 100 Seiten lang die Handlung nur in Südafrika beschrieben wird, der sollte sich nicht entmutigen lassen, danach wird in kürzeren Abständen zwischen Schweden und Südafrika "hin- und hergeschaltet".
Viel Spaß beim Lesen!
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