Marius Müller-Westernhagen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von CocoK
Das erste mal
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
\"Das Erste Mal\" hat nichts damit zu tun, was viele vielleicht damit verbinden. Auf dieser CD von Marius Müller Westernhagen, die schon 1972 entstand, beschreibt Marius Alltagssituationen, in denen sich viele von uns wiedererkennen können.
Musikalisch ist die CD bestimmt noch nicht so ausgereift wie seine letzten Werke. Man spürt man jedoch bei jedem Song, dass er diese Szenen beim Vertonen vor Augen hat, so dass man sich beim Anhören richtig in die Situationen versetzen kann und wie automatisch ein Film abläuft.
Titelfolge:
Horsti
Wir waren noch Kinder
Marion aus Pinneberg
Taximann
Wenn jemand stirbt
Sie war auch dann noch da
Der Typ auf Zelle Nummer 10
Fasten Seat Belt
Es geht mir wie Dir
Epilog
Bei der Beschreibung der einzelnen Titel will ich mich hier auf einige wenige Beispiele beschränken, die jedoch dazu anregen sollen, euch die CD mal genauer anzuhören.
\"Wir waren noch Kinder\" beschreibt die Erinnerungen an seine erste Liebe. Er macht hier einen Zeitsprung in die 60ger Jahre, als man ein Bild von Che Guevara in seinem Zimmer hängen hatte und von einer Hochzeit in Gretna Green träumte. Hier wurden bis 1969 Eheschließungen für Minderjährige ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten durchgeführt. Dieser Traum verflog jedoch schnell und es blieb nur noch das Lied von Schottland (Gretna Green liegt in Schottland) und die schwache Erinnerung an diese Zeit. Musikalisch unterstützt er mit schottischen Klängen sehr schön diese Assoziationen.
\"Taximan\" ist einer der Songs, in denen Marius mal wieder das Thema Alkohol aufgreift. Viele von uns kennen die Situation, in der sie wegen zu starken Alkoholgenusses nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und nur noch nach hause wollen. Alkohol scheint zu dieser Hamburger Zeit sowieso eine sehr wichtige Rolle in Marius’ Leben gespielt zu haben, obwohl er Exzesse immer verabscheute, wie er selbst sagt.
In \"Fasten Seat Belt\" dann besingt er die Zeit des Starts eines Flugzeuges aus der Sicht eines Flugpassagiers. Dabei gelingt es ihm vortrefflich, diese Phase auch musikalisch dazustellen. Man hört regelrecht das heulen der Düsen und fühlt sich an Board des Flugzeuges. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, wenn die Stimme der Stewardess ertönt und einen angenehmen Flug wünscht.
Der besondere Bezug zum Alkohol hatte wohl seinen Urspung in der Alkoholabhängigkeit seines Vaters, der, aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, Tabletten und Alkohol verfiel und von der Umwelt verhöhnt und beschimpft wurde.
Dieses Thema greift er in dem Lied \"Wenn jemand stirbt\" auf, für den Zuhöhrer unter die Haut gehend. Auch hier fühlt man mit und steht beim Anhören fast selber am Grab, wieder durch die Musik, die leise und tragend ist, sehr gut unterstützt.
Im \"Epilog\" schließlich kommen Gefühle zum Ausdruck, die uneingeschränkt auch heute noch ihre Berechtigung haben:
Freiheit, Frieden, Menschlichkeit
stark verschmutze Szene
man versucht sie abzuschaffen
Liebe ist passe
Ich seh große Leuchtbuchstaben
Geld regiert die Welt
Gefühle werden abgebaut
Auch ich bin infiziert.......
Dem kann man einfach nichts mehr hinzufügen, klarer kann man die Situation in unserer Gesellschaft nicht ausdrücken. Seltsam, dass ich diesen Song auf keinem Konzert von Marius gehört habe. Er hätte es auch verdient, auf seiner Best of – CD noch einmal aufgenommen zu werden. Vielleicht liegt es an seiner Kürze, wer weiß.
Die gesamte CD ist musikalisch noch nicht so die rockig wie die anderen Alben. Auch singt Marius hier eher mit einer knabenhaften Stimme, auch dann, wenn er fordernder und lauter wird. Das erleichtert aber vielleicht den \"Nicht-Marius-Fans\" den Einstieg in die Droge Westernhagen!
Also hört sie euch an!
Musikalisch ist die CD bestimmt noch nicht so ausgereift wie seine letzten Werke. Man spürt man jedoch bei jedem Song, dass er diese Szenen beim Vertonen vor Augen hat, so dass man sich beim Anhören richtig in die Situationen versetzen kann und wie automatisch ein Film abläuft.
Titelfolge:
Horsti
Wir waren noch Kinder
Marion aus Pinneberg
Taximann
Wenn jemand stirbt
Sie war auch dann noch da
Der Typ auf Zelle Nummer 10
Fasten Seat Belt
Es geht mir wie Dir
Epilog
Bei der Beschreibung der einzelnen Titel will ich mich hier auf einige wenige Beispiele beschränken, die jedoch dazu anregen sollen, euch die CD mal genauer anzuhören.
\"Wir waren noch Kinder\" beschreibt die Erinnerungen an seine erste Liebe. Er macht hier einen Zeitsprung in die 60ger Jahre, als man ein Bild von Che Guevara in seinem Zimmer hängen hatte und von einer Hochzeit in Gretna Green träumte. Hier wurden bis 1969 Eheschließungen für Minderjährige ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten durchgeführt. Dieser Traum verflog jedoch schnell und es blieb nur noch das Lied von Schottland (Gretna Green liegt in Schottland) und die schwache Erinnerung an diese Zeit. Musikalisch unterstützt er mit schottischen Klängen sehr schön diese Assoziationen.
\"Taximan\" ist einer der Songs, in denen Marius mal wieder das Thema Alkohol aufgreift. Viele von uns kennen die Situation, in der sie wegen zu starken Alkoholgenusses nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und nur noch nach hause wollen. Alkohol scheint zu dieser Hamburger Zeit sowieso eine sehr wichtige Rolle in Marius’ Leben gespielt zu haben, obwohl er Exzesse immer verabscheute, wie er selbst sagt.
In \"Fasten Seat Belt\" dann besingt er die Zeit des Starts eines Flugzeuges aus der Sicht eines Flugpassagiers. Dabei gelingt es ihm vortrefflich, diese Phase auch musikalisch dazustellen. Man hört regelrecht das heulen der Düsen und fühlt sich an Board des Flugzeuges. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, wenn die Stimme der Stewardess ertönt und einen angenehmen Flug wünscht.
Der besondere Bezug zum Alkohol hatte wohl seinen Urspung in der Alkoholabhängigkeit seines Vaters, der, aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, Tabletten und Alkohol verfiel und von der Umwelt verhöhnt und beschimpft wurde.
Dieses Thema greift er in dem Lied \"Wenn jemand stirbt\" auf, für den Zuhöhrer unter die Haut gehend. Auch hier fühlt man mit und steht beim Anhören fast selber am Grab, wieder durch die Musik, die leise und tragend ist, sehr gut unterstützt.
Im \"Epilog\" schließlich kommen Gefühle zum Ausdruck, die uneingeschränkt auch heute noch ihre Berechtigung haben:
Freiheit, Frieden, Menschlichkeit
stark verschmutze Szene
man versucht sie abzuschaffen
Liebe ist passe
Ich seh große Leuchtbuchstaben
Geld regiert die Welt
Gefühle werden abgebaut
Auch ich bin infiziert.......
Dem kann man einfach nichts mehr hinzufügen, klarer kann man die Situation in unserer Gesellschaft nicht ausdrücken. Seltsam, dass ich diesen Song auf keinem Konzert von Marius gehört habe. Er hätte es auch verdient, auf seiner Best of – CD noch einmal aufgenommen zu werden. Vielleicht liegt es an seiner Kürze, wer weiß.
Die gesamte CD ist musikalisch noch nicht so die rockig wie die anderen Alben. Auch singt Marius hier eher mit einer knabenhaften Stimme, auch dann, wenn er fordernder und lauter wird. Das erleichtert aber vielleicht den \"Nicht-Marius-Fans\" den Einstieg in die Droge Westernhagen!
Also hört sie euch an!
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