Mary Star of the Sea - Zwan Testbericht

Mary-star-of-the-sea-zwan
ab 13,04
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von DieEine

Honestly, I love it!

Pro:

gute Mischung aus Rock und Pop, sowie aus schnellen und langsamen Stücken

Kontra:

fällt mir so spontan nichts ein

Empfehlung:

Ja

Die letzten Züge meiner Pubertät fielen in die Zeit, in der Grunge/Crossover (oder wie immer man die Musik, die wir in Erkelenz damals so gehört haben, nennen mag) gerade richtig im Kommen war. Allerdings haben dort nur ein paar wenige Gruppen wirklich öfter in mein Ohr gefunden. Pearl Jam fand ich klasse und später war meine Lieblingsband Green Day. Nirvana fand ich im Gegenteil zu meinen Freunden immer richtig doof, aber noch viel blöder und schrecklicher fand ich die Smashing Pumpkins. Die Musik war mir einfach zu depressiv. Ich als glückliches Dorfkind hatte einfach keinen Bezug zu den Themen, die die Bands in ihrer Musik ansprachen. Außerdem konnte ich den glatzköpfigen Milchbubisänger nicht leiden (ja als Teenie legt man auch bei solchen Gruppen Wert aufs Aussehen).

Wie dem auch sei: vor kurzem habe ich nachts mal wieder durch die Kanäle gezappt und bin bei MTV hängengeblieben, wo ich eben jenen Sänger, Billy Corgan, sah, aber diesmal sah er nicht depressiv aus, er lächelte und auch die Musik klang irgendwie fröhlicher. In dem Moment verstand ich, warum immer alle von dem charismatischen Sänger gesprochen hatten, denn als ich das Video zu \"Honestly\" sah, war ich irgendwie sehr fasziniert von seiner Ausstrahlung. Die Gruppe heißt heute aber nicht mehr \"Smashing Pumpkins\" sondern \"Zwan\" und von der alten Besetzung sind zwei Leute übrig geblieben.

Nachdem ich bei Amazon.de in die Tracks des Album reingehört habe, beschloss ich mal wieder ein wenig Geld (14,99 Euro) in ein Album zu investieren und genau von diesem Album, nämlich \"Mary Star of The Sea\" von Zwan möchte ich euch nach dieser langen Vorrede berichten.

*Das Cover*
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Der Hintergrund des Covers ist weiß. Auf dem oberen Teil prangt in roter Schrift der Name der Band \"Zwan\". Darunter ist eine knallbunte Abbildung. Ein Kreis, auf dem an vier Seiten ein paar Sachen austreten. Man sieht zum Beispiel eine Taube und zwei Bestandteile einer Gitarre. Das Cover ist sehr fröhlich gestaltet, es sieht ein wenig nach 70er Jahre aus.

*Die Songs*
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* LYRIC (3:17)
Der erste Song des Albums klingt ein wenig schwach und so gar nicht nach dem, was ich erwartet habe. Die Stimme von Sänger Billy Corgan ist sehr sanft und hat so gar nichts depressives mehr. Auch die Musik ist insgesamt sehr poppig. Ein bisschen weniger Gitarre und die Melodie hätte durchaus von einem Beatles-Song sein können, nur ist das Lied nicht ganz so eingängig.

* SETTLE DOWN (5:25)
Dieses Lied klingt in meinen Ohren zumindest teilweise wie die frühen Songs der Smashing Pumpkins. Die Musik wird von schnellem Schlagzeugspiel dominiert und den Text kann man wegen des Genuschels des Sängers teilweise auch nicht verstehen., was aber nicht heißen soll, dass das Lied schlecht ist. Mir gefällt der Refrain mit dem gesungenen \"Settle down around you\" sogar sehr gut und ich höre mir auch das Gitarrensolo am Ende ganz gerne an, weil es einfach zum Lied passt und es gebührend ausklingen lässt.

* DECLARATION OF FAITH (4:17)
Der Gesang dieses Liedes ist sehr melodiös. Die Musik wie gewohnt rockig, Gitarren- und Schlagzeuglastig. Im Refrain geht es dann wieder ein bisschen poppiger zu. Auch hier ist die Mischung aus Rock und Pop aber gelungen. Das Stück ist schön schnell und den Refrain kann man auch relativ schnell mitsingen. \"Declaration of Faith\" ist auf jeden Fall ein Highlight des Albums.

* HONESTLY (3:45)
Diese erste Singleauskopplung, von der ich das Video gesehen habe, hat mich begeistert und läuft die ganze Zeit in Dauerrepeat bei mir. Der Song verbreitet eine positive Stimmung und sorgt für gute Laune bei mir. Die Nummer ist zwar geprägt von Gitarren und Schlagzeug, ist also etwas rockiger, aber auch durchaus poppig, was für ein Liebeslied auch eigentlich normal ist. Die Mischung aus Rock und Pop stimmt hier ganz einfach.

* EL SOL (3:38)
Das Lied beginnt mit einem kleinen musikalischen Vorspiel, bevor der etwas gediegenere Gesang beginnt. Zum Refrain hin, wird das ganze Stück etwas kräftiger und melodischer.
Bei diesem Lied kann man erstmal andere Instrumente als Gitarre und Schlagzeug hören, die die Melodie unterstützen und dem Song den besonderes Touch geben.

* OF A BROKEN HEART (3:54)
Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich wieder um ein Liebeslied, das dementsprechend langsam ist und schön mit akustischer Gitarre in Szene gesetzt wird. Obwohl es heißt \"until I die of a broken heart\" ist die Stimmung des Song nicht Depressiv oder jammernd sondern eher sentimental und ruhig. Auch dieser langsame Song ist wegen seiner leisen Töne ein Highlight des Albums und Seelentröster an schlechten Tagen.

* RIDE A BLACK SWAN (4:53)
Nach leisen Tönen, geht es mit einem Kracher weiter. Das Lied ist sehr schnell und sehr rockig. Hier fällt mir zum ersten mal die Stimme des Sängers richtig auf (klingt in Zügen ein wenig wie Daniel Küblböck), leicht kratzig und leicht nasal, aber nur im Refrain. Es passt auf jeden Fall zu dem Lied und es macht hier einfach Spaß zuzuhören und durchs Zimmer zu hüpfen.

* HEARTSONG (3:08)
Es liegt wohl am Wort Herz, dass auch dieses Stück wieder etwas langsamer und melodischer ist. Es klingt ein wenig so, als wären hier Streicher hinzugekommen und auch die Gitarre ist wieder ohne elektrischen Strom besetzt. Leider plätschert das Lied aber ohne Höhepunkte im Refrain vor sich her.

* ENDLESS SUMMER (4:22)
Dieses Lied klingt wirklich nach Sommer. Die Melodie ist sehr schnell, aber nicht so laut wie bei den anderen rockigen Stücken, obwohl Gitarre, Schlagzeug und Bass hier nicht zu kurz kommen. Das Lied klingt einfach nach Party.

* BABY LET´S ROCK (3:41)
Eine leicht beschwingte Nummer, die so gar nichts mit Rock zu tun hat, wie man an der Aufforderung im Titel vermuten könnte. Leider werden die Textzeilen immer wieder wiederholt, so dass der Titel sehr schnell langweilig wird. Auch der Gesang klingt langweilig.

* YEAH! (3:06)
Das leicht gehauchte \"Yeah\" am Anfang des Songs klingt irgendwie fehl am Platz, aber zum Glück hält das nicht an und die \"Yeah\"-Schreie werden mit der Musik härter und rockiger. So richtig überzeugen kann mich der Song aber nicht.

* DESIRE (4:14)
Das Lied fängt sehr leise und sehr langsam an, so dass ich mich erstmal vergewissern musste, ob die CD nicht stehengeblieben ist. Langsam ist der Song wirklich und so richtig laut wird er auch nicht. Ich finde das Lied aber sehr schön, da die Stimme auch hier richtig schön zur Geltung kommt und sich die Musik im Hintergrund hält und den Gesang nicht übertüncht.

* JESUS, I - MARY STAR OF THE SEA (14:04)
Der Titelsong des Albums kann mich nicht so richtig überzeugen, denn er klingt trotz der härteren Musik ein wenig wie eine Predigt und ist in meinen Augen ein wenig lang. Auch klingt mir der Gesang hier zu wütend.

* COME WITH ME (4:00)
Der Anfang klingt durch die Verwendung einer Mundharmonika, wie ein Südstaatensong. Ich finde die Mischung der verschiedenen Instrumente allerdings sehr ansprechend. Der Song steigert sich auch von Anfang zum Ende. Er ist zwar etwas leiser und weniger rockend, aber der Gesang gefällt mir hier sehr gut und ich finde, dass dieses Lied ein gelungener Abschluss des Albums ist.

*Mein Fazit*
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Allen, die mit der Beschreibung der Lieder nicht so richtig viel anfangen können, möchte ich hier noch kurz meinen Gesamteindruck von dem Album schildern.
Mir hat \"Mary Star of the Sea\" wirklich gut gefallen. Sicher gibt es hier und da ein paar Lieder, die nicht so schön sind, aber es ist keins dabei, dass ich beim Anhören wegskippen müsste. Insgesamt finde ich die Mischung aus Rock und Pop auf diesem Album gut gelungen. Das ganze klingt nicht zu rockig und nicht zu Gitarrenlastig, aber eben auch nicht nach stinknormaler Popmusik. Auf mich wirkt das Album wirklich, als hätten sich die Musiker viele Gedanken gemacht und als wären sie alle mit dem Herzen dabei. Das ist mir bei Musik (egal welcher Richtung) immer am wichtigsten.

Auf mich wirkt das Album auch sehr positiv. Hab ich Billy Corgan früher als depressiven Spinner abgetan, muss ich meine Meinung durch Zwan stark korrigieren. Der Gesang klingt hier in keinster Weise depressiv oder düster sondern lebensbejahend und sehr positiv und locker.
Mich hat \"Mary Star of the Sea\" wirklich überrascht und es ist momentan mein Lieblingsalbum. Reinhören kann ich nur empfehlen.

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