Mazda Tribute Testbericht

Mazda-tribute
Abbildung beispielhaft
ab 50,18
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Erfahrungsbericht von undertaker

Da hätte man ein Kind bekommen können

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

denn fast 9 Monate musste ich warten, bis ich den neuen Mazda Tribute 3.0 zum ersten Mal in Natura betrachten durfte.

Im September 2000 war in unserer Tageszeitung ein Prospekt von Mazda in dem verschiedene Autos vorgestellt wurden. Unter anderem auch der Tribute, der mir gleich sehr gut gefallen hat. Doch zunächst wollte ich ihn wirklich sehen und Probe fahren, denn ich hatte bisher nie einen Jeep gefahren und wusste daher auch nicht ob er mir auch wirklich zusagt.

Also gleich bei meinem Händler angerufen und nach gefragt. Die Auskunft die ich bekam, war die, dass er frühestens im Januar oder Februar 2001 lieferbar wäre und ob ich ihn vorbestellen will. Doch das wollte ich nicht, denn wie erwähnt wäre es ja möglich, dass er mir überhaupt nicht gefällt.

Also habe ich mich in Geduld geübt. Ende Januar sollte er endlich bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden, doch auch daraus wurde nichts, ausser einer 3 mal 3 Meter grossen Pappe mit einem Bild vom Tribute konnte mein Händler nichts vorweisen und da hat er den Tag der offenen Tür gleich fallen lassen. Das neue Ziel war Ende April Anfang Mai. Also weiter warten.

Mitte Mai hatte ich dann bei einem Ausflug nach Nürnberg wieder einmal ein Werbeplakat gesehen. Am nächsten Montag gleich wieder zu meinem Händler und tatsächlich, der neue Mazda Tribute 3.0 war wirklich da. Also gleich eine Probefahrt gemacht, denn einen der zwei Autos die er bekommen hatte, wurde vom Händler gleich als Vorführwagen angemeldet.

Ein wenig Bammel hatte ich vor der Automatikschaltung, denn ich bin nun fast 20 Jahre nur Schaltgetriebe gefahren, aber die elektronisch gesteuerte Automatik ist wirklich hervorragend. Und ich hatte bisher keine Probleme damit, dass mein linker Fuss nun nur noch so herum hängt *gg*.

Also habe ich gleich mal eine längere Fahrt gemacht, denn ich wollte auch gleich mal testen, wie es ist mit 194PS zu fahren und ich musste feststellen, sehr gut. Die Beschleunigung war klasse, der Kick down funktionierte sehr gut, so dass man auch bei 160 km/h noch ordentlich beschleunigen kann um zu überholen.

Da ich doch begeistert war, wollte ich den Tribute auch gleich kaufen. Zum Glück hatte er ja noch einen zweiten vorrätig, einen in schwarz und der gefiel mir bedeutend besser, als der silberne Vorführwagen.

Daher bin ich gleich mal in die Verhandlungen über den Preis eingestiegen, der laut Händlerangabe bei 57.000DM liegen sollte. Doch das wollte ich eigentlich nicht bezahlen und auch meinen alten Mazda Xedos 6 wollte ich in Zahlung geben, der noch mit knapp 15.000DM in der Liste stand.

Ich finde meine Verhandlungen waren ganz erfolgreich, da ich nur noch 34.700DM inklusive der Überführung und Zulassung auf zahlen musste. Ausserdem bekam ich noch einen CD-Radio mit eingebaut. Allerdings wurde hier versehentlich ein Kassetten-Radio eingebaut, das aber gleich bei der 1000 KM Inspektion ausgetauscht wurde.

Nun wollte ich mein neues Auto natürlich gleich einmal richtig einfahren und habe einen Trip durch Deutschland gemacht. Dabei habe ich verschiedene Sachen getestet. So musste ich feststellen, dass der Mazda Tribute 3.0 eine Motordrossel eingebaut hat, die bei, zumindest laut Tacho, 195 km/h einsetzt. Das liegt an den Reifen, die für höhere Geschwindigkeiten nicht zugelassen sind und normalerweise fahre ich mit einem Geländewagen ja auch keine Rennen *gg*. Zu den Reifen ist zu sagen, dass es 235/70R16 104T sind. Da habe ich ein wenig Bedenken, wenn ich die mal austauschen muss, was die wohl kosten. Die Reifen sind selbstverständlich auf Alufelgen aufgezogen.

Der Verbrauch ist erfreulich niedrig, wenn man berücksichtigt, dass es ein 3 Liter Motor mit fast 200 PS ist. Ich habe bei konstant 120 km/h auf der Autobahn knapp 10 Liter Normalbenzin gebraucht. Das konstante eingehalten der Geschwindigkeit hat der Tempomat übernommen, so dass ich wirklich sehr entspannt fahren konnte. Wenn ich allerdings nur in der Stadt fahre, steigt der Verbrauch auf knapp über 13 Liter. Was aber so schlecht auch nicht ist, da der Tribute 3.0 ja nur Normalbenzin braucht und nicht das teurere Super. So hat sich meine Tankrechnung nicht sehr erhöht. Allerdings gefällt mir der doch recht kleine Tank nicht so gut, denn er fasst nur 60 Liter. Wenn man den Tribute mal richtig heizt und dadurch über 15 Liter braucht, muss man doch sehr häufig nach tanken. Aber das ist das einzige was mir negativ aufgefallen ist.

Wie für einen Geländewagen üblich, besitzt auch der Tribute einen Allradantrieb. Der schaltet sich je nach Bedarf automatisch zu, ich kann ihn aber auch permanent einschalten, was ich bisher aber noch nicht gebraucht habe, da ich mein Auto noch nicht im Gelände gefahren habe. Aber ich denke, wenn der nächste Winter kommt und es Schnee auf der Strasse hat, ist der Allradantrieb sicher sehr gut.

Nun noch ein paar Details zu Ausstattung meines Mazda Tribute 3.0, serienmässig war natürlich eine Klimaanlage mit drin, die ich gerade jetzt, wo es so heiss ist, nicht missen möchte. Die Ledersitze, wovon mein Fahrersitz automatisch zu verstellen ist, sind sehr angenehm, gerade auf weiter Strecke. Man sitzt richtig entspannt.

Zur Schaltung noch eines, der Schalthebel ist oben am Lenkrad angebracht. Das wurde wohl deshalb gemacht, da der Tribute 3.0 auch sehr oft nach Amerika verkauft wird und die Amerikaner die Automatik Schaltung lieber am Lenkrad haben. Es war am Anfang ein wenig ungewohnt, aber mittlerweile ist es kein Problem mehr für mich.

Der Motor läuft sehr ruhig, auch kein Wunder bei einer 3 Liter Maschine. Elektrische Fensterheber und elektrisch verstellbare und beheizte Aussenspiegel sind ebenso serienmässig. Sehr gut finde ich, dass das Reserverad, wie bei den anderen Geländewagen, nicht hinten an der Heckklappe ist, sondern im Kofferraum verstaut. Auch ist die Heckklappe zweigeteilt zu öffnen, entweder die ganze Klappe, oder wenn der Platz recht eng ist, kann ich auch nur das Fenster öffnen und so reingreifen.

Als Fazit möchte ich sagen, dass der Mazda Tribute 3.0 ein sehr schönes Auto ist, es macht richtig Freude ihn zu fahren. So dies waren meine ersten Eindrücke in Kürze *gg*. Sobald es weiters dazu zu sagen gibt, mache ich selbstverständlich ein Update. ©undertaker

12 Bewertungen, 2 Kommentare

  • herbman

    24.05.2002, 10:51 Uhr von herbman
    Bewertung: sehr hilfreich

    Fahre selber den Tribute V6, im Winter ist er wirklich klasse. Aber bitte teste ihn nicht im Gelände!!! Das würdest du bereuen. Der Tribute ist für die Strasse gebaut.

  • denjuandemarco

    21.02.2002, 12:38 Uhr von denjuandemarco
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein Kind bekommen waren doch eher fast 10 Monate, oder, GRINS??