Die Asche meiner Mutter (Taschenbuch) / Frank McCourt Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Nine19
Eine unglückliche, irisch-katholische Kindheit
Pro:
Einfach ein Meisterwerk
Kontra:
nichts für ein schwaches Gemüt
Empfehlung:
Ja
Autobiographien liegen momentan im Zeitgeist - und alle fühlen sich berufen, ihr Leben sekundengenau für die „interessierte“ Leserschaft auf chlorfrei gebleichtes Papier zu bannen. Von Hillary und Bill Clinton über den angeblichen „Pop-Titanen“ Dieter Bohlen bis zu Daniel „Gurkenlaster“ Küblböck - sie alle haben es bereits getan ( wobei ich mich schon frage, was einen Teenager dazu bewegt, sein ach so spannendes Leben vom ersten Schrei, der ersten Windel bis zur Zucht von Pubertätspickeln zu dokumentieren und sich somit vor jedem seelisch zu entblößen - und überhaupt, wer liest so etwas eigentlich? ).
Mit guten Autobiographien ist es wohl mittlerweile wie mit der bekannten Stecknadel im Heuhaufen - bevor man die findet, hält man sich lieber gleich vom Suchen fern. Aber es gibt sie dennoch, es gibt sie wirklich, Autobiographien, die man mit gutem Gewissen als lesenswerte, literarische Meisterwerke bezeichnen kann. Und zu dieser Kategorie gehört für mich eindeutig „Die Asche meiner Mutter - Irische Erinnerungen“ des Autors Frank McCourt. Um dieses brillante Werk soll sich nun der vorliegende Erfahrungsbericht drehen.
***** Zum Autor *****
Der Autor Frank McCourt kam 1930 in New York zur Welt, bevor er im Alter von vier Jahren gemeinsam mit seinen Eltern und damals noch drei Geschwistern nach Irland auswanderte und dort die ersten zwei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Denn mit 19 Jahren kehrte McCourt wieder in das Land seiner Träume zurück - Amerika.
Sein Erstlingswerk “Die Asche meiner Mutter” stand in zahlreichen Ländern dauerhaft auf den Bestsellerlisten und ist mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet worden.
***** Zum Buch / Äußeres *****
Titel: “Die Asche meiner Mutter - Irische Erinnerungen”
Autor: Frank McCourt
Verlag: btb
Preis: ca. 10 Euro
ISBN: 3 - 442 - 72307 - 8
Das Buch “Die Asche meiner Mutter”, das mir vorliegt, ist als etwa Din-A-5 großes Taschenbuch in der zweiten Auflage im btb-Verlag erschienen.
Auf dem Umschlagfoto, das wie das gesamte Layout des Werks in warmen braunen und beigen Tönen gehalten ist, sieht man einen ungefähr fünfjährigen Jungen, der an eine Wand lehnt. Das Mauerwerk der Hauswand wirkt spröde und bröckelig, das eingeschlossene Fenster ist mit Holzbrettern vernagelt. Der Junge lehnt sich mit nach hinten verschränkten Armen an diese Hauswand, die schon bessere Tage gesehen haben mag. Seine dunklen Haare hängen ihm als Pony in die Stirn, eine kleine Mütze bedeckt seinen Haarschopf, mit wachen Augen und einem verschmitzten Lächeln blickt er in die Kamera des Fotografen. Er trägt ein weißes Hemd, das vielleicht schon etwas angegraut ist, darüber eine etwas zu große, dunkle Jacke. Eine kurze, leicht in Fetzen hängende Hose bekleidet eher sporadisch seine Beine. Schuhe trägt er nicht, die schmutzigen Füße hat über Kreuz gestellt. Ein gefühlvolles Bild, ein Symbol und eine Vorahnung auf den Inhalt des Buches.
Auch auf dem Rückumschlag ist dieses puristische Foto zu sehen, darüber findet sich eine kurze Textprobe in schwarzen Lettern und die Inhaltwiedergabe durch den Verlag in lila-roten Buchstaben:
°°°°° >> Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.<<
Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den dreißiger und vierziger Jahren gehören zu dem Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die irische Seele geschrieben wurde. °°°°°
Eine treffendere Inhaltsangabe habe ich selten auf einem Buchrücken gelesen.
Darunter werden noch zwei renommierte internationale Zeitungen zitiert:
>> Jede dieser 500 Seiten bedeutet ein neues Abenteuer. << Süddeutsche Zeitung
>> “Die Asche meiner Mutter” ist so gut - sie verdient eine Fortsetzung. << New York Times
Das Buch umfasst genau genommen rund 529 Seiten, noch genauer genommen allerdings circa 540 Seiten, da auf den letzten Seiten alle irischen Lieder im Original zu finden sind, die im fortlaufenden Text zwar auch auftauchen, allerdings bereits ins Deutsche übersetzt sind.
***** Zum Buch / Inhalt *****
>>Mein Vater und meine Mutter hätten in New York bleiben sollen, wo sie sich kennen gelernt und geheiratet haben und wo ich geboren wurde. Statt dessen sind sie nach Irland zurückgekehrt, als ich vier war und mein Bruder Malachy drei, und die Zwillinge Oliver und Eugene waren eben gerade ein Jahr alt, und meine Schwester Margaret war tot und weg.
Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, frage ich mich, wie ich überhaupt überlebt habe. Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.
Überall prahlen oder winseln die Menschen ob des Jammers ihrer frühen Jahre, aber nichts lässt sich mit der irischen Version vergleichen: die Armut; der träge, redselige, trunksüchtige Vater; die fromme, vom Schicksal besiegte Mutter, die am Herdfeuer stöhnt; pompöse Priester; drangsalierende Schulmeister; die Engländer und die grässlichen Dinge, die sie uns achthundert lange Jahre lang angetan haben.
Hauptsächlich waren wir: naß.
Draußen im Atlantischen Ozean ballten sich die Regenmassen zusammen, um langsam den Shannon hinauszutreiben und sich auf immer in Limerick niederzulassen.
( … )
Der Regen trieb uns in die Kirche - unsere Zuflucht, unsere Kraft, unser einziges trockenes Haus. Zu Messe, Segen und Novene drängten wir uns in dicken, feuchten Klumpen zusammen, durchdösten das Geleier des Priesters, und wieder stieg Dampf auf von unseren Gewändern, um sich mit der Süße von Weihrauch, Blumen und Kerzen zu mischen.
Limerick war für seine Frömmigkeit berühmt, aber wir wussten, es war nur der Regen.<<
So beginnt die Autobiographie des Iren McCourts. Und schon zu Beginn ahnt der Leser, dass es sich bei der Lektüre dieses Werkes ganz und gar um keine leichte Kost handelt.
Frank McCourt kommt als Sohn des “begnadeten Säufers” Malachy und der irischen Immigrantin Angela im New York der Prohibition zur Welt. Er ist das älteste von fünf Kindern, von denen eines seine Geburt nur einige wenige Tage überlebt.
Sein Vater ist ein Mann, der das Idealbild eines Iren mit allen Vorurteilen in sich vereinigt: >>Mein Vater, Malachy McCourt, wurde auf einem Bauernhof in Toome in der Grafschaft Antrim geboren. Wie vorher sein Vater wuchs er wild auf, in ständigen Schwierigkeiten mit den Engländern oder mit den Iren oder mit beiden. Er kämpfte in der guten alten IRA, und wegen irgendeiner verzweifelten Tat wurde er zum Flüchtling, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt war. (…) Wegen des Geldes, welches man auf den Kopf ausgesetzt hatte, auf den er gefallen war, musste er per Frachtschiff ab Galway aus Irland geschafft werden. In New York, wo die Prohibition tobte, dachte er, er wäre tot und für seine Sünden zur Hölle gefahren. Dann entdeckte er die Flüsterkneipen und jauchzte im Herrn.<<
Nur wenig liebevoller wird das Bild der Mutter gezeichnet: >>Meine Mutter, die frühere Angela Sheehan, wuchs bei ihrer Mutter und mit zwei Brüdern, Thomas und Patrick, und ihrer Schwester Agnes in einem Slum von Limerick auf. Ihren Vater hat sie nie gesehen, denn dieser war ein paar Wochen vor ihrer Geburt nach Australien durchgebrannt. (…) In der Schule vom Hl. Vincent de Paul lernte Angela Lesen, Schreiben und Rechnen, und als sie etwa neun wurde, war ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie versuchte sich als Putzfrau, als Magd und als Dienstmädchen mit einer kleinen weißen Haube, das die Tür aufmacht, aber sie schaffte den kleinen Knicks nicht, der da verlangt wird, und ihre Mutter sagte, dir fehlt das gewisse Avec. Du bist völlig nutzlos. Warum gehst du nicht nach Amerika, wo Platz ist für alle Sorten von Nutzlosigkeit? Ich geb dir das Geld für die Überfahrt.<<
Und so kommt es, dass die beiden immigrierten Iren auf einer Party gemeinsamer Bekannter im “gelobten” Land aufeinander treffen - und ihr erstes Kind zeugen, dass auf den Namen Francis - nach dem heiligen Franz von Assisi - McCourt getauft, aber nur Frank genannt wird. Malachy heiratet Angela, zwar nicht auf ganz freiwilliger Basis, aber immerhin.
Was folgt sind vier Jahre Ehe in New York und fünf Kinder: Neben Frank noch Malachy, die Zwillinge Oliver und Eugene und Margaret.
In dem New Yorker Stadtteil Brooklyn lebt die Familie in einer kleinen und engen Wohnung. Die Mutter schimpft und verzweifelt über die Gedankenlosigkeit ihres Mannes, der statt für seine Familie zu sorgen nach der Auszahlung seines Wochenlohnes lieber Kneipentouren bis zur delirischen Besinnungslosigkeit zelebriert, nachts nach Hause kommt, um seine schlafenden Kinder aus dem Bett zu holen und sie Lieder “über heldenhafte Soldaten, die für die Freiheit Irlands lachenden Herzens in den Tod ziehen” singen zu lassen: Patriotische Lieder über Kevin Barry und Roddy McCorley. Und zum Schluss nimmt er seinen Kindern das Versprechen ab, für Irland zu sterben.
Als allerdings seine erste und einzige Tochter Margaret ( die nach Angelas Mutter benannt ist ) auf die Welt kommt, ändern sich die Verhältnisse: Franks Vater gibt die Trinkerei auf, arbeitet fleißig und kann seine Familie mit dem Lohn mehr als nur über Wasser halten. Nun gibt es manchmal auch gebratenen Speck mit Spiegeleiern zum Essen.
Doch dann stirbt die kleine Margaret und alles beginnt von vorn und wird noch schlimmer. Freunde und Verwandte beschließen über die Köpfe der Familie McCourt hinweg, das sie New York verlassen müssten. So wird Angelas Mutter brieflich benachrichtigt, die Geld für die Überfahrt schickt. So emigriert die sechsköpfige Familie nach Limerick, Irland.
In Limerick ähnelt das Leben dem in Brooklyn: Zusammen bewohnen sie einige kleine Zimmer und teilen sich zu sechst ein Bett, das voll ist mit Flöhen, die angriffslustig sind. Sie ziehen zweimal um, nach jedem Tod eines der Zwillinge. Die Familie hat kein Geld für Essen, Miete und Kleidung. Das wenige das sie haben läuft in flüssiger, schwarzer Form als Pint im Hals des Ernährers Malachy McCourt hinab:
>>Dad kriegt keine Arbeit. Er steht an Wochentagen früh auf, macht das Feuer an, kocht Wasser für den Tee und seine Rasierschale. Er zieht sich ein Hemd an und befestigt einen Kragen daran. Er bindet sich den Schlips um und setzt sich die Mütze auf und geht aufs Arbeitsamt, um für das Stempelgeld zu unterschreiben. Nie verlässt er das Haus ohne Schlips und Kragen. Ein Mann ohne Schlips und Kragen ist ein Mann ohne Selbstachtung. Man weiß nie, wann der Mann beim Arbeitsamt einem vielleicht mal sagt, in Rank´s Mühle oder bei der Limerick-Zementfabrik ist was frei geworden, und selbst wenn es nur ein Aushilfsjob ist, was halten die von einem, wenn man ohne Schlips und Kragen erscheint?
Bosse und Vorarbeiter bekunden ihm immer Respekt und sagen, sie stellen ihn gern ein, aber sobald er den Mund aufmacht und sie den Akzent aus dem Norden von Irland hören, nehmen sie statt dessen einen Mann aus Limerick. Das erzählt er Mam am Kamin, und wenn sie sagt, warum ziehst du dich nicht an wie ein anständiger Arbeiter? Sagt er, er wird keinen Zollbreit nachgeben, nie sollen sie es erfahren, und wenn sie sagt, warum kannst du nicht versuchen zu reden wie einer aus Limerick? Sagt er, so tief wird er nie sinken, und der größte Kummer in seinem Leben ist, dass jetzt der Akzent von Limerick seine Söhne heimgesucht hat. Sie sagt, das tut mir aber Leid, dass du so schlimmen Kummer hast, hoffentlich wird er nicht noch schlimmer, und er sagt, eines Tages, mit Hilfe Gottes, werden wir Limerick verlassen und weit weg sein vom Tod bringenden Shannon.
( … )
Wenn er keine Arbeit sucht, unternimmt Dad lange Gänge, meilenweit aufs Land hinaus. Er fragt Bauern, ob sie vielleicht Hilfe brauchen, sagt, dass er auf dem Bauernhof aufgewachsen ist und alles kann. Wenn sie ihn nehmen, macht er sich sofort an die Arbeit, mit Schlips und Kragen. Er arbeitet so schwer und lange, dass die Bauern ihm sagen müssen, er soll aufhören. Sie fragen sich, wie ein Mann an einem langen, heißen Tag durcharbeiten kann, ohne einen Gedanken an Essen und Trinken zu verschwenden. Dad lächelt. Das Geld, das er bei den Bauern verdient, bringt er nie nach Hause. Das Geld scheint etwas anderes zu sein als das Stempelgeld, welches er zu Hause abliefern soll. Das Bauerngeld trägt er in die Kneipe und vertrinkt es. Wenn er beim Angulusläuten um sechs Uhr nicht zu Hause ist, weiß Mam, dass er einen Tag Arbeit hatte. Sie hofft, er denkt vielleicht mal an seine Familie und geht wenigstens einmal an der Kneipe vorbei, aber soweit kommt es nie. Sie hofft, er bringt vielleicht mal was vom Bauern mit nach Hause, Kartoffeln, Kohl, Steckrüben, Mohrrüben, aber er wird nie etwas mit nach Hause bringen, denn so tief wird er nie sinken, dass er einen Bauern um etwas bittet. Man sagt, für sie ist es ja ganz normal, dass sie bei der Gesellschaft vom Hl. Vincent de Paul um eine Bescheinigung für Essen bettelt, aber er kann sich keine paar lumpigen Kartoffeln in die Tasche stecken. Er sagt, bei einem Mann ist es anders. Man muss die Würde bewahren, Schlips und Kragen tragen, aufs Äußere achten und nie um etwas bitten. Mam sagt, na, dann weiterhin viel Erfolg.<<
So beginnen die Kinder in ihren frühen Lebensjahren Aushilfsjobs anzunehmen, um die Familie finanziell unterstützen zu können.
In den Jahren des zweiten Weltkriegs “rekrutieren englische Agenten Iren, die in ihren Munitionsfabriken arbeiten sollen”. Darunter auch Franks Vater. Die ersten Wochen schickt er den Wochenlohn an seine in Irland gebliebene Frau und seine Kinder. Aber irgendwann warten die Zurückgebliebenen umsonst - sie sehen weder Geld noch ihren Vater wieder. Durch das fehlende Einkommen kann die Miete nicht mehr gezahlt werden und so zieht die Familie zu Laman Griffin, mit dem Angela eine Affäre beginnt. Als Ersatz für die Miete sozusagen. Er behandelt sie schlecht und verprügelt den dreizehnjährigen Frank. Noch in der gleichen Nacht schleicht er sich zu seiner Großmutter, die ihm Unterschlupf gewährt. Er schlägt sich durch als Telegrammjunge, Zeitungsbote und Mahn- und Drohbriefschreiberei. Er spart sein Geld für eine Überfahrt nach Amerika. Mit 19 Jahren ist es für ihn dann soweit.
>>Ich stehe mit dem Funkoffizier an Deck und wir sehen zu, wie die Lichter von Amerika funkeln. Er sagt, mein Gott, war das eine schöne Nacht, Frank. Ist das hier nicht ein rundherum tolles Land. Doch.<<
So endet die Autobiographie McCourts. Mit der Erfüllung seines Lebenstraumes.
***** Anmerkungen *****
Ich habe bewusst einige Textstellen aus “Die Asche meiner Mutter” verwendet. Zum einen weil es teilweise einen größeren Effekt und breiteres Verständnis garantiert als ich es mit hundert Millionen Worten vermag, zum andern um dem Leser zeitgleich einen Eindruck des klaren, schnörkellosen und existentialistischen Schreibstils zu geben, der meiner Meinung nach einen bedeutenden Teil zum Charme der Autobiographie beiträgt. Denn eben durch diese Nüchternheit im Zusammenspiel mit der Perspektive des Ich-Erzählers ist man von der ersten bis zur letzten Seite der Lektüre gefesselt. Deshalb seien die zeitweilig langen Textpassagen verziehen.
***** Fazit *****
“Die Asche meiner Mutter” ist eine beeindruckende Autobiographie, die nichts von ihrer Aktualität eingebüsst hat. Denn was dort zu lesen ist und stellenweise einfach Fassungslosigkeit und Trauer hervorruft, spielt sich zwar im Irland in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ab, aber sie könnte sich ebenso, genauso im modernen Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts abspielen. In einer Zeit, in der sich vor allem jeder selbst der Nächste ist.
Diese Autobiographie ist ein literarisches Meisterwerk, das ich jedem getrost und reinen Gewissens ans Herz legen kann ( wobei hier als kleine Randnotiz noch zu sagen ist, dass das Buch nichts für schwache Gemüter ist ).
Mit guten Autobiographien ist es wohl mittlerweile wie mit der bekannten Stecknadel im Heuhaufen - bevor man die findet, hält man sich lieber gleich vom Suchen fern. Aber es gibt sie dennoch, es gibt sie wirklich, Autobiographien, die man mit gutem Gewissen als lesenswerte, literarische Meisterwerke bezeichnen kann. Und zu dieser Kategorie gehört für mich eindeutig „Die Asche meiner Mutter - Irische Erinnerungen“ des Autors Frank McCourt. Um dieses brillante Werk soll sich nun der vorliegende Erfahrungsbericht drehen.
***** Zum Autor *****
Der Autor Frank McCourt kam 1930 in New York zur Welt, bevor er im Alter von vier Jahren gemeinsam mit seinen Eltern und damals noch drei Geschwistern nach Irland auswanderte und dort die ersten zwei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Denn mit 19 Jahren kehrte McCourt wieder in das Land seiner Träume zurück - Amerika.
Sein Erstlingswerk “Die Asche meiner Mutter” stand in zahlreichen Ländern dauerhaft auf den Bestsellerlisten und ist mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet worden.
***** Zum Buch / Äußeres *****
Titel: “Die Asche meiner Mutter - Irische Erinnerungen”
Autor: Frank McCourt
Verlag: btb
Preis: ca. 10 Euro
ISBN: 3 - 442 - 72307 - 8
Das Buch “Die Asche meiner Mutter”, das mir vorliegt, ist als etwa Din-A-5 großes Taschenbuch in der zweiten Auflage im btb-Verlag erschienen.
Auf dem Umschlagfoto, das wie das gesamte Layout des Werks in warmen braunen und beigen Tönen gehalten ist, sieht man einen ungefähr fünfjährigen Jungen, der an eine Wand lehnt. Das Mauerwerk der Hauswand wirkt spröde und bröckelig, das eingeschlossene Fenster ist mit Holzbrettern vernagelt. Der Junge lehnt sich mit nach hinten verschränkten Armen an diese Hauswand, die schon bessere Tage gesehen haben mag. Seine dunklen Haare hängen ihm als Pony in die Stirn, eine kleine Mütze bedeckt seinen Haarschopf, mit wachen Augen und einem verschmitzten Lächeln blickt er in die Kamera des Fotografen. Er trägt ein weißes Hemd, das vielleicht schon etwas angegraut ist, darüber eine etwas zu große, dunkle Jacke. Eine kurze, leicht in Fetzen hängende Hose bekleidet eher sporadisch seine Beine. Schuhe trägt er nicht, die schmutzigen Füße hat über Kreuz gestellt. Ein gefühlvolles Bild, ein Symbol und eine Vorahnung auf den Inhalt des Buches.
Auch auf dem Rückumschlag ist dieses puristische Foto zu sehen, darüber findet sich eine kurze Textprobe in schwarzen Lettern und die Inhaltwiedergabe durch den Verlag in lila-roten Buchstaben:
°°°°° >> Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.<<
Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den dreißiger und vierziger Jahren gehören zu dem Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die irische Seele geschrieben wurde. °°°°°
Eine treffendere Inhaltsangabe habe ich selten auf einem Buchrücken gelesen.
Darunter werden noch zwei renommierte internationale Zeitungen zitiert:
>> Jede dieser 500 Seiten bedeutet ein neues Abenteuer. << Süddeutsche Zeitung
>> “Die Asche meiner Mutter” ist so gut - sie verdient eine Fortsetzung. << New York Times
Das Buch umfasst genau genommen rund 529 Seiten, noch genauer genommen allerdings circa 540 Seiten, da auf den letzten Seiten alle irischen Lieder im Original zu finden sind, die im fortlaufenden Text zwar auch auftauchen, allerdings bereits ins Deutsche übersetzt sind.
***** Zum Buch / Inhalt *****
>>Mein Vater und meine Mutter hätten in New York bleiben sollen, wo sie sich kennen gelernt und geheiratet haben und wo ich geboren wurde. Statt dessen sind sie nach Irland zurückgekehrt, als ich vier war und mein Bruder Malachy drei, und die Zwillinge Oliver und Eugene waren eben gerade ein Jahr alt, und meine Schwester Margaret war tot und weg.
Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, frage ich mich, wie ich überhaupt überlebt habe. Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.
Überall prahlen oder winseln die Menschen ob des Jammers ihrer frühen Jahre, aber nichts lässt sich mit der irischen Version vergleichen: die Armut; der träge, redselige, trunksüchtige Vater; die fromme, vom Schicksal besiegte Mutter, die am Herdfeuer stöhnt; pompöse Priester; drangsalierende Schulmeister; die Engländer und die grässlichen Dinge, die sie uns achthundert lange Jahre lang angetan haben.
Hauptsächlich waren wir: naß.
Draußen im Atlantischen Ozean ballten sich die Regenmassen zusammen, um langsam den Shannon hinauszutreiben und sich auf immer in Limerick niederzulassen.
( … )
Der Regen trieb uns in die Kirche - unsere Zuflucht, unsere Kraft, unser einziges trockenes Haus. Zu Messe, Segen und Novene drängten wir uns in dicken, feuchten Klumpen zusammen, durchdösten das Geleier des Priesters, und wieder stieg Dampf auf von unseren Gewändern, um sich mit der Süße von Weihrauch, Blumen und Kerzen zu mischen.
Limerick war für seine Frömmigkeit berühmt, aber wir wussten, es war nur der Regen.<<
So beginnt die Autobiographie des Iren McCourts. Und schon zu Beginn ahnt der Leser, dass es sich bei der Lektüre dieses Werkes ganz und gar um keine leichte Kost handelt.
Frank McCourt kommt als Sohn des “begnadeten Säufers” Malachy und der irischen Immigrantin Angela im New York der Prohibition zur Welt. Er ist das älteste von fünf Kindern, von denen eines seine Geburt nur einige wenige Tage überlebt.
Sein Vater ist ein Mann, der das Idealbild eines Iren mit allen Vorurteilen in sich vereinigt: >>Mein Vater, Malachy McCourt, wurde auf einem Bauernhof in Toome in der Grafschaft Antrim geboren. Wie vorher sein Vater wuchs er wild auf, in ständigen Schwierigkeiten mit den Engländern oder mit den Iren oder mit beiden. Er kämpfte in der guten alten IRA, und wegen irgendeiner verzweifelten Tat wurde er zum Flüchtling, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt war. (…) Wegen des Geldes, welches man auf den Kopf ausgesetzt hatte, auf den er gefallen war, musste er per Frachtschiff ab Galway aus Irland geschafft werden. In New York, wo die Prohibition tobte, dachte er, er wäre tot und für seine Sünden zur Hölle gefahren. Dann entdeckte er die Flüsterkneipen und jauchzte im Herrn.<<
Nur wenig liebevoller wird das Bild der Mutter gezeichnet: >>Meine Mutter, die frühere Angela Sheehan, wuchs bei ihrer Mutter und mit zwei Brüdern, Thomas und Patrick, und ihrer Schwester Agnes in einem Slum von Limerick auf. Ihren Vater hat sie nie gesehen, denn dieser war ein paar Wochen vor ihrer Geburt nach Australien durchgebrannt. (…) In der Schule vom Hl. Vincent de Paul lernte Angela Lesen, Schreiben und Rechnen, und als sie etwa neun wurde, war ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie versuchte sich als Putzfrau, als Magd und als Dienstmädchen mit einer kleinen weißen Haube, das die Tür aufmacht, aber sie schaffte den kleinen Knicks nicht, der da verlangt wird, und ihre Mutter sagte, dir fehlt das gewisse Avec. Du bist völlig nutzlos. Warum gehst du nicht nach Amerika, wo Platz ist für alle Sorten von Nutzlosigkeit? Ich geb dir das Geld für die Überfahrt.<<
Und so kommt es, dass die beiden immigrierten Iren auf einer Party gemeinsamer Bekannter im “gelobten” Land aufeinander treffen - und ihr erstes Kind zeugen, dass auf den Namen Francis - nach dem heiligen Franz von Assisi - McCourt getauft, aber nur Frank genannt wird. Malachy heiratet Angela, zwar nicht auf ganz freiwilliger Basis, aber immerhin.
Was folgt sind vier Jahre Ehe in New York und fünf Kinder: Neben Frank noch Malachy, die Zwillinge Oliver und Eugene und Margaret.
In dem New Yorker Stadtteil Brooklyn lebt die Familie in einer kleinen und engen Wohnung. Die Mutter schimpft und verzweifelt über die Gedankenlosigkeit ihres Mannes, der statt für seine Familie zu sorgen nach der Auszahlung seines Wochenlohnes lieber Kneipentouren bis zur delirischen Besinnungslosigkeit zelebriert, nachts nach Hause kommt, um seine schlafenden Kinder aus dem Bett zu holen und sie Lieder “über heldenhafte Soldaten, die für die Freiheit Irlands lachenden Herzens in den Tod ziehen” singen zu lassen: Patriotische Lieder über Kevin Barry und Roddy McCorley. Und zum Schluss nimmt er seinen Kindern das Versprechen ab, für Irland zu sterben.
Als allerdings seine erste und einzige Tochter Margaret ( die nach Angelas Mutter benannt ist ) auf die Welt kommt, ändern sich die Verhältnisse: Franks Vater gibt die Trinkerei auf, arbeitet fleißig und kann seine Familie mit dem Lohn mehr als nur über Wasser halten. Nun gibt es manchmal auch gebratenen Speck mit Spiegeleiern zum Essen.
Doch dann stirbt die kleine Margaret und alles beginnt von vorn und wird noch schlimmer. Freunde und Verwandte beschließen über die Köpfe der Familie McCourt hinweg, das sie New York verlassen müssten. So wird Angelas Mutter brieflich benachrichtigt, die Geld für die Überfahrt schickt. So emigriert die sechsköpfige Familie nach Limerick, Irland.
In Limerick ähnelt das Leben dem in Brooklyn: Zusammen bewohnen sie einige kleine Zimmer und teilen sich zu sechst ein Bett, das voll ist mit Flöhen, die angriffslustig sind. Sie ziehen zweimal um, nach jedem Tod eines der Zwillinge. Die Familie hat kein Geld für Essen, Miete und Kleidung. Das wenige das sie haben läuft in flüssiger, schwarzer Form als Pint im Hals des Ernährers Malachy McCourt hinab:
>>Dad kriegt keine Arbeit. Er steht an Wochentagen früh auf, macht das Feuer an, kocht Wasser für den Tee und seine Rasierschale. Er zieht sich ein Hemd an und befestigt einen Kragen daran. Er bindet sich den Schlips um und setzt sich die Mütze auf und geht aufs Arbeitsamt, um für das Stempelgeld zu unterschreiben. Nie verlässt er das Haus ohne Schlips und Kragen. Ein Mann ohne Schlips und Kragen ist ein Mann ohne Selbstachtung. Man weiß nie, wann der Mann beim Arbeitsamt einem vielleicht mal sagt, in Rank´s Mühle oder bei der Limerick-Zementfabrik ist was frei geworden, und selbst wenn es nur ein Aushilfsjob ist, was halten die von einem, wenn man ohne Schlips und Kragen erscheint?
Bosse und Vorarbeiter bekunden ihm immer Respekt und sagen, sie stellen ihn gern ein, aber sobald er den Mund aufmacht und sie den Akzent aus dem Norden von Irland hören, nehmen sie statt dessen einen Mann aus Limerick. Das erzählt er Mam am Kamin, und wenn sie sagt, warum ziehst du dich nicht an wie ein anständiger Arbeiter? Sagt er, er wird keinen Zollbreit nachgeben, nie sollen sie es erfahren, und wenn sie sagt, warum kannst du nicht versuchen zu reden wie einer aus Limerick? Sagt er, so tief wird er nie sinken, und der größte Kummer in seinem Leben ist, dass jetzt der Akzent von Limerick seine Söhne heimgesucht hat. Sie sagt, das tut mir aber Leid, dass du so schlimmen Kummer hast, hoffentlich wird er nicht noch schlimmer, und er sagt, eines Tages, mit Hilfe Gottes, werden wir Limerick verlassen und weit weg sein vom Tod bringenden Shannon.
( … )
Wenn er keine Arbeit sucht, unternimmt Dad lange Gänge, meilenweit aufs Land hinaus. Er fragt Bauern, ob sie vielleicht Hilfe brauchen, sagt, dass er auf dem Bauernhof aufgewachsen ist und alles kann. Wenn sie ihn nehmen, macht er sich sofort an die Arbeit, mit Schlips und Kragen. Er arbeitet so schwer und lange, dass die Bauern ihm sagen müssen, er soll aufhören. Sie fragen sich, wie ein Mann an einem langen, heißen Tag durcharbeiten kann, ohne einen Gedanken an Essen und Trinken zu verschwenden. Dad lächelt. Das Geld, das er bei den Bauern verdient, bringt er nie nach Hause. Das Geld scheint etwas anderes zu sein als das Stempelgeld, welches er zu Hause abliefern soll. Das Bauerngeld trägt er in die Kneipe und vertrinkt es. Wenn er beim Angulusläuten um sechs Uhr nicht zu Hause ist, weiß Mam, dass er einen Tag Arbeit hatte. Sie hofft, er denkt vielleicht mal an seine Familie und geht wenigstens einmal an der Kneipe vorbei, aber soweit kommt es nie. Sie hofft, er bringt vielleicht mal was vom Bauern mit nach Hause, Kartoffeln, Kohl, Steckrüben, Mohrrüben, aber er wird nie etwas mit nach Hause bringen, denn so tief wird er nie sinken, dass er einen Bauern um etwas bittet. Man sagt, für sie ist es ja ganz normal, dass sie bei der Gesellschaft vom Hl. Vincent de Paul um eine Bescheinigung für Essen bettelt, aber er kann sich keine paar lumpigen Kartoffeln in die Tasche stecken. Er sagt, bei einem Mann ist es anders. Man muss die Würde bewahren, Schlips und Kragen tragen, aufs Äußere achten und nie um etwas bitten. Mam sagt, na, dann weiterhin viel Erfolg.<<
So beginnen die Kinder in ihren frühen Lebensjahren Aushilfsjobs anzunehmen, um die Familie finanziell unterstützen zu können.
In den Jahren des zweiten Weltkriegs “rekrutieren englische Agenten Iren, die in ihren Munitionsfabriken arbeiten sollen”. Darunter auch Franks Vater. Die ersten Wochen schickt er den Wochenlohn an seine in Irland gebliebene Frau und seine Kinder. Aber irgendwann warten die Zurückgebliebenen umsonst - sie sehen weder Geld noch ihren Vater wieder. Durch das fehlende Einkommen kann die Miete nicht mehr gezahlt werden und so zieht die Familie zu Laman Griffin, mit dem Angela eine Affäre beginnt. Als Ersatz für die Miete sozusagen. Er behandelt sie schlecht und verprügelt den dreizehnjährigen Frank. Noch in der gleichen Nacht schleicht er sich zu seiner Großmutter, die ihm Unterschlupf gewährt. Er schlägt sich durch als Telegrammjunge, Zeitungsbote und Mahn- und Drohbriefschreiberei. Er spart sein Geld für eine Überfahrt nach Amerika. Mit 19 Jahren ist es für ihn dann soweit.
>>Ich stehe mit dem Funkoffizier an Deck und wir sehen zu, wie die Lichter von Amerika funkeln. Er sagt, mein Gott, war das eine schöne Nacht, Frank. Ist das hier nicht ein rundherum tolles Land. Doch.<<
So endet die Autobiographie McCourts. Mit der Erfüllung seines Lebenstraumes.
***** Anmerkungen *****
Ich habe bewusst einige Textstellen aus “Die Asche meiner Mutter” verwendet. Zum einen weil es teilweise einen größeren Effekt und breiteres Verständnis garantiert als ich es mit hundert Millionen Worten vermag, zum andern um dem Leser zeitgleich einen Eindruck des klaren, schnörkellosen und existentialistischen Schreibstils zu geben, der meiner Meinung nach einen bedeutenden Teil zum Charme der Autobiographie beiträgt. Denn eben durch diese Nüchternheit im Zusammenspiel mit der Perspektive des Ich-Erzählers ist man von der ersten bis zur letzten Seite der Lektüre gefesselt. Deshalb seien die zeitweilig langen Textpassagen verziehen.
***** Fazit *****
“Die Asche meiner Mutter” ist eine beeindruckende Autobiographie, die nichts von ihrer Aktualität eingebüsst hat. Denn was dort zu lesen ist und stellenweise einfach Fassungslosigkeit und Trauer hervorruft, spielt sich zwar im Irland in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ab, aber sie könnte sich ebenso, genauso im modernen Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts abspielen. In einer Zeit, in der sich vor allem jeder selbst der Nächste ist.
Diese Autobiographie ist ein literarisches Meisterwerk, das ich jedem getrost und reinen Gewissens ans Herz legen kann ( wobei hier als kleine Randnotiz noch zu sagen ist, dass das Buch nichts für schwache Gemüter ist ).
64 Bewertungen, 4 Kommentare
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20.10.2005, 16:27 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
13.09.2005, 16:09 Uhr von rxbandit
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner bericht und auch ein gutes buch.
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25.08.2005, 23:56 Uhr von Placebo26
Bewertung: sehr hilfreichHabe ich auch gelesen und es hat mir besonders gefallen. Schöner Bericht. LG Placebo26
-
25.08.2005, 21:38 Uhr von BaBy1987
Bewertung: sehr hilfreichnach 'nem klasse buch! lg Pia
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