Manneken Pis, Brüssel Testbericht

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Erfahrungsbericht von scherpe

Kleiner Mann, was nun?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Na toll. Da isses nun, das weltbekannte, großartige Wahrzeichen der Stadt. Und ist gar nicht so großartig. Vor allem nicht groß. Eher klein, bei genauerer Betrachtung. Nun, wie auch immer, gut, das gesehen zu haben.

Kostet ja auch nichts. Wenn man sich vom Grand Place (den man in jedem Fall gesehen haben sollte) in Richtung Rue de l’Etuve/Rue des Grands Charmes (klingt vielversprechender als es ist) bewegt, vorbei an den ganzen Touristenständen mit Milliarden von Manneken Pis-Kopien in allen Farben, Formen und Größen, dann kommt man an eine eigentlich unscheinbare Ecke, Wenn da nicht der pinkelnde Knabe wäre…

Aus Bronze gegossen vom Bildhauer Hieronimus Dusquesnoy d. Ä. im Jahre 1619, schlägt das Männlein unbekümmert in hohem Bogen sein Wässerchen ab. Das glaubhafteste Gerücht besagt, daß es sich um ein Abbild des jugendlichen Herzogs Gottfried III: von Brabant handelt, der mit dieser Geste feindliche Soldaten in einer Schlacht verspotten wollte. Mir als modernem Mann stellen sich da gleich mehrere Fragen:
1. Was macht das Kind auf dem Schlachtfeld?
2. Ist der Feind so nah dran, daß er etwas so kleines (Entschuldigung Herzog, ist aber wirklich nicht beeindruckend) schon erkennen kann?
3. Muß der Herzog nicht sonst auch? Und wie machen es seine Soldaten? Im Hocken?
4. Wie lange mußte der arme Herzog dafür Modell stehen?

Der Unterhaltungswert dieses monumentalen Monuments besteht allerdings in der Kreativität seiner Landsleute. Denn das Manneken wird nahezu jeden Tag neu eingekleidet. An Elvis‘ Todestag natürlich als Elvis, bei Länderspielen im Nationaltrikot. Zwischendurch als Mönch, in einer Zwangsjacke, als Eishockeyspieler (da würde ich allerdings beim Pinkeln eher zur Vorsicht raten), Dracula, Puffmutter,… Unendliche Möglichkeiten. Und die Belgier lassen sich da richtig aus…
Angefangen mit der Verkleiderei hat angeblich Kurfürst Max-Emanuel von Bayern, als Statthalter der Niederlande mit dem frechen Knaben in Bekanntschaft gekommen und zwar 1698. Lange Tradition also.

Natürlich ist auch die Neuzeit an diesem Bollwerk der Männlichkeit nicht vorübergegangen, und so gibt es auch ein pinkelndes Fräulein (Janneken Pis) in der Impasse de la Fidelité. Die Dame pinkelt allerdings im Sitzen, aber nicht weniger ausdauernd oder schwungvoll.

Ein Wort der Warnung noch, oder eher zwei (oder mehr):
Vermeidet den Kauf von Schnecken am Stand direkt gegenüber vom Manneken. Schmecken entsetzlich, sind teuer und machen Durchfall. Ich bin sicher, die Belgier machen da auch noch eine Statue für.

Mal gucken, was das Manneken heute anhat….

12 Bewertungen, 1 Kommentar

  • MichiHDS

    28.03.2002, 20:32 Uhr von MichiHDS
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gute Meinung